Connie Betz, Julia Pattis, Rainer Rother (Hg.)

Deutschland 1966. Filmische Perspektiven in Ost und West

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Verlag Bertz und Fischer, Berlin 2016
204 Seiten, ca. 130 Fotos
Hardcover, 21,5 x 22,5 cm, 25 Euro
ISBN 978-3-86505-245-2

Aufbruchstimmung und Experimentierfreude verändern seit Anfang der 1960er-Jahre die deutsche Filmlandschaft auf beiden Seiten der Mauer. Neue Formen, und Motive anstelle der traditionellen Erzählmuster, die Hinwendung zu aktuellen Lebenswelten und authentischeren Szenarien kennzeichnen diese Entwicklung. 1966 befindet sie sich an einem Scheideweg: Nach dem sogenannten „Kahlschlag“-Plenum wird der kulturelle Aufbruch in der DDR ausgebremst, ein Großteil der Gegenwartsfilme verboten. Zeitgleich feiert eine junge Generation von Filmemachern in der Bundesrepublik mit ihren Werken erste nationale und internationale Erfolge.
Die Essays im vorliegenden Band sondieren bundesdeutsche Befindlichkeiten im Spiegel des Neuen Deutschen Films und beleuchten die Hintergründe der DEFA-Verbotsfilme. Sie berichten von problematischen deutsch-deutschen Filmbeziehungen, vom Einfluss des Fernsehens und machen sich auf die Suche nach den Regisseurinnen sowie neuen dokumentarischen und spielerischen Ansätzen in West und Ost. – Die Rekonstruktion eines entscheidenden Jahres voller Unterschiede, Gemeinsamkeiten und filmischer Entdeckungen.

Mit Beiträgen von Bert Rebhandl, Ralf Schenk, Andreas Kötzing, Klaudia Wick, Britta Hartmann, Claudia Lenssen und Claus Löser. Ergänzt wird der Band durch zahlreiche historische Dokumente und bisher teils unveröffentlichte Abbildungen.

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