Theo Lingen
Theo Lingen brillierte in unzähligen komischen Rollen. Als Filmstar ist er dem Publikum im Gedächtnis geblieben. Dass er ein erfolgreicher Theaterschauspieler war, ist hingegen nahezu vergessen, wie auch sein Faible für den Hörfunk und das Fernsehen. Geboren 1903 als Franz Theodor Schmitz, debütierte der Sohn eines Juristen als 18-jähriger in Hannover - ohne Schauspielausbildung. Es folgten Engagements unter der Regie von Brecht und Gründgens. 1929 wurde er für die Leinwand entdeckt und schrieb mit seinen Rollen in Fritz Langs ›M‹ und ›Das Testament des Dr. Mabuse‹ sowie in Geza von Bolvarys ›Rosen in Tirol‹ Filmgeschichte. Neben der Würdigung des vielseitigen Künstlers stellen die Autoren auch Lingens Lebensumstände im Dritten Reich dar, seine Hilfe für NS-Verfolgte und sein Verhältnis zu Emigranten wie Fritz Kortner und Bertolt Brecht, mit dessen erster Ehefrau er verheiraret war. Die Biographie zeichnet so ein neues Bild des Schauspielers.