Die Ufa – Geschichte einer Marke

1950–1969

Die zur Entflechtung des Ufi-Konzerns beschlossenen Gesetze wurden in der Bundesrepublik Deutschland – wohl auch mit Unterstützung der von Konrad Adenauer geführten Regierung – hintertrieben. Von der Aufteilung der Atelierbetriebe und des Kinoparks bis zum verfügten Verbot des Namens Ufa: Letztlich wurde keine der zentralen Maßnahmen auf Dauer umgesetzt. Stattdessen kam es 1956 zur Neugründung und Reprivatisierung der Universum Film AG, die erneut Kinofilme produzierte und den Rhombus als Logo nutzte. Das Gründungskapital kam einmal mehr von der Deutschen Bank. Auf der Führungsebene wie beim künstlerischen Personal gab es vielfach Kontinuitäten zur NS-Zeit.

Allen Umstrukturierungen zum Trotz war die Nachkriegs-Ufa während der Kinokrise der späten 1950er-Jahre nicht erfolgreich; das neue Leitmedium war inzwischen das Fernsehen. 1964 wurde die Ufa an den Bertelsmann Konzern verkauft. Dieser hatte zunächst Interesse an den anfallenden Musikrechten, investierte aber mit der Ufa Film- und Fernseh-GmbH bald auch in den neuen Markt.

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