Die Ufa – Geschichte einer Marke

1917–1929

Gegründet wurde die Universum Film AG im Dezember 1917 mit dem Ziel, der Kriegspropaganda des Deutschen Reichs größere Wirksamkeit zu verschaffen. Ein Jahr später war Deutschland auf dem Weg in eine Demokratie. Die von Industrie und Deutscher Bank großzügig mit Kapital ausgestattete Ufa blieb bestehen und machte mit Monumentalfilmen wie Ernst Lubitschs MADAME DUBARRY (1919) bereits international auf sich aufmerksam. Der Konzern war vertikal strukturiert: Produktionsstätten wie das 1922 übernommene Babelsberger Studiogelände, Filmverleih und Kinos firmierten unter dem Markenzeichen des Ufa-Rhombus. 

Ab der Mitte der 1920er-Jahre geriet die Ufa mit Großproduktionen wie Fritz Langs METROPOLIS (1927) in eine wirtschaftliche Krise. Als Retter trat der nationalkonservative „Medienzar“ Alfred Hugenberg auf, der das Unternehmen 1927 kaufte und von seinem Vertrauten Ludwig Klitzsch sanieren und modernisieren ließ. Mit dem Bau eines in Kreuzform angelegten Atelierkomplexes setzte die Ufa 1929 auf eine Innovation und Medienrevolution: den Tonfilm.

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