Am Set.
15. Dezember 2011 bis 29. April 2012

Berlin – Babelsberg, heute

Berlin ist eine Filmstadt. Während der internationalen Filmfestspiele defilieren die Filmstars über den roten Teppich, in den Studios Babelsberg vor den Toren Berlins werden internationale Produktionen gedreht, und jeder Hauptstädter kennt die Absperrungen, Scheinwerfer und Cateringwagen auf Straßen, die für Dreharbeiten blockiert sind. Die Fotografie spielt mehr denn je eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung und Vermarktung eines Films. Locationscouts suchen Motive und Schauplätze, Standfotografen fertigen Bilder, die später als Pressefotos, Plakate oder DVD-Cover den Film bewerben. Solche Fotos dokumentieren aber auch das Geschehen am Set. Die Ausstellung „Am Set. Berlin – Babelsberg heute" zeigt Fotografien, die bei Dreharbeiten in den letzten zehn Jahren entstanden sind.

Die Babelsberger Filmstudios feiern 2012 ihr 100-jähriges Bestehen. Die beiden Ausstellungen „Am Set. Paris – Babelsberg – Hollywood, 1910 bis 1939“ und „Am Set. Berlin – Babelsberg heute“ im Museum für Film und Fernsehen möchten diese lange Tradition würdigen. Auch heute noch dokumentieren Fotografen die Filmaufnahmen, fertigen Standfotos und manchmal auch Porträtaufnahmen der Stars. Der Standfotograf muss möglichst unauffällig agieren, um die Dreharbeiten nicht zu behindern. Auch sollte er weniger einen eigenen künstlerischen Stil einbringen als vielmehr die Bildsprache des Films aufnehmen und vermitteln. Die zahlreichen, zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos belegen die komplexen kreativen und handwerklichen Arbeiten an den Sets in Berlin und Babelsberg im 21. Jahrhundert.

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