Publikation

Hans Helmut Prinzler (Hg.):
Friedrich Wilhelm Murnau. Ein Melancholiker des Films

Bertz Verlag, Berlin 2003
304 Seiten, 240 Abbildungen
Museumsausgabe, Französische Broschur, 20 Euro
Verlagsausgabe, Hardcover, 25 Euro

 

Mit Originalbeiträgen von Janet Bergstrom, Camille Blot, Luciano Berriatúa, Kristina Jaspers, Thomas Koebner, Peter Mänz, Enno Patalas, Michael Pogorzelski, Daniela Sannwald und von Luc Bondy, Jutta Brückner, Jörg Buttgereit, Vadim Glowna, Dominik Graf, Egon Günther, Fred Kelemen, Horst Königstein, Stefan Lukschy, Gordian Maugg, Ulrike Ottinger, Rosa von Praunheim, Oskar Roehler, Helma Sanders-Brahms, Thomas Schadt, Niklaus Schilling, Volker Schlöndorff, Rudolf Thome, Tom Tykwer, Wim Wenders, Kai Wessel, Hanns Zischler.
 

Friedrich Wilhelm Murnau (1888–1931) gehört zusammen mit Fritz Lang und Georg Wilhelm Pabst zu den renommiertesten Regisseuren des Weimarer Kinos. Seine in Deutschland bekanntesten Filme heißen NOSFERATU, DER LETZTE MANN, FAUST – die Lieblingsfilme vieler Cineasten sind SUNRISE und TABU. Innerhalb einer Dekade, zwischen 1919 und 1929, gelingt dem Regisseur die stattliche Produktion von 21 Filmen, 17 drehte er in Deutschland, drei realisierte er für William Fox in den Vereinigten Staaten, für seinen letzten Film TABU reiste er in die Südsee. Klassischer Stummfilm, Bilderzählungen, „entfesselte" Kamera, visuelle Erfindungen, fließende Montage, Melodramen, Schauspielerfilme, melancholische Geschichten: „Murnau war seiner Zeit einfach Lichtjahre voraus." (Wim Wenders)

Das Buch enthält nahezu alles, was man über Murnau wissen muss. Es hat neben einer umfassenden Filmo- und Bibliografie drei Kerne: eine essayistische Passage durch Murnaus Werk von Thomas Koebner; biografische Recherchen seiner Jahre in Deutschland (von Daniela Sannwald) und den USA (von Janet Bergstrom) mit Informationen, die bisher nicht bekannt waren; Kommentare von 22 deutschen Regisseuren und Filmemachern zu jeweils einem oder zwei Filmen von Murnau. In fast jedem Text – von Luc Bondys Paraphrase über TARTÜFF bis zu Hanns Zischlers Beschreibung von SCHLOSS VOGELÖD – gibt es subjektive Momente, persönliche Haltungen. Ein eigenständiges Kapitel dokumentiert mit zahlreichen Abbildungen die einzelnen Stationen von Murnaus Leben und Werk: „Bilder einer Ausstellung". Eine Murnau-Collage.

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