Veranstaltungen 2006

Tag der offenen Tür in der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

27. Oktober 2006, 19 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (1.-4. und 7. OG)

 

Bild- und Tondokumente sind Teil unserers kulturellen Erbes. Sie sind anfällig für altersbedingte Beschädigungen, und schon heute ist absehbar, dass viele Materialien aufgrund von Vernachlässigung, natürlicher Zersetzung und durch den Wandel der technischen Abspielgeräte verschwinden oder in Vergessenheit geraten werden. Unzählige Filme und Tonaufnahmen sind bereits unwiederbringlich verloren. Aus diesem Grund prüft die UNESCO zur Zeit mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie, ob der 27. Oktober international als „World Day for Audiovisual Heritage“ eingeführt werden kann. Dieser Tag soll auf die kulturelle und historische Bedeutung von Film- und Fernsehaufnahmen aufmerksam machen.

Das Filmarchiv der Deutschen Kinemathek bietet an diesem Tag einen Blick hinter die Kulissen der Filmarchivierung, um Verständnis für die wichtigen Aufgaben der Archivierung und Restaurierung zu wecken. Die Bestände der Deutschen Kinemathek umfassen Spielfilme, Dokumentarfilme, Experimentalfilme, Home-Movies und Animationsfilme, die Produktionen reichen von 1895 bis heute. Am Tag der offenen Tür haben die Besucher die Möglichkeit, Details über die Sicherung und Restaurierung zu erfahren. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Beispiele geretteter Filme auf der Leinwand zu sehen, darunter historische Raritäten und einmalige Beispiele aus der internationalen Filmgeschichte.

Führungen im Filmarchiv (7. OG) starten ab 12.00 Uhr stündlich bis 17.00 Uhr.

Der Eintritt zu den Ständigen Ausstellungen über die deutsche Film- und Fernsehgeschichte sowie zur aktuellen Sonderausstellung „Kino im Kopf. Psychologie und Film seit Sigmund Freud “ ist an diesem Tag frei.

 


Prof. Dr. Hans Jürgen Wulff / Patrick Kruse, M.A.: „Film und die Psychonauten – die Rauschwelten des Kinos"

Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Kino im Kopf. Psychologie undFilm seit Freud"

19. Oktober 2006, 19 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (Veranstaltungsraum, 4. OG)

 

Die innere Welt des Rausches zu visualisieren ist von Beginn an eine der großen Herausforderungen des Kinos. Die Trunkszene in Friedrich Wilhelm Murnaus DER LETZTE MANN (D 1924), das Alkoholikerdrama THE LOST WEEKEND (USA 1945) von Billly Wilder, Ken Russells Selbstexperiment ALTERED STATES (USA 1980) und Terry Gilliams Drogen-Odyssee FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS (USA 1998) bilden Grenzpunkte eines Darstellungsproblems, das die Subjektivität des Rauscherlebens in exzessartige Bilderfluchten umsetzt. Die Frage, ob im Rausch Erkenntnisse zugänglich sein könnten, die sonst verborgen blieben, ist für experimentelle Filmemacher ebenso wie für Psychologen Anlass, die Möglichkeiten des Kinos auszuloten, uns ein Bild der Welt darzubieten, das vom normalen fotografischen Abbild abweicht und gerade darin der Rauscherfahrung nahe kommt.

Hans J. Wulff, geboren 1951, war nach seinem Studium zunächst im Bereich kommunale Kinoarbeit tätig, später als Filmwissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Seit 1997 ist er Professor für Medienwissenschaft an der Universität Kiel. Er publizierte zahlreiche Aufsätze und Bücher zur Gewaltdarstellung in den Medien, zu Film und Psychiatrie, zur Spannungsforschung sowie zur Semiotik des Films.

Patrick Kruse, geboren 1976, studierte Neuere Deutsche Literatur- und Medienwissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Kiel. Seit 2004 Promotion in Medienwissenschaften.

Der Eintritt ist frei.

 


Buchvorstellung „Es geht auch anders. Gespräche über Leben, Film und Fernsehen"
von Egon Netenjakob

17. Oktober 2006, 19 Uhr,  Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (Veranstaltungsraum, 4. OG)

 

Die in Kooperation zwischen der Deutschen Kinemathek und dem Verlag Bertz + Fischer entstandene Publikation versammelt 25 Gespräche, die der renommierte Publizist Egon Netenjakob mit Regisseuren, Dramaturgen und Produzenten aus West und Ost geführt hat; sie behandeln sowohl biografische wie künstlerische und produktionsbezogene Fragen. Zu den Gesprächspartnern gehören Film- und Fernsehregisseure, Redakteure und künstlerische Mitarbeiter aus verschiedenen Generationen, darunter Wolfgang Staudte, Edgar Reitz, Margarethe von Trotta, Dominik Graf, Nico Hofmann, Detlev Buck und Andreas Dresen.

Egon Netenjakob stellt sein Buch im Gespräch mit Nico Hofmann und Hans Helmut Prinzler vor.

Anmeldung erbeten unter 030-300 903-0.

Der Eintritt ist frei.

 


Buchvorstellung „Kinski. Die Biographie"

11. Oktober 2006, 19 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (Veranstaltungsraum, 4. OG)

 

In einer Kooperation des Aufbau-Verlags mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen ist die erste umfassende Biographie über Klaus Kinski entstanden. Unter redaktioneller Mitarbeit von Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen (beide Deutsche Kinemathek) schildert der Autor Christian David das wilde Leben eines großen Künstlers, in dem Höhenrausch und Abgrund nahe beieinander lagen. Das Buch zeigt Kinski als sensiblen, hochintelligenten, aber auch unberechenbaren Menschen, dessen Leben von Leidenschaften, Brüchen und Neuanfängen geprägt war.

Auf der Grundlage von zahlreichen neuen Dokumenten sowie Gesprächen mit Bruno Ganz, Michael Jürgs, Claude Lelouch und vielen anderen zeichnet David jenseits der gängigen Klischees ein faszinierendes Schicksal nach, bei dem überragendes Talent mit völliger Unfähigkeit zum Kompromiss gepaart war.

Christian David stellt die Biographie im Gespräch mit Ingo Insterburg vor.

Moderation: Claudia Lenssen.

Der Eintritt ist frei.

 


Matinee zum 100. Geburtstag von Wolfgang Staudte

8. Oktober 2006, 11 Uhr, Filmhaus, Kino Arsenal (2. UG)

 

In einem Vortrag beschrieb der Regisseur Wolfgang Staudte 1960 seine Vorbilder, die Künstler, denen seine Bewunderung galt, als Menschen, „die nein sagen können, wenn sie nein meinen, und die bei aller Schwierigkeit nicht müde werden, das Gute zu wollen und es immer wieder – gewissermaßen als Konterbande – an den Zöllnern des schlechten Geschmacksund der Spekulation vorbeischmuggeln.“

Zu Ehren des 1984 verstorbenen Regisseurs, der am 9. Oktober 100 Jahre alt geworden wäre, zeigt die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen seinen Film KIRMES (BRD 1960, mit Götz George und Juliette Mayniel).

Einführung: Eva Orbanz (Kuratorin, Deutsche Kinemathek)
Kartentelefon: 030-26955-100

 


Apl. Prof. Dr. Manfred Geier: „Die Lust des Lachens. Zum Verhältnis zwischen Traumarbeit, Witzarbeit und Filmarbeit im Sinne Sigmund Freuds"

Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Kino im Kopf. Psychologie und Film seit Freud"

5. Oktober 2006, 19 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (Veranstaltungsraum, 4. OG)

 

Filmerlebnisse können uns zu Tränen rühren – nicht nur des Weinens, sondern auch des Lachens. Wann und wie es zum lustvollen Lachen kommen kann, hat Sigmund Freud besonders in zwei Arbeiten zu analysieren versucht. Beide entstanden in Krisensituationen: Mit Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten (1905) reagierte Freud auf den Vorwurf, dass in seiner Traumdeutung (1900) nur „schlechte Witze" vorkämen und die ganze Arbeit lediglich ein wissenschaftlicher Witz wäre. Und mit seiner Untersuchung Der Humor (1927) entgegnete er seiner Entdeckung des Todestriebs, der sein Denken und Fühlen seit Kriegsende dämonisch zu beherrschen drohte.

In seinem Vortrag klärt Manfred Geier über Freuds Lachanalyse von Traum- und Witzarbeit auf, diagnostiziert dessen Humorkonzept als Symptom einer Krisenerfahrung und erläutert es am Beispiel der schwarzen Komödie A FOREIGN AFFAIR (USA 1948) von Billy Wilder.

Manfred Geier, geboren 1943, war Professor für Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Hannover und lebt heute als freier Publizist und Privatdozent in Hamburg. Zuletzt erschien vom ihm Worüber kluge Menschen lachen. Kleine Philosophie des Humors (2006).

 


Zum Jubiläum „40 Jahre Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)":
„Tag der offenen Tür“ auch in der Deutschen Kinemathek

23. September 2006 10 bis 18 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, 1., 3., 5. OG

Den Auftakt zur Festwoche der dffb anlässlich ihres 40. Gründungsjubiläums bildete ein „Tag der offenen Tür“ im gesamten Filmhaus. Der Besuch der Ständigen Ausstellungen zur Film- und Fernsehgeschichte sowie der aktuellen Sonderausstellung war an diesem Tag kostenlos. Die Bibliothek, die bis 1998 zur dffb gehörte und anschließend von der Deutschen Kinemathek übernommen wurde, bot Führungen an. Außerdem war ab 14 Uhr in der Bibliothek eine Ausstellung mit Plakaten aus 40 Jahren Filmproduktion der dffb zu besichtigen.

 


Dr. Mirjam Schaub: „Weibliche Schaulust im Kino und was sie nicht zu sehen wagt"

Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Kino im Kopf. Psychologie und Film seit Freud"

21. September 2006, 19 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Veranstaltungsraum (4. OG)

 

Dass männliche Kinobesucher ähnlich wie Voyeure im Dunkeln auf ihre Beute lauern und sich daran ergötzen, etwas Verbotenes zu sehen, ohne selbst dabei gesehen zu werden, istein weitverbreitetes Vorurteil der Filmtheorie. Aus der Logik des begehrlichen Blicks heraus interessiert sich das Kino indes längst für den sexuell-eindeutigen Blick der Frau: „Ist das ein Revolver in deiner Tasche oder freust du dich bloß, mich zu sehen?“ (Mae West)

Warum sollen nicht auch der mokante Zug um den Mund von John Malkovich, der federnde Gang eines Peter Fonda oder einfach nur der Verlauf der Adern auf Jean Gabins Armen als Aphrodisiaka durchgehen? Bleibt also alles beim Alten, nur mit umgekehrtem geschlechtlichen Vorzeichen? Oder ist eine neue Qualität von Schaulust erreicht, wenn auf Internet-Portalen Slash-Autorinnen die Triebschicksale ihrer aseptischen Serienhelden – aus Star Trek oder Starsky & Hutch – zu homosexuellen Lustorgien umschreiben?

Dr. Mirjam Schaub ist Wissenschaftliche Assistentin für Ästhetik und Kunstphilosophie an der Freien Universität und Autorin u. a. einer Monographie über Gilles Deleuze und das Kino (Wilhelm Fink 2003 & 2006).

 


Kolloquium 2006: Special Effects im deutschen Spielfilm – Der Übergang vom mechanischen ins digitale Zeitalter

15. und 16. September 2006, Kino Arsenal, Filmhaus am Potsdamer Platz, 2. UG

 

Das Kolloquium 2006 der Deutschen Kinemathek beschäftigt sich mit dem Thema „Special Effects“ nicht nur, weil das Haus über eine einmalige Sammlung von Objekten und Materialien verfügt, sondern weil viele Klassiker aus seiner Filmsammlung ohne diese Filmtricks undenkbar wären: METROPOLIS, DER STUDENT VON PRAG, DIE FRAU IM MOND etc. Es wurde ein Bogen geschlagen von den Pionieren der Special Effects wie Eugen Schüfftan und Guido Seeber bis zur computergenerierten Gegenwart. Spezialisten der DEFA und der Fernsehserie RAUMPATROUILLE ORION ließen einen Blick in ihre Trickkiste werfen. Berliner Postproduktionsfirmen, darunter die Verantwortlichen für DIE LUFTBRÜCKE (D 2005) oder PARADISE NOW (D/F 2005), präsentierten ihre Arbeiten. Im Anschluss an das Kolloquium wurde am Samstag, den 16. September, um 20 Uhr der Kinopreis des Kinematheksverbundes im Kino Arsenal verliehen.

 


40 Jahre STAR TREK und 40 Jahre RAUMPATROUILLE ORION

8. und 14. September 2006, jeweils ab 19 Uhr, Kino Arsenal, Filmhaus am Potsdamer Platz, 2. UG

 

„Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200 ...“ Als der Produzent und Drehbuchautor Gene Roddenberry am 8. September 1966 mit STAR TREK seine Zukunftsvisionen auf die Umlaufbahn schickte, ahnte er wohl nicht, dass sich diese Fernsehfiktion made in USA bald zur weltweit beliebtesten TV-Serie entwickeln würde. Im gleichen Jahr, nur neun Tage später, startete in Deutschland das Pendant dazu: RAUMPATROUILLE ORION, durchaus vergleichbar im visionären Ansatz und versehen mit einem sehr speziellen Witz und Humor.

Das Fernsehmuseum der Deutschen Kinemathek feiert gemeinsam mit dem Science-Fiction-Sender Sci Fi am 8. und am 14. September das 40-jährige Jubiläum der beiden Serien und lädt dazu ins Kino Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz ein. Gezeigt werden ausgewählte Folgen der beliebten Fernsehserien und Interviews mit ihren Stars. Vorträge von Experten und eine Party zum Abschluss vervollständigen das Programm.

Kartenreservierung unter 030-26955-100. Eine Veranstaltung des Fernsehmuseums der Deutschen Kinemathek in Zusammenarbeit mit dem Science-Fiction-Sender Sci Fi und den Freunden der Deutschen Kinemathek e. V.

 


20. Lange Nacht der Museen

26. August 2006, 18-2 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (3. und 4. OG)

 

Im Rahmen der „Langen Nacht der Museen" waren in der Deutschen Kinemathek bis in den frühen Sonntagmorgen die Ständigen Ausstellungen zu Film und Fernsehen sowie die Sonderausstellung „Tor! Fußball und Fernsehen" geöffnet. Jeweils um 20 Uhr, 21 Uhr, 22 Uhr und 23 Uhr fanden Einführungen zu der neu eröffneten Ständigen Ausstellung des Fernsehmuseums statt.

Um 21 Uhr war im Veranstaltungsraum (4. OG) die Premiere des NDR-Hörspiels Marlene Dietrich – Nachtgedanken mit Gisela May zu erleben (NDR 2006, Übersetzung aus dem Englischen: Reiner Pfleiderer, Komposition: Wolfgang Florey, Hörspielbearbeitung und Regie: Jörg Jannings, 36 Min.). Dem Hörspiel liegen die in den letzten Lebensjahren der Dietrich entstandenen Nachtgedanken zugrunde, knappe Gedichte und fein ziselierte Miniaturen, die die Schauspielerin als sensible, scharfzüngige und genaue Beobachterin zeigen. Über die Sammelleidenschaft Marlene Dietrichs, die „Nachtgedanken" in ihrer mit Erinnerungen angefüllten Pariser Wohnung und über Neuerwerbungen der Marlene Dietrich Collection unterhielten sich im Anschluss der Regisseur Jörg Jannings, die Schauspielerin Gisela May und Werner Sudendorf, Leiter der Abteilung Sammlungen der Deutschen Kinemathek.

 


Lesung „Hommes livres – Hommes libres"

10. Mai 2006, 19 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Bibliothek (5. OG)

 

Am 10. Mai 1933 ließen die Nationalsozialisten Bücher jener Schriftsteller, Wissenschaftler und Publizisten öffentlich verbrennen, die nicht so dachten wie sie. Es brannten die Bücher, doch gemeint waren ihre Autoren. Das Filmmuseum Berlin erinnert mit einer Lesung an das Schicksal von Filmpublizisten, die aus Nazi-Deutschland emigrierten. Zum Vortrag kommen Kritiken und Porträts unter anderem von Rudolf Arnheim, Siegfried Kracauer, Kurt Pinthus, Alfred Polgar und Hans Sahl, von Wolfgang Duncker und Willy Haas, Lotte H. Eisner und Lucy von Jacobi.

Es lesen Autorinnen und Autoren des Filmmuseums Berlin, deren Schreiben sich immer wieder mit dem Thema Filmexil verbindet: Heike Klapdor, Ruth Oelze und Carola Tischler; Rolf Aurich, Jörg Becker und Wolfgang Jacobsen.

 


Filmvorführung zum 150. Geburtstag von Sigmund Freud

6. Mai 2006, 16 Uhr, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (1. OG)

 

Anlässlich des Geburtstags von Sigmund Freud (* 6.5.1856) zeigte die Deutsche Kinemathek in Kooperation mit den
psychoanalytischen Fachgesellschaften den Film SIGMUND FREUD. HIS FAMILY AND COLLEAGUES, 1928-1947 von Philip R. Lehrman und Lynne Lehrman Weiner. Der amerikanische Analytiker Philip R. Lehrman fuhr 1928 nach Europa, um bei SigmundFreud seine Ausbildung abzuschließen. Mit einer 16mm-Kamera dokumentierte er diese Reise. Sein Film zeigt seltene Amateuraufnahmen von Mitgliedern der psychoanalytischen Vereinigungen in Berlin, Wien und Paris – darunter Sigmund Freud selbst, Wilhelm Reich und Marie Bonaparte – sowie Privataufnahmen der Familie Freuds.

Begrüßung: Dr. Rainer Rother, Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek. Moderation: Ludger Hermanns, Psychoanalytiker, Berlin.

 


Foto-Ausstellung „La dolce vita, scandalo a Roma, Palma d'oro a Cannes"

Vom 5. April bis zum 8. Juni 2006,  Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (1. OG)
Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Mo geschlossen
Eröffnung: Dienstag, 4. April 2006, 18 Uhr

 

Die Ausstellung „La dolce vita, scandalo a Roma, Palma d'oro a Cannes", kuratiert von der Associazione Studi Museologia del Cinema (ASMDC), präsentierte eine Auswahl restaurierter und bisher unveröffentlichter schwarzweißer Originalfotografien, die Federico Fellinis offizieller Fotograf, Pierluigi Praturlon, am Set von LA DOLCE VITA aufgenommen hat. Zur Eröffnung sprachen: Dr. Rainer Rother (Künstlerischer Direktor der Deutschen KInemathek), Prof. Renato Cristin (Direktor des italienischen Kulturinstituts Berlin), Prof. Claudio Siniscalchi (Filmhistoriker), Dott. Vittorio Lera (ASMDC).

Am selben Abend fand um 19 Uhr die Eröffnung einer Fellini-Retrospektive im Kino Arsenal statt.

 


Foto-Ausstellung „Dresden Sets – Zwischen Erzählendem und Erzähltem Raum"

Vom 8. bis zum 24. März 2006,  Filmmuseum Berlin 1. OG, Di-Fr 14 bis 20 Uhr
Eröffnung: Dienstag, 7. März 2006, 20 Uhr

 

Die Ausstellung zeigte Fotografien von Thomas Stammer, die im Rahmen der Dreharbeiten zu dem Film DRESDEN entstanden. Der Zweiteiler, der am 5. und 6. März 2006 im ZDF ausgestrahlt wurde, erzählt eine dramatische Geschichte vor dem Hintergrund der Zerstörung Dresdens durch den alliierten Bombenangriff im Februar 1945. Die Sets zu dem Film erscheinen auf den Fotos als fremde Implantate aus einer anderen Zeit, deren Exotik sich erst außerhalb ihrer szenografischen Funktion entfaltet.

Die Ausstellung wurde von der Produktionsfirma teamWorx Television und Film GmbH, der Deutschen Kinemathek, der Filmakademie Baden-Württemberg und der Hochschule für Film- und Fernsehen „Konrad Wolf“ unterstützt.

 


Film, Gespräch und Diskussion zu Steven Spielbergs Film MÜNCHEN

Am 29. Januar 2006, 16 Uhr Kino Arsenal und 18 Uhr Filmhaus, Veranstaltungsraum (1. OG)

 

Aus Anlass des neuen Films von Steven Spielberg (MUNICH, USA 2005) war im Kino Arsenal der Dokumentarfilm EIN TAG IM SEPTEMBER (ONE DAY IN SEPTEMBER, CH/UK 1999, Regie: Kevin MacDonald, 90 Min.) zu sehen. Nach einer Pause fand ab 18 Uhr im Veranstaltungsraum (Filmhaus, 1. OG) zunächst ein Gespräch mit Hanns Zischler, einem der Hauptdarsteller in Spielbergs MÜNCHEN, statt. Im Anschluss daran diskutierten Beate Klarsfeld (Publizistin, Paris), Susan Neiman (Direktorin des Einstein Forums, Potsdam), Ronny Loewy (Deutsches Filmmuseum/Fritz Bauer Institut, Frankfurt/M.), Stewart Tryster (Filmhistoriker, Berlin, vormals Leiter des Steven Spielberg Jewish Film Archive). Moderation: Werner Sudendorf (Leiter der Sammlungen des Filmmuseums Berlin).

 


19. Lange Nacht der Museen im Filmmuseum Berlin

Am 28. Januar 2006, von 18 Uhr bis 2 Uhr, 1. und 3. OG im Filmhaus (Sony Center)

 

Ständige Ausstellung (3. Etage): Berlin – Hollywood – Deutschland; Künstliche Welten
Führungen durch die Sonderausstellung „Hildegard Knef. Eine Künstlerin aus Deutschland“ (1. OG): ab 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr stündlich (Dauer: ca. 15 Minuten)

Anlässlich der erfolgreichen Ausstellung „Hildegard Knef – eine Künstlerin aus Deutschland“ lasen, sangen und rezitierten die Sängerin Nathalie Kollo, Knefs Visagist René Koch und der Gitarrist Fred Kastein aus dem bewegten Leben der Diva. „Unsere Freundin Hilde“ hieß die kleine musikalisch-literarische Reise, die jeweils um 20, 21, 22 und 23 Uhr im Filmmuseum stattfand.

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