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Festival Film Restored 2026: »Risky Business«
2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino: den Wagnissen bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, den Gefahren bei Restaurierungen sowie Filmen über Figuren, für die alles auf dem Spiel steht.
Wir haben eine Vielzahl an Einreichungen aus aller Welt erhalten und freuen uns bereits auf ein tolles, anregendes und ermutigendes Festival. Das komplette Programm wird Anfang September hier veröffentlicht.
Weiterführende Informationen zu den Schwerpunkten
Themen
Risiko im Film
In einer Zeit großer Unsicherheit stellt sich die Frage, wie Risikobereitschaft im Film bewertet wird. Welche Wagnisse heroisiert oder belohnt das Kino, welche beklagt oder bestraft es? Die Filmgeschichte ist voll von risikofreudigen Figuren, die viel zu gewinnen oder zu verlieren haben, die hoch pokern und bei lebensentscheidenden Veränderungen kopfüber ins Ungewisse springen. Dazu gehören auch Geschichten von (jugendlichem) Leichtsinn, Mutproben, verlockenden Wetten sowie vom Nervenkitzel des Tabubruchs. Zum anderen setzen sich Filme mit schier ausweglosen Momenten auseinander, bei denen das Motto »Alles oder nichts« – trotz des Risikos – als einzige Option erscheint: Fluchten, Aufbrüche ins Exil und Entscheidungen, die über Leben und Tod bestimmen.
Risiken bei Produktion, Verbreitung und Rezeption
Die Filmgeschichte sähe heute anders aus, wenn nicht zahlreiche Filmemacher*innen große finanzielle oder künstlerische Risiken oder beides auf sich genommen hätten. Laut dem Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger hat die Kinogeschichte »Risiko als eine ästhetische Tugend« honoriert, trotz oder gerade wegen des in vielerlei Hinsicht gleichförmigen Konsumangebots der Filmindustrie. Dies gilt insbesondere für Produktionen, die sich jenseits des Mainstreams an neue Themen und unkonventionelle Formen wagten: mit unmittelbarem Breitenerfolg, mit begrenzter oder erst später Anerkennung, oder degradiert zum »Flop.« Auch die Verbreitung und das Schauen von Filmen waren oft riskant, wenn etwa Zensurbestimmungen den Zugang erschwerten oder ihn gar unter Strafe stellten. Andere Filme machten jenseits offizieller Kanäle eine Karriere als »pirated versions«.
Risiken in der Filmrestaurierung
Das Festival widmet sich zudem den Risiken bei herausfordernden Restaurierungen: vom Umgang mit Unikaten und schwer angegriffenem Material bis hin zu den Chancen und Gefahren, die die Revolution der künstlichen Intelligenz mit sich bringt. In besonderem Maße lädt das Festival dazu ein, sowohl den erfolgreichen als auch fehlerhaften Ausgang von risikoreichen Restaurierungen konstruktiv zu diskutieren. Mit diesem Thema soll die anspruchsvolle Arbeit von Filmarchiven sichtbarer gemacht werden.
Kinopreis
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Kinopreis des Kinematheksverbundes
Im Rahmen des Festivals wird wieder der Kinopreis verliehen, mit dem der Kinematheksverbund jährlich kommunale Kinos und filmkulturelle Initiativen für ihre herausragenden Programme und ihr kontinuierliches Engagement für eine anspruchsvolle und vielfältige Kinokultur in Deutschland auszeichnet.
Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2026 über die Website des Kinematheksverbundes möglich.