Schwarz-weißes Porträt der Schauspielerin Louise Brooks mit einem kurzen Bob-Haarschnitt

Screentime

Wir eröffnen unseren neuen Standort im E-Werk.
23.1.–6.2. und 26.2.–19.4.26

Allgemeine Informationen

Mit der multimedialen Installation »Screentime« wird die Halle der Kinemathek zum ersten Mal großflächig bespielt. Gemeinsam mit den Facharchiven wurden Highlights aus Film- und Fernsehgeschichte aus den eigenen Beständen ausgewählt und zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum verbunden. Zeitgenössische Inszenierungen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf das audiovisuelle Erbe und rücken zentrale Fragen in den Fokus: Wie entstehen Filme, welche Bilder prägen ihre Wirkung und wie werden sie bewahrt? Sichtbar werden dabei sowohl die Arbeit hinter den Kulissen als auch ikonische Szenen und populäre Formate. So entfaltet sich die Geschichte bewegter Bilder als ein vielschichtiger, fortlaufender Prozess.  

Mehr Informationen und praktische Hinweise

Das erwartet Sie

Bilderwelle

Eine großformatige Medieninstallation lädt zu einem Streifzug durch 130 Jahre deutscher Filmgeschichte ein. Werkfotos aus den Archiven der Deutschen Kinemathek zeigen Drehsituationen und ermöglichen seltene Blicke in Produktionszusammenhänge. In Kombination mit Filmausschnitten wird sichtbar, wie Technik und Inszenierung Stimmung und Ästhetik prägen. Dazwischen erscheinen immer wieder Gesichter in Großaufnahme: Schauspieler*innen aus unterschiedlichen Epochen, deren Porträts sich zu einer bewegten Bilderfolge verdichten – von Asta Nielsen bis Sibel Kekilli, von Peter Lorre bis Daniel Brühl, von Heinz Rühmann bis Diane Kruger.

Sammlungswand

Auf den Galerien und in den Schubfächern der Sammlungswand zeigt die Kinemathek ausgewählte Exponate aus ihren filmbegleitenden Beständen: Starpostkarten, Kostüme, Filmtechnik sowie Arbeits- und Produktionsunterlagen. Filmgeschichte wird hier als Arbeitsprozess erfahrbar. Ein Schwerpunkt liegt auf filmischen Bildern des Berliner Lebens der 1920er-Jahre, wie sie in internationalen Produktionen der 1970er-Jahre neu inszeniert wurden. Ergänzend zeigen Filmbeispiele und Exponate aus den Archiven von Ulrike Ottinger, Fatih Akin und Christian Petzold unterschiedliche Perspektiven auf künstlerische Praxis von der Stoffentwicklung über Inszenierung bis zur Zusammenarbeit im Team. 

Studiokino

Drei kurzweilige Programme zeigen exemplarisch die Kreativität des unabhängigen Filmschaffens von 1910 bis in die 1990er-Jahre. Experimental-, Spiel- und Dokumentarfilme eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf filmische Ausdrucksformen. »Alles in Bewegung« beleuchtet Film als Bewegung in fünf Werken aus vier Jahrzehnten, »Female Perspectives« präsentiert anhand von sieben Filmen die Vielseitigkeit weiblichen Schaffens seit 1966. »Tricks für Kids« zeigt Filme mit unterschiedlichen Animationstechniken aus dem DEFA-Trickfilmstudio und bietet Unterhaltung für Kinder und Familien. Während der Öffnungszeiten von »Screentime« ist das Studiokino durchgängig für das Publikum geöffnet. 

Szenografie

Die Szenografie von Chezweitz verbindet die bestehende Industriearchitektur des ehemaligen E-Werks mit audiovisuellen Installationen. Halbtransparente textile Flächen mit großformatigen Projektionen strukturieren den Raum; sie zeigen Filmgeschichte fragmentarisch und in Bewegung. Licht, Filmsequenzen und Objekte treten dabei in wechselnde Beziehungen. Entlang der Galerie und an der Stirnseite der Halle geben ausgewählte Exponate Einblick in die Sammlung und Archivarbeit. In zwei Sichtungsinseln kann das Publikum selbständig Fernsehgeschichte erkunden. Eine bunte Sitzlandschaft lädt zum Verweilen ein. Die Halle wird ein lebendiges Labor des audiovisuellen Erbes.

Öffnungszeiten und Tickets

Täglich 10–18 Uhr

10 € regulär, 7 € ermäßigt, Kinder kostenfrei 

Tickets sind in unserem Online-Ticketshop oder im Foyer der Kinemathek erhältlich (vor Ort ist keine Barzahlung möglich). 

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Galerie