Editorische Notiz

Seit 2009 befindet sich die Sammlung Werner Herzog in der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen. Der in ihr enthaltene Anteil an Fotografien besteht aus mehr als 16.000 Negativen, Dias und Abzügen zu Filmen aller Schaffensperioden – von Herzogs erstem Spielfilm LEBENSZEICHEN (BRD 1968) bis zu dem Fernseh-Vierteiler DEATH ROW (USA 2012). Zahlreiche dieser Bilder sind bislang unveröffentlicht.

Im Rahmen der Archivierung wurde ein Großteil der Aufnahmen digitalisiert und verschlagwortet; eine Auswahl ist in der Fotogalerie publiziert. Überwiegend handelt es sich hierbei um Fotos zu Filmen, an deren Entstehung die Werner Herzog Filmproduktion beteiligt war.
Einige der Filme – zum Beispiel NEUE WELTEN – GOTT UND DIE BELADENEN (D 2000) – sind in der Sammlung nur mit wenigen Fotos vertreten, andere – darunter FITZCARRALDO (BRD 1982) – mit mehreren hundert. In manchen Fällen, beispielsweise WOYZECK (BRD 1979), sind überwiegend Szenenfotos überliefert, in anderen – darunter AUCH ZWERGE HABEN KLEIN ANGEFANGEN (BRD 1970) – nahezu ausschließlich Werkfotos. Somit spiegelt sich die Heterogenität des Materials auch in der Auswahl wider, welche die nach unserer Meinung aussagekräftigsten oder überraschendsten Fotos enthält.

 

Redaktionelle Anmerkungen

Die Fotografien sind in drei Kategorien unterteilt: Szenenfotos, Rollenporträts, Werkfotos.

Szenenfotos
stellen eine Szene aus dem Film dar und dokumentieren in der Regel die Kameraposition, Raum- und Lichtkomposition sowie – im Falle eines Spielfilms – die Leistung des Schauspielers.

Rollenporträts
Hierbei handelt es sich um inszenierte Porträts von einer oder mehreren Figuren aus dem Film. Im Unterschied zum Szenenfoto wird keine Handlung aus dem Film nachgestellt, häufig ist der Blick der Porträtierten in die Kamera gerichtet.

Werkfotos
geben einen Aspekt der Dreharbeiten wieder und zeigen den filmischen Produktionsprozess, die verwendete Technik, den Umgang des Regisseurs mit den Schauspielern und der Mitglieder des Filmteams untereinander. Ein Werkfoto hat dokumentarischen Charakter, kann in seltenen Fällen aber auch inszeniert sein.

Bildlegenden
In den Bildlegenden werden die abgebildeten Personen benannt, soweit sie bekannt sind. Die Nennung erfolgt in der Regel von links nach rechts und von oben nach unten. Bei Aufnahmen mit fiktionalem Charakter wie Szenenfotos und Rollenporträts ist in Klammern zusätzlich der Rollenname oder die Rollenbezeichnung angegeben. Die Anordnung der Fotos folgt nach Möglichkeit lose der Abfolge der Filmhandlung.
Die Fotos in der Sammlung Werner Herzog wurden von professionellen Standfotografen wie Beat Presser oder Lena Herzog und von Mitgliedern des Filmteams aufgenommen. Im Einzelnen ließ sich die Autorenschaft in vielen Fällen nicht zweifelsfrei feststellen. Sofern für eine Filmproduktion ein offizieller Standfotograf bekannt ist, wird sein Name in den filmografischen Daten genannt, nicht aber den einzelnen Fotos zugeordnet. Die Rechte an den Bildern liegen bei der Werner Herzog Filmproduktion.

 

Quellen
Die filmografischen Angaben basieren auf der Filmografie von Chris Wahl in Lektionen in Herzog (München 2011) und wurden durch Angaben aus Herzog on Herzog (hg. v. Paul Cronin, London 2002), Segni di vita (Grazia Paganelli, Turin/Mailand 2008), CineGraph, filmportal.de, wernerherzog.com und den Angaben im Abspann der Filme ergänzt.

 

Bearbeitung der Bilder
Auf eine Korrektur der Tonwerte wurde verzichtet; entsprechend können einige der Bilder farbstichig oder blass wirken. Fotos altern je nach Material und Lagerung ganz unterschiedlich. Korrekturen von Kontrast und Farbe sind immer ein Eingriff in die Ästhetik und somit eine Interpretation, die wir an dieser Stelle nicht vornehmen möchten.

 

Dank
Wir bedanken uns bei Werner Herzog und der Werner Herzog Filmproduktion, die uns die Sammlung anvertraut haben, insbesondere bei Lucki Stipetić, der uns bei der Umsetzung des Projekts und besonders bei der Identifizierung von Teammitgliedern auf einzelnen Aufnahmen unterstützt hat. Zudem gilt unser Dank Chris Wahl, der uns inhaltlich mit Rat und Tat zur Seite stand und uns seine Arbeitsunterlagen zu Werner Herzog zur Verfügung stellte.

Werner Sudendorf, Julia Pattis, Oktober 2012

Nach oben