Filmrestaurierungen

Warum muss Film restauriert werden?

Film ist leicht verwundbar. Eine mikrometerdünne Schicht von Lichtempfindlichkeit auf einer Unterlage aus Kunststoff, nicht reißfest, mitunter brennbar. Da kann beim Gebrauch schnell etwas kaputtgehen. Je populärer der Film, desto öfter geht er durch den Projektor, und desto schneller erscheinen Kratzer, Schmutz, unsachgemäße Reparaturen und Klebestellen im Bild auf der Leinwand.

Film ist oft unerwünschte Handelsware, deren Inhalt unterdrückt werden muss. Schon der Produzent erschrickt angesichts des Wagemutes seines Regisseurs und verlangt Kürzungen. Wenn die Schere im Kopf nicht greift, dann droht sie in der Nachbearbeitung: Politische Zensur, moralische Empörung, kommerzielle Interessen hinterlassen Fehlstellen in den Werken, die nur durch Rückgriff auf das Originalnegativ oder erhaltene Kopien vollständigerer Versionen wieder rückgängig gemacht werden können.

Filmrestaurierung ist also immer zweierlei: ein technischer Eingriff zur Verbesserung der Bildqualität wo möglich und ein editorischer Eingriff wo nötig.

Die Filmarchive der Welt arbeiten gemeinsam daran, Restaurierungen durch Austausch von Informationen und Material zu ermöglichen. Auf den folgenden Seiten berichten wir anhand von Fallstudien über einige Filme, deren restaurierte Fassungen wir verleihen.

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