Allgemein

Schließzeiten für Filmarchiv und Filmverleih

Wegen einer umfangreichen Inventur und den damit verbundenen Arbeiten am Archiv- und Verleihbestand bleiben das Filmarchiv und der Filmverleih vom 1. Juli bis 30. September 2018 geschlossen. Kopienausleihen, Filmsichtungen, Abklammerungen, Kopierungen und Digitalisierungen für interne und externe Nutzer können wir in diesem Zeitraum nicht anbieten. Die Beantwortung von Anfragen wird nur mit Verzögerung möglich sein. Kopien- und Materialanfragen für Nutzungen im Schließungszeitraum müssen bis 1. Juni vorliegen, damit sie vor der Schließung bearbeitet werden können.

Ausgenommen von der Schließung ist der DEFA-Filmverleih, der ohne Einschränkungen seinen Service aufrechterhält. Ebenso sind die Arbeiten im Rahmen der Digitalisierungsoffensive der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien von der Einschränkung nicht betroffen. Auch haben Vertragspartner und Einlagerer weiter ungehindert Zugriff auf ihre Materialien. Einlagerungen im Zuge der Pflichtabgabe der Filmförderung werden ebenfalls wie gewohnt bearbeitet.

 


Allgemeine Informationen

Das Sammeln, Erschließen, Restaurieren und Sichern der nationalen und internationalen Filmproduktion sind die Hauptaufgaben des Filmarchivs der Deutschen Kinemathek. Die Sammlung umfasst zurzeit rund 26.500 Filmtitel, nationale und internationale Produktionen von 1895 bis heute. Es sind Spielfilme, Dokumentar- und Experimentalfilme, Home-Movies, Trick- und Werbefilme; sie liegen auf Nitrofilm, Sicherheitsfilm, Ozaphan und Polyesterfilm vor; sie sind schwarzweiß, koloriert, viragiert, farbig in Agfa- und in Kodak-Color und zwischen 8mm und 70mm breit.

Rund 17.500 Titel dieser Sammlung sind gesichert und stehen zur Ansicht im Hause zur Verfügung oder können über den Filmverleih für filmwissenschaftliche und nichtkommerzielle Vorführungen und Festivals ausgeliehen werden. Rund 30.000 Titel stehen zusätzlich auf Video zur internen Sichtung zur Verfügung.

Die Sammlung zielt nicht auf Vollständigkeit; vielmehr werden die Filme ausgewählt als Beispiele künstlerischer Arbeiten und historischer Dokumente – als Beispiele für die Entwicklung des Mediums.
Die Sammlungsgebiete sind: internationale Produktionen der Frühzeit (1895–1918), Filme der Weimarer Republik, internationale Produktionen der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre in deutsch synchronisierter Fassung, einzelne Regisseure und Produzenten (beispielsweise Klaus Wildenhahn, Peter Nestler, Eberhard Fechner, Egon Monk, Gerhard Lamprecht, Birgit und Wilhelm Hein, Klaus Wyborny, Franz Winzentsen, Ulrike Ottinger, Rebecca Horn, Rosa von Praunheim, Lothar Lambert, Jochen von Vietinghoff, Wim Wenders, Paul Falkenberg, Charlotte Kerr, Werner Herzog, Peter und Ulrich Schamoni, Helke Sander, Hellmuth Costard, Ulli Lommel), Berliner Produktionen (darunter CCC-Film, Manfred Durniok Filmproduktion, Ö-Film, Schramm-Film), DEFA-Filme und Filme der ehemals sozialistischen Länder.

In einem Videofilm von Ana Trkulja und Valentin Gagarin erläutert Martin Koerber, Leiter der Abteilung Film, Fragen der Archivierung und Restaurierung von visuellen Medien.

Nach oben