Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH

; Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin

Filmhochschule

* in Berlin

Die DFFB (bis 2018 dffb) wurde in Form einer GmbH als Filmschule des Landes Berlin gegründet. Sie bildet junge Filmschaffende in grundlegenden Bereichen des Filmemachens aus. Erste Direktoren waren der Filmregisseur Erwin Leiser und der ehemalige Referent für Film-Erwachsenenbildung Heinz Rathsack (seit 1971 in Personalunion Vorstand der Stiftung Deutsche Kinemathek). Die Frühzeit der dffb war eng gekoppelt an die politische Radikalisierungsphase der bundesdeutschen Jugend; zum internationalen Aushängeschild wurden zuletzt Arbeiten der sogenannten „Berliner Schule“, realisiert von dffb-Absolventen wie Angela Schanelec, Thomas Arslan und Christian Petzold.

Gemeinsame NormdateiWikipediaFilmportal

Über den Bestand

Der Bestand ist Teil des Produktionsarchivs der Hochschule. Die Akten wurden der Kinemathek ab 2005 übergeben. Materialien zu den ersten 20 Ausbildungsjahrgängen seit 1966 sind weitgehend komplett überliefert, eine Ergänzung zu späteren Jahren erfolgte 2015. Insgesamt 454 Akten zu Studierenden der Jahre bis 1998 enthalten persönliche Papiere, von Bewerbungsunterlagen, Zeugnissen und Beurteilungen bis zu Unterlagen über finanzielle Verhältnisse oder Gerichtsunterlagen. Vor ihrer Sichtung ist die Zustimmung der aktenbildenden Person einzuholen. Frei nutzbar sind die zugeordneten 798 Produktionsakten zu Abschlussfilmen und Studienprojekten. Exposés, Drehbücher, Kalkulationen, Diskussionspapiere u.v.m. bieten Einblicke in Arbeitsbedingungen und die Entwicklung von Themen. Die ersten Jahre nach Gründung der dffb waren geprägt von der Suche nach neuen Produktionsformen und erbitterten politischen Diskussionen. Viele auf studentischer Seite Beteiligte waren in die Studentenunruhen 1967/1968 verwickelt, darunter Holger Meins. Auch dazu finden sich Dokumente. 125 Dozentenakten und 32 Verwaltungsakten geben Auskunft über Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen und Sitzungen des Akademischen Rats. Ein optisches Highlight sind die 225 Passfotos und Erinnerungsbilder, die von einer Fotowand aus dem Sekretariatsbüro der DFFB stammen. (Text: Regina Hoffmann)
Enthält
Schriftgut, Fotografie
Umfang
circa 35.0 Regalmeter
Signatur
3
Zitierweisedffb-Archiv, Deutsche Kinemathek

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In der Deutschen Kinemathek