Studiokino der Kinemathek
Pressemitteilung
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Deutsche Kinemathek
Mauerstraße 79
10117 Berlin
Pressekontakt
Heidi B. Zapke
+49 30 300 903 820
presse [at] deutsche-kinemathek.de (presse[at]deutsche-kinemathek[dot]de)
Ein neuer Raum für Film und Diskurs
Mit dem hauseigenen Studiokino schafft die Deutsche Kinemathek einen konzentrierten Raum für Filmkultur, Dialog und neue Formate. Mit 28 Plätzen bietet es eine »kleine Bühne« für große Themen – von Dokumentarfilm und Stadtdebatten bis hin zur Geschichte des Fernsehens. Das Studiokino der Kinemathek ist mit digitaler und analoger Vorführtechnik (16mm und 35mm) ausgestattet. Das Programm richtet sich an ein Berliner Publikum, das Filme nicht nur sehen, sondern diskutieren und deren Kontext einordnen will – dies alles im direkten Austausch mit eingeladenen Filmschaffenden.
Fester Kinotag in der Kinemathek ist der Dienstag, 19.00 Uhr. Hier wechseln sich die vier kuratierten Reihen wie »Doc Night«, »Aus dem Fernseharchiv«, »16mm-Filmclub« und »Stadtbilder« ab. Die Film- und Fernsehreihen am Kino-Dienstag werden im Laufe des Jahres erweitert durch Sonderformate, wie Buchpräsentationen und Workshops. Das kuratorisch von der Kinemathek entwickelte Programm erhebt den Anspruch, Bestände in aktuelle Diskurse zu rücken, wie auch selten gezeigte Titel zurück auf die Leinwand zu holen. Das Publikum ist hier eingeladen, die gesamte inhaltliche Spannbreite der Kinemathek zu entdecken und mitzudiskutieren.
Auftaktprogramm: Vier Reihen, vier Handschriften
Studiokino: Doc Night
Jeden vierten Dienstag des Monats
Di, 31.03.2026:
›Danach hätte es schön sein müssen‹, D 2001, Regie: Karin Jurschick,
DCP, OV, 73 Min.
Zu Gast: Prof. Karin Jurschick im Gespräch mit Diana Kluge (Deutsche Kinemathek)
Reihe »Doc Night«: Einmal im Monat dreht sich im Studiokino alles um den Dokumentarfilm und die gesellschaftlichen Diskurse, die er aufgreift. Das erste Jahresthema rückt die Familie ins Zentrum. Wie und mit wem wir leben, beschäftigt uns alle. Eine Auswahl nationaler und internationaler Dokumentarfilme beleuchtet Familie aus unterschiedlichsten Perspektiven: von Mutter-Tochter-Beziehungen über neue Familienformen bis hin zu gesellschaftlichen Entwürfen des Zusammenlebens. Jeder Abend wird durch eine Einführung und ein Publikumsgespräch begleitet.
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Studiokino: Aus dem Fernseharchiv
Jeden ersten Dienstag des Monats
Di, 07.04.2026:
›Mein Leben war auch kein Spaß‹ – Interviewfilm mit Inge Meysel, NDR 1975, Regie: Heinrich Breloer, Horst Königstein, DCP, 60 Min.
Zu Gast: Comedienne Maren Kroymann, im Gespräch mit Klaudia Wick (Deutsche Kinemathek) Einführung in den Film: Jan Gympel.
Reihe »Aus dem Fernseharchiv«: In den Archiven der deutschen Rundfunkanstalten schlummert ein kaum bekannter Schatz: Fernsehspielfilme, teils prominenter Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen, entstanden vor allem in den 1960er- und 70er-Jahren, als das Fernsehen noch ein Experimentierfeld für junges filmisches Erzählen war – und die damals ein Millionenpublikum erreichten. An jedem ersten Dienstag im Monat zeigen wir einen solchen Fernsehfilm, der Kurator Jan Gympel gibt eine Einführung. Die aktuelle Reihe ist der Schauspielerin Inge Meysel gewidmet.
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Studiokino: 16mm Filmclub
Jeden zweiten Dienstag des Monats
Di, 14.04.2026:
›Allein machen sie dich ein‹, BRD 1974, Regie: Susanne Beyeler, Rainer März, Manfred Stelzer, 16 mm, DF, 66 Min.
Zu Gast: Beatrice E. Stammer (Künstlerin) und Gert C. Möbius (Rio Reiser Archiv), im Gespräch mit Jennifer Borrmann (Deutsche Kinemathek).
Reihe »16mm Filmclub«: 16mm ist Kult – und bekommt im Studiokino der Kinemathek seinen eigenen Abend. Hier werden seltene Experimental-, Underground- und Dokumentarfilme sowie andere Raritäten aus dem Archiv im Originalformat auf die Leinwand gebracht. Der 16mm Filmclub feiert das analoge Schmalfilmformat, das einst unabhängiges Filmemachen prägte und bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat. Wechselnde Gäste führen ein, Fans sind willkommen!
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Studiokino: Stadtbilder
Jeden dritten Dienstag des Monats
Di, 21.04.2026:
›Yunan‹, D / CAN / IT / PS / JOR / QA / KSA 2025, Regie/Buch: Ameer Fakher Eldin, DCP, deutsch/arabisch, OmdU, 124 Min.
Zu Gast: Filmemacher Ameer Fakher Eldin, im Gespräch mit Rabih El-Khoury (Kurator), in englischer Sprache.
Reihe »Stadtbilder«: Etwa 40 Prozent der in Berlin lebenden Menschen haben eine Migrationsgeschichte. Für diese spielt sich das Weltgeschehen nicht irgendwo in weiter Ferne ab, sondern betrifft direkt den eigenen Freundeskreis und die eigene Verwandtschaft. Welche Filme möchte diese Stadt sehen? Welche Themen möchte sie besprechen? Die Kurator*innen Rabih El-Khoury und Heleen Gerritsen diskutieren gemeinsam mit Filmschaffenden und Gästen verschiedene Perspektiven auf das Kino und das Leben in der Hauptstadt.
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Tickets
Tickets können direkt im Ticketshop gebucht werden. Einzelne Formate wie »Aus dem Fernseharchiv« sind kostenfrei, erfordern jedoch eine Ticketbuchung.
Die Deutsche Kinemathek wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.