© Karin Jurschick, Quelle: Deutsche Kinemathek
Danach hätte es schön sein müssen
Kinemathek – Studiokino
D 2001, Regie: Karin Jurschick, DCP, 73 min
Zu Gast: Regisseurin Prof. Karin Jurschick
Eine bundesdeutsche Familie, deren heile Fassade einstürzt, als sich die Mutter 1974 das Leben nimmt. Über zwanzig Jahre später macht sich die Tochter mit einer Videokamera auf Spurensuche – in der elterlichen Wohnung, in der der Vater noch immer lebt. Sie stellt unbequeme Fragen, beobachtet den 91-Jährigen in seinem routinierten Alltag und zieht Briefe und Archivmaterialien heran. So gelingt ihr nicht nur die Rekonstruktion der eigenen Familiengeschichte, sondern auch ein Generationenporträt der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft – einer Gesellschaft, in der tradierte Rollenbilder und patriarchalische Strukturen das Private deformieren und Emanzipationsversuche schier unmöglich machen.