Heinz Köster

Pressefotograf

* in Sterkrade

in Berlin

Köster soll im Zweiten Weltkrieg als Fotograf in der Luftaufklärung ausgebildet worden sein. Der begeisterte Technik- und Filmfan begleitete die Internationalen Filmfestspiele Berlin von Beginn an. Der erste deutsche „Paparazzo“ wurde nur 50 Jahre alt und erlebte die spätere Würdigung seiner Arbeit außerhalb der Tagesberichterstattung nicht mit.

Gemeinsame Normdatei

Über den Bestand

Das in der Kinemathek bewahrte Archiv von Heinz Köster umfasst mehr als 100.000 Negative und 50.000 Vintageprints. Der Nachlass wurde 1985 durch seine Witwe übergeben und im Jahr 2010 um einen Vertrag zur Wahrnehmung der Urheberrechte ergänzt. Einen inhaltlichen und quantitativen Schwerpunkt bilden rund 20.000 Pressefotos, die in der Zeit von 1951 bis 1967 im Rahmen der Bildberichterstattung bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin entstanden sind. Aus heutiger Sicht bilden diese Festivalfotos über das bloße Ereignis hinaus auch das Spannungsfeld zwischen dem Aufbruch aus der Nachkriegszeit und der Entwicklung Westberlins in einzigartiger Weise ab. Eine weniger bekannte Ergänzung bilden Aufnahmen, die in den 1950er-Jahren bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig entstanden sind. Darüber hinaus zeigen 20.000 nach Personennamen geordnete Porträts die großen Stars der Zeit, etwa Romy Schneider, Hildegard Knef oder Sophia Loren. Unter den Porträts befinden sich auch Fotoserien, die unabhängig von den Filmfestspielen, privat oder bei anderen Anlässen, entstanden sind. Weitere etwa 10.000 Set-, Premieren- und Promotionfotos sind entstanden als Produktionsbegleitung von Filmen wie Billy Wilders ›One, Two, Three‹ (USA 1961) oder Jean Chapots ›Schornstein Nr. 4‹ (BRD/Frankreich 1966). (Text: Julia Riedel)
Enthält
Fotografie
Umfang
circa 50.0 Regalmeter
Signatur
198530
ZitierweiseHeinz Köster Archiv, Deutsche Kinemathek

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