Richard Oswald

Weitere Namen: Ornstein, Richard W. (Geburtsname)

Regisseur, Drehbuchautor, Produzent

* in Wien

in Düsseldorf

Oswalds Werk erhält durch seine sogenannten Sitten- oder Aufklärungsfilme der Jahre 1917 bis 1919 besondere filmhistorische Bedeutung. Ab 1919 auch als Lichtspieltheaterbesitzer aktiv, gründete er Mitte der 1920er-Jahre zusammen mit Heinrich Nebenzahl die Nero-Film GmbH. Anfang der 1930er-Jahre wendete er sich als Tonfilm-Regisseur zeitgeschichtlichen Stoffen zu. Er verließ Deutschland 1933 und emigrierte 1938 in die USA.

WikipediaGemeinsame NormdateiFilmportal

Über den Bestand

Der Nachlass enthält Fotografien zu seinen Filmen, Schriftgut aus seiner Zeit im US-amerikanischen Exil sowie persönliche Dokumente. Er wurde der Kinemathek 1980 durch seinen Sohn, Regisseur Gerd Oswald, übergeben. Unter den Fotografien bilden Werkfotos zu Oswalds Regiearbeiten aus den 1930er-Jahren den Schwerpunkt. Motive zu seinen frühen Aufklärungsfilmen fehlen dagegen. Das Schriftgut beinhaltet Presseausschnitte, Programmhinweise und Korrespondenz aus der Zeit nach 1938. Der Briefbestand dokumentiert Oswalds Kontakte zu deutschen und israelischen diplomatischen Vertretungen, Museen und Archiven (Museum of Modern Art, The Central Zionist Archives), amerikanischen Behörden sowie zu Filmjournalismus und -wissenschaft in den USA und Europa. Zum Bestand gehört ein von Richard Oswald selbst verfasster Einleitungstext zu seinem Werk. Die persönlichen Dokumente reichen zurück in die Zeit vor der Emigration und beinhalten neben der Geburtsurkunde seines Sohnes einen Heimatschein der Stadt Wien aus den 1920er-Jahren, frühe Unterlagen zu Oswalds Namensänderung und seinen letzten US-Reisepass, in dem der Tod während eines Deutschlandbesuchs dokumentiert ist. Ein in London ausgestellter österreichischer Reisepass seiner Ehefrau Käte aus dem Jahr 1936 bezeugt die Stationen der gemeinsamen Emigration. (Text: Julia Riedel)
Enthält
Drehbuch (Schriftstück), Fotografie, Schriftgut
Umfang
circa 0.2 Regalmeter
Signatur
198008
ZitierweiseRichard-Oswald-Archiv, Deutsche Kinemathek

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