Inventing Queer Cinema
Pressemitteilung
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Adresse
Kinemathek – Halle
Mauerstraße 79
10117 Berlin
Pressekontakt
Heidi B. Zapke
+49 30 300 903 820
presse [at] deutsche-kinemathek.de (presse[at]deutsche-kinemathek[dot]de)
Mit »Inventing Queer Cinema« eröffnet die Deutsche Kinemathek ihre erste Ausstellung am neuen Standort im Berliner E-Werk – und zugleich ein neues Kapitel ihrer Arbeit zu queerer Filmkultur.
Im Fokus der Ausstellung stehen Filme und Filmarbeitende, die seit den 1970er-Jahren das queere Kino in Deutschland entscheidend geprägt und immer wieder neu erfunden haben. Es ist eine Geschichte von Widerstand, Solidarität und Innovation, die bis in die Gegenwart reicht.
Queeres Kino erzählt von den Geschichten, Erfahrungen und Lebensrealitäten queerer Menschen. Im Mittelpunkt stehen meist Figuren, die sich normativen Erwartungen und Ordnungen entziehen – und damit auch heute noch meist gesellschaftliche Außenseiter*innen sind. Auch formal hinterfragt queeres Kino etablierte Konventionen und entwickelt eigene, widerständige Formsprachen.
Die Ausstellung stellt nicht nur zentrale Filme vor, sondern würdigt auch Personen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte auf unterschiedliche Weise für die Sichtbarmachung von queerem Kino gearbeitet haben – darunter Filmemacher*innen, Festivalmacher*innen, Filmverleiher*innen und viele mehr. Von welchem Kino träumten sie oder träumen sie noch immer? Worin lag mitunter Scheitern begründet, worin Erfolge? »Inventing Queer Cinema« zeigt, wie queeres Kino gesellschaftliche Entwicklungen begleitet, geprägt und sogar den sogenannten Mainstream beeinflusst hat. Die Schau beleuchtet ebenfalls die besondere Bedeutung der Stadt Berlin, als Ort queerer Film- und Subkultur, die auch von internationalen Künstler*innen bereichert wurde.
Für die Ausstellung öffnet der Filmverleih Salzgeber erstmals sein umfangreiches Archiv. Darüber hinaus verweist ein Prolog auf frühe Beispiele seit den 1910er-Jahren aus den Beständen der Deutschen Kinemathek. Weitere Stationen zeigen, wie das Medium Fernsehen queere Themen aufgegriffen, verstärkt und öffentlich sichtbar gemacht hat.
Begleitet wird die Schau von einer Filmreihe im Studiokino sowie von einem Rahmenprogramm.
»Inventing Queer Cinema« macht die Vielfalt des queeren Kinos erfahrbar, doch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie lädt dazu ein, das queere Kino weiter und immer wieder aufs Neue zu entdecken und erkunden.
Eine Ausstellung der Deutschen Kinemathek und der Queeren Kulturstiftung.
Konzept, Kurator: Björn Koll
Kurator*innenteam, Deutsche Kinemathek: Nils Warnecke, Kristina Jaspers,
Georg Simbeni
Künstlerische Direktorin, Deutsche Kinemathek: Heleen Gerritsen
Unterstützt von: Hauptstadtkulturfonds und Queere Kulturstiftung
Laufzeit
7. Mai bis 13. September 2026, Mo bis So, 10 bis 18 Uhr
Adresse
Deutsche Kinemathek, Kinemathek – Halle, Mauerstraße 79, 10117 Berlin
Anfahrt: U-Bahn Stadtmitte oder Anton-Wilhelm-Amo-Straße
www.deutsche-kinemathek.de
Pressegespräch und -rundgang finden am 6. Mai 2026 statt. Eine separate Einladung hierzu folgt.
Pressekontakt: Heidi Berit Zapke, presse [at] deutsche-kinemahtek.de (presse[at]deutsche-kinemathek[dot]de) , +49 30 300903-820, +49 174 3138095
Die Deutsche Kinemathek wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.