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Party Girl
Kinemathek – Halle
Während einer Hausparty wird deren Organisatorin Mary von Polizisten festgenommen. Ihre Patentante zahlt die fällige Kaution, verlangt jedoch von Mary, dass sie die Schulden in der von ihr geleiteten Filiale der New Yorker Stadtbibliothek abarbeitet. Zunächst versagt Mary. Vor allem an der Büchersortierung nach der Dewey-Dezimalklassifikation scheitert sie. Viel prickelnder erscheint es dem exaltierten Party Girl, einen attraktiven libanesischen Falafel-Verkäufer ganz persönlich zu integrieren oder ihrem Mitbewohner DJ Leo ein Engagement in einem Club zu verschaffen. Doch dann entdeckt sie, dass sich mit Dewey auch Plattensammlungen besser ordnen lassen.
Die »Holly Golightly der Generation X« hat man Parker Poseys kongenialen Reboot der klassischen Mode-Ikone genannt. So schillernd wie die Farbpalette ihrer Strumpfhosen und so »hot« wie ihre Lederpants von Gaultier bewegt sie sich durch den Club-Underground. Zugleich ist die Indie-Version einer Screwball Comedy, so die Regisseurin, auch »die Geschichte einer Frau, die ihre Leidenschaft findet, einer Frau, die einen Job findet, der zu ihr passt« – und sich nebenbei als Pionierin des modernen »Librarian Core« erweist.
USA 1995, Regie: Daisy von Scherler Mayer, 94 min
| Tickets | 15 €, ermäßigt 10 € |
| Wann | So 22.2.26, 19:00 |
| Wo |
Über die Retrospektive
Lost in the 90s
Die diesjährige Retrospektive der Berlinale widmet sich einem der einflussreichsten Jahrzehnte der jüngeren Filmgeschichte. Auch in der historischen Halle im E-Werk, dem neuen Standort der Kinemathek, finden Filmvorführungen und Gesprächsrunden statt.