Image courtesy of Park Circus/Amazon MGM
Juice
Kinemathek – Halle
Vier Schwarze Jungs in Harlem lassen es locker angehen: Sie schwänzen die Schule, hängen im Spielsalon ab, zoffen sich mit der Puerto-Ricaner-Gang und klauen Hip-Hop-Platten. Doch dann kommt es zu Spannungen unter ihnen. Bishop ist überzeugt, dass er »juice« (Anerkennung und Erfolg) nur mit Gewalt erlangen kann; sein großes Vorbild ist James Cagney in Raoul Walshs Gangster-Apotheose White Heat (1949). Quincy (»Q«) möchte als DJ erfolgreich sein und nimmt an einem Wettbewerb teil. Gleichzeitig soll er Bishop und Raheem ein Alibi für einen Raubüberfall verschaffen. Doch der läuft völlig aus dem Ruder, als Bishop einen Schuss abgibt.
Rap- und Hip-Hop-Fandom verbindet das juvenile Quartett im Regiedebüt des Spike-Lee-Kameramanns Ernest R. Dickerson. Dies zielt auch aufs anvisierte Publikum: Nicht nur konnten die Hip-Hop-Stars Tupac Shakur und Queen Latifah als Mitwirkende gewonnen werden, auch der vorab veröffentlichte Soundtrack lockte ins Kino und machte das New Black Cinema somit chartkompatibel. Analog zum Gangsta-Rap und dessen oft gewaltgeladenen Musikvideos kombinierte Juice dabei das traditionelle Teenager-Subgenre um »juvenile delinquents« mit Elementen des Action-Kinos.
USA 1992, Regie: Ernest R. Dickerson, FSK: 16
| Tickets | 15 €, ermäßigt 10 € |
| Wann | Mi 18.2.26, 21:30 |
| Wo |
Über die Retrospektive
Lost in the 90s
Die diesjährige Retrospektive der Berlinale widmet sich einem der einflussreichsten Jahrzehnte der jüngeren Filmgeschichte. Auch in der historischen Halle im E-Werk, dem neuen Standort der Kinemathek, finden Filmvorführungen und Gesprächsrunden statt.