In einem Regal stehen viele Filmkasetten. Sie sind auf roter Pappe am Buchrücken beschriftet.

Unstable Signals. The Lost Video History of the DFFB

Film Restored
Talk
Do 22.10.26, 10:30

Si̇nema Transtopia

Mit: Netzwerk Lost Video History dffb

 

Es ist ein riskantes Unterfangen, Geschichten aus den Randbereichen zu erzählen und sich dabei auf das bekanntermaßen instabile Videosignal zu verlassen – ebenso riskant wie die Archivierung instabiler Magnetbänder, die sich dem Ende ihrer Lebensdauer nähern. Studierende der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) drehen nicht nur Filme, sie realisieren auch Videos, von denen die frühesten bekannten aus dem Jahr 1969 stammen. 1980 wurden Videoarbeiten Teil des Pflichtlehrplans der Akademie. Heute sind die meisten dieser Videos nicht mehr verfügbar, die Bänder sind weit verstreut und benötigen dringend eine archivarische Rettung. 

In dieser Präsentation soll ein kurzer Blick auf die Geschichte der Arbeit mit Video an der DFFB, ihre Archivierungspraxis und die erheblichen Lücken im Archiv geworfen werden. Es wird auch der Frage nachgegangen, was für Erhalt und Digitalisierung von Video erforderlich ist. Zudem soll zur Sprache kommen, was Studierende damals über Archivierung und die Institutionen, die diese Aufgabe übernehmen, dachten. Wenn es um Erhalt und Konservierung geht, wie archivieren wir dann überhaupt ein Medium, das ausgerechnet von seiner Instabilität und Kurzlebigkeit geprägt ist? In der Tat ein »Risky Business«. 

In englischer Sprache
Tickets 10 €
Wann Do 22.10.26, 10:30
Wo
Ab Oktober online und an der Kinokasse erhältlich

Details zur Veranstaltung

Details zur Veranstaltung

Lost Video History dffb

wurde 2025 als Antwort auf die verschwundenen oder in Vergessenheit geratenen Videoproduktionen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) gegründet. Die unabhängig, ehrenamtlich und ohne staatliche Fördermittel arbeitende Organisation ist ein informeller Verbund aus Archivarist*innen, Aktivist*innen und Absolvent*innen der DFFB. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte der DFFB-Produktionen zu dokumentieren, die verfügbaren Materialien zu ordnen und ausgewählte Beispiele zu digitalisieren und öffentlich zugänglich zu machen.

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Über Film Restored

2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino. Es blickt auf Wagnisse bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, auf Gefahren im Archiv und bei Restaurierungen sowie auf Filme über Menschen, für die alles auf dem Spiel steht – Risikoebenen, die oft zusammen auftreten und sich gegenseitig bedingen.

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