© CCC Filmkunst GmbH
Il giardino dei Finzi Contini
Si̇nema Transtopia
Ende der 1930er-Jahre gehört die jüdische Familie Finzi-Contini zum Adel des italienischen Ferrara. Die erwachsenen Kinder Alberto und Micòl verbringen ihre Zeit beim Tennisspielen und Feiern mit Freunden. Sie bemerken die besorgniserregenden politischen Ereignisse nicht, die sich um sie herum abspielen. Zu ihrem Kreis gehört auch Giorgio, der aus einer ärmeren jüdischen Familie stammt und unglücklich in Micòl verliebt ist. Doch die Familie wird zunehmend von den für sie lebensbedrohlichen Machenschaften der faschistischen Politik eingeholt. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Giorgio Bassani aus dem Jahr 1962 gewann 1971 bei der Berlinale den Goldenen Bären und 1972 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. CCC – die traditionsreiche, von Artur Brauner gegründete Produktionsfirma – feiert 2026 ihr 80-jähriges Bestehen. Das Unternehmen hat einen großen Teil seiner Filmsammlung in der Deutschen Kinemathek archiviert.
IT/BRD 1970, Regie: Vittorio De Sica, 93 min, DF
Einführung: Johannes Praetorius-Rhein (Filmwissenschaftler und Soziologe)
In deutscher Sprache
| Tickets | 10 € |
| Wann | Sa 24.10.26, 14:30 |
| Wo |
Details zur Veranstaltung
Details zur Veranstaltung und Gäste
Filmdaten
R: Vittoria de Sica
B: Ugo Pirro, Vittoria Bonicelli, Vittorio De Sica nach dem Roman von Giorgio Bassani
K: Ennio Guarnieri
S: Adriana Novelli
M: Manuel De Sica
D: Lino Capolicchio, Dominique Sanda, Fabio Testi, Romolo Valli, Helmut Berger
P: Documento Film, CCC Filmkunst GmbH
Prod: Gianni Hecht Lucari, Arthur Cohn, Artur Brauner
UA: Dezember 1970
Originalformat: 35 mm, Farbe
Vorführkopie: 4K DCP, 93 min, CCC Filmkunst
Infos zur Restaurierung
Die Restaurierung in 4K-Auflösung wurde von der Firma Omnimago anhand des Scans des originalen Negativmaterials aus Italien durchgeführt. Dieses wurde durch entsprechendes Filmmaterial aus den Archiven deutscher Fernsehanstalten ergänzt, um einige geringfügige Tonfehler im Originalmaterial auszugleichen. Eine erneute Farbkorrektur war erforderlich, um die Optik wiederherzustellen. Die Digitalisierung wurde gefördert durch das Förderprogramm Filmerbe (FFE).
Johannes Praetorius-Rhein
ist ein Filmhistoriker und Kurator aus Frankfurt am Main. Derzeit bereitet er die Veröffentlichung seiner Dissertation über den Filmproduzenten Artur Brauner und dessen frühe ›Filme gegen das Vergessen‹ vor. Im deutsch-britischen Forschungsprojekt »Relocating Filmstrips, Remapping Europe« untersucht er die Geschichte von Filmstreifen als heute weitgehend vergessenes Projektionsmedium. Zuvor entwickelte und betreute er die Datenbank des DFG-geförderten Projekts »Jüdisches Filmerbe« an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Darüber hinaus war Praetorius-Rhein Co-Kurator mehrerer filmhistorischer Ausstellungen, darunter »Ausgeblendet/Eingeblendet« im Jüdischen Museum Frankfurt sowie die mehrsprachige Online-Ausstellung »Frames of Reconstruction«.
Weitere Informationen zum Festival
Über Film Restored
2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino. Es blickt auf Wagnisse bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, auf Gefahren im Archiv und bei Restaurierungen sowie auf Filme über Menschen, für die alles auf dem Spiel steht – Risikoebenen, die oft zusammen auftreten und sich gegenseitig bedingen.
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