Ein schwarzer Mann mit Sonnenbrille sitz auf einer Couch. Er hat ein rotes Buch in der Hand und spricht auf ein Tonband.

© Revenante Films 

Chameleon Street

Film Restored
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Film
Fr 23.10.26, 20:00

Kinemathek – Halle

Die unwahrscheinliche, aber wahre Geschichte eines Hochstaplers. Douglas Street aus Michigan gibt sich – wie ein Chamäleon – als Zeitschriftenreporter, Ivy-League-Student, Chirurg und Firmenanwalt aus und klettert so erfolgreich die sozioökonomische Karriereleiter der Reagan-Ära hinauf. Der die Themen ›Race‹, Klasse und Leistungsgesellschaft verhandelnde Film ist beißend komisch und zugleich ästhetisch verschmitzt. Wendell B. Harris Jr. führte Regie, schrieb das Drehbuch und spielte selbst die Hauptrolle in der finanziell prekären Produktion, die von der Familie Harris und anderen Schwarzen Investor*innen finanziert wurde. Obwohl der Film auf dem Sundance-Festival von der Kritik gefeiert wurde und den Großen Preis der Jury gewann, fand ›Chameleon Street‹ nie einen Verleih. Harris konnte das Geld, um seine Investoren auszuzahlen, nicht wieder hereinholen. Es ist längst überfällig, dass der vom Magazin ›Sight & Sound‹ als »verschollenes Meisterwerk des Schwarzen amerikanischen Kinos« bezeichnete Film seinen rechtmäßigen Platz in der Geschichte des Independent-Kinos einnimmt.

USA 1989, Regie: Wendell B. Harris Jr., 94 min, OF
Einführung: Yaël Halbron (Revenante Films)
Tickets 10 € / ermäßigt 7 €
Wann Fr 23.10.26, 20:00
Wo
Ab Oktober online erhältlich

Details zur Veranstaltung

Details zur Veranstaltung und Gäste

Filmdaten

R: Wendell B. Harris Jr.
B + S: Wendell B. Harris Jr.
K: Dan Noga
M: Peter S. Moore
D: Wendell B. Harris Jr., Angela Leslie, Amina Fakir
P: A Prismatic Images Inc. Production
Prod: Dan Lawton, Helen Boulware Harris, Hobart Whitaker Harris
UA: September 1989

Originalformat: 35 mm, Farbe
Vorführkopie: 4K DCP, 94 min, Revenante Films 

Infos zur Restaurierung

Die 4K-Restaurierung auf Grundlage des originalen 35-mm-Kameranegativs wurde unter Leitung von Wendell B. Harris Jr. durchgeführt. An zahlreichen Stellen wurden Verschmutzungen, Kratzer, Klebestellen, Flimmern und Verzerrungen mithilfe der Software Phoenix restauriert. Die natürliche Körnigkeit des Films blieb dabei aber so weit wie möglich erhalten. Die originale Mono-Tonspur wurde anhand der ursprünglichen 35-mm-Magnetspur in 24 Bit neu gemastert.

Yaël Halbron

ist Gründerin der in Paris ansässigen Agentur Revenante Films, die sich – mit Fokus auf der Vorführung von Filmen – für den internationalen Verleih von restaurierten und wiederentdeckten Kinokunstwerken engagiert. Sie arbeitet mit Filmemacher*innen, Produzent*innen, Verleihen und Archiven zusammen, um klassische Filme wieder in Umlauf zu bringen. Halbron wurde für Weiterbildungsprogramme der Filmfestspiele in Locarno und der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF) ausgewählt.

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Über Film Restored

2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino. Es blickt auf Wagnisse bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, auf Gefahren im Archiv und bei Restaurierungen sowie auf Filme über Menschen, für die alles auf dem Spiel steht – Risikoebenen, die oft zusammen auftreten und sich gegenseitig bedingen.

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