Allgemeine Informationen
Restaurierte Filmklassiker und Wiederentdeckungen auf der großen Leinwand!
Das Programm der Berlinale Classics präsentiert mit zehn Filmen aus neun Ländern die bislang umfangreichste Auswahl. Mit ›Assarab‹ wird erstmalig ein Film aus Marokko gezeigt, eine zweite Länderpremiere ist der frühe ukrainische Tonfilm ›Kryshtalevyi Palats‹. Das Anime-Genre hält mit einem Meisterwerk Einzug bei den Berlinale Classics: ›Jubei Ninpucho‹. Zu den Höhepunkten zählt die restaurierte Fassung von Georg Wilhelm Pabsts Stummfilm ›Geheimnisse einer Seele‹, die mit neuer Musik von Yongbom Lee und einer Live-Übersetzung der neuronalen Aktivitäten eines Ensemble-Mitglieds in Licht und Klang uraufgeführt wird.
Alle Filme
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Assarab
Einen armen Dorfbewohner verschlägt es nach einem Geldfund in die Stadt. Dort begegnet er wunderlichen Träumern, die ebenfalls auf ein besseres Leben hoffen: Predigern, Wahrsagern, Gauklern. Ein Schlüsselwerk des postkolonialen marokkanischen Kinos.
MAR 1979, Regie: Ahmed Bouanani
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Erogotoshi-tachi yori: Jinruigaku nyûmon
Ein Schmuddelfilm-Regisseur ergibt sich seinen Perversionen, bedient die seiner Kunden und betrachtet dies als demokratischen Akt. Gier und Triebhaftigkeit bestimmen die grimmige Groteske des Meisterregisseurs Shōhei Imamura (1926–2006).
JP 1966, Regie: Shōhei Imamura
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Geheimnisse einer Seele
Ein avantgardistischer »Seelenthriller«, in dem ein an einer Messerphobie erkrankter Ehemann sich in psychoanalytische Behandlung begibt. Bei der Musik von Yongbom Lee werden neuronale Aktivitäten eines Ensemblemitglieds live in Licht und Klang übersetzt.
D 1926, Regie: G. W. Pabst
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Hukkunud Alpinisti hotell
In einem eingeschneiten Berghotel geschieht ein Mord. Stecken womöglich übernatürliche Mächte hinter dem Verbrechen? Ein genresprengender Film noir mit fantastischen Elementen, nach Vorlage des legendären Sowjet-Autorenduos Arkady und Boris Strugatsky.
EST (SSR) 1979, Regie: Grigori Kromanov
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In Which Annie Gives It Those Ones
1974. Weil ihn der Rektor auf dem Kieker hat, ist der Architekturstudent Annie schon viermal durch die Prüfung gefallen. Nun steht die fünfte an. Die launige Campus-Komödie der indischen Autorin Arundhati Roy erlangte Kultstatus.
IND 1989, Regie: Pradip Krishen
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Jubei Ninpucho
Ein junger Ninja bekommt es auf seinen Wanderungen durchs Japan der Edo-Zeit mit acht Wesen zu tun, die ihn vor dämonische Herausforderungen stellen. Ein Anime voller Action, Splatter und Fantasy, der sich rasant als Meisterwerk des Genres etablierte.
JP 1993, Regie: Yoshiaki Kawajiri
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La kermesse héroïque
Als sich 1616 in einer flämischen Stadt spanische Truppen ankündigen, sorgen die klugen Frauen dort mit Courage und Charme für einen friedlichen Verlauf der Besatzung. Ein leichtfüßiger Historienfilm mit visuellen Bezügen zur flämischen Malerei.
F/D 1935, Regie: Jacques Feyder
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Kryshtalevyi Palats
Nachdem ein pazifistisches Kunstwerk in einem totalitären Staat Missfallen erregt hat, wird sein Urheber des Mordes an einem Staatsbeamten angeklagt. Ein Politdrama, beeinflusst vom deutschen Film-Expressionismus und der ukrainischen Avantgarde.
UKR (SSR) 1934, Regie: Hryhori Hrycher
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Leaving Las Vegas
Leaving Las Vegas ist beides: unsentimentaler Trinkerfilm und berührendes Liebesdrama. Für seine Darstellung eines Alkoholikers, der sich in der neon-gleißenden Glücksspielmetropole Las Vegas zu Tode trinken will, erhielt Nicolas Cage einen Oscar.
USA 1995, Regie: Mike Figgis
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Panelstory, aneb jak se rodí sídlište
Eine Sozialsatire über die Schwierigkeiten des Zusammenlebens in den Unzulänglichkeiten einer neu errichteten Hochhaussiedlung am Rande von Prag. Der Film wurde erst zwei Jahre nach seiner Fertigstellung zugelassen, nun wurde er digital restauriert.
CSSR 1979, Regie: Věra Chytilová