Anime-Grafik von einer springenden Person, umrahmt von einem großen Mond und Bäumen.
Filmfestival

Berlinale Classics 2026

12.–22.2.26

Allgemeine Informationen

Restaurierte Filmklassiker und Wiederentdeckungen auf der großen Leinwand!

Das Programm der Berlinale Classics präsentiert mit zehn Filmen aus neun Ländern die bislang umfangreichste Auswahl. Mit ›Assarab‹ wird erstmalig ein Film aus Marokko gezeigt, eine zweite Länderpremiere ist der frühe ukrainische Tonfilm ›Kryshtalevyi Palats‹. Das Anime-Genre hält mit einem Meisterwerk Einzug bei den Berlinale Classics: ›Jubei Ninpucho‹. Zu den Höhepunkten zählt die restaurierte Fassung von Georg Wilhelm Pabsts Stummfilm ›Geheimnisse einer Seele‹, die mit neuer Musik von Yongbom Lee und einer Live-Übersetzung der neuronalen Aktivitäten eines Ensemble-Mitglieds in Licht und Klang uraufgeführt wird.

Alle Filme

  • Zwei Männer stehen auf einer Ruine und unterhalten sich. Der eine reicht dem anderen die Hand.

    Assarab

    Einen armen Dorfbewohner verschlägt es nach einem Geldfund in die Stadt. Dort begegnet er wunderlichen Träumern, die ebenfalls auf ein besseres Leben hoffen: Predigern, Wahrsagern, Gauklern. Ein Schlüsselwerk des postkolonialen marokkanischen Kinos.

    MAR 1979, Regie: Ahmed Bouanani

     

  • Ein Mann hält mehrere Kameras vor sein Gesicht.

    Erogotoshi-tachi yori: Jinruigaku nyûmon

    Ein Schmuddelfilm-Regisseur ergibt sich seinen Perversionen, bedient die seiner Kunden und betrachtet dies als demokratischen Akt. Gier und Triebhaftigkeit bestimmen die grimmige Groteske des Meisterregisseurs Shōhei Imamura (1926–2006).

    JP 1966, Regie: Shōhei Imamura 

  • Ein Mann steht mit gebeugten Schultern in einem großen Raum, auf dem sich große Schatten abtzeichnen.

    Geheimnisse einer Seele

    Ein avantgardistischer »Seelenthriller«, in dem ein an einer Messerphobie erkrankter Ehemann sich in psychoanalytische Behandlung begibt. Bei der Musik von Yongbom Lee werden neuronale Aktivitäten eines Ensemblemitglieds live in Licht und Klang übersetzt.

    D 1926, Regie: G. W. Pabst

  • Zwei Männer in den Bergen, einer liegt auf einer Liege, der andere steht hinter ihm..

    Hukkunud Alpinisti hotell

    In einem eingeschneiten Berghotel geschieht ein Mord. Stecken womöglich übernatürliche Mächte hinter dem Verbrechen? Ein genresprengender Film noir mit fantastischen Elementen, nach Vorlage des legendären Sowjet-Autorenduos Arkady und Boris Strugatsky.

    EST (SSR) 1979, Regie: Grigori Kromanov

  • Frau sitzt vor einer Tafel, auf der viel Geschrieben steht und Blumen gemalt sind. Sie lächelt.

    In Which Annie Gives It Those Ones

    1974. Weil ihn der Rektor auf dem Kieker hat, ist der Architekturstudent Annie schon viermal durch die Prüfung gefallen. Nun steht die fünfte an. Die launige Campus-Komödie der indischen Autorin Arundhati Roy erlangte Kultstatus.

    IND 1989, Regie: Pradip Krishen

  • Anime-Grafik von einer springenden Person, umrahmt von einem großen Mond und Bäumen.

    Jubei Ninpucho

    Ein junger Ninja bekommt es auf seinen Wanderungen durchs Japan der Edo-Zeit mit acht Wesen zu tun, die ihn vor dämonische Herausforderungen stellen. Ein Anime voller Action, Splatter und Fantasy, der sich rasant als Meisterwerk des Genres etablierte.

    JP 1993, Regie: Yoshiaki Kawajiri

  • Ein ausgelassenes Gelage an einem festlich gedeckten Tisch, im 17. Jahrhundert.

    La kermesse héroïque

    Als sich 1616 in einer flämischen Stadt spanische Truppen ankündigen, sorgen die klugen Frauen dort mit Courage und Charme für einen friedlichen Verlauf der Besatzung. Ein leichtfüßiger Historienfilm mit visuellen Bezügen zur flämischen Malerei.

    F/D 1935, Regie: Jacques Feyder

  • Drei Personen und eine Frauenbüste auf einem Boot.

    Kryshtalevyi Palats

    Nachdem ein pazifistisches Kunstwerk in einem totalitären Staat Missfallen erregt hat, wird sein Urheber des Mordes an einem Staatsbeamten angeklagt. Ein Politdrama, beeinflusst vom deutschen Film-Expressionismus und der ukrainischen Avantgarde.

    UKR (SSR) 1934, Regie: Hryhori Hrycher

  • Ein Mann und eine Frau liegen im Bett, sie umarmt ihn von hinten.

    Leaving Las Vegas

    Leaving Las Vegas ist beides: unsentimentaler Trinkerfilm und berührendes Liebesdrama. Für seine Darstellung eines Alkoholikers, der sich in der neon-gleißenden Glücksspielmetropole Las Vegas zu Tode trinken will, erhielt Nicolas Cage einen Oscar. 

    USA 1995, Regie: Mike Figgis

  • Drei Frauen mit zwei Kinderwägen laufen über einen riesiegen Schuttberg in der Stadt.

    Panelstory, aneb jak se rodí sídlište

    Eine Sozialsatire über die Schwierigkeiten des Zusammenlebens in den Unzulänglichkeiten einer neu errichteten Hochhaussiedlung am Rande von Prag. Der Film wurde erst zwei Jahre nach seiner Fertigstellung zugelassen, nun wurde er digital restauriert.

    CSSR 1979, Regie: Věra Chytilová