Ulrike Ottingers ›Die Blutgräfin‹ eröffnet die zweite Ausgabe der Filmreihe »Looking Back to the Present« (9.10.–17.12.26)
9.10.26, 19.00: ›Die Blutgräfin‹ (2026), in Anwesenheit von Ulrike Ottinger (Regie) und Christina Schaffer (Szenenbild)
Pressemitteilung
Am 9. Oktober 2026 präsentiert Ulrike Ottinger ihren neuen Film ›Die Blutgräfin‹ in der Kinemathek – knapp drei Wochen vor dem deutschen Kinostart. Die Preview der Vampirkomödie, in der Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr die Hauptrollen spielen, eröffnet die zweite Ausgabe der Filmreihe »Looking Back to the Present« in der ehemaligen Maschinenhalle des E-Werks. Im Anschluss sprechen Ulrike Ottinger und Szenenbildnerin Christina Schaffer mit Christiane Grün und Georg Simbeni von der Kinemathek über die Dreharbeiten, die visuelle Gestaltung und Ottingers Archiv, das die Kinemathek erschließt und digitalisiert. Das Gespräch wird von Toby Ashraf moderiert.
Auch in der zweiten Ausgabe der Filmreihe »Looking Back to the Present«, die 2025 zum ersten Mal stattfand, treffen Filme aus den Beständen der Kinemathek auf aktuelle Produktionen aus der deutschen und internationalen Filmlandschaft und auf Neurestaurierungen. Aufgeführt werden unter anderem ›Der fremde Vogel‹ (1911) mit Asta Nielsen als Stummfilmkonzert und ›Panzerkreuzer
Potemkin‹ (1925) mit einem Soundtrack der Pet Shop Boys. Diesen filmhistorischen Perspektiven werden neue Filme von u. a. Mark Cousins und Ulrike Ottinger gegenübergestellt.
Nach mehr als 20 Jahren Vorbereitung inszeniert Ottinger ihr Herzensprojekt ›Die Blutgräfin‹ als fantastische Odyssee einer verführerischen Vampirin – überbordend, witzig, camp und opulent. Erzsébet Báthory (Isabelle Huppert) taucht nach Jahrhunderten der Abstinenz überraschend wieder in Wien auf. Mithilfe ihrer Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) beginnt die Blutgräfin eine turbulente Jagd durch die Stadt auf der Suche nach jenem Buch, das ihr Vampirreich bedroht.
Die Preview von ›Die Blutgräfin‹ knüpft an eine enge Verbindung zwischen der Kinemathek und Ulrike Ottinger an. Seit 2023 übergibt die Autorenfilmerin, Fotografin, Malerin, Theaterregisseurin und Kuratorin ihr umfangreiches künstlerisches Archiv sukzessive an die Akademie der Künste und die Stiftung Deutsche Kinemathek. Das Ulrike-Ottinger-Archiv der Kinemathek umfasst zahlreiche prächtig ausgestattete Dreh- und Arbeitsbücher, Produktionsunterlagen, Werk- und Szenenfotos, Werbe- und Pressematerial sowie Kritiken zu allen Filmen, Opern- wie Theaterinszenierungen und Ausstellungen. Dazu kommen ihre Filme, viele Kostüme und Filmrequisiten sowie über 30.000 Dias und 150.000 Fotos, die sich auf ihr vielfältiges Werk beziehen. Außerdem sind umfangreiche Korrespondenzen sowie biografisches Material enthalten.
9.10.26, 19.00 Uhr, Kinemathek – Halle
›Die Blutgräfin‹, D/AT/LU 2026, Regie: Ulrike Ottinger, mit: Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Lars Eidinger, Thomas Schubert, DCP, OmdU, 119 min
Gäste: Ulrike Ottinger (Regie), Christina Schaffer (Szenenbild), Christiane Grün (Personenarchiv, Kinemathek), Georg Simbeni (Medienkuration, Kinemathek) Moderation: Toby Ashraf
Veranstaltungsort Deutsche Kinemathek, Mauerstraße 79, 10117 Berlin
Tickets 10 €, 7 € ermäßigt, Buchung hier
Das vollständige Programm der Reihe »Looking Back to the Present« (9.10.–17.12.26) wird in Kürze bekannt gegeben.
Die Deutsche Kinemathek wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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