Kinopreis 2026
Verleihung am 24.10.2016, 20.00 Uhr, Deutsche Kinemathek, Halle
Pressemitteilung
Der Kinopreis des Kinematheksverbundes wird am 24.10.26 im Rahmen des Filmerbe-Festivals »Film Restored« in der Deutschen Kinemathek verliehen. Der Preis würdigt Kinos und filmkulturelle Initiativen in Deutschland für ihr kreatives Programm und ihre Leidenschaft für die Filmkunst. In den vier Kategorien »Kino, das zurückblickt«, »Kino, das bildet«, »Kino, das verbindet« und »Kino, das wagt« werden Kinos mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 30.000 Euro gewürdigt. Zudem wird eine undotierte Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement vergeben. Der mit 6.000 Euro dotierte »Lotte-Eisner-Preis« geht in diesem Jahr an das Filmhaus Nürnberg.
Der jährlich vergebene Ehrenpreis für Verdienste um die Filmkultur geht in diesem Jahr an Eva Orbanz.
Das filmkulturelle Netzwerk deutschlandweit
In Deutschland gibt es nach wie vor ein dichtes Netz von Kinos, die für eine vitale Filmkultur sorgen und kenntnisreich die Geschichte des Films lebendig halten. Das Spektrum der prämierten Spielstätten ist breit und reicht von etablierten kommunalen Filmhäusern in Freiburg, Wiesbaden oder Frankfurt am Main bis zu ehrenamtlichen Initiativen, etwa B-Movie in Hamburg oder das Zebra Kino in Konstanz. Mit dem Hauptpreis für das Filmhaus Nürnberg wird ein Ort ausgezeichnet, der auf vorbildhafte Weise Kino als politischen und ästhetischen Raum für ein äußerst heterogenes Publikum versteht.
Filmgeschichte, Festivals und Filmgespräche
Alle ausgezeichneten Kinos stehen für Diversität im Film. Ihre Programme sind international und präsentieren Werke der gesamten Filmgeschichte. Die Menschen hinter den Kinos sind »Überzeugungstäter*innen«. Sie verbindet die Lust, neben Klassikern immer wieder auch unbekannte Perlen zutage zu fördern. Filmvermittlung wird dabei großgeschrieben: Die Zuschauer*innen erhalten die Möglichkeit, die Werke in breiterem Kontext zu rezipieren – durch Filmgespräche, -reihen, Festivals oder Events.
Kreativität und Vermittlungskultur
Die ausgezeichneten Kinos verbindet ein hohes Maß an Kreativität bei der Entwicklung neuer Programmkonzepte und Blicke auf die Filmgeschichte sowie eine vielfältige Vermittlungskultur.
Ehrenpreis für Verdienste in der Filmkultur
Ein Höhepunkt der Preisverleihung ist die Ehrung der Filmarchivarin und Kuratorin Eva Orbanz. Sie wird mit dem Ehrenpreis für ihre Verdienste um die Filmkultur und das Filmerbe ausgezeichnet. Der Filmhistoriker Rolf Aurich betont in seiner Laudatio die Bedeutung von Eva Orbanz für die Entwicklung der Deutschen Kinemathek zu der Institution, die sie heute ist, insbesondere in ihrer Vernetzung in der internationalen Archivwelt.
Eva Orbanz leitete von 1985 bis 2007 das Filmarchiv der Deutschen Kinemathek und war von 2003 bis 2009 Präsidentin der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF). Sie hat als Herausgeberin und Autorin an zahlreichen Publikationen der Kinemathek mitgearbeitet.
Die Preise
»Lotte-Eisner-Preis«
Hauptpreis (6000 Euro)
Filmhaus Nürnberg
»Kino, das zurückblickt«
Erster Preis (2000 Euro)
Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums, Berlin
Zweite Preise (jeweils 1000 Euro)
Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main
Kino im Blauen Salon, Karlsruhe
Filmclub 813, Köln
Murnau-Filmtheater, Wiesbaden
»Kino, das bildet«
Erster Preis (2000 Euro)
Clubkino im Lingnerschloss, Dresden
Zweite Preise (jeweils 1000 Euro)
Sinema Transtopia, Berlin
Cinema Quadrat e. V., Mannheim
Cinémathèque Leipzig e. V.
Pupille – Kino in der Uni, Frankfurt am Main
»Kino, das verbindet«
Erster Preis (2000 Euro)
Metropolis Kino – Kinemathek Hamburg e. V.
Zweite Preise (jeweils 1000 Euro)
Kommunales Kino Freiburg e. V.
Karlstorkino/Medienforum Heidelberg e. V.
Zebra Kino e. V., Konstanz
Kino achteinhalb, Saarbrücken
Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement (undotiert)
Klappe 11, Kommunales Kino Waldkirch e. V.
»Kino, das wagt«
Erster Preis (2000 Euro)
UT Connewitz, Leipzig
Zweite Preise (jeweils 1000 Euro)
Filmkollektiv Frankfurt
B-Movie Kulturinitiative auf St. Pauli e. V., Hamburg
Kino im Sprengel, Hannover
Filmfabrik – Kino im Komm e. V., Nürnberg
Ehrenpreis
Eva Orbanz, Filmarchivarin und Kuratorin
Gern stellen wir die Jurybegründungen auf Anfrage zur Verfügung.
Die Jury
Dieter Krauß (für die AG Filmfestival e. V.)
Maja Roth (für den Verband der deutschen Filmkritik e. V.)
Emily Winkelsträter (für den Bundesverband Jugend und Film e. V.)
Claus Löser (für den Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V.)
Erika Wottrich (für den Kinematheksverbund)
Der Kinopreis ist eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek für den Kinematheksverbund und wird mit Sondermitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.
Die Deutsche Kinemathek wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Bildmaterial:
Bildmaterial von der Preisvergabe an die Kinos liegt ab dem 26.10.26 vor und kann bei der Pressestelle angefordert werden.
Adresse
Kinemathek – Halle
Mauerstraße 79
10117 Berlin
Pressekontakt
Heidi B. Zapke
+49 30 300 903 820
presse [at] deutsche-kinemathek.de (presse[at]deutsche-kinemathek[dot]de)