Update: Queer Cinema
Rahmenprogramm »Inventing Queer Cinema« Kinemathek – Halle
Pressemitteilung
Fr, 26.6., 19:00
Kein Taxi zum Klo? Lesbisches Kino im Fokus
(Diskussion)
Monika Treut (Regisseurin, Autorin, Produzentin)
Angelina Maccarone (Regisseurin, Autorin)
Eline Gehring (Regisseurin, Autorin)
Moderation: Julia Fuhr Mann (Regisseur*in, Kurator*in), Toby Ashraf (Kurator, Autor)
Wie steht es um lesbische Sichtbarkeit im Queer Cinema? Spielen lesbische Frauen als Regisseurinnen und Figuren im Film eine Nebenrolle? Oder gucken wir einfach nicht genau hin? Zwischen Verführungen, Coming Outs und Selbstbehauptung diskutieren Monika Treut, Angelina Maccarone und Eline Gehring ihre oft bahnbrechenden Filme. Sie erzählen von ihren Geschichten, ihren queeren Figuren und geben uns einen Einblick in vergangenes und kommendes lesbisches Filmschaffen.
Fr, 10.7., 19:00
Wie pervers ist die Situation? Wir diskutieren Rosa von Praunheims ›Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt‹
(Screening und anschließende Diskussion)
Martin Dannecker (Sexualwissenschaftler, Autor)
Jochen Hick (Regisseur, Journalist, Autor)
Faraz Shariat (Regisseur, Produzent, Autor)
Moderation: Toby Ashraf (Kurator, Autor)
›Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt‹ von Rosa von Praunheim löste 1971 ein Erdbeben aus und führte deutschlandweit erstmals zur Gründung zahlreicher Schwulenbewegungen. Statt um Empathie und Verständnis zu werben, griff Praunheim schwule Männer scharf an: Spießig, einsam, eitel und unpolitisch seien sie und sollten endlich auf die Straße gehen! Ein Film wie eine schallende Ohrfeige, die nicht umsonst auch in der Ausstellung »Inventing Queer Cinema« eine zentrale Rolle spielt. Wir zeigen den Film noch einmal und fordern das Publikum und geladene Gäste auf, sich kritisch zu positionieren. Ein offenes Gespräch ohne Podium und Bühne, in dem wir Wirkung und Thesen des Films neu diskutieren wollen.
Fr, 17.7., 19:00
Let’s Have a Talk! Queerer Aktivismus in der Filmbranche
(Diskussion)
Vertreter*innen von:
Queer Media Society
#ActOut
Schwarze Filmschaffende e.V.
Hauptverband Cinephilie
Jünglinge
Moderation: Toby Ashraf (Kurator Autor) und Heleen Gerritsen (Künstlerische Direktorin, Deutsche Kinemathek)
Die Deutsche Kinemathek lädt zum Austausch ein: Was passiert aktivistisch im deutschen Queer Cinema? Wer organisiert sich wie - und wofür? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen und vor welchen Herausforderungen stehen wir? Dazu laden wir zum Fishbowl ein. Bei der Diskussionsmethode in Form eines offenen Stuhlkreises kommen die Teilnehmenden zu Wort und miteinander ins Gespräch. Mit dabei sind Vertreter*innen der Queer Media Society, von #ActOut, Jünglinge und dem Hauptverband Cinephilie. Die Veranstaltung ist offen für alle.
Fr, 24.7., 19:00
Selbstverständlichkeiten und Rollenverständnisse: Frauen, Männer, Trans* im Film
(Diskussion)
Thea Ehre (Schauspielerin)
Tucké Royale (Schauspieler, Autor)
Zazie de Paris (Schauspielerin, Sängerin)
Moderation: Toby Ashraf (Kurator, Autor)
Zazie de Paris, Thea Ehre und Tucké Royale haben mit ihren Rollen in Produktionen wie ›Westler“, ›Bis ans Ende der Nacht‹ oder ›Neubau‹ queere Filmgeschichte geschrieben. Mal geht es in den Filmen explizit um Repräsentation von Trans*, mal wird es am Rande und oft überhaupt nicht erwähnt. Wann spielt Trans*identität im Film eine Rolle? Wie steht es um die Sichtbarkeit im Queer Cinema? Ein Gespräch über Underground und Prime Time, Genre und Gender, Erfolg und Rollenangebote.
Do, 30.7., 19:00
Queer Cinema in Serie. Andere Geschichten und Figuren in Fernsehproduktionen
(Diskussion)
Merle Grimme (Regisseurin, Autorin)
Kerstin Polte (Regisseurin, Autorin)
Lamin Leroy Gibba (Schauspieler, Autor)
Moderation: Toby Ashraf (Kurator, Autor)
Es tut sich etwas im deutschen Fernsehen, das in den letzten Jahren queerer und diverser zu werden scheint. Mit Serien wie ›Clashing Differences‹, ›Schwarze Früchte‹, ›Becoming Charlie‹, ›Loving Her‹, ›Wir‹ oder „Druck‹ entstehen gerade im nicht-lineare Spartenprogramm Geschichten und Figuren, die wir so noch nicht kannten. Doch wie nachhaltig ist der Trend, und was folgt auf die Vorzeigeserien? Mit Merle Grimme, Kerstin Polte und Lamin Leroy Gibba berichten drei Kreative über ihre Arbeiten, die nicht nur die Fernsehlandschaft maßgeblich verändert haben.
Fr, 14.8., 19:00
Do It Yourself! Subversive Filmarbeit zwischen Pornoproduktion, Fernsehmagazin und Straßenführung
(Diskussion)
Mahide Lein (Aktivistin, Kulturvermittlerin, AHOI)
Jürgen Brüning (Produzent, Regisseur, Kurator)
Gaby Tupper (Hausfrau, Showgirl, Community Queen)
Moderation: Toby Ashraf (Kurator, Autor)
Willkommen in der Subkultur! Von »Wurstfilm« und dem Porn Film Festival über »LÄSBISCH-TV« bis hin zu »Göttinnen des Trash und »Dietrich-Drag«: Jürgen Brüning, Mahide Lein und Gaby Tupper sprechen über ihre Kulturarbeit, ihr bewegtes Leben und darüber wie sie eigene Räume und Angebote geschaffen haben, die die queere Kultur Berlins verändert haben. Ein Abend als gesprächiger Erlebnisbericht.
21.8., 19:00
Rosenkönige und Grausame Frauen: Die Bildermacherin Elfi Mikesch
(Gespräch)
Elfi Mikesch (Kamerafrau, Regisseurin, Fotografin)
Moderation: Fiona Berg (feminist elsewheres) und Maja Roth (HBK Braunschweig)
Queer avant la lettre: Im Jahr 1970 begann die Fotografin Elfi Mikesch ihre Arbeit als Regisseurin und Kamerafrau. Bekannt für ihre tanzenden, beweglichen Bilder, die uns in unerhörte Schieflagen und Träume versetzen, arbeitet sie bei unzähligen Filmen von Rosa von Praunheim, Werner Schroeter oder Monika Treut an der Kamera. Diese Kollaborationen sprühen von Queerness, anarchischer Energie und politischem Engagement. Von ›Ich denke oft an Hawaii‹ (1978) und dem Foto-Film ›Execution – A Study of Mary‹ (1979) bis zu ihrem Dokumentarfilm ›Krieg oder Frieden‹ (2024) führte Mikesch bei über 20 Produktionen selbst Regie. Fiona Berg und Maja Roth unterhalten sich mit Mikesch über ihr queeres Leben und Schaffen.
Ort
Deutsche Kinemathek
im E-Werk, Kinemathek – Halle
Mauerstraße 79, 10117 Berlin
Online-Ticketing
Ausstellung »Inventing Queer Cinema«, bis 13.9.26
Filmprogramm
Führungen
Adresse
Kinemathek – Halle
Mauerstraße 79
10117 Berlin
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Heidi B. Zapke
T +49 30 300 903 820
M +49 174 3138095
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