Manfred-Stelzer-Nachwuchspreis
Manfred-Stelzer-Nachwuchspreis für Filmkomödien gestartet, Einreichungen sind ab sofort möglich, Preisgeld von 5.000 Euro
Pressemitteilung
In Erinnerung an den Regisseur und Drehbuchautor Manfred Stelzer vergibt die Deutsche Kinemathek gemeinsam mit seiner Frau Beatrice E. Stammer ab 2026 wieder jährlich den mit 5.000 Euro dotierten Manfred-Stelzer-Preis. Gesucht wird die herausragende Komödie einer oder eines Nachwuchs-Filmschaffenden. Die Verleihung findet am 20. November 2026 in der Deutschen Kinemathek statt.
Heleen Gerritsen, Künstlerische Direktorin der Deutschen Kinemathek: »Die Komödie ist ein oftmals unterschätztes und bei Preisverleihungen unterrepräsentiertes Genre. Doch Humor hilft uns gerade in Krisenzeiten dabei, schwere Themen zu verarbeiten und resilient zu bleiben. Hoffentlich ermutigt der Manfred-Stelzer-Preis Nachwuchsfilmemacher*innen, sich öfter an Komödienstoffe zu wagen. Ich freue mich sehr, dass dieser einzigartige Preis künftig in der Deutschen Kinemathek verliehen wird.«
Wer wird gesucht?
Der Manfred-Stelzer-Nachwuchspreis für Filmkomödien möchte Talente mit Sinn für das Komische, das Absurde, Komödiantische finden und fördern. Der Wettbewerb richtet sich daher an Filmnachwuchs bis zum abgeschlossenen 35. Lebensjahr. Eingeladen sind fiktionale und nonfiktionale Formate aller Längen, die zwischen September 2024 und September 2026 entstanden sind. Die Vorauswahl trifft die Deutsche Kinemathek, eine Jury entscheidet über den Preisträgerfilm. Einreichungen können ab sofort bis zum 22. September 2026 formlos an die Mailadresse stelzerpreis [at] deutsche-kinemathek.de (stelzerpreis[at]deutsche-kinemathek[dot]de) geschickt werden. Es reicht ein Link zum Film und eine Vita des Regisseurs oder der Regisseurin.
Beatrice E. Stammer: »Mit gespannter Neugier und großer Vorfreude blicke ich den Einreichungen für den Manfred-Stelzer-Nachwuchspreis für Filmkomödien entgegen, in denen die jüngere Generation den subversiven Witz und die spielerische Leichtigkeit der Überzeichnung aus der filmischen Handschrift meines Mannes in die Gegenwart überträgt.«
Prominente ehemalige Preisträger*innen
Nach dem Tod von Manfred Stelzer rief Beatrice E. Stammer auf Initiative der Network Movie Film- und Fernsehproduktion gemeinsam mit dem Film Festival Cologne den Manfred-Stelzer-Preis ins Leben, um die deutsche Komödie gezielt in den Fokus des Festivals zu rücken. Über vier Ausgaben hinweg wurden herausragende Filme ausgezeichnet, die mit eigenständigem Humor, Haltung und erzählerischer Präzision an Stelzers unverwechselbare Handschrift anknüpften:
2023: ›Wann wird es endlich so, wie es nie war‹ (Regie: Sonja Heiss)
2022: ›Töchter‹ (Regie: Nana Neul) 2021: ›Ich bin Dein Mensch‹ (Regie: Maria Schrader)
2020: ›Der König von Köln‹ (Regie: Richard Huber)
Martina Richter, Leiterin des Film Festival Cologne: »Wir freuen uns, dass der Preis nun unter dem Namen Manfred-Stelzer-Nachwuchspreis für Filmkomödien von der Deutschen Kinemathek weitergeführt wird.«
Wer war Manfred Stelzer?
Der Drehbuchautor und Regisseur (1944-2020) studierte an der DFFB und war später dort Regiedozent. Sein Gesamtwerk umfasst Dokumentarfilme und Spielfilme, erarbeitet für Fernsehen und Film. In seinen Filmen verband er subversiven Humor mit Poesie. Seine Hauptfiguren sind Glücksspieler*innen, Heiratsschwindler*innen und Schwarzfahrer*innen, die allesamt von der Sehnsucht nach einem besseren Leben getrieben sind. An diesen Regiestil knüpft der Manfred-Stelzer Preis an.
Mehr Informationen zum Preis finden Sie unter www.deutsche-kinemathek.de/stelzerpreis, mehr Informationen zu Manfred Stelzer unter www.manfred-stelzer.de
Die Deutsche Kinemathek wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Adresse
Kinemathek – Halle
Mauerstraße 79
10117 Berlin
Pressekontakt
Heidi B. Zapke
T +49 30 300 903 820
M +49 174 3138095
presse [at] deutsche-kinemathek.de (presse[at]deutsche-kinemathek[dot]de)