Filmpr. Dummy IQC detailliert
Wochenweise zusammengefasst, mit Page-Navigation pro Monat
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Test hier: 1. Woche, Do bis Sa
Aufwand ca. 30 Stunden (ca. 1,5 Stunden pro Woche)
7.–10. Mai
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Vorurteil und Stolz
Quelle: Salzgeber
Der schwedische Stummfilm »Ikarus« (1916) von Mauritz Stiller erzählt andeutungsreich von der Liebe zwischen einem schwulen Bildhauer und seinem Model – und gilt als eines der ersten Zeugnisse des queeren Kinos überhaupt. Stiller entdeckte auch Greta Garbo, die im Hollywood der 1920er und 30er Jahre mit Crossdressing und sexuell ambigen Figuren zum ersten queeren Leinwandstar wurde. In den Filmen des Meisterregisseurs Ingmar Bergman finden sich vor allem Beispiele von unterdrückter lesbischer und schwuler Sexualität. Vilgot Sjöman hingegen zeigte in seinem Film »Tabu« (1977) eine ganze Palette nicht-heterosexuelle Spielarten – und sogar eine Pride-Parade.
Eva Beling hat sich in den schwedischen Filmarchiven auf die Suche nach queeren Geschichten, Figuren und Momenten gemacht – und eine ganze Schatztruhe geborgen, mit der sie die Entwicklung von den Anfängen bis zu Filmen wie »Something Must Break« (2014) und »Als wir tanzten« (2019) nachzeichnet. Ihr spektakuläres Archivmaterial ergänzt sie durch Interviews mit Darsteller:innen wie Harriet Andersson und Liv Ullmann, Regisseur:innen wie Marie-Louise Ekman und Levan Akin sowie mit Queer- und Filmwissenschaftler:innen. Belings rebellische Neulektüre einer ganzen nationalen Kinematographie im Dienste der queeren Sichtbarkeit setzt ein fantastisches Beispiel: Jedes Land sollte seinen eigenen »Vorurteil und Stolz« haben!
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Bent
Quelle: Salzgeber
Berlin 1934: Kurz vor dem sogenannten »Röhm-Putsch« feiern der junge Brite Max und sein Freund Rudy in Gretas Club eine letzte rauschhafte Party. In der berüchtigten »Nacht der langen Messer« wird auch der attraktive SA-Mann, den Max im Club erobert hat, brutal von der SS ermordet. Max und Rudy können aus Berlin fliehen, werden aber gefasst. Im Zug nach Dachau lernt Max von dem Mitgefangenen Horst, die »neue Ordnung« einzuhalten. Um zu überleben, tut er, was die Gestapo verlangt, er beteiligt sich an der Tötung seines Geliebten und verleugnet seine Homosexualität. Im Konzentrationslager müssen Max und Horst Steine schleppen, sie werden gequält und gedemütigt. Doch trotz der strengen Bewachung und ohne sich berühren zu dürfen, finden sie einen Weg sich zu lieben.
Das Theaterstück »Bent« von Martin Sherman wurde nach seiner Premiere 1979 ein Hit. Bei der Londoner Uraufführung spielte Ian McKellen die Hauptrolle, in der ersten Broadway-Inszenierung Richard Gere. Für die Filmadaption besetzte Sherman 1997 zusammen mit Regisseur Sean Mathias den damals weitgehend unbekannten Clive Owen. In weiteren Rollen sind u.a. Ian McKellen als Max‘ schwuler Onkel, Mick Jagger als alternde Dragqueen und Nikolaj Coster-Waldau (»Game of Thrones«) als blonder SA-Mann zu sehen.
»Bent« ist eine erschütternde Erinnerung an die Grauen der Homosexuellen-Verfolgung durch die Nazis – und ein zutiefst berührendes Zeugnis davon, dass sich Liebe und Menschlichkeit selbst in der dunkelsten Stunde nicht brechen lassen. Jetzt kehrt der Klassiker des queeren Kinos in digital restaurierter Fassung zurück!
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Bent
Quelle: Salzgeber
Berlin 1934: Kurz vor dem sogenannten »Röhm-Putsch« feiern der junge Brite Max und sein Freund Rudy in Gretas Club eine letzte rauschhafte Party. In der berüchtigten »Nacht der langen Messer« wird auch der attraktive SA-Mann, den Max im Club erobert hat, brutal von der SS ermordet. Max und Rudy können aus Berlin fliehen, werden aber gefasst. Im Zug nach Dachau lernt Max von dem Mitgefangenen Horst, die »neue Ordnung« einzuhalten. Um zu überleben, tut er, was die Gestapo verlangt, er beteiligt sich an der Tötung seines Geliebten und verleugnet seine Homosexualität. Im Konzentrationslager müssen Max und Horst Steine schleppen, sie werden gequält und gedemütigt. Doch trotz der strengen Bewachung und ohne sich berühren zu dürfen, finden sie einen Weg sich zu lieben.
Das Theaterstück »Bent« von Martin Sherman wurde nach seiner Premiere 1979 ein Hit. Bei der Londoner Uraufführung spielte Ian McKellen die Hauptrolle, in der ersten Broadway-Inszenierung Richard Gere. Für die Filmadaption besetzte Sherman 1997 zusammen mit Regisseur Sean Mathias den damals weitgehend unbekannten Clive Owen. In weiteren Rollen sind u.a. Ian McKellen als Max‘ schwuler Onkel, Mick Jagger als alternde Dragqueen und Nikolaj Coster-Waldau (»Game of Thrones«) als blonder SA-Mann zu sehen.
»Bent« ist eine erschütternde Erinnerung an die Grauen der Homosexuellen-Verfolgung durch die Nazis – und ein zutiefst berührendes Zeugnis davon, dass sich Liebe und Menschlichkeit selbst in der dunkelsten Stunde nicht brechen lassen. Jetzt kehrt der Klassiker des queeren Kinos in digital restaurierter Fassung zurück!
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Vorurteil und Stolz
Quelle: Salzgeber
Der schwedische Stummfilm »Ikarus« (1916) von Mauritz Stiller erzählt andeutungsreich von der Liebe zwischen einem schwulen Bildhauer und seinem Model – und gilt als eines der ersten Zeugnisse des queeren Kinos überhaupt. Stiller entdeckte auch Greta Garbo, die im Hollywood der 1920er und 30er Jahre mit Crossdressing und sexuell ambigen Figuren zum ersten queeren Leinwandstar wurde. In den Filmen des Meisterregisseurs Ingmar Bergman finden sich vor allem Beispiele von unterdrückter lesbischer und schwuler Sexualität. Vilgot Sjöman hingegen zeigte in seinem Film »Tabu« (1977) eine ganze Palette nicht-heterosexuelle Spielarten – und sogar eine Pride-Parade.
Eva Beling hat sich in den schwedischen Filmarchiven auf die Suche nach queeren Geschichten, Figuren und Momenten gemacht – und eine ganze Schatztruhe geborgen, mit der sie die Entwicklung von den Anfängen bis zu Filmen wie »Something Must Break« (2014) und »Als wir tanzten« (2019) nachzeichnet. Ihr spektakuläres Archivmaterial ergänzt sie durch Interviews mit Darsteller:innen wie Harriet Andersson und Liv Ullmann, Regisseur:innen wie Marie-Louise Ekman und Levan Akin sowie mit Queer- und Filmwissenschaftler:innen. Belings rebellische Neulektüre einer ganzen nationalen Kinematographie im Dienste der queeren Sichtbarkeit setzt ein fantastisches Beispiel: Jedes Land sollte seinen eigenen »Vorurteil und Stolz« haben!
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Mädchen in Uniform
Quelle: Salzgeber
Die 14-jährige Waise Manuela von Meinhardis wird von ihrer Tante auf ein Internat für Offizierstöchter in Potsdam geschickt, in dem preußischer Drill und Disziplin herrschen. Das sensible Mädchen leidet unter der strengen Erziehung und den kalten Autoritätsfiguren. Verständnis erfährt sie nur von der jungen Lehrerin Fräulein von Bernburg, in die sie sich unsterblich verliebt. Nach einer geglückten Theater-Aufführung gesteht Manuela, angetrunken und im Feierrausch, der Lehrerin öffentlich ihre Liebe. Die Folgen sind verheerend: Den beiden wird sofort jeder weitere Kontakt untersagt und Manuela in ein Isolierzimmer gesperrt. Die Hoffnungslosigkeit treibt das Mädchen zu verzweifelten Taten …
»Mädchen in Uniform« (1931) basiert auf dem Roman »Das Mädchen Manuela« von Christa Winsloe und gilt als erster Film der Filmgeschichte, der offen lesbische Liebe thematisiert. Die österreichische Bühnen- und Filmregisseurin Leontine Sagan erzählt darin von den zerstörerischen Folgen des repressiven Wahns des preußischen Erziehungssystems – und begegnet dem Mädchen Manuela, das anders als die anderen liebt und empfindet, voller Empathie und Menschlichkeit.
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Before Stonewall
Quelle: Salzgeber
New York, Christopher Street, in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969: Homosexuelle und trans Personen widersetzen sich in der Bar Stonewall-Inn entschlossen der Polizei, die das Lokal eigentlich räumen will. Ihr Aufstand und die sich anschließenden Unruhen und Demonstrationen in den folgenden Tagen gelten als Urknall eines queeren Selbstbewusstseins und als Wendepunkt im Kampf um Anerkennung und Gleichstellung, an den seitdem jährlich bei den Christopher-Street-Day-Paraden erinnert wird.
Greta Schiller und Robert Rosenberg erzählen in ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm ›Before Stonewall‹ vom Leben und Alltag queerer US-amerikaner*innen vor diesem Ereignis. Mit seltenem Archivmaterial aus Filmausschnitten und Fotos, mit Interviews mit bekannten Persönlichkeiten wie dem Beat-Poeten Allen Ginsberg und der Dichterin und Aktivistin Audre Lorde, vor allem aber mit Aussagen ‚ganz normaler‘ schwuler, lesbischer und trans Personen aus der breiten Bevölkerung erzählt der Film die Geschichte des allmählichen Sichtbarwerdens queerer Identitäten in der US-Gesellschaft.