Asta Nielsen in ›Der fremde Vogel‹, D 1911, Regie: Urban Gad © Deutsche Kinemathek
Stummfilmkonzert Double Feature: ›Der fremde Vogel‹ und ›Die Fächermalerin‹
Kinemathek – Halle
Mehr als ein Jahrhundert lang waren die Stummfilme ›Der fremde Vogel‹ und ›Die Fächermalerin‹ nur in Schwarz-Weiß zugänglich. Die Kinemathek verantwortete die Farbrestaurierungen und lässt mit dieser Veranstaltung das ursprüngliche Kinoerlebnis der 1910er-Jahre wieder aufleben. Die Filme werden von Live-Musik begleitet!
Beide Filme stehen exemplarisch für das frühe Kino der 1910er-Jahre – einer spannenden Epoche formaler Experimente sowie des beginnenden Star- und Langfilmsystems. Anhand ihrer Protagonistinnen, darunter Stummfilm-Star Asta Nielsen, verhandeln beide Filme weibliche Lebensrealität im Konflikt mit den patriarchalen Strukturen der wilhelminischen Gesellschaft. Dabei übersetzt ihre innovative Bildsprache den zeithistorischen Wandel von Klasse und Geschlecht kunstvoll auf die Leinwand.
Ein bebilderter Vortrag der Restauratorin Masha Matzke (Deutsche Kinemathek) führt vorab in die Restaurierung und den Produktionskontext ein. Mascha Matzke spricht u.a. über Farbe und Frauenbild im deutschen Kino der 1910er-Jahre.
›Der fremde Vogel‹, D 1911, Regie: Urban Gad, DCP, Stummfilm mit deutschen Zwischentiteln und engl. UT, 49 min
›Die Fächermalerin‹, D 1913, Regie: Rudolf Meinert, DCP, Stummfilm mit deutschen Zwischentiteln und engl. UT, 41 min
Deutsche Premiere der Restaurierung
Livemusik-Begleitung: Eunice Martins (Pianistin)
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
| Tickets | 10 € / ermäßigt 7 € |
| Wann | Mi 25.11.26, 19:00 |
| Wo |
Über »Looking Back to the Present«
Über »Looking Back to the Present«
Filmgeschichte meets Gegenwartskino! Auch in der zweiten Ausgabe unserer Filmreihe, »Looking Back to the Present«, die 2025 zum ersten Mal stattfand, kombinieren wir Filme aus den Beständen der Kinemathek mit neuen Werken aus der deutschen Filmlandschaft und mit internationalen
Neurestaurierungen.