›For Those Who Love, Leave, and Love Again‹, D 2025, Regie: Paolo Laganà
© Lena Thiemann
Queer Journeys
Kinemathek – Halle
Als Teil der Filmreihe »feminist migrant queer | legacies presents« futures präsentiert die DFFB in drei Programmen eine Auswahl queerer Filme aus den letzten 60 Jahren der Filmhochschule in der Deutschen Kinemathek, dem Sinema Transtopia und dem Arsenal Filminstitut.
Flat Desires
D 2017, Regie: Senem Göcmen, DCP, 4 min, Stummfilm
In ihrem experimentellen Stummfilm entzieht Senem Göcmen den Bilderfluten des Internets und der Metropole jegliche Eindeutigkeit. Auf unterhaltsame Weise entstehen durch assoziative Verknüpfungen neue Bedeutungen.
XX to XY: Fighting to be Jake
D 2002, Regie: Emily Atef, DCP, 21 min
Emily Atefs erster Film an der DFFB stellt zugleich ihre einzige dokumentarische Arbeit dar: Die preisgekrönte Regisseurin (›Das Fremde in mir‹, ›3 Tage in Quiberon‹) trifft in England den jungen Jake und begleitet ihn bei seiner Transition. Entstanden ist ein intimes Kurzporträt, das von einem zärtlichen Blick und der Offenheit seines Protagonisten geprägt ist.
Zärtlichkeiten
BRD 1985, Regie: Maria Lang, DCP, 29 min, deutsch OmeU
Zwischen Theaterproben und Barbesuchen entführt Maria Lang in die lesbische Subkultur West-Berlins und lässt dabei auch DFFB-Kolleginnen wie Verena Rudolph oder Angelika Levi (als Li Levy) auftreten. Ein dokumentarisch anmutender Spielfilm über Liebe, Freizeit und Zusammensein und ein Film ohne Männer.
Etage X
D 2016, Regie: Francy Fabritz, DCP, 14 min, deutsch OmeU
Zwei Frauen stecken in einem Kaufhaus im Fahrstuhl fest. Eine lustvolle, lesbische Spekulation darüber, was im Verborgenen passieren kann, wenn zwei fremde Frauen aus ihrer Not eine Tugend machen; sorgfältig inszeniert und umwerfend gespielt.
For Those Who Love, Leave, and Love Again
D 2025, Regie: Paolo Laganà, DCP, 18 min, deutsch und englisch OmeU
Ein junger Mann driftet zwischen Großstadt und Provinz. Inmitten von Sex, Dates und queerer Gemeinschaft sucht er seinen Platz und bleibt dabei stets am Rand. In strengen Bildern fängt Paolo Laganà feinfühlig einen Schwebezustand zwischen Einsamkeit und Zugehörigkeit ein.
Vorfilm: Überwachsungskamera
D 2006, Regie: Christoph Heller, 35mm, 1 min, ohne Dialog
Ein Social Spot für MANEO: Der Schwenk einer Überwachungskamera gibt eine Ahnung von einer Dystopie.
Gäste: Senem Göcmen, Jake Yearsley, Francy Fabritz, Paolo Laganà, Ute Aurand, Lilly Grote, Angelika Levi u.a.
Kuratiert von Toby Ashraf und Sophie Holzberger
| Tickets | 10 € / ermäßigt 7 € |
| Wann | Do 12.11.26, 20:00 |
| Wo |
Reihentext
60 Jahre DFFB: Zum Jubiläum zeigen Sinema Transtopia, Deutsche Kinemathek und Arsenal von Ende Oktober bis Ende November neun kuratierte Programme aus Vergangenheit und Gegenwart der Akademie. Drei Schlaglichter – feminist, migrant, queer – rücken Perspektiven ins Licht, die bis heute um Sichtbarkeit kämpfen müssen: Frauen, die für Gleichberechtigung stritten, Studierende mit migrantischen und internationalen Biografien, und ein queeres Kino, das seinen Begriff neu verhandelt.