Quelle: Deutsche Kinemathek, © Marian Stefanowski
Lost in the 90s: Filmerbe der Umbruchszeit
Kinemathek – Halle
Die Retrospektive »Lost in the 90s« beschäftigt sich nicht nur mit Ästhetik und Zeitgeist, sondern auch mit dem verlorenen Filmerbe aus den Nachwendejahren. Aufgrund der turbulenten Zeit in Mittel- und Osteuropa, in der staatliche Produktions- und Archivstrukturen transformiert und Filmstudios privatisiert oder verkauft wurden, sind viele Werke nicht zentral katalogisiert oder aufbewahrt worden. Für die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, wie Ukraine oder Georgien, fehlt ab den 1990ern der direkte Zugang zum eigenen Kulturgut – nach wie vor lagern unzählige Originalnegative in russischen Archiven. Im Gespräch tauscht Heleen Gerritsen sich mit Archivar*innen und Vertreter*innen von Filmerbeeinrichtungen aus Mittel- und Osteuropa aus. Es geht um (Wieder-)Entdeckungen, um verloren gegangene Filme und um Herausforderungen bei der Rechteklärung. Erfahrungen mit den Staatssicherheitsdiensten und bei der Erschließung von Beständen aus der Zeit des Kalten Kriegs sind weitere Themen des Panels.
Mit Heleen Gerritsen, Tomasz Kolankiewicz, Ivan Kozlenko, Stefanie Eckert, Eva Näripea
| Tickets | Eintritt frei |
| Wann | Sa 14.2.26, 14:00–15:00 |
| Wo |
Über die Retrospektive
Lost in the 90s
Die diesjährige Retrospektive der Berlinale widmet sich einem der einflussreichsten Jahrzehnte der jüngeren Filmgeschichte. Auch in der historischen Halle im E-Werk, dem neuen Standort der Kinemathek, finden Filmvorführungen und Gesprächsrunden statt.