Frontseite des unveröffentlichten Drehbuchs von „Der Puppenjunge”

© Wieland Speck

Unverfilmt: Das Drehbuch ›Der Puppenjunge‹ von Wieland Speck

Inventing Queer Cinema
Lesung
Talk
Fr 19.6.26, 19:00

Kinemathek – Halle

1926 veröffentlichte der deutsche Autor John Henry Mackay den Roman ›Der Puppenjunge. Die Geschichte einer namenlosen Liebe aus der Friedrichstrasse‹ über den Buchhändler Hermann Graff, der sich in den Strichjungen Günter verliebt. 1992 adaptierte Filmemacher und Aktivist Wieland Speck den Roman, sein Drehbuch blieb jedoch unverfilmt. Wir sprechen mit Speck über seine Adaption, erfolgreichen Aktivismus und gescheiterte Finanzierungen. Schauspieler Til Schindler liest erstmals öffentlich Teile des Drehbuches. 

Zu Gast: Wieland Speck (Regisseur, Kurator ehem. Berlinale Panorama, Teddy Awards) und Til Schindler (Schauspieler) 
Tickets 7 € / ermäßigt 5 €
Wann Fr 19.6.26, 19:00
Wo

Gäste Unverfilmt

Unsere Gäste

Wieland Speck

Wieland Speck (geb. 1951) ist Autor, Kurator, Juror, Filmemacher, Schauspieler – und seit 1967 Kommunarde. Er studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Ethnologie an der Freien Universität Berlin (1973-76). Ab 1974 arbeitete er für den Verlag ›mann-o-mann‹ an Printmedien zur Männer- und Schwulenemanzipation. In den 1970er Jahren machte er Videoarbeiten, arbeitete als Sänger, Schauspieler und Kinoleiter und studierte Film am San Francisco Art Institute. Ab 1980 macht Speck eigene Filmen, darunter ›David, Montgomery und Ich‹, ›Westler‹, ›Zimmer 303‹ und ›Escape To Life – Die Erika und Klaus Mann Story‹. Von 1982 bis 2019 war er Programmer für die Berlinale, zunächst für die Panorama Sektion, später auch für den Wettbewerb. 1987 gründete er gemeinsam mit Manfred Salzgeber den Teddy Award. Von 1993 bis 2017 war er Leiter der Panorama Sektion auf der Berlinale.

Til Schindler

Til Schindler (geb. 1993), wird 2026 mit dem Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Entdeckung ausgezeichnet, für seine Hauptrolle in Lukas Röders Kinospielfilm ›Scham‹, für die er 2025 bereits für den Götz-George-Nachwuchspreis des First Steps Awards nominiert war. Weitere Arbeiten im Queer Cinema u.a. mit Bruce LaBruce und Rosa von Praunheim. Theaterengagements am Schauspielhaus Wien, Deutschen Theater Berlin, Residenztheater München und Volkstheater Wien. Schauspielstudium an der Universität der Künste Berlin.

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Weitere Informationen

Veranstaltungen zur Ausstellung »Inventing Queer Cinema«

In unserer Veranstaltungsreihe zur Ausstellung sprechen wir über lesbisches Kino, Trans*repräsentation, Queerness im Fernsehen und queeren Aktivismus. Und wir richten das Spotlight auf Pionier*innen der queeren Kultur- und Filmgeschichte wie Elfi Mikesch und Wolfgang Theis. Mit Monika Treut, Wieland Speck, Faraz Shariat, Thea Ehre, Angelina Maccarone, Lamin Leroy Gibba, Kerstin Polte, Tucké Royale, Jürgen Brüning u. v. a.  

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