Ein Mann, Wolfgang Theis, steht in einem Museumsraum und wringt einen Mob aus.

Wolfgang Theis bei der Reinigung der Museumsräume, Datum und Fotograf*in unbekannt © Archiv Schwules Museum

Tanten, Tunten, kesse Väter. Wolfgang Theis macht großes Kino im Schwulen Museum

Inventing Queer Cinema
Talk
Fr 12.6.26, 19:00

Kinemathek – Halle

Wolfgang Theis war der langjährige Leiter des Fotoarchivs der Deutschen Kinemathek und ist eine der »Gründungsmütter« des Schwulen Museums in Berlin. Dort kuratierte er viele Jahrzehnte Sonderausstellungen zu allen möglichen und unmöglichen Themen der queeren Kulturgeschichte. Zusammen mit Birgit Bosold und Romain Pinteaux widmen wir diesen Abend seinem eindrucksvollen und (schwulen-) bewegten Schaffen. 

Zu Gast: Wolfgang Theis (ehem. Schwules Museum, Deutsche Kinemathek), Birgit Bosold (Vorstand, Schwules Museum), Romain Pinteaux (Archiv, Schwules Museum) 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Schwulen Museum.  

Tickets 7 € / ermäßigt 5 €
Wann Fr 12.6.26, 19:00
Wo

Gäste Biografien Kesse Väter

Unsere Gäste

Wolfgang Theis

Wolfgang Theis ist Gründungsmitglied des Schwulen Museums, Filmwissenschaftler und Ausstellungsmacher. Als Student arbeitete er als Aufsicht im Berlin Museum und realisierte dort in den Jahren 1982 bis 1984 mit Andreas Sternweiler und Manfred Baumgardt die Ausstellung »Eldorado: über die Geschichte und Kultur homosexueller Frauen und Männer in Berlin«. Aus der Fortführung dieses Projekts entstand 1985 das Schwule Museum. Wolfgang Theis kuratierte laut eigener Aussage zwischen 80 und 90 Ausstellungen im Schwulen Museums, darunter die Ausstellung »Goodbye to Berlin? 100 Jahre Schwulenbewegung« sowie Hommagen an Marlene Dietrich, Jean Genet oder Rosa von Praunheim. Über 30 Jahre leitete Wolfgang Theis zudem das Fotoarchiv der Deutschen Kinemathek. 

Birgit Bosold

Birgit Bosold ist seit 2006 Mitglied des Vorstands des Schwulen Museums Berlin. Sie hat maßgeblich zur Entwicklung des Museums beigetragen und war (Co-)Kuratorin wichtiger Projekte wie zuletzt »Aufarbeiten: Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Namen der Emanzipation« (2023/24). Seit 2021 ist sie zudem Vorstand der Stiftung Schwules Museum, die sich der Förderung queerer Kunst und Kultur widmet. Neben ihrem kulturpolitischen Engagement arbeitet sie als Investment-Expertin für institutionelle und private Mandant*innen.

Romain Pinteaux

Romain Pinteaux ist Forscher, Filmverleiher und Mitarbeiter im Archiv des Schwulen Museums in Berlin. Seine Arbeit konzentriert sich vor allem auf Fragen der Queer Studies und des autobiografischen Films, insbesondere im Zusammenhang mit der HIV/AIDS-Krise. Seine Texte wurden in Zeitschriften für Filmwissenschaft und Medical Humanities veröffentlicht, darunter ›Hors champ‹ (Kanada), ›Médecine et Philosophie‹ sowie ›Genre, sexualité et société‹ (Frankreich).

Previous
Next

Weitere Informationen

Veranstaltungen zur Ausstellung »Inventing Queer Cinema«

In unserer Veranstaltungsreihe zur Ausstellung sprechen wir über lesbisches Kino, Trans*repräsentation, Queerness im Fernsehen und queeren Aktivismus. Und wir richten das Spotlight auf Pionier*innen der queeren Kultur- und Filmgeschichte wie Elfi Mikesch und Wolfgang Theis. Mit Monika Treut, Wieland Speck, Faraz Shariat, Thea Ehre, Angelina Maccarone, Lamin Leroy Gibba, Kerstin Polte, Tucké Royale, Jürgen Brüning u. v. a.  

→ Mehr zur Ausstellung