›Verführung einer grausamen Frau‹, Regie: Elfi Mikesch, Monika Treut © Salzgeber
Rosenkönige und Grausame Frauen: Die Bildermacherin Elfi Mikesch
Kinemathek – Halle
Queer avant la lettre: Im Jahr 1970 begann die Fotografin Elfi Mikesch ihre Arbeit als Regisseurin und Kamerafrau. Bekannt für ihre tanzenden, beweglichen Bilder, die uns in unerhörte Schieflagen und Träume versetzen, arbeitet sie bei unzähligen Filmen von Rosa von Praunheim, Werner Schroeter oder Monika Treut an der Kamera. Diese Kollaborationen sprühen von Queerness, anarchischer Energie und politischem Engagement. Von ›Ich denke oft an Hawaii‹ (1978) und dem Foto-Film ›Execution – A Study of Mary‹ (1979) bis zu ihrem Dokumentarfilm ›Krieg oder Frieden‹ (2024) führte Mikesch bei über 20 Produktionen selbst Regie. Fiona Berg und Maja Roth unterhalten sich mit Mikesch über ihr queeres Leben und Schaffen.
Zu Gast: Elfi Mikesch (Kamerafrau, Regisseurin, Fotografin) Moderation: Fiona Berg (feminist elsewheres), Maja Roth (HBK Braunschweig)
| Tickets | 7 € / ermäßigt 5 € |
| Wann | Fr 21.8.26, 19:00 |
| Wo |
Gäste Rosenkönige
Unsere Gäste
Elfi Mikesch
Elfi Mikesch (geb. 1940 in Österreich, seit 1964 in Berlin) ist Dokumentar- und Spielfilmregisseurin, Bildgestalterin und Fotografin. Mikesch hatte verschiedene Lehraufträge und arbeitet an Retrospektiven, Publikationen und Ausstellungen. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem 2014 mit dem Spezial Teddy Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Ihre Filme feierten auf der Berlinale und anderen internationalen Filmfestivals Premiere. Seit 1991 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin. 2018 widmete sich die Ausstellung »Abfallprodukte der Liebe« der Künstlerfreundschaft zwischen Elfi Mikesch, Rosa von Praunheim und Werner Schroeter und zeigte ihre Arbeiten. 2025 erhielt sie den Ehrenpreis der Deutschen Filmkritik. Filme als Regisseurin: ›Ich denke oft an Hawaii‹ (1978), ›Macumba‹ (1982) ›Verführung: Die grausame Frau‹ (1985, mit Monika Treut), ›Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter‹ (2011), ›Krieg oder Frieden‹ (2024).
Fiona Berg
Fiona Berg arbeitet als Filmwissenschaftlerin, -kuratorin und Autorin. Tätigkeiten u. a. für die Duisburger Filmwoche, Remake Frankfurter Frauen* Film Tage, das Zeughauskino. Sie ist Teil der Gruppe feminist elsewheres, deren erste gemeinsame Arbeit 2023 in ein Festival im Kino Arsenal und an der DFFB mündete und die seither ihre Recherchen zu feministischer Filmgeschichte in Programmen und Publikationen präsentiert. Seit 2026 ist sie Vorstandsmitglied von feminist elsewheres e.V. und verantwortlich für dessen Projektraum. Gemeinsam mit Maja Roth ist sie Herausgeberin der Film Konzepte Ausgabe zu Elfi Mikesch, die im Herbst 2027 bei ›text+kritik‹ erscheint.
Maja Roth
Maja Roth ist Kunsthistorikerin, Kritikerin und Kuratorin. Sie lehrt und forscht als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig mit Fokus auf die Wissensgeschichte des nicht-fiktionalen Films. Maja Roth ist Mitglied des Redaktionsteams der filmhistorischen Zeitschrift ›Filmblatt‹. Kuratorische Tätigkeiten für das Luru Kino Leipzig und das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums (DHM). Jurytätigkeiten mit Schwerpunkt auf den Experimentalfilm. Gemeinsam mit Fiona Berg ist sie Herausgeberin der Film-Konzepte Ausgabe zu Elfi Mikesch, die im Herbst 2027 bei ›text+kritik‹ erscheint.
Weitere Informationen
Veranstaltungen zur Ausstellung »Inventing Queer Cinema«
In unserer Veranstaltungsreihe zur Ausstellung sprechen wir über lesbisches Kino, Trans*repräsentation, Queerness im Fernsehen und queeren Aktivismus. Und wir richten das Spotlight auf Pionier*innen der queeren Kultur- und Filmgeschichte wie Elfi Mikesch und Wolfgang Theis. Mit Monika Treut, Wieland Speck, Faraz Shariat, Thea Ehre, Angelina Maccarone, Lamin Leroy Gibba, Kerstin Polte, Tucké Royale, Jürgen Brüning u. v. a.