Sechs Frauen sitzen auf einer Treppe und posieren lässig für ein Foto.

›Clashing Differences‹ © a little. film production, Diara Sow.jpg

Queer Cinema in Serie. Andere Geschichten und Figuren in Fernsehproduktionen

Inventing Queer Cinema
Talk
Do 30.7.26, 19:00

Kinemathek – Halle

Es tut sich etwas im deutschen Fernsehen, das in den letzten Jahren queerer und diverser zu werden scheint. Mit Serien wie ›Clashing Differences‹, ›Schwarze Früchte‹, ›Becoming Charlie‹, ›Loving Her‹, ›Wir‹oder „Druck‹ entstehen gerade im nicht-lineare Spartenprogramm Geschichten und Figuren, die wir so noch nicht kannten. Doch wie nachhaltig ist der Trend, und was folgt auf die Vorzeigeserien? Mit Merle Grimme, Kerstin Polte und Lamin Leroy Gibba berichten drei Kreative über ihre Arbeiten, die nicht nur die Fernsehlandschaft maßgeblich verändert haben. 

Zu Gast: Merle Grimme (Regisseurin, Autorin), Kerstin Polte (Regisseurin, Autorin), Lamin Leroy Gibba (Schauspieler, Autor) 
Tickets 7 € / ermäßigt 5 €
Wann Do 30.7.26, 19:00
Wo

Gäste Queer Cinema in Serie

Unsere Gäste

Merle Grimme

Merle Grimme ist Drehbuchautorin, Regisseurin und Producerin. Sie studierte an der HFF München, hat einen B.A. der Universität Hildesheim und ist Mitglied der Deutschen Filmakademie. Während ihres Regiestudiums nahm sie an renommierten Writers Labs teil, darunter das Women’s Writing Lab von Robin Swicord. 2023 schloss sie ihr Studium mit dem satirischen Spielfilm und der Miniserie ›Clashing Differences‹ ab, einer Kooperation mit ZDF – Das kleine Fernsehspiel und ARTE. Das Projekt wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem FIRST STEPS Award, dem Förderpreis Neues Deutsches Kino (Bestes Drehbuch) und dem New Stars Award beim Deutschen Filmball (Bestes Debüt/Regie).Sie arbeitet im fiktionalen wie dokumentarischen Bereich, zuletzt mit dem Dokumentarfilm ›Regretting Motherhood‹ und drei Episoden der ZDF-Serie ›Doppelhaushälfte‹ (Staffel 4, 2025). Aktuell entwickelt sie als Headautorin Serienprojekte mit UFA Fiction, Gaumont, Colorful Pictures u.a. Sie lebt in Berlin.

Kerstin Polte

Kerstin Polte ist Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihre Film-Ausbildung absolvierte sie in Kanada und an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie war Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt München und des Grow Creative Programm von Netflix.  Ihr Abschlussfilm ›510 Meter‹ über dem Meer lief auf über 150 internationalen Filmfestivals. ›Letzte Runde‹ feierte seine Premiere auf dem internationalen Filmfestival Locarno. Ihr erster Kinospielfilm ›Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?‹ wurde u.a. mit dem bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Nach einer Reihe von Fernsehproduktionen, darunter ein ›Tatort Saarbrücken‹ und die queeren Serien ›WIR‹ und ›Becoming Charlie‹, die u.a. für den deutschen Fernsehpreis und den Grimmepreis nominiert wurden, hat sie letztes Jahr ›Blindgänger‹ fertig gestellt, der erfolgreich in Kinos und Festivals lief und über 30 internationale Preise gewonnen hat. Im Zentrum ihrer poetischen und humorvollen Erzählungen stehen ungewöhnliche, resiliente Figuren und Beziehungen, die unsere Gesellschaft aus neuen Perspektiven beleuchten. Für sie ist Vielfalt vor und hinter Kamera ein wichtiger Schlüssel für ein tief gehendes, emotionales Verstehen unseres Miteinanders – gerade in einer Zeit, wo Gräben tiefer werden. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, Dozentin an verschiedenen Filmhochschulen und Jurymitglied der kulturellen Filmförderung des Bundes.

Lamin Leroy Gibba

Lamin Leroy Gibba ist Schauspieler, Autor und Filmemacher. Er studierte Schauspiel und Film an der New School Universität in New York. Es folgten Schauspiel-Engagements an internationalen und deutschen Theaterhäusern sowie Arbeiten für Film und Fernsehen, darunter der Grimme-Preis-prämierte Film ›Nichts, was uns passiert‹. Zu seinen Kurzfilmen gehören ›Fever Source‹, ›Cloud Zero‹ und ›Hundefreund‹. Letzterer gewann den ersten Preis beim Internationalen Kurzfilmfestival Berlin, wurde für die Lola nominiert und unter anderem beim Tribeca Film Festival und dem BFI Flare Film Festival in London gezeigt. 2023 erschien Lamin auf der europäischen Forbes 30 under 30 Liste. Seine ARD Fernsehserie ›Schwarze Früchte‹, in der er als Creator, Showrunner, Headautor und Hauptdarsteller fungierte und wofür er mit dem Blauen Panther Award ausgezeichnet wurde, feierte Weltpremiere beim Tribeca Film Festival und gewann 2025 den Deutschen Serienpreis der Televisonale.

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Veranstaltungen zur Ausstellung »Inventing Queer Cinema«

In unserer Veranstaltungsreihe zur Ausstellung sprechen wir über lesbisches Kino, Trans*repräsentation, Queerness im Fernsehen und queeren Aktivismus. Und wir richten das Spotlight auf Pionier*innen der queeren Kultur- und Filmgeschichte wie Elfi Mikesch und Wolfgang Theis. Mit Monika Treut, Wieland Speck, Faraz Shariat, Thea Ehre, Angelina Maccarone, Lamin Leroy Gibba, Kerstin Polte, Tucké Royale, Jürgen Brüning u. v. a.  

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