Filmprogramm – Inventing Queer Cinema
7. Mai–13. September 26
Allgemeine Informationen
96 Filme aus sieben Jahrzehnten und 34 Ländern
Während der Öffnungszeiten der Ausstellung »Inventing Queer Cinema« laufen im Studiokino nationale und internationale Filme in voller Länge. Der Eintritt ist im Ticket enthalten (28 Plätze, keine Anmeldung, first come, first served). Eine Dauerkarte ermöglicht den wiederholten Kinobesuch.
Donnerstag, 30. Juli
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14:00 ›Rafiki‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
»Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen« – Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück.
›Rafiki‹ – der Titel bedeutet auf Suaheli »Freund(in)« – ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia selbst, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. Basierend auf der preisgekrönten Kurzgeschichte ›Jambula Tree‹ (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt ›Rafiki‹ von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt. Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet.
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16:00 ›Die Wunde‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Eastern Cape in Südafrika. Xolani, ein stiller Fabrikarbeiter, reist in ein abgelegenes Camp in den Bergen, um als Mentor an einem uralten Beschneidungsritual der Xhosa teilzunehmen. Dabei soll er sich vor allem um Kwanda kümmern, einen rebellischen Teenager aus Johannesburg. Während Kwanda in einer Hütte auf die Heilung seiner Wunde wartet, trifft Xolani heimlich seinen alten Freund Vija wieder, einen verheirateten Mann, den er nur einmal im Jahr, am Rande des Rituals sieht. Wie immer haben die beiden wilden Sex, doch diesmal gesteht Xolani dem Freund auch seine Liebe. Als Kwanda, der selbst schwul ist, hinter das Geheimnis seiner Mentoren kommt, steht Xolani vor einer folgenschweren Entscheidung.
Bereits in seinem preisgekrönten Kurzfilm ›Die Ziege‹ (2014) widmete sich Regisseur John Trengove dem Ukwaluka-Beschneidungsritus seiner südafrikanischen Heimat. In seinem Spielfilmdebüt ›Die Wunde‹ bettet er darin die Geschichte einer schwulen Liebesbeziehung ein und bricht damit gleich zwei Tabus auf einmal: Bis heute wird in weiten Teilen der südafrikanischen Gesellschaft weder über Ukwaluka noch über Homosexualität offen gesprochen. ›Die Wunde‹ hatte seine Weltpremiere im Wettbewerb von Sundance und eröffnete zwei Wochen später das Panorama der Berlinale 2017.
Freitag, 31. Juli
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14:00 ›Die Wunde‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Eastern Cape in Südafrika. Xolani, ein stiller Fabrikarbeiter, reist in ein abgelegenes Camp in den Bergen, um als Mentor an einem uralten Beschneidungsritual der Xhosa teilzunehmen. Dabei soll er sich vor allem um Kwanda kümmern, einen rebellischen Teenager aus Johannesburg. Während Kwanda in einer Hütte auf die Heilung seiner Wunde wartet, trifft Xolani heimlich seinen alten Freund Vija wieder, einen verheirateten Mann, den er nur einmal im Jahr, am Rande des Rituals sieht. Wie immer haben die beiden wilden Sex, doch diesmal gesteht Xolani dem Freund auch seine Liebe. Als Kwanda, der selbst schwul ist, hinter das Geheimnis seiner Mentoren kommt, steht Xolani vor einer folgenschweren Entscheidung.
Bereits in seinem preisgekrönten Kurzfilm ›Die Ziege‹ (2014) widmete sich Regisseur John Trengove dem Ukwaluka-Beschneidungsritus seiner südafrikanischen Heimat. In seinem Spielfilmdebüt ›Die Wunde‹ bettet er darin die Geschichte einer schwulen Liebesbeziehung ein und bricht damit gleich zwei Tabus auf einmal: Bis heute wird in weiten Teilen der südafrikanischen Gesellschaft weder über Ukwaluka noch über Homosexualität offen gesprochen. ›Die Wunde‹ hatte seine Weltpremiere im Wettbewerb von Sundance und eröffnete zwei Wochen später das Panorama der Berlinale 2017.
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16:00 ›Rafiki‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
»Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen« – Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück.
›Rafiki‹ – der Titel bedeutet auf Suaheli »Freund(in)« – ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia selbst, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. Basierend auf der preisgekrönten Kurzgeschichte ›Jambula Tree‹ (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt ›Rafiki‹ von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt. Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet.
Samstag, 1. August
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10:00; 14:00 ›Der Prinz‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Chile 1970. Am Ende einer durchzechten Nacht ersticht der 20-jährige Jaime seinen heimlich begehrten besten Freund. Im Gefängnis landet er in einer Gruppenzelle, die vom gefürchteten Potro geführt wird, den alle nur »den Hengst« nennen. Potro wird Jaimes Beschützer und macht ihn zu seinem neuen »Prinzen«, erwartet dafür aber Loyalität und sexuelle Unterordnung. Die »schwarze Liebe« zwischen den beiden erfüllt Jaimes Bedürfnis nach Zuneigung und Zugehörigkeit. Doch dann entbrennt im Knast ein brutaler Machtkampf.
Mit pulsierenden Bildern fängt Regisseur Sebastián Muñoz eine schwule Beziehung an einem brutalen Ort ein, der zugleich besondere sexuelle Freiheiten bietet. ›Der Prinz‹ basiert auf Mario Cruz’ lange verschollenem Roman, der parallel zum Film erstmals in deutscher Übersetzung erscheint, und zeichnet ein faszinierendes Porträt Chiles kurz vor dem Amtsantritt Salvador Allendes.
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12:00; 16:00 ›Orlando, meine politische Biografie‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
In ›Orlando‹ (1928) erzählt Virginia Woolf die Geschichte eines jungen Mannes, der am Ende eine Frau ist. Knapp 100 Jahre nach dem Erscheinen des Romans, der heute als queerer Schlüsseltext gilt, schreibt Philosoph und trans Aktivist Paul B. Preciado einen filmischen Brief an Woolf und ruft ihr zu: Deine Figur ist wahr geworden, die Welt ist heute voller Orlandos! In seinem Film zeichnet er seine eigene Verwandlung nach und lässt 25 andere trans und nicht-binäre Menschen im Alter zwischen 8 und 70 Jahren zu Wort kommen. Sie alle schlüpfen in die Rolle Orlandos.
»Woolfs fiktionale Figur hat es mir erlaubt, mir mein eigenes Leben vorzustellen, Veränderung zu begehren und zum Ausdruck zu bringen«, sagt Preciado. Sein Film ist deswegen auch eine ›politische Biografie‹, geschrieben entlang der eigenen und der kollektiven Geschichte aller anderen Orlandos – eine Geschichte, die noch immer eine des Kampfs für Anerkennung und Sichtbarkeit innerhalb eines heteronormativen Regimes ist. Transsein versteht Preciado dabei als eine poetische Reise, in der eine neue Sprache erfunden wird, mit der man sich selbst und die Welt bezeichnen kann. Die Vorstellung von einer Welt, die im stetigen Wandel ist, gewinnt so ihre Form.
Für seinen widerständigen, intimen, poetischen, durch und durch queeren Film wurde Preciado auf der Berlinale gefeiert und mit dem Spezialpreis der Encounters-Jury (ex aequo), dem Teddy für den Besten Dokumentarfilm und dem Preis der Tagesspiegel-Leserjury ausgezeichnet.
Sonntag, 2. August
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10:00: 14:00 ›Eastern Boys‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Am Pariser Gare du Nord lernt der Mitte 40-jährige Daniel den jungen Marek kennen, der seinen Körper für 50 Euro anbietet. Sie verabreden sich bei Daniel, wo aber wenig später eine ganze Bande osteuropäischer Jungs auftaucht und eine Party feiert, zu der der Gastgeber nicht eingeladen hatte. Fest im Glauben, einem üblen Trick aufgesessen zu sein, ist Daniel überrascht, als am nächsten Tag Marek bei ihm vor der Tür steht und sein Versprechen einhalten möchte. Aus einer »Geschäftsbeziehung« wird nach und nach ein regelmäßiges, aber immer unklareres Verhältnis. Kann zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen tatsächlich Liebe erstehen?
›Eastern Boys‹ lotet die Beziehung zwischen einem Stricher und einem Freier aus, ohne die sozialen Hintergründe der illegal in Frankreich arbeitenden osteuropäischen Jungs zu beschönigen. Immer, wenn der Verlauf der Geschichte von Marek und Daniel voraussehbar scheint, entwickelt sie sich in eine unvorhergesehen Richtung. Robin Campillos dramatische Liebesgeschichte wurde 2013 beim Internationalen Filmfestival von Venedig uraufgeführt und erhielt dort den Hauptpreis der prestigeträchtigen Nebensektion »Orrizonti«.
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12:30; 16:30 ›Im Stillen laut‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Erika und Tine sind beide 81 und seit über 40 Jahren ein Paar. Zusammen leben und arbeiten sie auf dem Kunsthof Lietzen in Brandenburg – und blicken auf ein bewegtes Stück gemeinsame Geschichte zurück. Mit ihrer Neugier und Offenheit stellen Erika und Tine alles in Frage, das Vergangene und das Bestehende.
Therese Koppes vielschichtiges dokumentarisches Porträt ist ein Film über das Leben, die Kunst und selbst geschaffene Freiräume in der DDR, über Liebe im Alter und die Frage, wie man sich und seinen Idealen treu bleiben kann.
Donnerstag, 6. August
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14:00 ›Der Gymnasiast‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Lucas ist 17 und kann es kaum abwarten, endlich das Internat und die Provinz hinter sich zu lassen, um nach Paris zu ziehen, wo sein großer Bruder Quentin lebt. Auch sein erster Freund Oscar wird ihn nicht davon abhalten. Doch ein tragischer Unfall reißt Lucas’ hoffnungsvollen Blick auf die Welt in Stücke. Weil selbst seine Mutter ihn nicht trösten kann, macht er sich auf nach Paris, wo er eine Woche bei Quentin und dessen Mitbewohner Lilio wohnen wird. Es werden Tage, die alles verändern werden …
In seinem bisher wohl persönlichsten Film erzählt Christophe Honoré (›Chanson der Liebe‹, ›Sorry Angel‹), der selbst die Rolle des Vaters spielt, vom schmerzhaften Erwachsenwerden eines Teenagers. Neben den Kinostars Vincent Lacoste und Juliette Binoche glänzt Newcomer Paul Kircher als Lucas, der erst nach und nach eine Sprache für seine Wut findet und die große Stadt, die Liebe und das Leben instinktiv erkundet. Für seine atemberaubende Leistung wurde Kircher in San Sebastián als Bester Darsteller ausgezeichnet.
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16:30 ›Sister My Sister‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Frankreich 1933. Christine und ihre jüngere Schwester Lea arbeiten als Dienerinnen bei Madame Danzard und ihrer unverheirateten Tochter Isabelle. Die Regeln sind klar verteilt: die Schwestern erledigen wortlos alle Aufgaben, Fehler werden nicht geduldet und frei ist nur der halbe Sonntag. Christine und Lea ertragen alle Demütigungen, weil sie sich auf diese Weise ganz nah sein können. In der Zurückgezogenheit ihrer Dachkammer wird die Beziehung der Schwestern immer körperlicher, ja rauschhafter. Als Madame Danzard erste Nachlässigkeiten im Haushalt bemerkt, droht die aufgestaute Spannung gefährlich zu kippen…
Nancy Mecklers Film beruht auf dem berüchtigten Kriminalfall um Christine und Léa Papin, der sich in Le Mans 1933 zugetragen hat und bereits Jean Genet zu seinem Theaterstück ›Die Zofen‹ inspiriert hat. Mit kammerspielhafter Präzision und prominenter Besetzung entwirft Meckler nicht nur eine messerscharfe soziale Klassenstudie, sondern erzählt auch die berührende Geschichte einer verbotenen Liebe.
›Sister My Sister‹ (1994) gilt als Klassiker des lesbischen Kinos aus Großbritannien.
Freitag, 7. August
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14:00 ›Sister My Sister‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Frankreich 1933. Christine und ihre jüngere Schwester Lea arbeiten als Dienerinnen bei Madame Danzard und ihrer unverheirateten Tochter Isabelle. Die Regeln sind klar verteilt: die Schwestern erledigen wortlos alle Aufgaben, Fehler werden nicht geduldet und frei ist nur der halbe Sonntag. Christine und Lea ertragen alle Demütigungen, weil sie sich auf diese Weise ganz nah sein können. In der Zurückgezogenheit ihrer Dachkammer wird die Beziehung der Schwestern immer körperlicher, ja rauschhafter. Als Madame Danzard erste Nachlässigkeiten im Haushalt bemerkt, droht die aufgestaute Spannung gefährlich zu kippen…
Nancy Mecklers Film beruht auf dem berüchtigten Kriminalfall um Christine und Léa Papin, der sich in Le Mans 1933 zugetragen hat und bereits Jean Genet zu seinem Theaterstück ›Die Zofen‹ inspiriert hat. Mit kammerspielhafter Präzision und prominenter Besetzung entwirft Meckler nicht nur eine messerscharfe soziale Klassenstudie, sondern erzählt auch die berührende Geschichte einer verbotenen Liebe.
›Sister My Sister‹ (1994) gilt als Klassiker des lesbischen Kinos aus Großbritannien.
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15:45 ›Der Gymnasiast‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Lucas ist 17 und kann es kaum abwarten, endlich das Internat und die Provinz hinter sich zu lassen, um nach Paris zu ziehen, wo sein großer Bruder Quentin lebt. Auch sein erster Freund Oscar wird ihn nicht davon abhalten. Doch ein tragischer Unfall reißt Lucas’ hoffnungsvollen Blick auf die Welt in Stücke. Weil selbst seine Mutter ihn nicht trösten kann, macht er sich auf nach Paris, wo er eine Woche bei Quentin und dessen Mitbewohner Lilio wohnen wird. Es werden Tage, die alles verändern werden …
In seinem bisher wohl persönlichsten Film erzählt Christophe Honoré (›Chanson der Liebe‹, ›Sorry Angel‹), der selbst die Rolle des Vaters spielt, vom schmerzhaften Erwachsenwerden eines Teenagers. Neben den Kinostars Vincent Lacoste und Juliette Binoche glänzt Newcomer Paul Kircher als Lucas, der erst nach und nach eine Sprache für seine Wut findet und die große Stadt, die Liebe und das Leben instinktiv erkundet. Für seine atemberaubende Leistung wurde Kircher in San Sebastián als Bester Darsteller ausgezeichnet.
Samstag, 8. August
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10:00; 14:00 ›Lola und das Meer‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Lola ist 18, hat pinke Haare und macht gerade ihr Diplom als Veterinär-Assistentin. Als ihre Mutter Catherine stirbt, sorgt ihr Vater Philippe dafür, dass sie die Trauerfeier verpasst. Vor zwei Jahren hat Philippe den Kontakt zu ihr abgebrochen, weil er das Outing seiner Tochter als trans nicht akzeptieren konnte. Doch Lola ist entschlossen, ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen: Catherine wollte unbedingt an der belgischen Küste beigesetzt werden – und zwar von Philippe und Lola zusammen. Widerwillig machen sich Vater und Tochter auf die gemeinsame Reise.
Für ihre einfühlsame Darstellung wurde Mya Bollaers als erste offene trans Person mit dem belgischen Filmpreis Magritte ausgezeichnet. An ihrer Seite spielt der französische Kinostar Benoît Magimel (›Die Klavierspielerin‹).
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12:00; 16:00 ›Edward II‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
England zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Nach dem Tod seines despotischen Vaters kann der junge König Edward II. (Steven Waddington) endlich seinen verstoßenen Liebhaber Gaveston (Andrew Tiernan) zurück nach London holen. Die obsessive Liebe des Herrschers bringt schnell die Lords und Kirchenmänner gegen den Günstling auf, der von Edward mit Adelstiteln und Reichtümern überhäuft wird. Die verschmähte Königin Isabella (Tilda Swinton) verbündet sich mit dem machthungrigen Lord Mortimer (Nigel Terry) gegen den Ehemann und auch das Volk erhebt sich gegen die unkonventionelle Liebe. Und während Edward verzweifelt sein Recht auf Glück einfordert, versinkt das Land im Bürgerkrieg…
Eine schwule Liebe, die eine homophobe Gesellschaft ins Chaos stürzt – das ist der Stoff, den Derek Jarman frei nach dem Stück des Shakespeare-Zeitgenossen Christopher Marlowe 1991 für das Kino entwirft. Das ist kein Historienschinken, keine langweilige Geschichtsstunde, sondern ein obsessiv-experimentelles Plädoyer für eine Welt, in der die Leidenschaftlichen nicht den Machtspielen und Intrigen zum Opfer fallen und als Verbrecher diskriminiert werden.
Sonntag, 9. August
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10:00; 14:00 ›Gesang der Meerjungfrauen‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Die schüchterne Tagträumerin Polly lebt in Toronto und hält sich mit Zeitarbeitsjobs über Wasser. Ihren Alltag dokumentiert sie mit Fotos, die sie in ihrem kleinen Badezimmer entwickelt. Obwohl sie Probleme mit der Selbstorganisation hat und oft ziemlich ungeschickt ist, wird sie von der Kuratorin Gabrielle als neue Galerie-Sekretärin eingestellt. Polly bewundert ihre elegante und ehrgeizige neue Chefin, die gerade in einer Beziehung mit der jungen Künstlerin Mary feststeckt. Doch als Polly anonym eigene Fotos an die Galerie schickt, beginnen die Masken der Kunstwelt zu fallen.
Bei der Premiere in Cannes im Jahr 1987 wurde Patricia Rozemas bittersüße Komödie als Entdeckung gefeiert. Heute gilt ›Gesang der Meerjungfrauen‹ als einer der zentralen kanadischen Filme der 1980er Jahre und als Klassiker des lesbischen Kinos. Erzählt aus der subjektiven Perspektive seiner skurrilen und höchst liebenswürdigen Hauptfigur Polly führt uns der Film immer wieder in sinnliche Welten, in denen wir fliegen, auf dem Wasser gehen und tatsächlich Meerjungfrauen singen hören können.
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12:00; 14:00 ›Tally Brown, New York‹
Quelle Text: Rosa von Praunheim
Quelle Bild: Deutsche KinemathekDer Film dokumentiert das Leben des New Yorker Underground-Stars Tally Brown. Tally Brown singt »Heroes«, den David Bowie-Titel, und »Love in vain« (Rolling Stones). Auf ihren Wegen in Manhattan, in Las Vegas, in Miami erzählt sie von ihrer Karriere, von ihrem Entdecker Leonard Bernstein, von ihrer Mutter. Ihre Freunde, Stars des new yorker Underground, werden vorgestellt; Holly Woodlawn singt »Dr. Jazz«. Vor der Skyline von Manhattan erklärt Tally Brown ihre Liebe für New York. Die Kamera setzt die Worte optisch um und drückt sich in einer Reihe von Zooms ein Hochhaus nach dem anderen an die Brust.
In der abendlichen Dämmerstunde sorgt die große Reklametafel des Times Square für bunte anheimelnde Farben. In einem langen langsamen Schwenk taucht die Kamera in die Tiefe, vorbei an Pornokinos, Peepshows, Imbissständen, Passanten, Geschäftsleuten, Asozialen. In einer Nachtbar sieht man hinten, fern, klein und karg, einen Haufen schwarzer Kleider, hinter einem Mikrofon. Ein Klavier spielt. Tally Brown steht auf und singt mit ihrer Bluesstimme David Bowies »Heroes«.Die Kamera, wiederum im Schneckentempo, zoomt auf die Sängerin zu. Man erkennt jetzt, wie aufgedunsen, fett und häßlich sie ist. Sie hat grauenhafte Zähne, die Lippen sind grell geschminkt, die Augen schwarz zugeschmiert. »We could be heroes for just one day«. Die Kamera ist jetzt ganz nah. Tally Brown singt die Schlußverse auf deutsch. »Werden wir Helden für einen Tag. Wir sind dann wir an diesem Tag«. Tally Brown glaubt daran. Sie ist die Heldin, und der Zuschauer hat sich faszinieren lassen, Held auch er. Und sie ist die Größte.
Der Film wurde 1979 mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Die Kritiker der Kinoaufführungen von 1979 registrierten, wie gut es ihrem Publikum tut, »dieser fetten, häßlichen, kranken, aber ungeheuer starken Frau zuzuhören, die mit ihrer Arbeit Anteil an der Verzweiflung der anderen nimmt«, schrieb Doris Dörrie, und Rudolf Thome fand: »Rosa von Praunheim ist einer der aufregendsten deutschen Filmemacher«. In New York war der Film im Dezember 1979 im Museum of Modern Art zu sehen. Die Village Voice schrieb dazu: »In seiner Art ist ›Tally Brown, New York‹ der beste Dokumentarfilm über New York seit Chantal Akermans News From Home«.
Donnerstag, 13. August
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14:00 ›Mutt‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
An einem Sommertag in New York scheint für den jungen trans Latino Feña alles auf einmal zu passieren: Papa Pablo kommt aus Chile zu Besuch und sucht plötzlich Kontakt, sein heterosexueller Ex-Boyfriend John meldet sich nach monatelanger Funkstille wieder und dann steht auch noch seine 13-jährige Halbschwester Zoe vor der Tür. Doch seit Feñas Transition haben sich die Dynamiken zu allen dreien verändert. Er stellt sich die Frage, wieviel Nähe sich zu den Menschen seines alten Lebens richtig anfühlt.
Authentisch und mitreißend schildert Vuk Lungulov-Klotz in seinem Debütfilm 24 Stunden im Leben eines jungen trans Mannes. Lío Mehiel, selbst non-binär und mit Wurzeln in Puerto Rico und Griechenland, verkörpert Feñas vielschichtiges Dazwischensein facettenreich und ausdrucksstark – und wurde für diese Leistung in Sundance mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Kaum ein Film vor ›Mutt‹ hat die Komplexität des Alltags als trans Person derart wahrhaftig gezeigt.
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16:00 ›Neubau‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Sommer in der Brandenburger Provinz. Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint ihm immer häufiger eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie, die ihn aus seiner Einsamkeit befreit. Als er sich in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.
Wo möchte ich leben – und wie? Mit diesen existentiellen Fragen beschäftigen sich Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit in ihrem Debütfilm aus der Sicht eines jungen queeren Mannes in der Uckermark. Und beantworten sie mit einem dezidiert nicht-normativen Lebensentwurf, in dem die Befreiung aus konservativen Vorstellungen von Sexualität und Geschlechterzugehörigkeit ebenso eine Rolle spielen wie Commitment und gegenseitige Fürsorge. Ihr queerer Heimatfilm entstand fernab der großen Metropolen als unabhängige Produktion in einem Künstler*innen-Kollektiv, dem es um ambivalente (Gegen-)Erzählungen und eine »Neue Selbstverständlichkeit« geht. Im Januar 2020 feierte ›Neubau‹ seine Uraufführung im Spielfilm-Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Dort wurde er als Bester Spielfilm ausgezeichnet und dabei von der Jury besonders für seine »Kraft Empathie zu erzeugen« gelobt. Tucké Royale erhielt zudem für sein Buch und Schauspiel den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film.
Freitag, 14. August
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14:00 ›Neubau‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Sommer in der Brandenburger Provinz. Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint ihm immer häufiger eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie, die ihn aus seiner Einsamkeit befreit. Als er sich in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.
Wo möchte ich leben – und wie? Mit diesen existentiellen Fragen beschäftigen sich Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit in ihrem Debütfilm aus der Sicht eines jungen queeren Mannes in der Uckermark. Und beantworten sie mit einem dezidiert nicht-normativen Lebensentwurf, in dem die Befreiung aus konservativen Vorstellungen von Sexualität und Geschlechterzugehörigkeit ebenso eine Rolle spielen wie Commitment und gegenseitige Fürsorge. Ihr queerer Heimatfilm entstand fernab der großen Metropolen als unabhängige Produktion in einem Künstler*innen-Kollektiv, dem es um ambivalente (Gegen-)Erzählungen und eine »Neue Selbstverständlichkeit« geht. Im Januar 2020 feierte ›Neubau‹ seine Uraufführung im Spielfilm-Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Dort wurde er als Bester Spielfilm ausgezeichnet und dabei von der Jury besonders für seine »Kraft Empathie zu erzeugen« gelobt. Tucké Royale erhielt zudem für sein Buch und Schauspiel den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film.
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16:00 ›Mutt‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
An einem Sommertag in New York scheint für den jungen trans Latino Feña alles auf einmal zu passieren: Papa Pablo kommt aus Chile zu Besuch und sucht plötzlich Kontakt, sein heterosexueller Ex-Boyfriend John meldet sich nach monatelanger Funkstille wieder und dann steht auch noch seine 13-jährige Halbschwester Zoe vor der Tür. Doch seit Feñas Transition haben sich die Dynamiken zu allen dreien verändert. Er stellt sich die Frage, wieviel Nähe sich zu den Menschen seines alten Lebens richtig anfühlt.
Authentisch und mitreißend schildert Vuk Lungulov-Klotz in seinem Debütfilm 24 Stunden im Leben eines jungen trans Mannes. Lío Mehiel, selbst non-binär und mit Wurzeln in Puerto Rico und Griechenland, verkörpert Feñas vielschichtiges Dazwischensein facettenreich und ausdrucksstark – und wurde für diese Leistung in Sundance mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Kaum ein Film vor ›Mutt‹ hat die Komplexität des Alltags als trans Person derart wahrhaftig gezeigt.
Samstag, 15. August
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10:00; 14:00 ›Herzstein‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Thor und Kristján leben in Borgarfjörður eystri, einem abgelegenen Fischerdörfchen in Island, und sind beste Freunde. Weil zu Hause meistens dicke Luft herrscht – Thor muss sich mit seinen älteren Schwestern herumärgern, Kristján mit seinem ständig betrunkenen Vater –, sind die Jungs am liebsten draußen unterwegs. Sie vertreiben sich die Zeit beim Fischefangen und beim Rumhängen auf dem Schrottplatz. Als sich Thor in die hübsche Beta verknallt, hilft Kristján ihm natürlich, dem Mädchen näher zu kommen. Doch allmählich muss sich Kristján eingestehen, dass seine Zuneigung zu Thor mehr als nur Freundschaft ist. In dem kleinen Dorf, in dem nichts lange geheim bleibt und Schwulsein noch etwas Ungeheuerliches hat, stellt das die Beziehung der beiden Jungs auf eine harte Probe …
Der isländische Regisseur Guðmundur Arnar Guðmundsson wurde für seine Kurzfilme weltweit auf Festivals gefeiert und mit über 50 Preisen ausgezeichnet. In seinem Langfilmdebüt ›Herzstein‹ erzählt er von der innigen Kameradschaft zweier Jungen und vom sexuellen Erwachen, das die Freunde in unterschiedliche Richtungen führt. Die Weite der isländischen Natur, die der norwegische Kameramann Sturla Brandth Grøvlen (›Victoria‹) mit atemberaubenden Bildern einfängt, ist ein Fluchtraum für die Jugendlichen vor der reglementierten Welt der Erwachsenen, aber auch ein Abbild von Kristjáns Isolation. Für sein vielschichtiges Porträt einer unbändigen und zugleich schwer verletzlichen Freundschaft wurde Guðmundsson in Venedig mit dem Queer Lion geehrt.
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12:30; 16:30 ›Blue‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Ohne Zweifel stellt Derek Jarmans Film ›Blue‹ eine der großen Herausforderungen der Filmgeschichte dar. Entschlossen setzt der Künstler seiner Krankheit, die ihn langsam erblinden lässt und die unweigerlich zum Tod führt, die nach allen Seiten offene Leinwand entgegen — diese ist blau, und sonst nichts.
Über die Tonspur aber, die ein kraftvolles Gedicht aus Geräuschen, Texten und Musik darstellt und aufregende Querbezüge zwischen persönlicher Biografie, Geschichte und aktuellem Geschehen schafft, entwirft der Film seinen eigenen Raum und fordert jeden Zuschauer auf, einen eigenen, imaginären Film in die sich ergebenden Freiräume zu projizieren.
Sonntag, 16. August
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10:00; 14:00 ›Futur Drei‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Parvis wächst als Kind der Millenial-Generation im komfortablen Wohlstand seiner Iranischen Einwanderer-Eltern auf. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht er sich durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entziehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Dort trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.
In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder misrepräsentiert werden. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität wurde ›Futur Drei‹ beim First Steps Award 2019 als Bester Spielfilm ausgezeichnet, Shariats junges Darsteller*innen-Ensemble (Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali, Benjamin Radjaipour) erhielt den Götz-George-Nachwuchspreis. Auf der Berlinale 2020, wo der Film im Panorama seine Weltpremiere feierte, wurde ›Futur Drei‹ mit zwei Teddys (Bester Spielfilm, Leser*innen-Preis) geehrt.
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12:00; 16:00 ›Drifter‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Moritz ist 22 und gerade von seinem Freund Jonas verlassen worden, für den er eigentlich nach Berlin gezogen war. Eine Zeit lang findet er Geborgenheit bei dem älteren Noah, bis es ihm zu eng wird. Moritz ändert sein Aussehen und taucht ein in die Berliner Partyszene. Er lebt seine unterdrückten Sehnsüchte und sexuellen Fetische aus, verliert sich aber auch zunehmend in Drogenexzessen und emotionaler Entfremdung. Erst mit Hilfe seiner queeren Freund*innen findet er heraus, wer er wirklich sein möchte.
In seinem ersten Langfilm erzählt Hannes Hirsch von der Suche eines jungen schwulen Mannes zu sich selbst – und von einer Art zweitem Coming-out. ›Drifter‹ ist eine Reise entlang von Einsamkeit, Exzessen und Kinks, stellt Fragen nach schwulen Körperbildern und nicht-heteronormativen (Wahl-)Verwandtschaften und zeichnet ein authentisches Porträt der queeren Community Berlins von heute.
Donnerstag, 20. August
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14:00 ›Eine total normale Familie‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Die 11-jährige Emma hat immer gedacht, dass ihre Familie wie alle anderen ist. Bis ihr Papa Thomas sich eines Morgens als trans outet und erklärt, dass er von nun an als Frau leben möchte. Während aus Thomas nach und nach die elegant gekleidete Agnete wird, verändert sich auch die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Und Emma lernt, dass vielleicht gerade Veränderung das ist, was »ganz normal« ist.
Mit viel Feingefühl und leisem Humor zeichnet Malou Reymann das Porträt einer Familie, die sich von heteronormativen Vorstellungen lösen muss, um eine gemeinsame Zukunft zu haben. Die dänische Tragikomödie, mit der Reymann eigene Erfahrungen verarbeitet, feierte in Rotterdam Premiere.
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16:00 ›Captain Faggotron Saves the Universe‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Father Gaylord ist streng bibeltreu und natürlich überhaupt nicht schwul. Als sein Ex-Lover Queen Bitch vom Planeten Oberon droht, die Erde mittels eines magischen Rings in eine kinky Utopie zu verwandeln, sieht sich der Priester zur Intervention berufen. Er bittet Captain Faggotron um Hilfe. Der Superheld soll den Ring zurückgewinnen und die Ordnung wiederherstellen. Doch ist eine Welt, in der Father Gaylord sein wahres Ich leugnen und seine Liebe zu Queen Bitch verstecken muss, wirklich die, in der wir leben möchten?
Harvey Rabbits zügelloser Fantasy-Film über die Angst vor einem queeren Planeten ist ein rauschendes Fest für Fans von Trash und Camp. Ein kiffender Jesus, verspielte Aliens und dämonische Furries – selten war der Weg zur Selbstakzeptanz so hilariously queer wie in ›Captain Faggotron Saves the Universe‹!
Freitag, 21. August
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14:00 ›Captain Faggotron Saves the Universe‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Father Gaylord ist streng bibeltreu und natürlich überhaupt nicht schwul. Als sein Ex-Lover Queen Bitch vom Planeten Oberon droht, die Erde mittels eines magischen Rings in eine kinky Utopie zu verwandeln, sieht sich der Priester zur Intervention berufen. Er bittet Captain Faggotron um Hilfe. Der Superheld soll den Ring zurückgewinnen und die Ordnung wiederherstellen. Doch ist eine Welt, in der Father Gaylord sein wahres Ich leugnen und seine Liebe zu Queen Bitch verstecken muss, wirklich die, in der wir leben möchten?
Harvey Rabbits zügelloser Fantasy-Film über die Angst vor einem queeren Planeten ist ein rauschendes Fest für Fans von Trash und Camp. Ein kiffender Jesus, verspielte Aliens und dämonische Furries – selten war der Weg zur Selbstakzeptanz so hilariously queer wie in ›Captain Faggotron Saves the Universe‹!
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16:00 ›Eine total normale Familie‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Die 11-jährige Emma hat immer gedacht, dass ihre Familie wie alle anderen ist. Bis ihr Papa Thomas sich eines Morgens als trans outet und erklärt, dass er von nun an als Frau leben möchte. Während aus Thomas nach und nach die elegant gekleidete Agnete wird, verändert sich auch die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Und Emma lernt, dass vielleicht gerade Veränderung das ist, was »ganz normal« ist.
Mit viel Feingefühl und leisem Humor zeichnet Malou Reymann das Porträt einer Familie, die sich von heteronormativen Vorstellungen lösen muss, um eine gemeinsame Zukunft zu haben. Die dänische Tragikomödie, mit der Reymann eigene Erfahrungen verarbeitet, feierte in Rotterdam Premiere.
Samstag, 22. August
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10:00; 14:00 ›Frau aus Freiheit‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Polen in den frühen 1980ern. Während das Land dem Kommunismus allmählich den Rücken kehrt und sich zu einem demokratischen Staat wandelt, sucht Aniela WesoÅ‚y in einer Kleinstadt ihre Freiheit als Frau. Schon während ihrer Kindheit und Jugend beginnt sie, sich anders zu fühlen. Ihre Umgebung reagiert mit Unverständnis und Verdrängung. Doch weder die Widerstände in ihrer Familie noch staatliche Repressionen können sie davon abhalten, endlich die Person zu werden, die sie schon immer war.
Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen in Polen der letzten 50 Jahre erzählt ›Frau aus Freiheit‹ von der Selbstermächtigung einer Frau. Der neue Filme von MaÅ‚gorzata Szumowska und MichaÅ‚ Englert (›33 Szenen aus dem Leben‹, ›Im Namen des…‹, ›Body‹) ist ein bewegend gespieltes Figurenporträt von epischer Wucht, das sich nicht vor gesellschaftlichen Themen scheut, die auch im Polen von heute noch höchste Brisanz haben. Der Film wurde im Wettbewerb von Venedig gefeiert und glaubt, ganz im Geiste des großen Regisseurs Andrzej Wajda daran, dass Kino die Kraft der Veränderung in sich trägt!
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12:30; 16:30 ›Nevrland‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Der 17-jährige Jakob wohnt mit seinem Vater und Großvater in einer kleinen Wohnung in Wien. Um sich etwas Geld für das anstehende Studium zu verdienen, jobbt er als Aushilfe in dem Schlachthof, in dem auch sein Vater arbeitet. Doch eine zunehmende Angststörung macht ihm das Leben immer schwerer. Eines Nachts lernt er in einem Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen. Aus dem Gespräch entwickelt sich eine virtuelle Freundschaft, und auch in der realen Welt kreuzen sich die Wege der beiden auf unheimliche Weise – ohne dass es zu einer richtigen Begegnung kommt. Nach einem schweren Schicksalsschlag nimmt Jakob allen Mut zusammen und verabredet sich mit dem mysteriösen Fremden. Als die beiden sich in Kristjans Wohnung treffen, hat Jakobs Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele längst begonnen.
Bildgewaltig und atmosphärisch dicht zeigt Regisseur Gregor Schmidinger in seinem ersten Langfilm ›Nevrland‹ den Prozess des sexuellen Erwachens und der Selbstfindung als existentiellen Trip, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verwischen. Neben Newcomer Simon Frühwirth, der in der Rolle des Jakob als Darsteller debütiert, glänzt der österreichische Star-Kabarettist und Schauspieler Josef Hader als Jakobs stoischer Vater. Ein tiefenpsychologisch fundierter Coming-of-Age-Film über den Mut, man selbst zu sein, und die gewaltige Angst, die oft davor liegt.
Sonntag, 23. August
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10:00; 14:00 ›Kokon‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Jahrhundertsommer in Berlin-Kreuzberg. Im multikulturellen Mikrokosmos rund um das Kottbusser Tor bahnt sich die 14-jährige Nora ihren Weg durchs Erwachsenwerden. Während die Hitze auf ihrer Haut klebt, bekommt sie zum ersten Mal die Periode, entdeckt ihre Liebe für andere Mädchen und lernt die wilde Romy kennen. Mit ihr wirkt die Welt plötzlich endlos groß und voller verborgener Schönheit, der Park wird zum Dschungel, das Freibad zum Meer. Nora lernt, zu sich zu stehen und traut sich endlich Wege abseits der Clique ihrer älteren Schwester Jule zu gehen. Doch wie kann Nora ihren Blick für all diese Schönheit bewahren, nachdem ihr zum ersten Mal das Herz gebrochen wurde?
In ihrem zweiten Film ›Kokon‹ erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Leonie Krippendorff in sinnlichen Bildern eine authentische Berliner Coming-of-Age-Geschichte über aufkeimende Gefühle, sexuelles Erwachen und die erste große Liebe. Neben Newcomerin Lena Urzendowsky begeistern Kinostar Jella Haase (›Fack ju Göhte 1-3‹), die bereits in Krippendorffs preisgekröntem Langfilmdebüt ›Looping‹ die Hauptrolle gespielt hat, und Lena Klenke (›How to Sell Drugs Online (Fast)‹). Ein Film über wilde Mädchen, die sich von den Körperbildern der allgegenwärtigen sozialen Netzwerke emanzipieren und erst so herausfinden, wer sie sein wollen.
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12:00; 16:00 ›Messer im Herz‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
Paris, Sommer 1979. Filmemacherin Anne (Vanessa Paradis) verdient ihr Geld als Regisseurin und Produzentin drittklassiger Schwulenpornos. Als sie von ihrer Freundin Loïs (Kate Moran) verlassen wird, beschließt Anne die Geliebte, die zugleich die Cutterin ihrer Filme ist, mit einem ambitionierten Filmprojekt zurückzugewinnen. Doch eine brutale Mordserie überschattet den Dreh: Ein mysteriöser Killer dezimiert, bewaffnet mit einem Dildo mit Schnappklinge, Cast und Crew. Als die polizeilichen Ermittlungen nicht vorankommen, will Anne dem Mörder selbst eine Falle stellen. Doch ihr Plan bringt das verbleibende Team in größte Gefahr …
Nach seinem sinnlich-surrealen Debütfilm ›Begegnungen nach Mitternacht‹ (2013) entwirft der französische Regisseur Yann Gonzalez einen wilden und höchstreferentiellen Genre-Mix aus blutigem Giallo-Schlitzer, düsterem Psycho-Thriller und frivolem Erotik-Melodram, der zugleich liebevolle Hommage an das französische Schwulenporno- und Undergroundkino der 70er Jahre ist. In sein cinephiles Labyrinth der Lüste und Traumata schickt er zur betörenden Musik der Elektronikband M83 neben Superstar Vanessa Paradis einige der aufregendsten jungen Darsteller Frankreichs, darunter Nicolas Maury und Félix Maritaud (›Sauvage‹). Bei seiner Uraufführung im Wettbewerb von Cannes wurde Gonzalez‘ bildgewaltiger Filmrausch als radikales Meisterwerk gefeiert. Es folgten zahlreiche Preise, u.a. der renommierte Prix Jean Vigo, Frankreichs wichtigste Auszeichnung für junge visionäre Filmkunst.
Donnerstag, 27. August
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14:00 ›Eisenstein in Guanajuato‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
1931, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, reist der sowjetische Filmemacher Sergej Eisenstein nach Mexiko, um dort einen neuen Film zu drehen. Nach einer Abfuhr aus Hollywood und vom stalinistischen Russland unter Druck gesetzt, kommt er in Guanajuato an und begibt sich unter die Obhut seines attraktiven Führers Palomino Cañedo. In der farbenfrohen Stadt entdeckt der unbeholfene Meisterregisseur neue Zusammenhänge zwischen Eros und Thanatos, Sexualität und Tod, für die er zwar im Film schon immer meisterhafte Bilder fand, die ihm aber noch nie so nah auf den Leib gerückt waren.
Peter Greenaways neues Meisterwerk verblüffte im Wettbewerb der Berlinale 2015 durch die Komik, Freizügigkeit und Leichtigkeit, mit der er seinen zeitgeschichtlichen Helden auf eine 10-tägige Entdeckungsreise schickt, die dessen Werk für immer verändern sollte. ›Eisenstein in Guanajuato‹ ist ein frivoler und origineller Kommentar auf die Wirkkräfte und Leidenschaften, die die Grundlage eines jeden großen Kinofilms sind.
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16:00 ›Ich bin meine eigene Frau‹
Quelle Text und Bild: Rosa von Praunheim
Rosa von Praunheim porträtiert den bekannten Transvestiten aus der ehemaligen DDR Charlotte von Mahlsdorf in einer gelungenen Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm. Charlottes Mutter ist schwach und anlehnungsbedürftig, die lesbische Tante ist die Einzige, die Charlotte Verständnis entgegenbringt. Als Charlotte, vom Vater gedemütigt und gequält, keinen anderen Ausweg mehr weiß, bringt sie ihn um.
Charlotte übersteht trotz alledem unversehrt die Wirren des Krieges und lebt ihr Leben. Sie errichtet ihr eigenes Museum, das einzige Privatmuseum in der ehemaligen DDR und kämpft weiter um die Verwirklichung ihrer Träume und Vorstellungen – in Faltenrock und Kittelschürze. 1992 erhält sie eine der höchsten Auszeichnungen Deutschlands, das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Rosa von Praunheim erzählt mit diesem Dokumentar-Spielfilm die fast unglaubliche Lebensgeschichte eines warmherzigen, sanftmütigen Menschens, einer couragierten Außenseiterin, einer ewigen Kämpferin. Charlotte von Mahlsdorf, geb. 1928 als Lothar Berfelde, wächst während des Nationalsozialismus unter einem tyrannischen und gewalttätigen Vater auf, der Charlotte zu einem echten Soldaten machen will.
Freitag, 28. August
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14:00 ›Ich bin meine eigene Frau‹
Quelle Text und Bild: Rosa von Praunheim
Rosa von Praunheim porträtiert den bekannten Transvestiten aus der ehemaligen DDR Charlotte von Mahlsdorf in einer gelungenen Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm. Charlottes Mutter ist schwach und anlehnungsbedürftig, die lesbische Tante ist die Einzige, die Charlotte Verständnis entgegenbringt. Als Charlotte, vom Vater gedemütigt und gequält, keinen anderen Ausweg mehr weiß, bringt sie ihn um.
Charlotte übersteht trotz alledem unversehrt die Wirren des Krieges und lebt ihr Leben. Sie errichtet ihr eigenes Museum, das einzige Privatmuseum in der ehemaligen DDR und kämpft weiter um die Verwirklichung ihrer Träume und Vorstellungen – in Faltenrock und Kittelschürze. 1992 erhält sie eine der höchsten Auszeichnungen Deutschlands, das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Rosa von Praunheim erzählt mit diesem Dokumentar-Spielfilm die fast unglaubliche Lebensgeschichte eines warmherzigen, sanftmütigen Menschens, einer couragierten Außenseiterin, einer ewigen Kämpferin. Charlotte von Mahlsdorf, geb. 1928 als Lothar Berfelde, wächst während des Nationalsozialismus unter einem tyrannischen und gewalttätigen Vater auf, der Charlotte zu einem echten Soldaten machen will. -
16:00 ›Eisenstein in Guanajuato‹
Quelle Text und Bild: Salzgeber
1931, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, reist der sowjetische Filmemacher Sergej Eisenstein nach Mexiko, um dort einen neuen Film zu drehen. Nach einer Abfuhr aus Hollywood und vom stalinistischen Russland unter Druck gesetzt, kommt er in Guanajuato an und begibt sich unter die Obhut seines attraktiven Führers Palomino Cañedo. In der farbenfrohen Stadt entdeckt der unbeholfene Meisterregisseur neue Zusammenhänge zwischen Eros und Thanatos, Sexualität und Tod, für die er zwar im Film schon immer meisterhafte Bilder fand, die ihm aber noch nie so nah auf den Leib gerückt waren.
Peter Greenaways neues Meisterwerk verblüffte im Wettbewerb der Berlinale 2015 durch die Komik, Freizügigkeit und Leichtigkeit, mit der er seinen zeitgeschichtlichen Helden auf eine 10-tägige Entdeckungsreise schickt, die dessen Werk für immer verändern sollte. ›Eisenstein in Guanajuato‹ ist ein frivoler und origineller Kommentar auf die Wirkkräfte und Leidenschaften, die die Grundlage eines jeden großen Kinofilms sind.
Samstag, 29. August
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10:00; 14:00 Best-of
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12:00; 14:00 Best-of
Sonntag, 30. August
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10:00; 14:00 Best-of
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12:00; 16:00 Best-of
Donnerstag, 3. September
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14:00 Best-of
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16:00 Best-of
Freitag, 4. September
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14:00 Best-of
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16:00 Best-of
Samstag, 5. September
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10:00; 14:00 Best-of
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12:00; 16:00 Best-of
Sonntag, 6. September
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10:00; 14:00 Best-of
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12:00; 16:00 Best-of
Donnerstag, 10. September
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14:00 Best-of
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16:00 Best-of
Samstag, 12. September
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10:00; 14:00 Best-of
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12:00; 16:00 Best-of
Sonntag, 13. September
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10:00; 14:00 Best-of
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12:00; 14:00 Best-of