›Super 8 ½ ‹, Regie: Bruce LaBruce © Salzgeber
Do It Yourself! Filmarbeit zwischen Pornoproduktion, Fernsehmagazin und Straßenführung
Kinemathek – Halle
Willkommen in der Subkultur! Von »Wurstfilm« und dem Porn Film Festival über »LÄSBISCH-TV« bis hin zu »Göttinnen des Trash und »Dietrich-Drag«: Jürgen Brüning, Mahide Lein und Gaby Tupper sprechen über ihre Kulturarbeit, ihr bewegtes Leben und darüber wie sie eigene Räume und Angebote geschaffen haben, die die queere Kultur Berlins verändert haben. Ein Abend als gesprächiger Erlebnisbericht.
Zu Gast: Mahide Lein (Aktivistin, Kulturvermittlerin, AHOI), Jürgen Brüning (Produzent, Regisseur, Kurator), Gaby Tupper (Hausfrau, Showgirl, Community Queen)
| Tickets | 7 € / ermäßigt 5 € |
| Wann | Fr 14.8.26, 19:00 |
| Wo |
Gäste Do it Yourself!
Unser Gäste
Mahide Lein
Mahide Lein ist feministische Kulturvermittlerin. Sie führt ein 76-jähriges erfülltes Leben mit dem Wunsch den Spagat zwischen Feminismus, Queerer Szene, Weltmusik und weltweiter Kulturvermittlung in Einklang zu bringen. Seit 1972 machte sie zahlreiche Projekte, beispielsweise das erste Lesbenzentrum in Frankfurt am Main, den ersten CSD in Russland, in Berlin: den »Pelze-multimedia Künstlerinnen-Treff«, den Doku-Film ihrer ersten Afrika-Reise Simbabwe, Afrikanische Kultur-Salons, »FREE TIBET«, das Kult-Hur Festival mit Sexarbeiter:innen aus aller Welt und »LÄSBISCH-TV« 1991-1993 mit 27 einstündigen Fernseh-Magazinen. Alle Kulturen, Kunstrichtungen, Lebensstile und Altergruppen treffen sich bei der Konzertagentur AHOI-kultur.de zur Erhaltung der Lebensfreude.
Jürgen Brüning
Jürgen Brüning ist Filmproduzent, Kurator, Festivalmacher und Filmemacher. Er war Teil der Berliner Hausbesetzerszene, im Team des Eiszeit Kinos und begann Ende der 1980er Filme zu produzieren, darunter Bruce LaBruces Langfilmdebüt ›No Skin Off My Ass‹. 1987 gründete er die Jürgen Brüning Filmproduktion, später das Schwulenporno Label Cazzo Films und danach Wurstfilm. 2006 gründete Brüning das Porn Film Festival in Berlin. Brüning ist Gründungmitglied der Bewegung »Cinema of Disobedience« (2025) und arbeitet als Berater für das Auswahlgremium von Berlinale Panorama.
Gaby Tupper
Gaby Tupper, gebürtige Kieler Sprotte, entdeckte mit 17 ihre Liebe fürs queere Kino, hat später diverse queere Filmfestivals besucht und ist seit über zehn Jahren Volunteer beim Teddy Award. Von 2013 bis 2022 brachte sie cineastisches Entertainment mit ihrer eigenen Drag-Film-Talk-Show »TGIF - Trash Goddess in Film« in der AHA Berlin e. V. (mit Specials im Klick Kino, Filmkunst 66 und Sputnik Kino) auf die Bühne (und Leinwand). Zum fünften Todestag von Marlene Dietrich war Gaby Mit-Initiatorin des ersten »Marlene Tags« als queere Gedenkveranstaltung an UNSERE Diva. Seitdem erinnert sie mit unterschiedlichen Events während der »Marlene Dietrich Wochen« an die queere Ikone, seit acht Jahren mit ihrem musikalischen Stadtteilspaziergang »Ein Koffer – ein Leben – eine Diva« an die queere Ikone.
Weitere Informationen
Veranstaltungen zur Ausstellung »Inventing Queer Cinema«
In unserer Veranstaltungsreihe zur Ausstellung sprechen wir über lesbisches Kino, Trans*repräsentation, Queerness im Fernsehen und queeren Aktivismus. Und wir richten das Spotlight auf Pionier*innen der queeren Kultur- und Filmgeschichte wie Elfi Mikesch und Wolfgang Theis. Mit Monika Treut, Wieland Speck, Faraz Shariat, Thea Ehre, Angelina Maccarone, Lamin Leroy Gibba, Kerstin Polte, Tucké Royale, Jürgen Brüning u. v. a.