Man sieht auf dem schwarz weiß Foto die Augenpartie einer Frau. Sie ist geschminkt und hat die Augen weit aufgerissen.

© Argentina Sono Film

Más allá del olvido

Film Restored
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Film
So 25.10.26, 11:00

Si̇nema Transtopia

Der wohlhabende Fernando de Arellano verliert seine Frau Blanca durch eine tödliche Krankheit. Nach langer Depression begegnet er Mónica, die Blanca aufs Haar gleicht. Sie heiraten, doch Mónicas ehemaliger Liebhaber und Zuhälter Luis sinnt auf Rache. Alfred Hitchcocks Filme ›Rebecca‹ und insbesondere ›Vertigo‹ weisen starke Ähnlichkeiten mit ›Más allá del olvido‹ auf – ›Vertigo‹ entstand zwei Jahre nach Hugo de Carrils Werk. Einerseits setzt sich der Film auf der erzählerischen Ebene mit den Gefahren extremer Trauer auseinander. Auf einer abstrakten Ebene verdeutlicht er die Tücken asymmetrischer Filmgeschichtsschreibungen und auf den Westen fixierter Kanonisierungsprozesse, die mögliche länderübergreifende Zusammenhänge und Einflüsse verschleiern. Der Film war lange Zeit nur als VHS-Kopie zugänglich, was die besondere Dringlichkeit seiner Restaurierung noch unterstreicht.

AR 1956, Regie: Hugo del Carril, 94 min, OmeU
Einführung: Fernando Madedo (Sociedad por el Patrimonio Audiovisual)
Tickets 10 €
Wann So 25.10.26, 11:00
Wo
Ab Oktober online und an der Kinokasse erhältlich

Details zur Veranstaltung

Details zur Veranstaltung und Gäste

Filmdaten

R: Hugo de Carril
B: Eduardo Borrás
K: Alberto Etchebehere
S: Jorge Gárate, Higinio Vecchione
M: Tito Ribero
D: Laura Hidalgo, Hugo del Carril, Gloria Ferrandiz, Ricardo Galache, Pedro Laxalt, Francsico López Silva
P: Argentina Sono Film
Prod: Hugo del Carril
UA: Juni 1956 

Originalformat: 35 mm, s/w
Vorführkopie: 4K DCP, 94 min, Argentina Sono Film

Infos zur Restaurierung

Im Jahr 2025 wurde der Film von Cubic Restoration in Zusammenarbeit mit der Sociedad por el Patrimonio Audiovisual (Gesellschaft für das audiovisuelle Erbe) und mit Unterstützung des Kulturförderprogramms des argentinischen Kulturministeriums in 4K restauriert. Koordiniert wurde die Restaurierung von Fernando Madedo, sie erfolgte unter Aufsicht von Luis Alberto Scalella. Grundlage waren die originalen 35-mm-Negative sowie ein 35-mm-Internegativ der ersten Generation, das im Archiv von Argentina Sono Film, dem Rechteinhaber des Films, bewahrt worden ist.

Fernando Madedo

ist geschäftsführender Direktor der Federación Iberoamericana de Productores Cinematográficos y Audiovisuales (FIPCA) sowie Präsident der Sociedad por el Patrimonio Audiovisual in Buenos Aires und verantwortlich für deren Marke Latam Classics. Zuvor leitete er die Cinemateca y Archivo de la Imagen Nacional (CINAIN). Als Koordinator der ersten lateinamerikanischen Ausgabe der Sommerschule für Filmerhaltung und -restaurierung (in Zusammenarbeit mit der Cineteca di Bologna, L’Immagine Ritrovata und der Fédération Internationale des Archives du Film, FIAF) führte er zudem den Diplomstudiengang Audiovisuelle Erhaltung und Restaurierung (DiPRA) in Argentinien ein. Seine Arbeiten wurden unter anderem auf Festivals und an Veranstaltungsorten wie Cannes, Berlin, Mar del Plata, BAFICI in Buenos Aires, Lumière in Lyon und im Museum of Modern Art in New York gezeigt.

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Über Film Restored

2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino. Es blickt auf Wagnisse bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, auf Gefahren im Archiv und bei Restaurierungen sowie auf Filme über Menschen, für die alles auf dem Spiel steht – Risikoebenen, die oft zusammen auftreten und sich gegenseitig bedingen.

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