Collaborative Approaches to AI – Exploring the Scope for Archival Agency
Kinemathek – Halle
Mit: Sophie Tsotridis (Cinematek) und Michal Bregant (Národní filmový archiv)
Die KI-Technologie entwickelt sich immer schneller und äußerst dynamisch. Aus der Perspektive von Filmarchiven kann es zugleich als zu früh wie auch zu spät erscheinen, sich mit den neuesten Entwicklungen systematisch auseinanderzusetzen – sowohl mit ihren Risiken als auch mit ihren Chancen. Dies kann häufig den Eindruck von Isolation oder Passivität erwecken. Wie können Filmarchive nicht nur mit der Entwicklung Schritt halten, sondern sie aktiv mitgestalten – und so Einfluss darauf nehmen, wie Filmerbe zukünftig bewahrt, zugänglich gemacht und verstanden wird?
Diese Veranstaltung stellt den Beginn einer Lerninitiative für Fachkolleg*innen dar, die Archivar*innen zusammenbringt, um gemeinsam KI-Entwicklungen in der Branche auszuloten und auf sie zu reagieren. Dabei handelt es sich nicht um eine Podiumsdiskussion, sondern um eine Arbeitssitzung – eine erste praxisorientierte Untersuchung der Fragen und Herausforderungen, denen sich Archive gegenübersehen. Es soll ein Raum entstehen, in dem das Kommende gestaltet werden kann.
In englischer Sprache
Dieser Workshop schließt direkt an den Vortrag »The End of Authenticity, or A Sea Change in Film Restoration? Considering the Risks and Opportunities of AI Tools in Film Heritage« an.
| Tickets | Kostenfrei nach Anmeldung |
| Wann | Mi 21.10.26, 15:30 |
| Wo |
Details zur Veranstaltung
Details zur Veranstaltung
Michal Bregant
ist seit 1987 am Národní filmový archiv in Prag aktiv und wurde, nachdem er dort in verschiedenen Positionen tätig war, 2012 zu dessen Generaldirektor ernannt. Von 2002 bis 2008 war er zuerst Dekan und anschließend Fachbereichsleiter an der Prager Filmhochschule FAMU International. Sein berufliches Interesse gilt vor allem der Geschichte des Kinos in verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen sowie dem tschechischen und europäischen Modernismus und der Avantgarde. Seit 2014 ist er Vorstandsmitglied des europäischen Kinemathekenverbunds Association des Cinémathèques Européennes (ACE) und seit 2022 dessen Präsident. Von 2017 bis 2021 war er außerdem Vorstandsmitglied der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF).
Sophie Tsotridis
ist Koordinatorin für digitale Produkte und Strategie am königlichen Filmarchiv Belgiens, Cinematek. Dort ist sie für die digitale Strategie zur Unterstützung der Arbeit in den Bereichen Kulturerbe, Kultur und Vertrieb sowie deren daten- und produktbezogene Umsetzung verantwortlich. Vor ihrer Tätigkeit auf dem Gebiet des Kulturerbes arbeitete sie acht Jahre in der Tech-Branche, unter anderem in den Gebieten Medien- und Finanztechnologie. Sie spezialisierte sich auf Produktentwicklung, Daten und angewandte KI sowie auf die praktische Umsetzung europäischer Rahmenbestimmungen wie die KI-Verordnung. Gemeinsam mit einem Team koordiniert sie an der Cinematek das Programm Cinema Heritage AI Intelligence Network (CHAIN). In dieser europäischen KI-Ausbildungsoffensive haben audiovisuelle Archive aus sechs verschiedenen Ländern zusammengefunden, um in gezielten Veranstaltungen bei großen Filmerbe-Festivals praktische Anwendungsbeispiele, ethische Fragen und institutionelle Veränderungen zu erörtern.
Weitere Informationen zum Festival
Über Film Restored
2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino. Es blickt auf Wagnisse bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, auf Gefahren im Archiv und bei Restaurierungen sowie auf Filme über Menschen, für die alles auf dem Spiel steht – Risikoebenen, die oft zusammen auftreten und sich gegenseitig bedingen.
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