© EITB (Euskal Irrati Telebista)
Ander eta Yul
Kinemathek – Halle
Nachdem er wegen Drogenschmuggels mehrere Jahre im Gefängnis saß, kehrt Ander in das Haus seiner Eltern zurück. Dort muss er feststellen, dass seine Familie nicht mehr existiert. Für ihn hat sich alles verändert, selbst die Landschaft, die er von früher kennt. Ander trifft Yul wieder, einen ehemaligen Kommilitonen aus dem Priesterseminar. Sowohl die Handlung als auch die Filmgeschichte von ›Anders eta Yul‹ sind von Risiken durchzogen: Die beiden Protagonisten setzen ihr Leben aufs Spiel, indem sie mit Drogen handeln oder sich der baskischen Terrororganisation ETA anschließen. Der Umgang mit diesen Gefahren lässt nicht viel Spielraum für Nuancen oder Zweifel. Und die Filmemacherin traute sich, während der gewalttätigsten Phase der ETA ein brisantes Thema anzugehen, was zur Verweigerung von Drehgenehmigungen und Boykotten führte. Nicht zuletzt wagte sich Ana Díez mit ihrem Spielfilmdebüt in eine von Männern dominierte Branche vor, in der es keine weiblichen Bezugspunkte gab.
ES 1988, Regie: Ana Díez, 94 min, OmeU
Gespräch mit: Ana Díez (Regisseurin) und Silvia Casagrande (Euskadiko Filmategia Fundazioa)
| Tickets | 10 € / ermäßigt 7 € |
| Wann | Do 22.10.26, 18:00 |
| Wo |
Details zur Veranstaltung
Details zur Veranstaltung und Gäste
Filmdaten
R: Ana Díez
B: Ángel Fernández Santos, Ana Díez, Ángel Amigo
K: Gonzalo F. Berridi
S: Iván Aledo
M: Amaia Zubiría, Pascal Gaigne
D: Miguel Munárriz, Isidoro Fernández, Carmen Pardo, Joseba Apaolaza, Ramón Barea, Ramón Agirre, Aizpea Goenaga, Eneko Olasagasti
P: Igeldo Zine Produkzioak, S. A.
Prod: Ángel Amigo
UA: September 1988
Originalformat: 35 mm, Farbe
Vorführkopie: 4K DCP, 94 min, Euskadiko Filmategia Fundazioa
Infos zur Restaurierung
Internationale Premiere der restaurierten Fassung. Die 4K-Restaurierung wurde 2026 im Labor von L’Immagine Ritrovata auf Grundlage des Originalnegativs vorgenommen und von der Regisseurin Ana Díez sowie dem Kameramann Gonzalo F. Berridi betreut. Finanziert wurde sie von der baskischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt Euskal Irrati Telebista (EITB) und dem baskischen Filmarchiv Euskadiko Filmategia Fundazioa (Baskisches Filmarchiv) unter Schirmherrschaft der baskischen Regierung.
Silvia Casagrande
schloss 2010 ihr Studium der Filmwissenschaft an der Università degli Studi di Udine ab und absolvierte anschließend ein Praktikum am Österreichischen Filmmuseum in Wien. 2011 zog sie nach Spanien, wo sie an verschiedenen Einrichtungen tätig wurde, so beispielsweise beim Aufbau des Archivs der Filmoteca de Navarra in Pamplona und als Dozentin an der Elías Querejeta Zine Eskola (EQZE) in Donostia/San Sebastián. Seit 2017 ist sie beim Baskischen Filmarchiv in Donostia/San Sebastián aktiv, wo sie derzeit die audiovisuelle Sammlung betreut und als Projektleiterin arbeitet.
Ana Díez
wurde 1957 in Tudela, Spanien, geboren. Nach Abschluss ihres Medizinstudiums zog sie nach Mexiko und wandte sich dem Filmemachen zu. Danach arbeitete sie wieder in Spanien, bis 1988 als Regieassistentin, und drehte anschließend ihren ersten Spielfilm, ›Ander eta Yul‹ (1988), mit dem sie den spanischen Filmpreis Goya für die beste Nachwuchsregie gewann. Später wechselte sie in die Fernsehregie und unterrichtete an Filmhochschulen. 1997 kehrte sie mit ›Todo está oscuro‹ (1997) zum Spielfilm zurück. 2002 feierte ihr Dokumentarfilm ›Galíndez‹ in San Sebastián Premiere, mit ›Paisito‹ (2008) und ›A quien cierra los ojos‹ (2022) drehte sie wiederum Spielfilme. Díez ist zudem Mitbegründerin der spanischen Asociación de Mujeres Cineastas y de Medios Audiovisuales (CIMA), der Vereinigung von Frauen in audiovisuellen Medien.
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Über Film Restored
2026 widmet sich das Filmerbe-Festival der Deutschen Kinemathek den Risiken im Kino. Es blickt auf Wagnisse bei der Produktion und Verbreitung von Filmen, auf Gefahren im Archiv und bei Restaurierungen sowie auf Filme über Menschen, für die alles auf dem Spiel steht – Risikoebenen, die oft zusammen auftreten und sich gegenseitig bedingen.
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Sonntag 25.10.
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