Quelle: Deutsche Kinemathek
Der Himmel über Berlin
Zeughauskino
BRD/F 1987, Regie: Wim Wenders
Mit offener Audiodeskription
Einführung: Jörg Becker, Historiker, Filmpublizist und Vermittlungsreferent
Als Wim Wenders 1987 ›Himmel über Berlin‹ drehte, teilte noch die Mauer die Stadt. Nur seine Film-Engel konnten sie ungehindert passieren – die materielle Welt existiert für sie nicht. Erst als sich Engel Damiel in eine Frau verliebt, gewinnen Gebäude, Straßen und Menschen für ihn Kontur, Farbe und Geruch – um den Preis der Sterblichkeit.
Der Himmel über Berlin ist ein Phänomen: teils fast dokumentarisch, teils märchenhaft schwelgend, spiegelt der Film eine für immer verschwundene Berliner Befindlichkeit. Das traumwandlerische Spiel von Bruno Ganz und Otto Sander, Musik u. a. von Nick Cave, Texte von Peter Handke – scheinbar heterogene Momente, die sich zu einem harmonischen Ganzen fügen. Dass die Kamera in einer Szene zwanglos durch die Mauer fährt, hat eine irdische Erklärung: DEFA-Kameramann Thomas Plenert filmte heimlich im Osten, Hanns Zischler schmuggelte das Material in den Westen.
Eine Veranstaltung im Rahmen von »Ohren auf! Inklusives Kino … mit Hörfilm« – in Zusammenarbeit mit dem Zeughauskino und dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV)
| Tickets | 7 € / ermäßigt 5 € |
| Wann | So 26.4.26, 14:00 |
| Wo |
Ohren auf! Inklusives Kino … mit Hörfilm
Unter dem Titel »Ohren auf!« präsentieren die Kinemathek und das Zeughauskino Filme in barrierefreien Fassungen. Dabei kann das gesamte Kinopublikum die für blinde und sehbehinderte Menschen produzierten Audiodeskriptionen, die die Bilder der Filme akustisch beschreiben, im Saal hören und mit den Ohren erleben. Im Mittelpunkt der Reihe stehen aktuell Berlin-Filme, die von der Stadt und ihren Bewohner*innen erzählen und Berlin in Vergangenheit und Gegenwart zeigen.
Gerne unterstützt das Zeughauskino Besucher*innen mit Sehbeeinträchtigungen beim Kinobesuch. Sie reservieren Sitzplätze, informieren vorab über die örtlichen Bedingungen im Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums und helfen vor Ort. Schreiben Sie einfach eine kurze Nachricht vorab an zeughauskino [at] dhm.de (zeughauskino[at]dhm[dot]de).