Veranstaltungen 2013

DAS HÄSSLICHE MÄDCHEN (D 1933, Regie: Hermann Kosterlitz), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
DAS HÄSSLICHE MÄDCHEN (D 1933, Regie: Hermann Kosterlitz)

29. Dezember 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Die unscheinbare Lotte erhält eine Anstellung bei einer Versicherung, weil deren Personalchef die Meinung vertritt, dass ein attraktiveres Mädchen die männliche Belegschaft nur von der Arbeit abhielte. Die Kollegen in der Buchhaltung sind da ganz anderer Ansicht — und um Lotte recht bald wieder loszuwerden, heuchelt ihr der Bonvivant Fritz zärtliche Gefühle vor. Als Direktor Mönckeberg die zwei bei einem Kuss ertappt, entlässt er Lotte fristlos. Reuevoll sucht Fritz den Vorgesetzten zu Hause auf, und tatsächlich kann er Lottes Entlassung rückgängig machen. Allerdings nur um den Preis, dass nun die Freundin des Direktors ihm schöne Augen macht, was für Turbulenzen und Missverständnisse sorgt, die es Fritz nicht leichter machen, Lotte von der Aufrichtigkeit seiner Gefühle zu überzeugen.

Eine Angestelltenkomödie im Gefolge der Weimarer Krisenjahre, doch die filmische Aufmunterung der depravierten Mittelschicht kommt zu spät. Bei der Premiere gibt es antisemitische Ausschreitungen, die sich vor allem gegen den Hauptdarsteller Max Hansen richten: „Wir wollen deutsche Schauspieler. Wir wollen keine jüdischen Schauspieler.“ Im Vorspann des Films wurde später Hasso Preis als Regisseur genannt.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

29. Dezember 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


ANNA UND ELISABETH (D 1933, Regie: Frank Wysbar), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
ANNA UND ELISABETH (D 1933, Regie: Frank Wysbar)

26. Dezember 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Mit Hertha Thiele und Dorothea Wieck, dem „Paar“ aus MÄDCHEN IN UNIFORM (1931) besetzt, erzählt Anna und Elisabeth ein psychologisches Drama um Glaube und Wunder aus pointiert weiblicher Sicht: Seit vielen Jahren gelähmt und darüber verbittert, lebt die Gutsherrin Elisabeth allein mit ihrer Schwester zurückgezogen im Herrenhaus. Als sie von Anna erfährt, einem Bauernmädchen, das einen totgeglaubten Bruder durch ihr Gebet wieder zum Leben erweckt haben soll, lässt sie die vermeintliche „Heilige“ zu sich bringen. Um solch einer Verehrung durch die wundergläubigen Bauern der Umgegend zu entkommen, zieht die fromme Anna dort ein. Hier jedoch steigert sich Elisabeths Wunsch nach Heilung erst recht zu Hysterie. Und tatsächlich: Infolge eines schockhaften Zusammenbruchs kann die Gelähmte wieder gehen! Fortan preist sie die wundertätigen Heilkräfte des scheuen Mädchens geradezu fanatisch an – bis Anna am Sterbebett eines lungenkranken Bekannten Elisabeths überraschend „versagt“ und der skeptische Patient verstirbt. Elisabeth aber ist von ihrem Glauben dadurch nicht abzubringen. Um Anna zu einem erneuten Wunder zu zwingen, plant sie ihren Freitod …

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


VIKTOR UND VIKTORIA (D 1933, Regie: Reinhold Schünzel), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
VIKTOR UND VIKTORIA (D 1933, Regie: Reinhold Schünzel)

25. Dezember 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Viktor und Viktoria sind als Schauspieler und Sängerin „unvermittelbar“. Viktor immerhin bekommt Engagements als Damenimitator. Als er krank wird, springt Viktoria für ihn ein: Sie zieht sich Hosen an und spielt nun als Frau einen Mann, der eine Frau spielt. Bei einem Gastspiel in London reißen sich Männer wie Frauen um sie.

Indem die Protagonisten geschlechtliche Maßgaben zur Disposition stellen und nicht etwa wie ihre arbeitslosen Leidenskollegen nach staatlichen Maßnahmen verlangen – „Es muss ein Gesetz kommen!“ –, verwandelt sich die Krisenkomödie in eine Gender-Komödie, die mit der klaren Geschlechterzuordnung auch die sozialen Hierarchien aushebelt. Ein halbes Jahr nach der NS-Machtübernahme gedreht, vereint der Film noch einmal alle Qualitäten des Weimarer Kinos: VIKTOR UND VIKTORIA ist spritzig, frech, beschwingt und aufreizend antiautoritär. Mit seiner Tonfilmoperette um sexuelle Egalität und Ambivalenz schuf Reinhold Schünzel – einst Schauspieler in Weimarer „Sittenfilmen“ wie dem Homosexuellen-Drama ANDERS ALS DIE ANDERN (1919) – einen Klassiker des „Queer Cinema“, der selbst Blake Edwards’ britisch-amerikanisches Remake VICTOR VICTORIA (1982) an subversivem Esprit übertrifft.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin
 


FLÜCHTLINGE (D 1933, Regie: Gustav Ucicky), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
FLÜCHTLINGE (D 1933, Regie: Gustav Ucicky)

22. Dezember 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

In der Mandschurei gerät 1928 eine Gruppe von Wolgadeutschen zwischen die Fronten des chinesischen Bürgerkriegs. Auf der Flucht vor russischen Häschern verweigert ihnen eine internationale Kommission jeden Schutz. Hilfe finden sie bei einem deutschen Offizier (Hans Albers), der für das demokratische Deutschland nur Verachtung hat, sich nun aber zum national erweckten Führer aufschwingt und die Flüchtlinge im tatkräftig requirierten Güterzug nach Hause bringt: „Für etwas sterben — den Tod wünsch ich mir!“

Ein nationalsozialistischer „Action-Film“, der in seinem Einsatz technischer wie dramatischer Mittel Maßstäbe setzte, die spätere Propaganda-Produktionen kaum erfüllten. Den Film durchziehen Parallelmontagen, die die drei Handlungsstränge kontrastreich dynamisieren: auf der einen Seite bedrückte „Volksgenossen“, auf der anderen bolschewistische Untermenschen — und dazwischen laue, der „Systemzeit“ zuzurechnende Diplomaten. Im rasant geschnittenen Finale entlädt sich eruptiv die Spannung: Ins Reich der Freiheit bringt die Lok die Bedrängten, erlöst durch einen entschlossenen Griff nach den Hebeln — von dem einen, der sich im Führerstand installiert, wie ein zweiter in der Reichskanzlei.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

22. Dezember 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


GESCHWISTER - KARDESLER (D 1997, Regie: Thomas Arslan), Quelle: Deutsche Kinemathek

Filmreihe

Filmspotting Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek

GESCHWISTER – KARDESLER von Thomas Arslan

16. Dezember, 19 Uhr
Kino Arsenal

 

Thomas Arslans 1997 entstandener Film erzählt von einem jungen Deutsch-Türken, der sich als Drogenhändler verdingt und im Kreuzberger Kleinkrimininellen-Milieu unterwegs ist. Seine beiden Geschwister sehen ihren Platz in der Mitte der deutschen Gesellschaft. Ohne forcierte Dramatik fängt der Film den Alltag der drei unterschiedlichen Geschwister und ihr Selbstverständnis als „Jugendliche mit Migrationshintergrund“ ein und offenbart dabei untergründig existenzielle Erfahrungen sozialer und emotionaler Desintegration. Arslans Filme sind Teil des Sammlungsschwerpunkts, mit dem die Deutsche Kinemathek sich dem Erhalt, der Pflege und der Vermittlung des zeitgenössischen deutschen, speziell des Berliner Films widmet. Die zum Teil mit dem umstrittenen Label „Berliner Schule“ versehenen Filme von Thomas Arslan sind im Filmverleih der Deutschen Kinemathek erhältlich.

 


EINMAL EINE GROSSE DAME SEIN (D 1933/34, Regie: Gerhard Lamprecht), Quelle: Deutsche Kinemathek

Filmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
EINMAL EINE GROSSE DAME SEIN (D 1934, Regie: Gerhard Lamprecht)

15. Dezember 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Menschen am Sonntag: Während ihre Freundinnen auf dem Wochenendausflug von Männern und Kleidern träumen, hat Kitty Holm, Verkäuferin in einem Autosalon, einen allumfassenden Wunsch: Eine große Dame will sie sein! Und als es ihr am Montag gelingt, ein Luxusmodell für 40.000 Mark an den Mann zu bringen, scheint er sich zu erfüllen. Denn der Baumwollkönig Mr. Thurner und seine Tochter Ria bitten Kitty, das Auto nach Schloss Wolfenstein selbst zu überführen. Schon unterwegs gibt sie sich selbstbewusst als Dame von Welt. Doch als sie sich dem Sohn des Schlossherrn als Gräfin vorstellt, überspannt sie damit den Bogen.

Gerhard Lamprechts muntere Tonfilmoperette feiert einmal noch die eskapistischen Aufstiegsträume kleiner Ladenmädchen, wie man sie aus Erich Pommers Ufa-Komödien kennt. Karikaturen alten Adels und diensteifrigen Personals zitieren frühe Lubitsch-Grotesken, exaltierte Auf- und Untersichten sowie groteske Bildvergrößerungen den filmischen Expressionismus. Ein Landarbeiterchor imitiert die Comedian Harmonists, während ein „Tempo! Tempo! Tempo!“-Song ganz nach Kurt Weill klingt. Den Reichtum an Fantasie aber krönt Käthe von Nagy als glückliches „Material Girl“: „Es ist alles wie im Märchen!“

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

15. Dezember 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


DER TUNNEL (F/D 1933, Regie: Kurt Bernhardt), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
DER TUNNEL (F/D 1933, Regie: Kurt Bernhardt)

8. Dezember 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

In New York gelingt es dem Ingenieur Mac Allan, Geldgeber für ein ehrgeiziges Unternehmen zu finden – den Bau eines Eisenbahntunnels, der Amerika und Europa verbindet. Drei Jahre später steht die Unternehmung vor ernsten Problemen. Nach einem Wassereinbruch kommt es zu Unruhen unter der Arbeiterschaft, die von dem Finanzier Woolf noch geschürt werden. Mit ihnen will der betrügerische Präsident des Tunnel-Syndikats das Projekt zum Scheitern bringen, eigene Unterschlagungen verschleiern und gleichzeitig spekulative Aktiengewinne erzielen. Doch Mac Allan kann die Belegschaft mit einer flammenden Rede zur Weiterarbeit bewegen. Woolf lässt daraufhin von Saboteuren Sprengladungen im Tunnel anbringen, die auf der Baustelle verheerende Schäden anrichten.

Metropolis unterm Meeresgrund: Nur dass hier in der Figur des „Arbeiterheerführers“ Mac Allan der „Arbeiter der Stirn“ und jener „der Faust“ zusammenfließen, um Arbeit als ein utopisches, volksgemeinschaftliches „Werk“ zu propagieren, das notwendigerweise Opfer verlangt: „Jede Arbeit ist ein Kampf. Und in jedem Kampf gibt es Tote, in den Bergwerken, auf dem Meer, in den Maschinenhallen der Städte.“

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

8. Dezember 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Kuratorenführung
Neues in unserer Ständigen Ausstellung

6. Dezember 2013, 15 Uhr

 


Einführung in die Bestände der Bibliothek und deren Nutzung

5. Dezember 2013, 17 Uhr

Bibliothek, 5. OG

 


Filmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
DER SIEG DES GLAUBENS
Der Film vom Reichsparteitag 1933
Ein historisches Dokument (D 1933, Regie: Leni Riefenstahl)

1. Dezember 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

„Adolf Hitler, wir grüßen dich.“ – Bereits im Mai 1933 war Leni Riefenstahl als Regisseurin eines „Hitlerfilms“ ausersehen; vom 1. bis 3. September entstanden unter ihrer „künstlerischen Leitung“ beim Nürnberger Parteitag der NSDAP, ihrem ersten als „Staatspartei“, rund 16.000 Meter Filmaufnahmen. Knapp 2.000 fanden in Der Sieg des Glaubens Verwendung. „Die 'künstlerische Gestaltung' zielte dabei auf das 'Erlebnis', das der Film für 'jeden Deutschen' werden sollte. Es ging um eine Intensität der Zuschauer-Erfahrung, wie sie üblicherweise mit dem Spielfilm verbunden wurde“ (Rainer Rother). Diesem Zweck dienten eine narrative Dynamik, die eng an Beförderungsmittel geknüpft ist (Fuhrwerk, Lokomotive, Automobil, Flugzeug, Zeppelin), sowie eine „sinfonische“ Montage, wobei mit der Modernisierung gleichzeitig eine Militarisierung einhergeht: Die Bilder führen von dem „heimeligen“ Nürnberg mit seinen mittelalterlichen Fachwerk- und Sakralbauten im weißen Morgendunst zur martialischen „Heerschau“ der Waffen-SS in ihrer schwarzen Montur. Dabei steht der „Führer“ stets im Mittelpunkt aller Reden, Aufmärsche und Huldigungen, die sich bei der als „Staatsakt“ inszenierten Filmpremiere bruchlos fortsetzten.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

1. Dezember 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


DU SOLLST NICHT BEGEHREN (D 1933, Regie: Richard Schneider-Edenkoben), Quelle: Deutsche Kinemathek

Filmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
DU SOLLST NICHT BEGEHREN (D 1933, Regie: Richard Schneider-Edenkoben)

24. November 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Zwei Brüder werden zu Rivalen um dieselbe Frau: An einem schwülen Sommertag hält der junge Heidebauer Görk um die Hand der ambulanten Krämerin Nelly an. Sowohl sie wie ihr Vater zeigen sich mit dem Heiratsversprechen einverstanden. Schon kurz darauf aber wendet sich Nelly Görks jüngerem Bruder Lutz zu, einem frisch vom Militär heimgekehrten Luftikus, der das attraktive blonde Mädchen ganz unverblümt umwirbt. Die Eifersucht ihres schwerblütigen Verlobten, der nun auch bei seinem strengen Vater in Ungnade fällt, ignoriert die lebenshungrige Nelly. Stattdessen sucht sie bei Ausbruch eines Gewitters Schutz bei Lutz im Schafstall. Als Görk das Techtelmechtel der beiden bemerkt, greift er zu einem Stein und wird zum Mörder an seinem Bruder.

In einer Mischung aus visueller Naturlyrik und grotesken Bildeinfällen, die avantgardistische Traditionen aufgreift, zeichnet das Eifersuchtsdrama eindringlich eine archaische Welt voller Aberglaube und Abhängigkeiten. In prägnanten Nebenrollen porträtiert er ein rauflustiges, dem Alkohol nicht abgeneigtes Landvolk, das mit einem dynamischen „Reichsnährstand“ nicht das Geringste gemein hat.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

24. November 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Claude Lanzmann und Benjamin Murmelstein in LE DERNIER DES INJUSTES / DER LETZTE DER UNGERECHTEN, Regie: Claude Lanzmann, F/A 2013, © 2013 Synecdoche – Le Pacte – Dor Film – France 3 Cinéma – Les Films Aleph

Deutschlandpremiere

DER LETZTE DER UNGERECHTEN
(Le dernier des injustes, OmE)
(F/A 2013, Regie: Claude Lanzmann)

24. November 2013, 14 Uhr 
Kino Arsenal
 

 

Er sei der Letzte der Ungerechten, sagte der Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein während des Interviews, das Claude Lanzmann 1975 in Rom mit ihm führte. Der Regisseur befragte den letzten Judenältesten des Gettos Theresienstadt während seiner Recherchen zu dem Dokumentarfilm SHOAH, nahm später jedoch nichts davon in seinen Film auf. Das Interview mit Murmelstein, der nach dem Krieg für seine Handlungen stark kritisiert worden war, übergab Lanzmann Steven Spielbergs Shoah Foundation, um es der Forschung zugänglich zu machen. Jahrzehnte später befasste er sich jedoch erneut mit dem Material. Für ihn blieb Murmelstein eine ebenso ambivalente wie faszinierende Persönlichkeit, der er mit seinem Film gerecht werden wollte.

Claude Lanzmann wurde 2013 mit dem Goldenen Bären der Berlinale für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In einer Sondervorführung in Anwesenheit des Regisseurs wurde der Film DER LETZTE DER UNGERECHTEN erstmals in Deutschland gezeigt.

Eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek und der Internationalen Filmfestspiele Berlin in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.

 


HITLERJUNGE QUEX (D 1933, Regie: Hans Steinhoff), Quelle: Deutsche Kinemathek

Filmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
HITLERJUNGE QUEX (D 1933, Regie: Hans Steinhoff)

 

17. November 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Agitation in der Tradition des „Arbeiterfilms“, allerdings mit umgekehrtem ideologischem Vorzeichen: Der Berliner Arbeitersohn Heini Völker soll auf Drängen seines arbeitslosen Vaters Mitglied der kommunistischen Jugend werden. Doch der 15-Jährige fühlt sich während eines Sommerlagers stärker zur uniformierten und disziplinierten Hitler-Jugend hingezogen. Als er von einem Waffenlager der Kommunisten erfährt, informiert er die Polizei, wird daraufhin aber von beiden Gruppierungen als Verräter betrachtet. Nur knapp überlebt er eine Gasvergiftung, als seine vom gewalttätigen Vater gequälte Mutter in den Freitod geht. Im Krankenhaus wird Heini von HJ-Mitgliedern in deren Kreis aufgenommen. Endlich als „Hitlerjunge“ eingekleidet, fällt er beim Flugblattverteilen in seinem alten Arbeiter-Kiez einem kommunistischen Anschlag zum Opfer. Zuvor hatte der proletarische Vater im Gespräch mit dem HJ-Bannführer seine ideologischen und menschlichen Verfehlungen eingesehen: „Die Sünde der Väter und die Rache der Söhne – dieses zentrale Motiv des Expressionismus wird aus der Kultur Weimars in die NS-Ideologie transportiert.“ (Jan-Christopher Horak)

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

17. November 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


WALZERKRIEG (D 1933, Regie: Ludwig Berger), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
WALZERKRIEG (D 1933, Regie: Ludwig Berger)

10. November 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Der junge Johann Strauß ist Erster Geiger im Orchester des Wiener Walzerkomponisten Joseph Lanner. Zum Zerwürfnis zwischen beiden kommt es, als der talentierte Newcomer erste Eigenkompositionen vorträgt. Der „Walzerkrieg“ eskaliert, nachdem Strauß sein eigenes Orchester gründet und die Konkurrenten in zwei benachbarten Weingärten aufspielen – was Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten nach sich zieht. Als Johann Strauß in London am Hof der Queen Victoria mit seinen temperamentvollen Melodien das Liebesleben in Schwung bringen soll, reist ihm Lanners Tochter Kati mit einer Damenkapelle nach. Kurz vor dessen großem Auftritt kann die Rachsüchtige den Komponisten in einem Zimmer einschließen. Um das Engagement zu retten, springt der in Kati verliebte Paukist Gustl für den verhinderten Dirigenten ein.

Der Theaterregisseur Ludwig Berger, im Kino Spezialist für Märchen und musikalische Stoffe, begann seine Filmkarriere 1920 bei der Decla, später Decla-Bioscop. Eng verknüpft ist seine Laufbahn mit dem Produzenten Erich Pommer. Mit dem WALZERKRIEG klingt diese „Pommer-Linie“ bei der Ufa zwangsweise aus.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

10. November 2013, 14 Uhr

kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Einführung in die Bestände der Bibliothek und deren Nutzung

7. November 2013,17 Uhr

Bibliothek, 5. OG

 


DIE VON DER STRASSE KOMMEN (BRD 1980, Regie: Micky Kwella), Quelle: DEFA-Stiftung

Filmreihe

Filmspotting. Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
No future? – Realität und Lebensgefühl von Jugendlichen im Deutschland der 1980er-Jahre

Montag, 4. November, 19 und 21 Uhr
Kino Arsenal

 

Filmspotting widmete sich der Kooperation zwischen der DEFA-Stiftung und der Deutschen Kinemathek und war zugleich Auftakt einer gemeinsamen Filmreihe über die filmischen Darstellungen junger Menschen in West- und Ostdeutschland in den 1980er-Jahren. Die nach dem Mauerbau Geborenen lebten in zwei unterschiedlichen deutschen Wirklichkeiten, und doch gab es Überschneidungen in Lebensgefühl und Zeitgeist dieser Generation: die Unklarheit über die eigene Zukunft und die teils gewaltvolle Rebellion gegen die angepassten Lebensgewohnheiten im jeweiligen System. So schildert der Regisseur Helmut Dziuba in JANA UND JAN (D 1992) die rigorosen Erziehungsmaßnahmen in den Werkhöfen der DDR. Der halbdokumentarische Film DIE VON DER STRASSE (BRD 1980, Regie: Micky Kwella) wählt eine andere Perspektive: Seine Protagonisten sind Jugendliche aus einem Freizeitclub, die an die Grenzen gesellschaftlicher und rechtlicher Toleranz stoßen – ein authentischer Einblick in die Lebenswelt Jugendlicher in Westberlin.

Filmprogramm

19 Uhr JANA UND JAN (D 1992, Regie: Helmut Dziuba)
21 Uhr DIE VON DER STRASSE (BRD 1980, Regie: Micky Kwella)

Mit Einführung, anschließend Gespräch zwischen Rainer Rother und Ralf Schenk

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der DEFA-Stiftung

 


DAS ZÜNDHOLZ (D 1926, Regie: Lutz Michaelis), Quelle: Filmmuseum MünchenDeutsche Animationsfilme 1910–1930

Schöne Dinge

3. November 2013, 16 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Das Animationsfilmprogramm „Schöne Dinge" präsentierte deutsche Werbefilme aus den 1920er-Jahren, in denen die erzählten Geschichten häufig in den Vordergrund treten, während die eigentliche Absicht, der Verkauf von Produkten, sich dezent im Hintergrund hält. IN SCHNEEKÖNIGS REICH wird für Warmwasserboiler geworben, DER ERSTE EHEZWIST lässt sich mit Schokolade beilegen, und PITJE BACKSPIER ALS PELZJÄGER kann dank eines leistungsstarken Föns einem Eisbären das Fell entwenden. Zu erleben waren Filme von Harry Jaeger, Walter Ruttmann, Resl Bucher & Karl Pindl, Curt Schumann, Ewald Mathias Schumacher, Lutz Michaelis, Gerda & Hedwig Otto, Hans Fischerkoesen und Leni Fischer. Die Animationsfilme wurden von Günter A. Buchwald am Flügel begleitet.

Das Animationsfilmprogramm fand im Rahmen des Museumsfests des Deutschen Historischen Museums statt. Es führt mit deutschen Animationsfilmen der Stummfilmzeit die Vielfalt der Farb- und Animationstechniken vor allem der 1920er-Jahre vor Augen. Poetische Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger und Toni Raboldt, Stop Motion mit Puppen von Gerda und Hedwig Otto, Zeichentrickfilme mit den eleganten Linien von Louis Seel und viele weitere Kostbarkeiten des Animationsfilms wurden von den beiden Kuratorinnen Annette Groschke der Deutschen Kinemathek und Doris Hackbarth des Bundesarchiv-Filmarchivs ausgewählt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum und dem Bundesarchiv-Filmarchiv

 


SOS EISBERG (D 1932/33, Regie: Arnold Fanck), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
SOS EISBERG (D 1933, Regie: Arnold Fanck)

3. November 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Grönland 1920 – „Am Rande der Welt“. So heißt es im Tagebuch des Polarforschers Dr. Lorenz. Im Jahr zuvor hat er die „Station Eismitte“ verlassen und ist aus persönlichem Ehrgeiz nach Norden aufgebrochen. Seither sitzt er auf dem Karajak-Gletscher fest; mehr als 200 Tage lang, ehe er sich zurück auf den Weg in den Süden macht. Während in Deutschland seine Ehefrau, die Fliegerin Hella Lorenz, Vorbereitungen zum Rettungsflug nach Grönland trifft und polyphone Funksprüche – auf Deutsch, Französisch, Japanisch, Russisch und Englisch – um den Erdball jagen, kommt es zur Begegnung eines Suchtrupps mit dem entkräfteten Lorenz auf einem Eisberg. Gerade als dieser ins offene Meer – und damit ins Verderben – treibt, scheitert Hella Lorenz mit ihrem Rettungsversuch. Nachdem ihr Flugzeug am Eis zerschellt, bleibt es dem Flieger Ernst Udet vorbehalten, gemeinsam mit grönländischen Eskimos die überlebenden Expeditionsteilnehmer zu bergen.

Nicht zuletzt feiert das arktische „Natur-Schauspiel“ die technischen Hilfsmittel der Moderne wie auch jene internationale Vernetzung, der es seine Entstehung – „mit Unterstützung der dänischen Regierung unter dem Protektorat des Polarforschers Knud Rasmussen“ – verdankt.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

3. November 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


MÜNCHNER BILDERBOGEN NR. 17: PIERRETTES SPIELZEUG (D 1921, Regie: Louis Seel)Deutsche Animationsfilme 19101930

Himmel und Hölle

2. November 2013, 16 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Von Georg Germroths Film SCHNIPPS BOXKAMPF IN DER HÖLLE, in dem der beste Boxer auf Erden gegen den Oberteufel um die Höllenmeisterschaft kämpft, zu Walter Ruttmanns Reklamefilm DAS WIEDERGEFUNDENE PARADIES: Die Gegensätze könnten kaum größer sein. Das Animationsfilmprogramm Himmel und Hölle" versammelte darüber hinaus Animationsfilme von Louis Seel, Toni Raboldt, Guido Seeber, Hans Fischerkoesen, Lotte Reiniger, Harry Jaeger und Curt Schumann. Die Animationsfilme wurden von Günter A. Buchwald am Flügel begleitet.

Das Animationsfilmprogramm fand im Rahmen des Museumsfests des Deutschen Historischen Museums statt. Es führte mit deutschen Animationsfilmen der Stummfilmzeit die Vielfalt der Farb- und Animationstechniken vor allem der 1920er-Jahre vor Augen. Poetische Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger und Toni Raboldt, Stop Motion mit Puppen von Gerda und Hedwig Otto, Zeichentrickfilme mit den eleganten Linien von Louis Seel und viele weitere Kostbarkeiten des Animationsfilms von den beiden Kuratorinnen Annette Groschke der Deutschen Kinemathek und Doris Hackbarth des Bundesarchiv-Filmarchivs ausgewählt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum und dem Bundesarchiv-Filmarchiv

 


PRINSESSE ELENA (DK 1913), Quelle: Deutsche Kinemathek

Filmreihe

Filmspotting. Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek

Am Vorabend des Großen Krieges

Montag, 28. Oktober, 19 Uhr
Kino Arsenal

 

Als Nachlese zum Tag des audiovisuellen Erbes wendeten wir unseren Blick den unbekannten Schätzen der filmischen Frühzeit am Vorabend des Ersten Weltkriegs zu. Militärische Filmsujets und Liebesgeschichten im Soldatenmilieu ließen bereits ein fernes Donnergrollen erahnen. Doch gleichzeitig versprühten Verkleidungskomödien noch übermütige Laune. Die Belle Époque feierte ihre ersten weiblichen Filmstars in den sogenannten Diva-Filmen, darunter Betty Nansen, Star in dem dänischen Film PRINSESSE ELENA (Das Opfer einer hohen Frau) von 1913.
Mariann Lewinsky führte durch den Abend, Eunice Martins begleitete am Klavier.

 


DIE BRÜCKE, D / Sowjetische Besatzungszone 1949, Regie: Artur Pohl, © DEFA-Stiftung, Hermann Gehlen

Podiumsdiskussion und Filmvorführung zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes

Das DEFA-Filmerbe im digitalen Zeitalter

Sonntag, 27. Oktober, 19.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Seit dem 1. Oktober 2013 werden im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung die DEFA-Filme durch die Deutsche Kinemathek verliehen. Damit wird ein Filmbestand übernommen, der sowohl kulturhistorisch als auch filmtechnisch besondere Anforderungen stellt. Anlässlich des UNESCO-Welttages des audiovisuellen Erbes diskutierten Günter Jordan (Filmwissenschaftler), Hans Helmut Prinzler (Hauptstadtkulturfonds), Stefanie Eckert (DEFA-Stiftung) und Martin Koerber (Deutsche Kinemathek) unter der Moderation von Jörg Frieß (Zeughauskino) über die Zukunft des DEFA-Filmerbes im digitalen Zeitalter: Wie können diese Filme der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Wie kann das Publikum einbezogen werden und helfen? Welchen Anteil kann und muss die Politik am Schutz und an der Erhaltung der bewegten Bilder haben?

Anschließend DIE BRÜCKE, D / Sowjetische Besatzungszone 1949, Regie: Artur Pohl

Nachkriegszeit: Eine Gruppe von Umsiedlern kommt in eine von Kämpfen verschonte Stadt, die Alteinwohner stehen den Neuankömmlingen feindselig gegenüber – nur die Jugend ist unvoreingenommen. Der Neffe des Bürgermeisters verliebt sich in ein Flüchtlingsmädchen. Deren Vater ist der Wortführer der Umsiedler und um freundlichere Kontakte bemüht. Doch ausgerechnet er wird Opfer der Gehässigkeit der Einheimischen. Mit DIE BRÜCKE, dem Regiedebüt des zu dieser Zeit knapp 50-jährigen Artur Pohl, griff die DEFA die Problematik der Heimatvertriebenen auf. Die Veranstaltung war Teil der Filmreihe „Berlin im Aufbau“, die zwischen dem 18. und 31. Oktober DEFA-Filme der Jahre 1945 bis 1949 mit dem Drehort Berlin zeigte.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der DEFA-Stiftung und dem Zeughauskino

 


S.A.-MANN BRAND (D 1933, Regie: Franz Seitz), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
S.A.-MANN BRAND (D 1933, Regie: Franz Seitz)

27. Oktober 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

„Arbeitermörder!“ „Hitler, verrecke!“ In seiner bayerischen Kleinstadt ist der honette Nationalsozialist Fritz Brand von Feinden umgeben: Der eigene Vater ist Sozialdemokrat, die „Kommune“ trachtet ihm nach dem Leben, sein Arbeitgeber entlässt ihn, die Polizei droht mit der Schließung des Parteilokals, und dann verbietet die Regierung auch noch, das schmucke Braunhemd zu tragen! Sympathien jenseits seiner SA-Staffel findet Brand bloß bei dem Sohn einer benachbarten Kriegerwitwe, dem 16-jährigen Hitler-Jungen Erich – und bei der Schwester eines kommunistischen „Hetzers“, die ihm sogar das Leben rettet. Durch sie gerät Brand in Kontakt mit einem Sowjet-Agenten und über diesen in einen beiderseits als „Falle“ ausbaldowerten Waffenhandel. In dessen Verlauf wird Brand schwer verletzt. Doch während er seine Schusswunde überlebt, ist die Kugel eines kommunistischen Schützen, die Erich während eines Nazi-Aufmarschs aus dem Hinterhalt trifft, für diesen tödlich. So erlebt der Junge nicht mehr den triumphalen Wahlsieg Adolf Hitlers, und auch nicht die Bekehrung des alten „Sozi“ Brand zu den politischen Idealen seines Sohnes und dessen Partei.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

27. Oktober 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


SCHLEPPZUG M 17 (D 1933, Regie: Heinrich George, Werner Hochbaum),  Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
SCHLEPPZUG M 17 (D 1933, Regie: Heinrich George, Werner Hochbaum)

20. Oktober 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Der blaue Engel im Binnenschiffermilieu. Der Havelschiffer und Familienvater Henner erliegt den Reizen der Prostituierten Gescha, als er ihr bei der Flucht vor der Polizei auf seinem Lastkahn Unterschlupf gewährt. Nach einem Beisammensein im Separee eines Vergnügungslokals ist er der attraktiven jungen Frau derart verfallen, dass er ihr bei einem Spaziergang durch Berlin unverzüglich folgt, kaum hat er sie in der Menschenmenge wahrgenommen – während er seine Ehefrau und seinen kleinen Sohn hilflos im Menschengetümmel zurücklässt. Bei einem Maskenball – „Die Nacht der Matrosen. Mit Prämierung der echtesten Maske!“ – macht Henner sich in seiner Schifferkleidung zum Narren. Gleichwohl bringt der als „Kapitän zur See auf’m Äppelkahn“ verhöhnte Schiffer am nächsten Morgen die Geliebte („… zum Helfen …“) an Bord. Erst als sein Junge von einem Auto angefahren und die mit kriminellen Elementen im Bunde stehende Gescha verhaftet worden ist – „… damit wieder alles in ruhiges Fahrwasser kommt“, wie ein Schutzpolizist vermeldet –, kommt auch Henner zur Besinnung. Auf dem Heimweg in die ländliche Idylle wird ihm klar: „Ich hätte doch nicht in die Stadt gehen sollen.“

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

20. Oktober 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE (D 1932/33, Regie: Fritz Lang), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE (D 1933, Regie: Fritz Lang)

13. Oktober 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Eine „Herrschaft des Verbrechens“ imaginiert in wirren Manuskripten der wahnsinnige Dr. Mabuse, Insasse eines Irrenhauses unter der Leitung des Arztes Dr. Baum. Dieser ist den hypnotischen Kräften seines Patienten bereits so sehr erlegen, dass er dessen präzise formulierten Katalog scheinbar sinnloser, terroristischer Akte mithilfe krimineller Elemente, aber selbst völlig unerkannt, in die Tat umsetzt. Dazu gehören Morde und Falschmünzerei ebenso wie der Anschlag auf eine chemische Fabrik zwecks Freisetzung giftiger Dämpfe, „die den Stadtteil völlig vergasen“.

Das Aufführungsverbot für Deutschland soll Propagandaminister Goebbels persönlich angeordnet haben, angeblich weil der Film zeige, dass „eine bis zum äußerten entschlossene Gruppe von Männern, wenn sie es nur ernstlich will, durchaus dazu imstande ist, jeden Staat aus den Angeln zu heben“. In Fritz Langs spannendem Kriminalfilm, der das Thriller-Genre fraglos mehr als die Nationalsozialisten inspirierte, gelingt es schließlich dem Berliner Polizeikommissar Lohmann gemeinsam mit einem durch Liebe geläuterten Bandenmitglied, dem kriminellen Ausnahmemenschen das Handwerk zu legen.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

13. Oktober 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Einführung in die Bestände der Bibliothek und deren Nutzung

10. Oktober 2013,17 Uhr

Bibliothek, 5. OG

 


Filmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
Liebelei (D 1933, Regie: Max Ophüls)

6. Oktober 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Wien um 1900. Der junge Leutnant Fritz Lobheimer hat ein Verhältnis mit der verheirateten Baronin von Eggersdorf. Er beendet es, als er sich in Christine, die Tochter eines Kammermusikers, verliebt. Doch der Baron kommt hinter die außereheliche Beziehung und fordert den einstigen Nebenbuhler zum Duell. Fritz’ bester Freund und Kamerad Theo will seine Vorgesetzten dazu bewegen, den verabredeten Schusswechsel zu unterbinden. Doch alles Bemühen ist vergeblich. Es kommt zum antiquierten „Ehrenhandel“, mit tragischen Konsequenzen nicht nur für Fritz …

Anders als in Arthur Schnitzlers Theaterstück sind Fritz und Theo in der Verfilmung Offiziere der k.u.k. Armee. Ophüls’ Kritik an den militaristischen Konventionen zielte allerdings auch auf die unmittelbare Gegenwart. In Theos Empörung über das Duell findet sie allgemeingültigen, hoch emotionalen Ausdruck: „Und jeder Schuss, der nicht in äußerster Notwehr abgegeben wird, ist Mord!“ – Liebelei wurde im „Dritten Reich“ nicht verboten, jedoch wurden die Namen des Autors, des Regisseurs und weiterer jüdischer Beteiligter aus dem Vorspann eliminiert.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

6. Oktober 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


MORGENROTH (D 1932/33, Regie: Gustav Ucicky), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film
MORGENROT (D 1933, Regie: Gustav Ucicky)

3. Oktober 2013, 20 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Aus einem Heimaturlaub während des Ersten Weltkriegs wird U-Boot-Kommandant Liers erneut auf Feindfahrt geschickt. Schweren Herzens lassen die Mitglieder seiner Besatzung Frauen oder Freundinnen zurück – Kapitänleutnant Liers seine Mutter, die bereits zwei ihrer Söhne im Krieg verloren hat und an dessen Sinn inzwischen zweifelt. Nach der erfolgreichen Versenkung eines englischen Kreuzers kollidiert das U-Boot mit einem feindlichen Zerstörer. Schwer beschädigt sinkt es bis auf 60 Meter Tiefe. Doch nur acht Tauchretter stehen den zehn Überlebenden zur Verfügung, die sich daraufhin entscheiden, gemeinsam in den Tod zu gehen: „Zu leben verstehen wir Deutschen vielleicht nicht, aber zu sterben verstehen wir fabelhaft.“

„MORGENROT ist kein Nazifilm“, stellte Siegfried Kracauer fest, er gehöre vielmehr in die Reihe jener Filme, „die gerade durch ihre Unparteilichkeit den Krieg in den Rang einer unantastbaren Institution erhoben“. Obgleich der Film 1939 zur Wiederaufführung erst gelangte, nachdem Szenen Adele Sandrocks mit pazifistischem Tenor durch Schnitte getilgt worden waren, besitzt der Film eine starke „innere Affinität“ (Gerhard Schoenberner) zum Nationalsozialismus.

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Eine Filmreihe in Kooperation mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kommunalen Kino Metropolis Hamburg, Cinegraph Hamburg und Kulturprojekte Berlin

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

29. September 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

22. September 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Kuratorenführung durch die Sonderausstellung

„Bernd Eichinger – … alles Kino“

20. September 2013, 16 Uhr

Teilnehmerzahl begrenzt
10 Euro (Eintritt inkl.)

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

15. September 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Filmarchiv, Quelle: Deutsche KinemathekKolloquium
Sammeln, Sichern, Sehen: Was ist eine Kinemathek?

13. und 14. September 2013, ab 10 Uhr
Kino Arsenal und Veranstaltungsraum (4. OG)

 

Kinematheken, als Kulturinstitutionen keine hundert Jahre alt, müssen sich angesichts radikal veränderter technologischer Bedingungen und Nutzererwartungen neu ausrichten. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Deutschen Kinemathek nahm das Kolloquium eine Standortbestimmung vor. Der Blick auf die Ursprünge, die Entwicklung sowie das derzeitige Selbstverständnis dieser und vergleichbarer Institutionen offenbart den Wandel der sozialen, politischen und ästhetischen Rolle, dem zumindest zahlreiche westliche Kinematheken unterliegen. Es ist an der Zeit, Bedeutung, Aufgaben und Perspektiven einer modernen Kinemathek neu zu definieren: Wie können Kinematheken und Filmarchive weiterhin zentrale Orte der Filmkultur, der Hervorbringung und Vermittlung filmischen Wissens bleiben? In Vorträgen und Gesprächsrunden ging es um die Aufgaben von Archiven, um Sammlungspraktiken und ihre Fallstricke und nicht zuletzt um das Zeigen und Vermitteln der Archivgüter, sei es in Ausstellungen, mit Kinoprojektionen oder auf neuartigen Wegen. Im Vordergrund stand dabei die Frage, wie Kinematheken dazu beitragen können, Filmkultur lebendig zu halten, auch unter neuen technischen Bedingungen und angesichts veränderter gesellschaftlicher Erwartungen.

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Laterna Magica Quelle: Deutsche Kinemathek

Kinderkolloquium
Mit der Höllenmaschine in die Urzeit des Kinos
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren

13. und 14. September 2013, ab 10 Uhr
Filmarchiv und Veranstaltungsraum (4. OG)

 

Das Kinderkolloquium beschäftigte sich parallel zur Hauptveranstaltung mit dem Thema Kinematheken: Eine Reise ins Filmarchiv führte in die Vorzeit des Kinos und erkundete die Laterna Magica. Filme rund ums Sammeln beleuchten aus unterschiedlichen, auch ungewöhnlichen Perspektiven archivarische Grundtätigkeiten.

 


Verleihung des Kinopreises 2013
mit anschließender Party

13. September 2013, 20 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)

 

Mit dem Kinopreis des Kinematheksverbundes werden jährlich kommunale Kinos für herausragende Programme ausgezeichnet und ihr kontinuierliches Engagement für eine anspruchsvolle und vielfältige Kinokultur in Deutschland gewürdigt.

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

8. September 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Hörfilm

GEGEN DIE WAND (D 2004, Regie: Fatih Akin)

7. September 2013, 16.45 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)

Anmeldung: Museumsinformation Berlin
Tel. +49 (0)30 247 49-888

 


Filmgeschichte zum Anfassen

Rundgang für Blinde und Sehbehinderte durch die Ständige Ausstellung Film

7. September 2013, 15 Uhr

Anmeldung: Museumsinformation Berlin
Tel. +49 (0)30 247 49-888

 


Einführung in die Bestände der Bibliothek und deren Nutzung

5. September 2013,17 Uhr

Bibliothek, 5. OG

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

1. September 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


33. Lange Nacht der Museen

Trickfilm-Workshops für „Alt und Jung“

31. August, 18 bis 2 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)

 

Während der 33. Langen Nacht der Museen war neben der Ständigen Ausstellung Film und Fernsehen auch die Sonderausstellung „Bernd Eichinger – … alles Kino“ geöffnet. Ab 18 Uhr waren zudem alte und junge Filmbegeisterte zum Basteln, Animieren und Vertonen eingeladen. Mit der zweidimensionalen Legetricktechnik und der Hilfe einer Trickbox konnte jedermann einen eigenen Trickfilm produzieren. Wem 2D zu wenig war, der hatte die Möglichkeit, mit professioneller Animationssoftware einen Clip in 3D-Knetanimation zu kreieren. In einer weiteren Workshop-Station konnten Alt und Jung ihre eigenen oder andere Filme gemeinsam vertonen. Ob Großeltern, Enkel oder Eltern – für alle, die sich für Drehorte und Filmschauplätze interessieren, wurde ein Stadtspaziergang rund um den Potsdamer Platz zum Thema Filmstadt Berlin angeboten.

Infos: www.lange-nacht-der-museen.de
Eintritt 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, für Kinder bis 12 Jahren frei
Tickets gültig in allen beteiligten Museen


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

25. August 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Lehrereinführung zur Sonderausstellung

„Bernd Eichinger – … alles Kino“

22. August 2013, 16.30 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)

Anmeldung: Museumsinformation Berlin
Tel. +49 (0)30 247 49-888

Der Eintritt ist frei.

 


LOUISIANA STORY, USA 1948, Regie:  Robert J. Flaherty, Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe Filmspotting

Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
LOUISIANASTORY von Robert J. Flaherty

19. August 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 

1982 übergab die Cutterin Helen van Dongen der damaligen Leiterin der Filmabteilung der Deutschen Kinemathek, Eva Orbanz, ihr Arbeitstagebuch zu den Dreharbeiten von LOUISIANA  STORY (USA 1948). Daraus entstand eine wertvolle Dokumentation, die diesen Film und Flahertys Arbeitsweise erhellt: „Seine Filme sind nicht die Berichte eines Historikers. Sie sind die Schöpfungen eines Geschichtenerzählers“, schreibt Helen van Dongen. So feiert LOUISIANA STORY auf lyrische Weise die Schönheit und Intaktheit der Natur im Flussdelta von Louisiana. Gleichzeitig werden die Bohrungsarbeiten der Standard Oil Company dokumentiert, die den Film finanzierte. Der Film vermittelt keine Kontrastierung, sondern ein fast harmonisches Nebeneinander von paradiesischer Natur und faszinierender Technik, und lädt dadurch heute – spätestens nach Wirbelsturm Katrina und der Ölkatastrophe von Deepwater Horizon – zu neuen Interpretationen ein.

Zu Gast: Eva Orbanz
Eintritt 7,50 Euro

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

18. August 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

11. August 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

4. August 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Einführung in die Bestände der Bibliothek und deren Nutzung

1. August 2013,17 Uhr

Bibliothek, 5. OG

Der Eintritt ist frei.

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

28. Juli 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

21. Juli 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 



NEUN LEBEN HAT DIE KATZE, BRD 1968, Regie: Ula Stöckl, Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe Filmspotting
Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
NEUN LEBEN HAT DIE KATZE von Ula Stöckl

15. Juli 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 

Ula Stöckls 1968 uraufgeführter Debütfilm wurde von Presse und Publikum als „erster feministischer Film“ gefeiert. An Aktualität hat er nicht verloren. In Cinemascope gedreht, erzählt NEUN LEBEN HAT DIE KATZE episodisch von fünf Frauen, ihren alltäglichen Erfahrungen, Sehnsüchten und emanzipatorischen Strategien innerhalb einer männerdominierten Gesellschaft. Die unkonventionelle Erzählweise, die teils witzigen, teils überraschenden Bildfindungen und nicht zuletzt die immer aktuelle Frage, welche Gestaltungsmöglichkeiten „Mann“ oder „Frau“ jenseits der wirksamen Geschlechterverhältnisse haben, erklären den anhaltenden Kultstatus des Films. Gleichzeitig repräsentiert er in besonderer Weise die umfangreiche Sammlung von Filmen deutscher Regisseurinnen, die im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek einen Schwerpunkt bildet.

Zu Gast: Ula Stöckl
 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

14. Juli 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

7. Juli 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Einführung in die Bestände der Bibliothek und deren Nutzung

4. Juli 2013,17 Uhr

Bibliothek (5. OG)

Der Eintritt ist frei.

 


Filmreihe Filmspotting
Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
Die lange Gerhard-Lamprecht-Nacht mit Live-Musik

30. Juni 2013
18 Uhr:  MENSCHEN UNTEREINANDER (R: G. Lamprecht, D 1926), musikalische Improvisation von Ensemble Mosaik
21 Uhr: UNTER DER LATERNE (R: G. Lamprecht, D 1928), musikalische Improvisation von Shortfilmlivemusic
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstraße 227, 10178 Berlin

 

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Deutschen Kinemathek wurden Filme des Kinematheksgründers Gerhard Lamprecht digital restauriert. In Kooperation mit ZDF/arte wurden zwei dieser Filme mit Live-Musik in der Volksbühne präsentiert. Die beiden Filme führen in das Berlin der 1920er-Jahre und zeigen einen Alltag zwischen Glücksversprechen, Inflation und Absturz.
Der Komponist Bernd Schultheis produziert zu beiden Filmen die Musik. Zu MENSCHEN UNTEREINANDER erarbeitete er gemeinsam mit dem ensemble mosaik eine Improvisationsmusik. Sie wurde für die Ausstrahlung auf arte und 3sat aufgezeichnet. Seine Filmmusikkomposition zu UNTER DER LATERNE konnte er wegen Erkrankung nicht rechtzeitig fertigstellen. An ihrer statt war das shortfilmlivemusic-Ensemble zu hören.

Sendetermin für MENSCHEN UNTEREINANDER ist der 24.9.2013, 23.30 Uhr (arte). UNTER DER LATERNE mit der Musik von Bernd Schultheis wird 2014 gezeigt.
Tickets und weitere Informationen unter www.volksbuehne-berlin.de

Die Bearbeitung der Filme wurde gefördert im Rahmen der Digitalisierungsoffensive des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit ZDF/arte und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

 

WAS WIRD HIER GESPIELT? (D 1940, Regie: Theo Lingen) Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe
Theo Lingen – Eine Hommage zum 110. Geburtstag
WAS WIRD HIER GESPIELT? (D 1940, Regie: Theo Lingen)

30. Juni 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Lingens Bühnenstück, das dem Film als Vorlage diente, ist ein heiteres Kriminalstück, man könnte es auch eine Eulenspiegelei nennen. Und Lingen wandelt auf den Spuren von Curt Goetz und Luigi Pirandello. Hokuspokus – alles bewegt sich. Wenige Monate vor Kriegsbeginn, im Mai 1939, hatte das Stück im Berliner Staatsheater Premiere. Die Dreharbeiten zum Film begannen im dritten Kriegsmonat. Lingens vertrackter Krimi spielt auf mehreren Bühnen, das Publikum, das fiktive und letztlich auch jenes im Kinosaal, ist auf raffinierte Weise in ein Spiel im Spiel einbezogen. Der Film beginnt mit einem Vorspiel: Der Autor Theo Lingen versucht, dem Produktionsleiter einer Filmgesellschaft seinen Stoff schmackhaft zu machen. Doch dieses Geplänkel zielt schon mitten ins Herz der Story. Alle Schauspieler, die im Rampenlicht und die im Hintergrund, sind sie selbst. Und doch spielen sie Rollen. Ein Kriminalkommissar sitzt privat im Publikum. Als ein Mord geschieht, muss er auf die Bühne. Was wird hier gespielt? Das ist auch die Frage in einem merkwürdig gedämpften Film, die auf eine innere Wahrheit zielt zu einer Zeit, als die deutsche Kriegsgesellschaft sich immer mehr einkapselte. (Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen)

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek

 

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

30. Juni 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

PREMIERE (A1937, Regie: Geza von Bolvary) Quelle: Deutsche Kinemathek

Filmreihe
Theo Lingen – Eine Hommage zum 110. Geburtstag
PREMIERE (A 1937, Regie: Geza von Bolvary)

23. Juni 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Zarah Leander und Theo Lingen in einem Film. Geht das? Es geht. Und es geht gut! Proben zu einer neuen Revue, der Finanzier unterhält ein Verhältnis zum Star. Als bei der Premiere der Vorhang hochgeht, fällt ein Schuss. Er kam von der Bühne. Tot liegt der Finanzier in seiner Loge. Der Film spielt ausschließlich in Theaterräumen und prunkt mit seiner Ausstattung, großen Tanzszenen, schmissiger Musik. Alles wirkt ein wenig amerikanisch. Ein zeitgenössischer Kritiker schrieb von „kultiviertem Jahrmarkt“. Wer war der Täter? Und welche Rolle spielt der Inspizient Josef Anatol Dornbusch? Lingen gibt dieser Rolle eine unvergessliche Kontur. Ein Schauspieler in Bewegung. Auch er ist ein Künstler, aber nicht im Rampenlicht. Er kunstwerkt backstage. Als Privatmann las Lingen gerne Kriminalromane. Er hat sich auch als Autor von Krimis versucht. Und sich von diesem Revue- und Kriminalfilm vielleicht anregen lassen zu seinem Bühnenstück Was wird hier gespielt?, das er 1940 mit sich selbst verfilmte. (Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen)

Vorfilm: WIE TILL EULENSPIEGEL DEN NEUNMALWEISEN REDE UND ANTWORT STEHT (D 1936, Regie, Darsteller: Theo Lingen)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek

 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

23. Juni 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

WIENER BLUT (D 1942, Regie: Willi Forst) Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe
Theo Lingen – Eine Hommage zum 110. Geburtstag
WIENER BLUT (D 1942, Regie: Willi Forst)

16. Juni 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Wiener Kongress 1814/15. Politik und Musik. Sorglose Kinounterhaltung mitten im Zweiten Weltkrieg. Graf Wolkersheim (Willy Fritsch) schmäht den Walzer als Hopserei; Frau Gräfin (Maria Holst) ist anderer Meinung. Ein Streit ist unvermeidlich, das Glück entzwei, und auch das politische Parkett erweist sich als glatt. Gräfliches Blut gerät in Wallung, der preußische Stock ins Schwingen, eine Tänzerin verspricht Abwechslung, die Verwicklungen nehmen zu. Auch weil die gräflichen Lakaien ihr eigenes Spiel spielen und nicht unbedingt dazu beitragen, die Wogen zu glätten. Sie aber stehen im Zentrum. Des Grafen Kammerdiener Jean (Theo Lingen) pflegt blasiert die Akkuratesse, der Gräfin Bediensteter ist Knöpfel, den Hans Moser als Wiener Urgestein gibt. Aus dem Duell dieser beiden – legendär wurde die Kofferszene – schlägt die Regie hochkomische Funken. Preußen versus Wien, das ist als ein Gegensatz in Szene gesetzt, der nicht zu überbrücken scheint, es sei denn, man unterläuft ihn wie Jean und Knöpfel. So wird das Komödien-Happy-End doch noch garantiert. (Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen)

Vorfilm: WIE TILL EULENSPIEGEL SICH EINMAL ERBOT, ZU FLIEGEN (D 1936, Regie, Darsteller: Theo Lingen)

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek
 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

16. Juni 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Die Führung fiel aus, der Hörfilm wurde um 16.45 Uhr vorgeführt.

Tastführung und Hörfilm
Filmgeschichte zum Anfassen 

12. Juni 2013, 15 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)
 

Im Anschluss an die öffentliche Tastführung wurde der Hörfilm JERICHOW von Christian Petzold aus dem Jahr 2008 gezeigt. Projektionsort war der Veranstaltungsraum im 4. OG.

 


JOHANN (D 1943, Regie: Robert A. Stemmle) Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe
Theo Lingen – Eine Hommage zum 110. Geburtstag
JOHANN (D 1942/43, Regie: Robert A. Stemmle)

9. Juni 2013, 15.30 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Lingen gibt den Kammerdiener Johann, Betonung auf der ersten Silbe. Es ist seine erste tragende Rolle im Film, und sie ist ihm auf den Leib geschrieben – was kein Wunder ist, war er doch Autor der Bühnenvorlage. Johann, so könnte man meinen, ist das ultimative Alter Ego Lingens. Er spielt mit den Konventionen einer Komödie – alte und neue Liebe, Verwechslungen, Fehltritte, die sich als richtig erweisen. Und die Komödie erweist sich auf den zweiten Blick als ein zwar verschlüsselter, wenn auch kluger Blick auf die Zeit, in der sie entstand: Diktatur und Krieg. Das mindert nicht das Vergnügen, sondern birgt eine zusätzliche Herausforderung für die Zuschauer. In keinem anderen Film hat Lingen die Typologie seiner Figuren so haarscharf zeigen können, in keinem anderen Film hat er einen so tiefen Einblick gewährt in seinen geistigen Kosmos. Im deutschen Film der Jahre 1933 bis 1945 ist Johann eine Ausnahme, weil er Leichtigkeit mit grotesker Zuspitzung verbindet und zeitgenössische Implikationen nicht ausspart. Eine Komödie, die die Illusion als Illusion entlarvt. Von der NS-Zensur entschärft und gekürzt. (R. Aurich, W. Jacobsen)
 

Lesung

Die Autoren Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen sprachen vor dem Film über Theo Lingen und lasen aus ihrer Biografie Theo Lingen. Das Spiel mit der Maske, die 2008 im Aufbau Verlag erschienen ist. Das Buch konnte im Kino erworben werden, die Autoren signierten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek

 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

9. Juni 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


MARGERUITE : 3 (D 1939, Regie: Theo Lingen), Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe

Theo Lingen – Eine Hommage zum 110. Geburtstag
MARGUERITE: 3 (D 1939, Regie: Theo Lingen)

2. Juni 2013, 15.30 Uhr

Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Theo Lingens erste Spielfilmregie, natürlich ist er aber auch als Schauspieler dabei: als einer von drei eingefleischten Junggesellen, die alles daran setzen, ihren Neffen, den aufstrebenden Assessor Dr. Wolf Findeisen, gespielt von dem smarten Hans Holt, auf ihre Lebensbahn zu lotsen, damit er ja nicht im Ehehafen landet. Wohin die Geschichte treibt, man mag es erraten. Die Fäden hält Marguerite in der Hand. Gusti Huber gibt ihr vielfache Gestalt, was ihr als Inhaberin eines Modesalons leicht fällt. Eine amüsante Gesellschaftskomödie mit flotten Dialogen, schauspielerischen Kabinettstückchen und einem zuweilen logischen, wenn auch nicht überraschenden Witz. Das zeitgenössische Publikum mochte den Film. Ein wenig Jargon bringt Grethe Weiser mit in die Handlung, was dem Ganzen nicht schadet.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek
 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

2. Juni 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

26. Mai 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

Filmreihe Filmspotting
Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
Das Archiv der zukünftigen Filmemacher

24. Mai 2013, 19 und 21 Uhr
Kino Arsenal
 
An der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) werden seit knapp 50 Jahren Filmemacher ausgebildet. Die während der Ausbildung entstehenden Arbeiten – Dokumente der Zeitgeschichte und des künstlerischen Werdegangs – werden in der Deutschen Kinemathek archiviert: ein Archiv der zukünftigen Filmemacher. Die Filmspotting-Veranstaltung unternahm in Form einer „open lecture“ mit Stefan Pethke eine Archivrecherche zur Geschichte dieser Institution und der sie prägenden filmischen Strömungen. Im zweiten Teil des Abends zog Michael Baute eine Verbindungslinie zum derzeitigen Filmschaffen an der dffb und präsentierte dazu einen aktuellen Film aus der dffb-Produktion.
Eine Kooperation mit der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)
Eintritt 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro
 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

19. Mai 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

Die Veranstaltung fand nicht statt.

Lehrereinführung

Das deutsche Filmschaffen am Ende der Weimarer Republik und während des NS-Regimes

16. Mai 2013, 16.30 Uhr

Veranstaltungsraum (4. OG)

 
In einer Verbindung aus Informationsveranstaltung, Kuratorenrundgang und Fachgespräch werden in der Ständigen Ausstellung im Bereich Film Themen wie Filmpolitik in der NS-Zeit, vorauseilender Gehorsam und Filmschaffen im Exil besprochen. Ergänzend wird das Bildungs- und Vermittlungsangebot vorgestellt.
 

Kinder-Hörfilm

CHICKEN RUN, GB/USA 2000, Regie: Peter Lord, Nick Part

16. Mai 2013, 10.30 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)
Anmeldung und Information: bildung@deutsche-kinemathek.de
 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

12. Mai 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos / Eintritt frei
 

Internationaler Museumstag

12. Mai 2013

Eintritt frei in alle Ausstellungen

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

5. Mai 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

Filmreihe

50 Jahre Das kleine Fernsehspiel
„Jung“

29. April 2013, 19 Uhr und 21 Uhr
Kino Arsenal
BERLIN IS IN GERMANY, D 2001, Regie: Hannes Stöhr
Gäste: Hannes Stöhr, Ziska Riemann, Christian Cloos, Claudia Tronnier
LILLIPOP MONSTER, D 2011, Regie : Ziska Riemann
 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

28. April 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

Filmreihe

50 Jahre Das kleine Fernsehspiel
„Unkonventionell“

22. April 2013, 19 Uhr und 21 Uhr
Kino Arsenal
IJON TICHY: RAUMPILOT (Folge 1–6), D 2006, Regie: Oliver Jahn, Randa Chahoud, Dennis Jacobsen
Gäste: Alexander Bickel, Oliver Jahn, Brigitte Kramer
THE ELEMENT OF CRIME, DK 1984, Regie: Lars von Trier
 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

21. April 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

Kuratorenführung durch die Sonderausstellung „Martin Scorsese“

20. April 2013, 15 Uhr

Teilnehmerzahl begrenzt
 

Film und Gespräch
Martin Scorsese: ITALIANAMERICAN

17. April 2013, 19 Uhr
Istituto Italiano di Cultura, Hildebrandstraße 2, 10785 Berlin
 
Martin Scorsese ließ sich von seiner Herkunft aus einer italienischen Einwandererfamilie in New York nicht nur zu Spielfilmen wie MEAN STREETS oder GOODFELLAS inspirieren. 1974 drehte er einen Dokumentarfilm über seine Eltern und die Geschichte seiner Familie, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus Italien in die USA emigrierte. ITALIANAMERICAN (Italien, USA 1974) ist ein wichtiger Beitrag zur Historie der USamerikanischen Einwanderer und belegt, dass Scorsese auch ein außergewöhnlicher Dokumentarfilmer und Chronist des amerikanischen Mythos ist. Im Anschluss an die Filmvorführung sprachen die Scorsese-Kennerin und Dokumentarfilmerin Wilma Pradetto und die Kuratoren der Ausstellung „Martin Sorsese“, Kristina Jaspers und Nils Warnecke, über den Film, Scorseses Wurzeln im New Yorker Mikrokosmos von Little Italy und seine Bedeutung als Dokumentarist und Chronist der Geschichte der „Italianamericans“.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut
 

Filmreihe

50 Jahre Das kleine Fernsehspiel
„Mutig“

15. April 2013, 19 Uhr und 21 Uhr
Kino Arsenal
GESCHICHTE DER NACHT, CH 1978, Regie: Clemens Klopfenstein
Gast: Clemens Klopfenstein, im Gespräch mit Martin Koerber (Deutsche Kinemathek)
THE LAST OF ENGLAND, GB 1987, Regie: Derek Jarman
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

14. April 2013, 20.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
MÄDCHEN IM VORZIMMER, D 1940
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

14. April 2013, 18.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
MADONNA IN KETTEN, BRD 1949
 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

14. April 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

13. April 2013, 18.30 Uhr und 20.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
MEINES VATERS PFERDE, Teil 1: LENA UND NICOLE, BRD 1953/54
MEINES VATERS PFERDE, Teil 2: SEINE DRITTE FRAU, BRD 1954
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

13. April 2013, 18.30 Uhr und 20.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
MEINES VATERS PFERDE, Teil 1: LENA UND NICOLE, BRD 1953/54
MEINES VATERS PFERDE, Teil 2: SEINE DRITTE FRAU, BRD 1954
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

11. April 2013, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Buchpräsentation Edition Gerhard Lamprecht
BIOGRAFISCHER QUERSCHNITT, D 1943
(Auszüge)
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

10. April 2013, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Vorfilm AM FLUSSE DES AETNA, D 1927
Hauptfilm CLARISSA, D 1941
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

9. April 2013, 20 Uhr 
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
DAS HAUS OHNE LACHEN, D 1923
 

Filmreihe

50 Jahre Das kleine Fernsehspiel
„Weltoffen“

8. April 2013, 19 Uhr und 21 Uhr
Kino Arsenal
DISTANT VOICES – STILL LIVES, GB 1987, Regie: Terence Davies
Gäste: Eckart Stein, Christoph Holch, Anne Even
MIT BRENNENDER GEDULD, D/Portugal 1983, Regie: Antonio Skármeta
 

Filmreihe
50 Jahre Das kleine Fernsehspiel

Ab dem 8. April 2013, jeweils 19 Uhr und 21 Uhr
Kino Arsenal
 
Weltoffen, mutig, unkonventionell, jung – unter diesen Vorzeichen verantwortet das ZDF seit 1963 die Sendereihe Das kleine Fernsehspiel. Im Selbstverständnis gleichermaßen Werkstatt und Entwicklungslabor, fördert es den deutschen und internationalen Nachwuchs für Film und Fernsehen, wobei es den Großteil der gesendeten Filme selbst produziert. Seit Anfang der 1970er-Jahre im Nachtprogramm platziert, zeigt Das kleine Fernsehspiel heute rund 40 Produktionen jährlich. Die Deutsche Kinemathek und das ZDF veranstalteten gemeinsam eine Hommage an Das kleine Fernsehspiel. Beiträge aus unterschiedlichen Jahrzehnten zeichneten nach, wie die Redaktion nach der Devise „Unterhaltung durch Überraschung“ – so der langjährige Redaktionsleiter Eckart Stein – von Beginn an das Neue an den kreativen Rändern des Spiel- und Dokumentarfilms suchte. An vier Themenabenden wurden im April je zwei Filme im Kino Arsenal und zwei Filme im Nachtprogramm des ZDF gezeigt. Zu Gast im Arsenal: Regisseure und Redakteure der gezeigten Filme im Gespräch mit Martin Koerber und Peter Paul Kubitz.
Eine Film- und Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem ZDF und dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.
 

Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

7. April 2013, 20.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

MADONNA IN KETTEN, BRD 1949

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

7. April 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

6. April 2013, 21 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Vorfilm ERSTARRTE MÄRCHENWELT, D 1928

 


Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

6. April 2013, 19 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Vorfilm TAORMINA AUF SIZILIEN, D 1927
Hauptfilm DU GEHÖRST ZU MIR, D 1943

 


Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

5. April 2013, 21 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Vorfilm AM FUSSE DES AETNA, D 1927
Hauptfilm CLARISSA, D 1941

 


Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

3. April 2013, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Vorfilm MISDROY, D 1928
Hauptfilm FRAU IM STROM, D 1939

 


Filmreihe

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

2. April 2013, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

MÄDCHEN IM VORZIMMER, D 1940

 


Filmreihe
Das Schiffchen. Realismus und Fantasie
Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht

Ab dem 2. April 2013
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Im August 1951 veröffentlichte der Berliner Kurier eine kleine Geschichte von Gerhard Lamprecht mit dem Titel Das Schiffchen. Darin erzählt der Filmregisseur und Gründer der Deutschen Kinemathek (1897–1974) davon, wie er an einem verträumten Nachmittag ein Papierschiffchen auf den Wellen eines Flusses schaukeln sah und es mit Mühe herausfischte. Er berichtet über seine Erwartungen an den Inhalt des Papiers und über die Enttäuschung, als er erkannte, dass es sich um einen einfachen Werbeprospekt handelte. Ein etwas kitschiger Text, der aber einen Hinweis gibt auf die Intentionen von Gerhard Lamprecht. Er war ein Dokumentarist des Lebens, das ihm unzählige Sensationen bot, er wollte das Archiv einer Welt anlegen, die er verschwinden sah. Und so versammelte er, ob inszeniert oder einfach vor die Kamera gekommen, seine eigene Gegenwart und ihre Werte und Gefühle. War er ein politisch denkender Mensch? Steckte in ihm ein politischer Mitläufer des Nationalsozialismus? Konnte er sich politischen Vorgaben entziehen? Oder blieb er auch in der NS-Diktatur ein Dokumentarist des Alltags? Solchen Fragen spürte diese Werkschau nach, die kaum bekannte Dokumentarfilme Lamprechts aus den 1920er-Jahren mit Filmen aus der Zeit von 1933 bis 1945 zusammenbrachte und beispielhaft auch Nachkriegsproduktionen hinzuzog. In frisch restaurierter Fassung kam auch Lamprechts Stummfilm DAS HAUS OHNE LACHEN (D 1923) erstmals zur Aufführung. Die unlängst erschienene dreibändige Edition Gerhard Lamprecht wurde ebenfalls präsentiert.
Eine Filmreihe in Kooperation mit dem Zeughauskino
 

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

31. März 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Filmreihe

Das ist ja wie im Kino. Gerhard Lamprechts Berlin
Eine Hommage
IRGENDWO IN BERLIN, D 1946
und Buchpräsentation Edition Gerhard Lamprecht

24. März 2013, 15.45 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf Bundesplatz

Gäste: Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen, Eva Orbanz
Wiederholung am 25. März 2013, 15.45 Uhr

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

24. März 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Filmreihe
Das ist ja wie im Kino. Gerhard Lamprechts Berlin
Eine Hommage
DIE GELIEBTE, D 1939 
und Buchpräsentation Edition Gerhard Lamprecht

17. März 2013, 15.45 Uhr

Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf Bundesplatz

Gäste: Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen, Eva Orbanz
Wiederholung am 18. März 2013, 15.45 Uhr

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

17. März 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


32. Lange Nacht der Museen

16. März 2013, 18 bis 2 Uhr

Während der 32. Langen Nacht der Museen waren neben der Ständigen Ausstellung des Museums für Film und Fernsehen auch die Sonderausstellungen „Martin Scorsese“ und „40 Jahre SESAMSTRASSE" geöffnet. Jeweils um 21 Uhr und um 22 Uhr gaben die Kuratoren im Veranstaltungsraum (4. OG) Einführungen in die Ausstellung „Martin Scorsese“.

 


Susanne Beyerle

Umwege  Die Filmemacherin Susanne Beyeler
Eine Gedenkveranstaltung zu ihrem 65. Geburtstag

16. März 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 

Am 1. Mai 2012 starb Susanne Beyeler als islamische Mystikerin in der Schweiz. Jahrzehnte zuvor hatte sie als Studentin der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) ihre Filme den damals brisantesten politischen Themen gewidmet: der Emanzipation, der Kindererziehung, dem Arbeitskampf und der Atomenergie. Ihren Weg von der Berliner Polit- und Filmszene der 1970er-Jahre bis zu ihrem dem Sufismus zugewandten Leben auf Zypern und in der Schweiz – suchend, lebend, hinterfragend – beschreibt der Film SHEFIKA – AUF DEM WEG DER SUFI von Enzio Edschmid, Rea Karen und Gernot Steinweg (D 1997), der an diesem Abend gezeigt wurde.
Im Anschluss war ihr teilweise autobiografischer Spielfilm UMWEGE (CH 1968) und der Dokumentarfilm KALLDORF GEGEN MANNESMANN (BRD 1972, Regie zusammen mit Manfred Stelzer und Rainer März) zu sehen. Zwischen den Filmen erinnerten Helke Sander, Enzio Edschmid und Claudia von Alemann in einer Gesprächsrunde an Susanne Beyelers Schaffens- und Lebensstationen.

 


Plakat "Kino der Urzeit" Quelle: Deutsche Kinemathek

Filmreihe
Filmspotting: Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
FilmDokument: Kino der Attraktionen. Filme der Sammler Walter Jerven und Ferdinand Althoff

11. März 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 

Ein Kino der Attraktionen, das in der Frühzeit des Films keine narrativen Absichten hegte und auf Vorführerlebnisse mit Rummelplatzcharakter setzte, wurde vereinzelt im Deutschland der 1920er- und 1930er-Jahre retrospektiv und unter Berücksichtigung der historischen Distanz aufgegriffen. Filmsammler und -vermittler wie Walter Jerven (1889–1945) und Vater und Sohn Ferdinand Althoff (1872–1945 und 1897–1945) präsentierten nun, garniert mit erzählerischen, artistischen, technischen und musikalischen Live-Eingriffen, von ihnen aufgespürte und gesammelte Filme. Während  Althoffsich  im Woltersdorfer Ausflugsgebiet auf die Berliner Touristen konzentrierte, wurde Jerven, der häufig in Berlin gastierte, auch in europäische Länder eingeladen. Die Veranstaltung machte auf die Schwierigkeit aufmerksam , die Anfänge der Filmarchivierung und der historischen Filmvermittlung in Deutschland zu rekonstruieren.

Einführung: Rolf Aurich
Filmprogramm:
EINE GROSSE KÜNSTLERIN. ASTA NIELSEN, D nach 1932, Regie: Walter Jerven, 16 mm, 9’
LACHEN VON DUNNEMALS, D 1936, Regie: Ferdinand Althoff jun., 16 mm, 14’ u. a.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit CineGraph Babelsberg und Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.

 


Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung Martin Scorsese"

10. März 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

10. März 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Filmreihe
Das ist ja wie im Kino. Gerhard Lamprechts Berlin
Eine Hommage

Ab dem 10. März
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf. Bundesplatz

 

Als Kind lief Gerhard Lamprecht durch die Straßen von Berlin. Dabei schlenderte er nicht und hielt die Augen offen. Es ist, als habe er als Kind Berlin vermessen, um Jahre später seine Kenntnisse filmisch zu übersetzen. EMIL UND DIE DETEKTIVE, seine Verfilmung von Erich Kästners Roman aus dem Jahr 1931, ist dafür ein wunderbares und auch rasantes Beispiel: Mit dem Zug kommt Emil in die Stadt, die Verfolgung des Diebs beginnt am Bahnhof Zoologischer Garten. Weiter geht‘s mit der Straßenbahnlinie 177. Im Café Josty in der Kaiserallee, der heutigen Bundesallee, an der Ecke Trautenaustraße schlürft der Gauner Eier im Glas. Später verfolgen die kleinen Detektive ihn mit dem Taxi  … ja, das ist „wie im Kino“. 15 Jahre später zog Lamprecht durch die von Bomben zerstörte Stadt. Er dachte bereits an die Zukunft und fand für seinen Trümmerfilm IRGENDWO IN BERLIN Drehorte an der Hochbahn in Kreuzberg und einen Garagenhof in Charlottenburg. In der ersten Einstellung schaut die Kamera von oben auf die Trümmerlandschaft, in der verhärmte Frauen Steine klopfen und kleine Jungen Krieg spielen. Wie sah Lamprecht sein Berlin in den Jahren der NS-Herrschaft? 1939 zum Beispiel beschwor er für seinen Film DIE GELIEBTE die kaiserliche Stadt durch den originalen Nachbau der Kaiserpassage Unter den Linden. Dreimal Gerhard Lamprechts Berlin – eine Hommage an den Regisseur und Gründungsdirektor der Deutschen Kinemathek, der auch ein Dokumentarist seiner Heimatstadt war. Zu Beginn dieser kleinen Werkschau stellen Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen und Eva Orbanz die dreibändige Edition Gerhard Lamprecht vor – Startschuss für eine neue Veranstaltungsreihe des Bundesplatz-Kinos mit dem Titel „Film & Buch“.

Eine Filmreihe in Zusammenarbeit mit Edition Text + Kritik und dem Bundesarchiv – Filmarchiv, Berlin
Informationen und Tickets unter www.bundesplatz-kino.de

 


Filmreihe
Das ist ja wie im Kino. Gerhard Lamprechts Berlin
Eine Hommage
EMIL UND DIE DETEKTIVE, D 1931
und Buchpräsentation Edition Gerhard Lamprecht

10. März 2013, 15.45 Uhr
Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, U + S-Bhf Bundesplatz

Gäste: Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen, Eva Orbanz
Wiederholung am 11. März 2013, 15.45 Uhr

 


Filme zum Hören – FITZCARRALDO

6. März 2013, 16.45 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)
Im Anschluss an unsere öffentliche Tastführung für Blinde und Sehbehinderte können alle Interessierten FITZCARRALDO (D 1982, Regie: Werner Herzog) als Hörfilm kostenfrei im Museum für Film und Fernsehen genießen.

 


Öffentlicher Rundgang für Blinde und Sehbehinderte

6. März 2013, 15 Uhr

Teilnahme: 7,50 Euro, inkl. Museumseintritt. Teilnehmerzahl begrenzt. Voranmeldungen erforderlich bei der MuseumsInformation Berlin: Tel.: 030 - 247 49 888 oder museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

3. März 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

24. Februar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Berlinale-Special

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Martin Scorsese"

17. Februar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Blicke in die Archive

Filmerbe Studentenfilm? Das Archiv der dffb in der Deutschen Kinemathek

15. Februar 2013, 18 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)

 

In knapp 3.000 Produktionen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) spiegeln sich fast 50 Jahre Zeit- und Filmgeschichte: Studentenbewegung um 1968, dann die erste „Berliner Schule“ der 1970er-Jahre mit Dokumentar- und Arbeiterfilmen, Filme von Frauen, Experimental- und Spielfilme und schließlich zweite „Berliner Schule“, die weltweit als Wiedergeburt eines neuen deutschen Kinos von sich reden machte. Durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie ermöglicht, wurden Film- und Tonmaterial überprüft und konservatorisch behandelt, ausgewählte Filme hochwertig digitalisiert und Produktionsunterlagen erschlossen und archiviert. Der Erhalt des dffb-Archivs ist nun gesichert und eine Auswahl von Filmen steht der Öffentlichkeit in neuer Qualität zur Verfügung. Das Projekt und seine Filme wurden zum Abschluss von Jan Schütte (dffb) und Martin Koerber (Deutsche Kinemathek) präsentiert und von den Projektmitarbeitern erläutert.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der dffb

 


Berlinale-Special
Öffentliche Führung zum Film der Weimarer Republik

10. Februar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 

 


Berlinale-Special
Öffentlicher Rundgang für Blinde und Sehbehinderte

9. Februar 2013, 11.30 Uhr

 

Passend zum Hörfilmprogramm der Berlinale fand im Museum für Film und Fernsehen eine öffentliche Tastführung statt. Während des Rundgangs bekamen blinde und sehbehinderte Filmenthusiasten mit Hilfe von Hör- und Tasteindrücken Einblicke in die deutsche Filmgeschichte und entdeckten herausragende Werke, Stars und Regisseure. Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Filmlegende Marlene Dietrich. An ausgewählten Stationen wurde die Ausstellung anhand ergänzender Materialien und originaler Objekte haptisch und akustisch erfahrbar gemacht.

 


Hans Jaray, Herta Natzler und Franziska Gaál in Peter von Hermann Kosterlitz (Österreich, Ungarn 1934) Berlinale Retrospektive
The Weimar Touch. The International Influence of Weimar Cinema after 1933

7. Februar bis 17. Februar 2013
CinemaxX 8, Potsdamer Platz / Zeughauskino, Unter den Linden / Veranstaltungsraum (4.OG)

 

So lautete der Titel der von der Deutschen Kinemathek verantworteten Retrospektive der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Das Thema „Weltweite Einflüsse des Weimarer Kinos von 1933 bis 1959“ führte dabei im Jubiläumsjahr der Kinemathek eine wichtige Traditionslinie fort und war idealer Auftakt der langfristigen Kooperation mit dem MoMA. Das Weimarer Kino war eines der Vielfalt – mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann die Gleichschaltung der deutschen Filmindustrie. Mehr als 2000 vor allem jüdische Filmschaffende mussten in den kommenden Jahren emigrieren in der Hoffnung, Arbeitslosigkeit und Berufsverbot, Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung zu entkommen. Nur wenige der nach 1933 in Deutschland entstandenen Filme knüpfen an Traditionen des Weimarer Kinos an. Doch rufen schon zwei Liedzeilen von Bruno Balz, ein winziges musikalisches Zitat von Franz Doelle in Gerhard Lamprechts EINMAL EINE GROSSE DAME SEIN, die Erinnerung an die Tonfilmoperette DER KONGRESS TANZT wach. Nur selten, etwa auch in den Filmen Reinhold Schünzels, schien in Deutschland noch solche Nähe zum Weimarer Kino auf. Der eigentliche Ort dieses vertriebenen Kinos wurde der Exilfilm. Wem die Flucht aus Deutschland und der Neuanfang glückte, der schrieb unter den veränderten Bedingungen nun nicht nur die Geschichte des Films im Exilland, sondern auch die Tradition des deutschen Films fort. Die Retrospektive erinnerte mit ausgewählten Filmen an die Facetten, mit denen das Weimarer Kino nach 1933 die Filmproduktion international beeinflusste. Klassiker und fast unbekannte Filme, Komödien, Thriller oder Science-Fiction-Filme ließen dessen vielfältige Transformationen aufscheinen. Das Filmprogramm wurde ergänzt durch begleitende Veranstaltungen im Filmhaus am Potsdamer Platz.

In Kooperation mit dem Museum of Modern Art, New York

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

3. Februar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Edition Gerhard LamprechtBuchpräsentation

Ein gewisser Herr Lamprecht

31. Januar 2013, 19 Uhr
Veranstaltungsraum (4. OG)

 

„Zuwendung vom Senat noch immer nicht eingetroffen“, notierte Gerhard Lamprecht in seinem Tageskalender heute vor 50 Jahren, am 31. Januar 1963. „Vormittags im Hotel Berlin bei Henri Langlois und Lotte Eisner“, schrieb er am Tag danach – dem Eröffnungstag der Deutschen Kinemathek. Gerhard Lamprecht war zu dieser Zeit eine umtriebige und kenntnisreiche lokale wie internationale Schnittstelle zwischen Kulturfunktionären, Filmsammlern und -künstlern. Der geborene Berliner (1897–1974) war an knapp 70 Filmen als Schauspieler, Autor und Regisseur beteiligt. Er bediente viele Genres, doch ragen dabei seine Berlin-Filme heraus. Bereits als Zehnjähriger begann er mit der Anlage eines Filmarchivs, das er später seine „Kinemathek“ nannte. 1962 wurde sie vom Land Berlin erworben, die Geschichte der einst privaten Sammlung setzt sich bis heute als gemeinnütziges Angebot fort: die Deutsche Kinemathek. Die drei neu erschienenen Bände der Edition Gerhard Lamprecht beschreiben das filmische Werk Lamprechts, führen ein in die Geschichte des Filmsammelns in Deutschland und spüren der Entstehung einer filmhistorischen Methode nach: dem auf Tonband fixierten Interview, dessen Ziel die subjektiv angeordnete Versammlung von möglichst vielen geschichtlichen Fakten ist.

Mit Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen und Eva Orbanz
Im Anschluss Altberliner Büffet
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Edition Text + Kritik

 


Buchcover In der Ferne das GlückLesung
In der Ferne das Glück
Geschichten für Hollywood

29. Januar 2013, 19 Uhr
Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, 10117 Berlin, U-Bahnhof Hausvogteiplatz

 

„Eines Tages findet sich der Mensch wieder ein Land weiter geweht“, notierte der deutsch-jüdische Journalist Moritz Goldstein 1939 in einem Aufsatz für die Pariser Tageszeitung. Der einstige Redakteur der Vossischen Zeitung war vor den Nationalsozialisten nach England geflüchtet. In seinem Beitrag erzählt er mit Respekt von jener noblen Gastfreundschaft, mit der er sich als Fremder willkommen geheißen fühlte. Als Flüchtling aus Deutschland ein Gast in der Welt. Doch auch ein Gleichberechtigter? Wer vor den Nationalsozialisten floh, stand im Exil zumeist vor dem Nichts. Vor allem für Schriftsteller war der Verlust ihrer Sprache ein Desaster. Viel gelesene Autoren wie Vicki Baum, Heinrich Mann, Felix Salten oder Joseph Roth entwarfen Stoffe für das Kino, versierte Regisseure, Drehbuchschreiber und Produzenten wie Fritz Kortner und Willi Wolff bemühten sich um Verträge mit den Hollywood-Studios. Der in Hollywood einflussreiche Agent Paul Kohner half ihnen dabei. Aus seinem Nachlass stammen die in dem Buch In der Ferne das Glück erstmals publizierten Filmerzählungen. Ediert und kommentiert von Wolfgang Jacobsen und Heike Klapdor, vermittelt die Anthologie einen ungewöhnlichen Einblick in Emigrantenschicksale, das Business der Traumfabrik und Kinotrends der vierziger Jahre.

Lesung mit Bibiana Beglau, Wolfgang Jacobsen und Heike Klapador
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Aufbau Verlag und der Mendelssohn-Gesellschaft e. V.

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

27. Januar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

20. Januar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Porträt Martin Scorsese Quelle: Deutsche KinemathekFilmreihe
Martin Scorsese

Bis zum 15. Januar 2013
Kino Arsenal

 

Der Produzent, Regisseur, Drehbuchautor, Darsteller und für die Bewahrung des internationalen Filmerbes engagierte Martin Scorsese zählt zu den bedeutendsten US-amerikanischen Filmemachern seiner Generation. Obwohl er stets am Rand des Hollywood-Studiosystems gearbeitet hat, gehört er seit einigen Jahren auch zu den kommerziell erfolgreichsten Regisseuren weltweit. Sein Werk umfasst annähernd 50 Titel, darunter 30 abendfüllende Filme der unterschiedlichsten Genres: Gangsterfilm, Musical, Thriller, Biopic, Musikfilm, Dokumentation, Melodram, Kinderfilm. Anlässlich seines 70. Geburtstags widmen das Kino Arsenal und die Deutsche Kinemathek Martin Scorsese eine umfangreiche Retrospektive.

Eine Filmreihe in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.

 


Filmreihe
Martin Scorsese
A PERSONAL JOURNEY WITH MARTIN SCORSESE THROUGH AMERICAN MOVIES, USA 1995

15. Januar 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
SHINE A LIGHT, USA 2007

14. Januar 2013, 19.30 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
THE LAST TEMPTATION OF CHRIST, USA 1988

13. Januar 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

13. Januar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Filmreihe
Martin Scorsese
TAXI DRIVER, USA 1976

12. Januar 2013, 21 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
WHO'S THAT KNOCKING AT MY DOOR?, USA 1965-68

12. Januar 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
CAPE FEAR, USA 1991

11. Januar 2013, 19.30 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
THE AGE OF INNOCENCE, USA 1993

10. Januar 2013, 19.30 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
RAGING BULL, USA 1980

8. Januar, 20 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
FEEL LIKE GOING HOME, USA 2003

7. Januar 2013, 20 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
GOODFELLAS, USA 1990

6. Januar 2013, 19.30 Uhr
Kino Arsenal

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung Film

6. Januar 2013, 14 Uhr

Führung kostenlos, mit Eintrittskarte

 


Filmreihe
Martin Scorsese
THE DEPARTED, USA 2006

5. Januar 2013, 20 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
SHINE A LIGHT, USA 2007

4. Januar 2013, 20 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
IL MIO VIAGGIO IN ITALIA, USA/Italien 2001

3. Januar 2013, 19 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
ITALIANAMERICAN, USA 1974
AMERICAN BOY. A PROFILE OF STEVEN PRINCE, USA 1978

2. Januar 2013, 20 Uhr
Kino Arsenal

 


Filmreihe
Martin Scorsese
THE AGE OF INNOCENCE, USA 1993

1. Januar 2013, 19.30 Uhr
Kino Arsenal

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