Veranstaltungen 2008

Symposium

Der Erste Weltkrieg im Film

30. Oktober bis 1. November 2008
Kino Arsenal, UG, und Veranstaltungsraum, 4. OG

 

Mit dem Thema „Der Erste Weltkrieg im Film" beschäftigt sich ein Symposium der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen. In den vergangenen Jahren ist die epochale kultur- und mentalitätsgeschichtliche Bedeutung dieses ersten globalen Konflikts des 20. Jahrhunderts zunehmend ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Wenig beachtet wurde bisher die Rolle, die der vor 90 Jahren beendete „Große Krieg" bis heute in Film und Fernsehen spielt. Die erschreckende Erfahrung dieses ersten mit moderner Technik ausgetragenen internationalen Konflikts von 1914 bis 1918 hat sich vom ersten Kriegsjahr an bis in die Gegenwart in einer Fülle von filmischen Werken niedergeschlagen. In Vorträgen und Podiumsgesprächen beschäftigen sich Filmhistoriker und Geschichtswissenschaftler mit den unterschiedlichen filmischen Formen, die die Erinnerung an die „Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts vor allem in Deutschland, Frankreich, England und in den USA hervorgebracht hat.

Im Zusammenhang mit dem Symposium zeigt das Zeughauskino ab dem 1. November eine umfangreiche Filmreihe (>> www.zeughauskino.de).

Eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Kooperation mit dem Zeughauskino.

Gefördert durch den Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. – AsKI aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

>> Programm als pdf

Anmeldung: symposium@deutsche-kinemathek.de

 


Freier Eintritt in alle Ausstellungen

Tag des Audiovisuellen Erbes

27. Oktober 2008, 10 bis 18 Uhr

Kino Arsenal, UG, 19.30 Uhr

 

Der 27. Oktober wurde 2005 von der UNESCO zum Welttag des Audiovisuellen Erbes erklärt. Seither wird an diesem Tag weltweit die problematische Überlieferungssituation von Film- und Fernsehmaterial in Veranstaltungen und Filmvorführungen thematisiert.

Nur etwa 15% aller in Deutschland produzierten Filme aus der Stummfilmzeit sind noch erhalten, auch zahlreiche Tonfilme gelten heute als verschollen. Noch prekärer ist die Situation im Experimentalfilmbereich. Diese Verluste sind in jüngster Zeit verstärkt in das Blickfeld einer Öffentlichkeit geraten, die das audiovisuelle Erbe schützen will. Wie aber sehen Strategien zur „Rekonstruktion“ dieser blinden Flecken der Filmgeschichte aus?

Das Projekt „Lost Films“ der Deutschen Kinemathek (www.lost-films.eu) bietet eine Plattform, auf der verloren gegangene Filme anhand von Sekundärmaterial (Fotos, Drehbücher, Zensurkarten etc.) dokumentiert und ggf. wieder identifiziert, also wieder gefunden werden können. Zunächst wird dies für den deutschen Film erarbeitet, perspektivisch soll hier Filmarchivaren, Sammlern und anderen Interessierten ein Forum geboten werden, auf dem auch international Informationen ausgetauscht werden können.

Im Kino Arsenal wird das Projekt vorgestellt sowie gelungene Beispiele für Darstellungen von Filmen gezeigt, die es eigentlich nicht mehr gibt, darunter Werke von F.W. Murnau und ein vergessener Film mit Asta Nielsen. Lassen Sie sich überraschen!

Alle Ausstellungen des Museums für Film und Fernsehen sind an diesem UNESCO-Welttag, einem Montag, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Eintritt frei

>> www.lost-films.eu

>> Informationsfaltblatt als pdf (englisch)

 


Lesung und Buchpräsentation

„Theo Lingen. Das Spiel mit der Maske“

22. Oktober 2008, 19 Uhr
Veranstaltungsraum 4. OG

 

Theo Lingen brillierte in unzähligen komischen Rollen im Film. Als Filmstar ist er dem Publikum im Gedächtnis geblieben. Dass er ein erfolgreicher Theaterschauspieler war, ist nahezu vergessen, wie auch sein Faible für den Hörfunk und das Fernsehen. Neben der Würdigung des vielseitigen Künstlers stellen die Autoren auch Lingens Lebensumstände im „Dritten Reich“ dar, seine Hilfe für NS-Verfolgte und sein Verhältnis zu Emigranten wie Fritz Kortner und Bertolt Brecht, mit dessen erster Ehefrau er verheiratet war.

Die Autoren Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen stellen ihr Buch vor und erläutern ihre Annäherung an Theo Lingen, der über sich einmal sagte: „Ich öffnete glücklicheren Menschen jene Türen, die mir verschlossen blieben.“

Eintritt frei

Eine Kooperation zwischen dem Aufbau-Verlag, der Deutschen Kinemathek und dem Filmarchiv Austria.

 


Home Movie Day

18. Oktober 2008

Veranstaltungsraum 4. OG, 10 bis 17 Uhr

 

Die Deutsche Kinemathek beteiligt sich dieses Jahr wieder am weltweit stattfindenden Home Movie Day. Jeder kann ab 10 Uhr seine Familienfilme und andere Schätze aus Kellern und Dachböden mitbringen, sie werden fachmännisch begutachtet, es werden Ratschläge zur Erhaltung der wertvollen Originale gegeben, und nicht zuletzt wird von 14 bis 17 Uhr eine Auswahl der Filme gezeigt.

Eintritt frei

Das Abendprogramm im Arsenal greift um 19 Uhr das Thema auf und präsentiert HORST BUCHHOLZ ... MEIN PAPA von Christopher Buchholz und Sandra Hacker (D 2005). Ein anrührendes Portrait des Schauspielers, gedreht von seinem Sohn, immer wieder durchbrochen von den Familienfilmen, die die Protagonisten in jungen Jahren zeigen.

Kino Arsenal, UG, 19 Uhr

Eintritt 6,50 Euro Gäste / 4,50 Euro Mitglieder
Kartentelefon: +49-30-269 55-100

>> Einladung als pdf

 


Symposium

Zwischen technischem Können und rechtlichem Dürfen
Filme und Digitalisierung in Museen und Archiven

11. und 12. September 2008
Veranstaltungsraum 4. OG

Die Digitalisierung ist für die kommerzielle Verwertung von Filmen Fluch und Segen zugleich. Einerseits wird die Vervielfältigung von Filmen einfacher und kostengünstiger, und neue Geschäftsmodelle der Distribution tun sich auf, andererseits erleichtern digitale Formate auch die unautorisierte Auswertung. Um die Interessen von Rechteinhabern zu schützen, wurden Gesetze geändert und neue Vorschriften erlassen. Welche Auswirkungen hat das für Archive und Museen? Wie können und dürfen sie mit dem (digitalen) Kopierschutz und proprietären Formaten umgehen? Welche rechtlichen Schranken grenzen die technischen Möglichkeiten ein?

>> Programm als pdf

Ameldung:
France Caroline Vehar
Tel.: +49-30-300 903-502
Fax: +49-30-300 903-13
urheberrecht@deutsche-kinemathek.de

 


23. Lange Nacht der Museen

30. August 2008, 18 bis 2 Uhr

 

Ständige Ausstellungen Film und Fernsehen

100 Jahre deutsche Filmgeschichte und 50 Jahre deutsche Fernsehgeschichte. Diese Konzeption ist einzigartig in Europa. Ebenso spektakulär ist die Ausstellungsinszenierung: Spiegelsäle, Lichtinstallationen und überraschende Passagen fangen die Faszinationskraft der bewegten Bilder ein.
>> Ständige Ausstellung Film
>> Ständige Ausstellung Fernsehen

Sonderausstellung
Wasserwelten. Eine Fernsehausstellung für Kinder
Die ICE BIRD, unser Forschungsschiff ist zum Ablegen bereit! Mit an Bord sind eine Pinguinfamilie, ein Delphin und ein Eisbär. Auf der abenteuerlichen Reise kann man sich spielerisch und unterhaltsam über ihre Lebensräume im und auf dem Wasser informieren. Unser Forschungsschiff ist mit einem Bordkino, vielen Fernsehmonitoren, Hörstationen und Bildtafeln ausgerüstet. Sie berichten unterwegs von der Sprache der Delphine, von seltsamen Wesen in der Tiefsee oder vom riesigen Blauwal. Sie erzählen auch von „Pingu“, „SpongeBob Schwammkopf“ oder kleinen Meerjungfrauen.
>> Sonderausstellung Wasserwelten

Konzert
Der deutsche Beatboxmeister Mando imitiert Wassergeräusche und andere Rhythmen.
20 Uhr und 21 Uhr

 


Die Dubrow-Krise

Filmvorführung und Podiumsdiskussion

11. August 2008, 19 Uhr
Kino Arsenal im Filmhaus (2. UG)

mit dem Regisseur Eberhard Itzenplitz und Peter Paul Kubitz, Programmdirektor Fernsehen der Deutschen Kinemathek

 

1969 brachte Wolfgang Menge DIE DUBROW-KRISE (Regie: Eberhard Itzenplitz) auf den Bildschirm, eine Komödie über die deutsch-deutsche Teilung. Der fiktive Ort Dubrow an der innerdeutschen Grenze zählte durch einen kartographischen Fehler zu Unrecht zur DDR, wurde über Nacht von den DDR-Grenztruppen in den Westen „ausgemauert" und somit ein West-Dorf.

Mit dem Sonnenaufgang begann der bundesrepublikanische Alltag für die Dörfler. Ein Versehen? Oder ein Test? Sofort fühlten sich internationale Experten berufen, die Lage in einer Fernsehdiskussion zu erörtern. Über das Dorf brach unterdessen die westdeutsche Konsumgesellschaft herein und verwirrte die Bewohner nicht nur mit ihren bunten Angeboten.

Der Umgang der Menschen mit dieser neuen Wirklichkeit steht im Mittelpunkt dieser deutsch-deutschen Komödie, die nicht zuletzt den westdeutschen Umgang mit der Einheitsfrage thematisiert. Am Ende wird der Grenzfehler allerdings berichtigt, und das Dorf „wandert“ wieder auf die östliche Seite der innerdeutschen Grenze.

Eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund und den Freunden der Deutschen Kinemathek e. V./ Kino Arsenal.

Der Eintritt ist frei

>> Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

>> Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund

>> Kino Arsenal

 


Klangraum Regenwald

Musikalische Reise in eine wunderbare Landschaft mit dem Klangkünstler Michael Bradke

29. Juni, 14.00 Uhr

Veranstaltungsraum 4. OG

Ausgehend vom „Regen-Wald“ beginnt das Programm mit einem Klangbild des Wasserkreislaufes. Vom Regenplätschern und Rauschen über die dicken von den Blättern abperlenden Tropfen über das Gluckern der Bäche und Flüsse, bis zum Meer, wo das Wasser durch die Sonne verdunstet und mit dem Wind als Wolken wieder zum Regenwald zurück treibt.

Michael Bradke erzeugt die Wasser- und Tierklänge mit seiner großen Sammlung teils überraschender Werkzeuge und Instrumente, und das Publikum wird aufgefordert mitzuspielen. Viele verschiedene Vogelpfeifen kreisen durch den Saal, alle werden zur Affenhorde oder zum Moskito-Schwarm, lassen Knarrdosen und Knisterpapiere erklingen ..., ein besinnliches und furioses Konzert.

Eintritt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Anmeldung wird wegen begrenzter Platzzahl empfohlen.

Anmeldung:
Antje Materna
Tel.: +49-30-300 903-877
Fax: +49-30-300 903-629
amaterna@deutsche-kinemathek.de

 


Filmprogramm mit Einführung

Zu Gast: Rick Prelinger – Ephemeres und Exzentrisches

15. und 16. Juni 2008

Kino Arsenal im Filmhaus (2. UG)

 

Der US-amerikanische Archivar, Filmemacher und Autor Rick Prelinger ist durch seine Sammlung an „ephemeral films“ weltweit bekannt geworden, die er im Internet frei und in hoher Qualität zugänglich macht. Damit hat Prelinger den Blick auf einen bislang als unbedeutend betrachteten Bereich des Filmschaffens gelenkt, auf Amateur-, Erziehungs- und Unterrichtsfilme, Industrie- und Werbefilme, auf den Sektor der „non-theatricals“ also: Filme, die in herkömmlichen Kinos und Archiven keine Heimat finden. Für das Kino Arsenal hat er drei ebenso provokative wie unterhaltsame Programme kuratiert, die er persönlich einführen wird. „Sponsorship as Demonstration and Drama“ gibt einen Einblick in die Produktion des industriell gesponserten Filmschaffens, das in seinen besten Zeiten mehr Filme hervorbrachte als Hollywood, während „Memories of Persuasion“ Filme zeigt, die zu einem sozialen Konsens verführen sollten. „America: From Capitalist Realism to Consumer Republic“ schließlich zeichnet den Übergang Amerikas von einer Fertigungswirtschaft in ein Konsumparadies nach.

 

15. Juni 2008, 19.30 Uhr
Sponsorship as Demonstration and Drama
Tribune-American Dream Picture, 1924; In the Suburbs, 1957; Boooked for Safekeeping, 1960; Once Upon a Honeymoon, 1956. Insgesamt 94 Minuten, mit Einführung von Rick Prelinger

15. Juni 2008, 21.30 Uhr
Memories of Persuasion
Round and Round, 1938; The House in the Middle, 1954; The Middleton Family at the World’s Fair, 1935; Destination Earth, 1956. Insgesamt 90 Minuten, mit Einführung von Rick Prelinger

16. Juni 2008, 21.00 Uhr
America: From Capitalist Realism to Consumer Republic
Master Hands, 1936; Tuesday in November, 1945; American Look, 1958.
78 Minuten mit Einführung von Rick Prelinger

>> Programm als pdf

>> Kino Arsenal

>> www.prelinger.com

 


Die digitale Herausforderung – Perspektiven für Archive und Film- und Kinomacher

Kolloquium

13. und 14. Juni 2008
Kino Arsenal im Filmhaus (2. UG)

 

Noch immer kennen die meisten Menschen digitale Filmtechnik nur als Werkzeug zur Erzeugung spektakulärer „Visual Effects“. Tatsächlich aber hat sie bereits in der Produktion, Verbreitung und Archivierung von bewegten Bildern die herkömmlichen Verfahren verdrängt, ohne dass die damit einhergehenden Veränderungen umfassend verstanden und die damit gegebenen Möglichkeiten wirklich genutzt würden.

Mit der Digitalisierung geht der Wunsch nach der sofortigen und dauerhaften Verfügbarkeit aller jemals produzierten Bilder einher – eine Herausforderung für die Archive, von denen mehr als zuvor erwartet wird, alles  verfügbar zu halten, möglichst rund um die Uhr und online wie auf YouTube. Die Realität ist von diesem Ziel noch weit entfernt, andererseits bahnt die neue Technik auch Wege in bislang unzugängliches Terrain und liefert Ideen zu innovativen Geschäftsmodellen.

Hinter den Kulissen der Filmproduktion haben sich fast alle Arbeitsabläufe stark verändert: Mit Hilfe der Digitalisierung werden analoge Bilder verarbeitet und auch als solche wieder ausgegeben. Was nur wie eine zeitgemäße Form der Kopiermaschine wirkt, bringt tatsächlich eine Veränderung der Inhalte auf der Leinwand mit sich: Ein vollständig künstlich erzeugter Film kann ganz normal aussehen, ohne erkennbare „Visual Effects“.

Auch im Bereich Restaurierung ergeben sich ganz neue Chancen zur Rettung verloren geglaubter Bilder durch digitale Nachbearbeitung und Compositing des Materials.

Distributionsmodelle digitaler Bilder abseits des DCI-Standards aus Hollywood können bisher selten gezeigten Bereichen aktueller wie historischer Filmproduktion Perspektiven eröffnen. Die potentielle Verfügbarkeit aller Bilder lädt schließlich auch zur kreativen Wiederverwendung ein: Aus dem Found-Footage-Film wird der Remix, der Zugriff des Benutzers wird selbst zum Programm und Teil der audiovisuellen Kultur.

>> Kurzprogramm/ Flyer als pdf

>> ausführliches Programm als pdf 

Anmeldung:
Dr. Holger Theuerkauf
Tel: +49-30-300 903-31
Fax: +49-30-300 903-13
htheuerkauf@deutsche-kinemathek.de

 


Romy Schneider. Die Biographie

Lesung mit Günter Krenn

25. Mai 2008, 17 Uhr im Hotel Savoy, Fasanenstraße 9-10, 10623 Berlin

Das faszinierende Leben der letzten Diva des 20. Jahrhunderts, gestützt auf umfangreiches, teilweise bislang unerschlossenes Material.

Eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek in Kooperation mit dem Aufbau Verlag und dem Hotel Savoy.

>> www.aufbau-verlag.de

 


Sonderführung durch die Ausstellung „Wenn ich sonntags in mein Kino geh'"

22. Mai 2008, 17.30 Uhr

Für Freunde der Tonfilmoperette und ihrer Musik bieten wir eine weitere Sonderführung durch die Ausstellung am 22. Mai 2008 um 17.30 Uhr an. Ein Kurator der Ausstellung wird Ihnen mit Grammophon und Schellackplatten ausgewählte Schlager vorspielen und die Ausstellung erläutern.

Um telefonische Anmeldung unter +49-30-300 903-0 wird gebeten.

 


Staatsmacht und Öffentlichkeit – Wie frei war das Fernsehen 1968?

Symposium

22. bis 24. Mai 2008
Deutsche Kinemathek, Veranstaltungsraum (4. OG)

Ein deutsch-französisches Symposium der Deutschen Kinemathek in Kooperation mit dem Institut national de l’Audiovisuel (ina), Paris

Zum 40. Jahrestag des „Mai 68“ in Paris zeigen die Deutsche Kinemathek und das Institut national de l’audiovisuel (ina), Paris, ausgewählte Fernsehdokumente der Studentenproteste des Jahres 1968 in Berlin und Paris; Bilder aus den Fernsehnachrichten, Beiträge politischer Magazine und Sondersendungen mit dem Anspruch der Hintergrundinformation.

Auf dem Podium diskutieren Akteure und Zeitzeugen, ehemalige Journalisten sowie jüngere Historiker der 68er-Bewegung über die Rolle des Fernsehens in der Bundesrepublik und in Frankreich, seinen Einfluss auf die Ereignisse sowie seine Vermittlungsleistung im Rahmen der nationalen Politikdiskurse.

Um Anmeldung unter
Tel: +49-30-300903-810
Fax: +49-30-300-903-629
jdellith@deutsche-kinemathek.de
wird gebeten.

>> Programm und Anmeldung (pdf)

 


Jeanine Meerapfel

Filmprogramm in Anwesenheit der Regisseurin

Samstag, 17. Mai und Montag, 19. Mai 2008
Kino Arsenal im Filmhaus (2. UG)

 

Die Regisseurin Jeanine Meerapfel widmete viele ihrer Filme dem Schicksal von Emigranten, unsentimental Anteil nehmend, mit Blick für Menschen und Landschaften.

Jeanine Meerapfel wurde in Buenos Aires geboren, 1964 kam sie nach Deutschland, um an der Hochschule für Gestaltung in Ulm Filmregie zu studieren. Sie schrieb Filmkritiken und lehrte als Professorin an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Jeanine Meerapfel lebt in Berlin.

Einführung: Prof. Martin Koerber, Leiter des Filmarchivs der Deutschen Kinemathek
Eintritt 6,50 Euro Gäste / 4,50 Euro Mitglieder
Kartentelefon +49-30-269 55-100

Eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen anlässlich der Übernahme der Filme Jeanine Meerapfels in den Verleih und der Herausgabe einer DVD-Edition mit ihren Filmen.

Mit freundlicher Unterstützung von Neue Visionen Medien, Basis-Film Verleih Berlin und Freunde der Deutschen Kinemathek e. V./ Kino Arsenal

>> Neue Visionen Medien
>> Basis-Film Verleih
>> Kino Arsenal

 


Internationaler Museumstag

Unter dem Motto „Museen und gesellschaftlicher Wandel" begehen die Museen am Sonntag, 18. Mai 2008 den Internationalen Museumstag. Im Museum für Film und Fernsehen ist an diesem Tag der Eintritt in alle Ausstellungen frei.

>> www.museumstag.de

 


Zwischen Selbstverwirklichung und Selbstbehauptung

Die Filmpublizistin Libertas Schulze-Boysen

Vortrag, Lesung und Gespräch auf Schloss & Gut Liebenberg

Samstag, 10. Mai 2008, 14.30 Uhr
Schloss & Gut Liebenberg, Löwenberger Land

 

Libertas Schulze-Boysen war vom Film fasziniert. Als Pressereferentin einer amerikanischen Filmfirma und mit ihrer Tätigkeit in der „Kulturfilmzentrale“ lebte sie dieses Interesse ebenso aus wie in ihren filmpublizistischen Arbeiten für eine nationalsozialistische Tageszeitung. Wegen ihres Widerstands gegen das Nazi-Regime wurde sie 1942 hingerichtet. Ein Leben zwischen Selbstverwirklichung und Selbstbehauptung.
Auf Schloss Liebenberg verbrachte sie ihre Kindheit, es war ihre Heimat und ihr Lebensmittelpunkt.

Mit der Autorin Wenke Wegner und dem Historiker Dr. Hans Coppi.

Eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen und des  Liebenberger Freundeskreis Libertas e.V.
Mit Unterstützung der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement und edition text + kritik

Schloss & Gut Liebenberg
Ortsteil Liebenberg
16775 Löwenberger Land (nördlich von Oranienburg)
>> www.schloss-liebenberg.de

 


Digitales Kulturerbe – gemeinsam vernetzen

Tagung

28. und 29. April 2008
Deutsche Kinemathek, Veranstaltungsraum (4. OG)

Die Tagung wird den Fokus auf die gemeinsame Vernetzung der digitalen Ressourcen in Museen, Archiven, Bibliotheken, in Bildungs-, Forschungs- und Kultureinrichtungen setzen. Seit Jahren wird in verschiedenen Projekten kulturelles Erbe digital erfasst, digital erschlossen und über Internet-Portale digital zugänglich gemacht. Die Verbesserung der Zugänglichkeit zu diesen Materialien, die Möglichkeit zur Information über die bislang realisierten Projekte und die daraus resultierenden Erfahrungen sowie der Blick nach vorne werden in vier Themenblöcken behandelt.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Institut für Museumsforschung, Staatliche Museen zu Berlin.

Informationen und Anmeldung unter www.kulturerbe-vernetzen.de

 


Zum 100. Geburtstag von Brigitte Helm
Alraune, Femme fatale und Sphinx

30. März 2008, 12 Uhr
Georg-Kolbe-Museum
Sensburger Allee 25
14055 Berlin

Vortrag von Werner Sudendorf, Sammlungsleiter Deutsche Kinemathek.

Buchvorstellung „David Semler: Brigitte Helm. Der Vamp des deutschen Films, München 2008".

Eine Veranstaltung des Georg-Kolbe-Museums im Rahmen der Ausstellung „Glamour! Das Girl wird feine Dame – Frauendarstellungen in der späten Weimarer Republik“ >> mehr beim Georg-Kolbe-Museum

Brigitte Helm in ABWEGE (D 1928, Regie: G.W. Pabst)

 


Zum 100. Geburtstag von Brigitte Helm
Film mit Einführung

30. März 2008, 19.30 Uhr, Kino Arsenal (Filmhaus, 2. UG)

 

Brigitte Helms Karriere beginnt wie ein Illustrierten-Roman. Die Mutter schickt 1924 dem Regisseur Fritz Lang ein Bild ihrer Tochter, Lang macht mit ihr eine Probeaufnahme und die gänzlich Unbekannte bekommt die weibliche Hauptrolle in METROPOLIS (Fritz Lang, D 1927), dem teuersten Film der deutschen Filmgeschichte. METROPOLIS bringt die Ufa an den Rand des Ruins und macht Brigitte Helm über Nacht berühmt.

Die Ufa gibt ihr einen Zehn-Jahres-Vertrag; 29 Filme lang spielte Brigitte Helm im deutschen, französischen und englischen Film. 1935 zieht sie sich vom Film zurück, spielt nicht auf der Bühne, gibt keine Interviews und lehnt alle Einladungen ab. Sie stirbt am 11. Juni 1996 in Ascona. Neben zahlreichen belanglosen Filmen gibt ihr vor allem G.W. Pabst die Gelegenheit zu großen schauspielerischen Leistungen. In DIE LIEBE DER JEANNE NEY (G.W. Pabst, D 1927) stellt sie eine hilflose Blinde dar, die von einem Schurken verführt wird. In ABWEGE (G.W. Pabst, D 1928) ist Brigitte Helm eine verwöhnte Ehefrau, die aus der Langeweile ihrer Ehe entfliehen will.

Als „verspätete Gratulation“ zeigt die Deutsche Kinemathek im Arsenal zum 100. Geburtstag von Brigitte Helm ABWEGE in der rekonstruierten Fassung des Bundesachrivs-Filmarchivs. Zum Film wird die Musik der australischen Komponistin Elena Kats-Chernin eingespielt.

Einführung: Werner Sudendorf, Deutsche Kinemathek
Eintritt: 6,50 Euro Gäste / 4,50 Euro Mitglieder
Kartentelefon: 030/26955-100

Eine Veranstaltung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen. Mit freundlicher Unterstützung der Freunde der Deutschen Kinemathek e.V. / Arsenal.

Brigitte Helm in ABWEGE (D 1928, Regie: G.W. Pabst)

 


Rudolf Kurtz. Essayist und Kritiker (Film & Schrift Bd. 6)

Buchpräsentation und Film

15. März 2008, 18 Uhr
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A / Marstall am Lustgarten
14467 Potsdam

 

Der Essayist, Filmpublizist, Schriftsteller und Dramatiker Rudolf Kurtz (1884-1960) gehörte ab Mitte der 1910er Jahre zu den schillerndsten literarischen Figuren, die die Entwicklungsgeschichte des deutschen Films kritisch begleitet haben. Bekannt wurde er als einer der frühesten Fürsprecher der expressionistischen Kunstbewegung und als Autor des Buches „Expressionismus und Film“. Einen Namen als Filmpublizist machte er sich als Chefredakteur der „Lichtbild-Bühne“. Er widmete sich Fragen der Filmpolitik und -ästhetik, betrieb das Tagesgeschäft des Filmkritikers und verfasste humorvoll pointierte Glossen über das Filmgeschäft. Die Essays und Kritiken von Kurtz werden ergänzt durch einen Aufsatz von Michael Wedel. Der Autor gibt eine Einführung in Leben und Werk des Filmpublizisten. Im Anschluss läuft Ernst Lubitschs amerikanischer Stummfilm THE STUDENT PRINCE IN OLD HEIDELBERG von 1927, für Kurtz „ein Meisterwerk der Filmregie, eine der stärksten Leistungen, die je ein Regisseur geschaffen hat“.

Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro
In Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Potsdam >> mehr beim Filmmuseum Potsdam

 


Forum deutscher Fernsehgrößen

Georg Stefan Troller übergibt sein Fernseh-Œvre der Deutschen Kinemathek

Lesung

14. März 2008, 17.30 Uhr
Deutsche Kinemathek, Veranstaltungsraum (4.OG)

 

Das Museum für Film und Fernsehen eröffnet mit dem filmischen Werk von Georg Stefan Troller in der Programmgalerie das „Forum deutscher Fernsehgrößen" für Personen, die Fernsehgeschichte geschrieben haben. Die Aufnahme ist mit der Sicherung sämtlicher noch erhaltener  Fernsehproduktionen verbunden. Zugleich erhält die Deutsche Kinemathek von den Ausgezeichneten wichtige Produktionsunterlagen und persönliche Archivalien. Das Gesamtwerk der so geehrten Personen wird vom Museum für Film und Fernsehen, einzigartig in Deutschland, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Georg Stefan Troller, geb. 1921 in Wien, ist vor allem durch seine Dokumentarfilme und Porträts bekannt geworden. Legendär ist sein ab 1962 für den WDR produziertes „Pariser Journal”. Ab 1972 war er Sonderkorrespondent für das ZDF und porträtierte in der Sendereihe „Personenbeschreibung” große Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Georg Stefan Troller liest aus seinem neuen Buch „Paris geheim“ (2008)  und aus früheren Werken.
Es sprechen: Dr. Rainer Rother (Künstlerischer Direktor) und Peter Paul Kubitz (Programmdirektor Fernsehen)

Der Eintritt ist frei

 


Retrospektive 2008: Luis Buñuel

Vorträge und Gespräche

8. bis 14. Februar 2008
Deutsche Kinemathek, Veranstaltungsraum (4.OG)

>> pdf der Veranstaltungen zum Herunterladen

 

Die Retrospektive der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin ehrt den 1983 verstorbenen spanischen Regisseur Luis Buñuel mit einer umfassenden Werkschau seiner Filme. Hinzu kommen Arbeiten, bei denen er als Regie-Assistent, Drehbuchautor oder Produzent tätig war. Ergänzend zum Filmprogramm findet eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Gesprächen statt.

Im Rahmen der Retrospektive sowie der Hommage Francesco Rosi lädt die Deutsche Kinemathek zwischen dem 8. und 14. Februar 2008 zu sechs Veranstaltungen ein.

Der Eintritt ist frei. >> mehr

 


Fachtagung „Presentation and Access of Audiovisual Collections“

24. und 25. Januar 2008
Deutsche Kinemathek, Veranstaltungsraum (4. OG)

 

Archivbestände werden digitalisiert und ins Netz gestellt, um deren Benutzung zu verbessern und den Zugang zu erleichtern, aber der potentielle Nutzer ist schwer einzuschätzen. Besonders audiovisuelle Archive stehen vor dem Problem, dass zu wenige Erfahrungswerte vorliegen, die Materialien sind erst seit kurzer Zeit digitalisiert und dies selten in großen Mengen.

Wie positioniert man seine Archive im Internet, wenn dort die Frage nach dem Urheber vernachlässigt wird? Gibt es nicht doch noch technische Einschränkungen trotz Web 2.0, vor allem für den spezifischen Bedarf des Kultursektors? Ist das World Wide Web überhaupt die Plattform, auf der man seine Sammlungen präsentieren möchte? Oder ist der Besuch im Archiv immer noch die bessere Lösung?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Fachtagung von TAPE (Training for Audiovisual Preservation in Europe), veranstaltet von der European Commission for Preservation and Access (ECPA) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek und der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft.

Die Tagungssprache ist Englisch.

 

Anmeldung:

Prof. Martin Koerber, Leiter des Filmarchivs der Deutschen Kinemathek

E-Mail: mkoerber@deutsche-kinemathek.de

Fax: +49 (0)30 300 903-13

 

Mehr Informationen entnehmen Sie bitte >> diesem pdf.

 

Informationen zu dem Projekt TAPE finden Sie unter: www.tape-online.net

Hinweis: Im Rahmen der Tagung ist am 24. Januar um 19.30 im Kino Arsenal FILM IST (7-12) von Gustav Deutsch als Berliner Premiere zu sehen.

 


22. Lange Nacht der Museen

26. Januar 2008, 18 bis 2 Uhr
Deutsche Kinemathek, 1., 2., 3. und 4. OG

 

Einmal mehr lädt das Museum für Film und Fernsehen zur „Langen Nacht der Museen" ein. Von 18 Uhr bis 2 Uhr sind folgende Ausstellungen im Filmhaus für Besucher geöffnet:

- Die Ständigen Ausstellungen Film und Fernsehen, die jeweils einen Einblick in 100 Jahre deutscher Filmgeschichte und in 50 Jahre deutscher Fernsehgeschichte geben;

- die Sonderausstellung „Wenn ich sonntags in mein Kino geh’. Ton– Film– Musik 1929–1933", die sich mit einer besonderen Spielart des Musikfilms beschäftigt: der Tonfilmoperette. Kostüme, Requisiten, Filmtechnik und Plakate erinnern an Stars wie Lilian Harvey, Käthe von Nagy, Willy Fritsch und Willi Forst. Führungen werden zwischen 19 Uhr und 22 Uhr stündlich angeboten. Um 20.30 Uhr und um 21.30 Uhr singt das Vokalensemble Five Gentlemen Schlager der Tonfilmoperette.
- die Sonderausstellung „Auf heißen Spuren ... Meisterdetektive im Museum"
für Kinder von 4 bis 14 Jahren. Zwischen 18.30 Uhr und bis 20.30 Uhr ist alle 30 Minuten im Spiegelsaal Das Flüsterzimmer zu hören, ein Hörkrimi von Laura Feuerland für Kinder ab 8 Jahren.

Weitere Informationen unter: www.lange-nacht-der-museen.de

 


Finissage der Ausstellung „Auf heißen Spuren ... Meisterdetektive im Museum"

27. Januar 2008, ab 14 Uhr
Deutsche Kinemathek, 4. OG

 

Das Museum für Film und Fernsehen lädt alle Kinder und Erwachsenen zur Finissage der Ausstellung „Auf heißen Spuren ... Meisterdetektive im Museum" ein.

Schüler der 7. Klasse des Gymnasiums der Königin-Luise-Stiftung lesen aus ihren selbst verfassten Krimis, Schüler der 3. Klasse der Giesensdorfer Grundschule singen das berühmte Kalle Blomquist-Lied und der dreiminütige Zeichentrickfilm EIN NEUER FALL FÜR DETEKTIVIN CHARLY (Regie: Regina Voss) aus dem Trickfilm-Workshop hat hier seine Premiere.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Weitere Infos entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

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