Film:ReStored. Das Filmerbe-Festival

Berlin, 22. bis 25. September 2016

An vier Tagen präsentierte das Festival Film:ReStored der Deutschen Kinemathek Kinopremieren digital restaurierter Filme aus sechs Jahrzehnten deutscher Filmgeschichte. Begleitet wurden die Vorführungen von einer Konferenz mit Vorträgen, Podiumsrunden und Werkstattgesprächen, die den Erhalt des Filmerbes im digitalen Zeitalter ins Licht rückten. Archive des Kinematheksverbundes führten Beispiele aus der Digitalisierungspraxis vor und gaben damit Einblick in technische Möglichkeiten und Entscheidungsprozesse bei der Überführung von analogem Material in digitale Daten. Auch damit verbundene ethische und ästhetische Fragen wurden weiterführend in Vorträgen und Gesprächsrunden mit Experten aus dem In- und Ausland diskutiert. Dabei ging es vor allem um den Status und den Schutz des (analogen) Originals: Gerade vor dem Hintergrund der Reproduzierbarkeit als Wesensmerkmal des Mediums Film wurde diskutiert, was künftig als „Original“ gelten kann und wie es als Archivgut und Referenz für jede weitere Kopierung zu behandeln ist. Erst auf dieser Grundlage können verbindliche Kriterien für eine nachhaltige Digitalisierung des Filmerbes aufgestellt werden, die eine der größten kulturellen Herausforderungen der Zeit darstellt. Neben dem Vergnügen, Klassiker und Neuentdeckungen in bester Vorführqualität genießen zu können, widmete sich Film:ReStored daher auch diesem zentralen Thema. Einführungen und Gespräche mit Beteiligten rundeten die Vorführungen ab.

In Kooperation mit dem Kinematheksverbund und der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF)

 

Digital restaurierte Filme von: G. W. Pabst, Rainer Simon, Wolfgang Staudte, Werner Nekes u. a.

Vorträge von: Paolo Cherchi Usai, Michael Hollmann, Jon Wengström, Eric Le Roy u. a.

Werkstattgespräche mit: Anke Wilkening, Julia Wallmüller, Anke Mebold u. a.

>> Programmflyer (pdf)

 

Was wurde bereits digitalisiert?

Eine Übersicht der bisher durch öffentliche Föerdung ermöglichten Digitalisierungen findet sich unter www.filmportal.de/nachrichten.

Die Listen der Digitalisierungen des Kinematheksverbundes (pdf)  zeigen darüber hinaus, welche Digitalisate – von Digibeta bis 4K – aus Haushaltsmitteln oder Nutzungsanfragen in den letzten Jahren erstellt wurden. Anhand der vollständigen Darstellung kann man den technischen Wandel bei den Nutzungsanfragen verfolgen und erkennen, dass nicht nur bekannte Werke im Fokus des Interesses stehen.

Auch Digitalisate in SD können für viele Nutzungszenarien jenseits der Kinoprojektion (Sichtungen, DVD, Internet) vorläufig noch nützlich sein, daher sind sie hier mit aufgeführt.

Das Deutsche Filminstitut hat sich entschlossen, in seine Liste nur Digitalisate von HD aufwärts aufzunehmen; es verfügt jedoch auch über eine größere Anzahl von SD-Digitalisaten, die einzeln erfragt werden können.

Digitalisate im Bundesarchiv sind in den hier publizierten Listen nicht enthalten. Sie sind im Bundesarchiv zu erfragen bzw. im Falle von vorhandenen Benutzungsstücken auf der Website des Bundesarchiv-Filmarchivs einzusehen unter www.bundesarchiv.de/benutzungsmedien/filme.

 

Kinopreis des Kinematheksverbundes

Am 24. September wurde im Rahmen des Festivals der Kinopreis des Kinematheksverbundes verliehen. Mit ihm werden jährlich bundesweit Kommunale Kinos für herausragende Programme ausgezeichnet als Würdigung ihres kontinuierlichen Engagements für eine anspruchsvolle und vielfältige Kinokultur in Deutschland. Erstmalig wurde in diesem Jahr der „Lotte-Eisner-Preis“ in Höhe von 6.000 Euro für ein besonders herausragendes Kinoprogramm verliehen. Daneben wurden insgesamt zwanzig weitere Prämien an Kinos vergeben.
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