Veranstaltungen 2018

Plakat Berlinale-Retrospektive, Gestaltung Pentagram DesignBerlinale-Retrospektive
Weimarer Kino – neu gesehen

15. bis 25. Februar 2018
CinemaxX 8, Potsdamer Platz
Zeughauskino, Unter den Linden 2
Veranstaltungsraum, 4. OG

 

Die von der Deutschen Kinemathek verantwortete Retrospektive der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin stellt die Vielfalt des Weimarer Kinos ins Zentrum. Vor rund hundert Jahren, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und mit der Ausrufung der Weimarer Republik, entwickelte sich eine der produktivsten und einflussreichsten Phasen des deutschen Filmschaffens, die dessen internationale Wahrnehmung bis heute prägt. 28 Programme mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen aus den Jahren 1918 bis 1933 sind auf der großen Leinwand zu erleben. Die Retrospektive konzentriert sich auf drei thematische Schwerpunkte: „Exotik“, „Alltag“ und „Geschichte“. Mit dieser ersten thematisch orientierten Werkschau der Berlinale zum Weimarer Kino wird der Blick auf diejenigen Filme gelenkt, die nicht zum Kanon zählen. Bekanntere Filme werden in digital restaurierten Fassungen präsentiert und können neu betrachtet werden. Das Genre-Spektrum reicht von der schwungvollen Tonfilmoperette über wortwitzige Komödien bis hin zu sozial und politisch engagierten Filmen.
Ergänzt wird die Retrospektive von zahlreichen Veranstaltungen in der Deutschen Kinemathek.

Informationen und Tickets unter www.berlinale.de

 


Kinderzeichnung von Volker Traub, etwa 1942, © Stiftung Deutsche Kinemathek, Nachlass Hans und Hedwig Traub

Berlinale: Blicke in die Archive
Hans Traub und sein „Wörterbuch des Films“

22. Februar 2018, 18 Uhr
Veranstaltungsraum, 4. OG

 

Der Film war zu Beginn der 1940er-Jahre noch zu jung, um bereits über ein größeres Schrifttum zu seiner Geschichte und den vielfältigen gesellschaftlichen, technischen oder ökonomischen Ausprägungen zu verfügen. An ein „Wörterbuch des Films“ machte sich während des Zweiten Weltkriegs indes der Zeitungs- und Filmwissenschaftler Hans Traub. Seit 1936 leitete er die Ufa-Lehrschau in Babelsberg, im Folgejahr wurde ihm die universitäre Lehrbefugnis entzogen, er galt den Nationalsozialisten als „Mischling zweiten Grades“. Mit seinem „Wörterbuch“ verfolgte Traub ein ehrgeiziges Projekt, doch Bombenkrieg und sein früher Tod 1943 verhinderten die Veröffentlichung. Als Fragment ist das Werk in den Sammlungen der Deutschen Kinemathek überliefert und erlaubt es, den Stand der damaligen deutschen Filmwissenschaft, aber auch ihre Beeinflussung durch nationalsozialistische Ideologie genauer einzuschätzen. Rainer Rother und Rolf Aurich stellen die jüngst erschienene Edition vor.

In deutscher Sprache

Eintritt frei

 


Öffentliche inklusive Tastführung durch die Ständige Ausstellung / Entfällt

25. Februar 2018, 14 Uhr

Blinde und sehende Filmenthusiasten entdecken gemeinsam die Welt des bewegten Bildes.

Führung kostenfrei, mit Eintrittskarte

stattdessen

Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung

Ein Rundgang durch mehr als 100 Jahre Filmgeschichte

25. Februar 2018, 14 Uhr

Führung kostenfrei, mit Eintrittskarte

 


MEIN TOD IST NICHT DEIN TOD, D 2006, Regie Lars Barthel, copyright Chetna, Quelle ÖFilm

Filmreihe Filmspotting– Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
MEIN TOD IST NICHT DEIN TOD von Lars Barthel

26. Februar 2018, 19 Uhr
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

 

Ein Mann bekommt von seiner verstorbenen Frau einen mysteriösen Auftrag. Er soll ihre Asche in den Wind streuen, die er vor 15 Jahren in Indien vergraben hat. Seine Reise dorthin ist gleichzeitig auch eine Reise in die Vergangenheit ihrer Liebe. Eingebettet in diese fiktive Rahmenhandlung wird die reale Geschichte dieser Frau erzählt: ihre Ankunft in der DDR, ihr Leben dort als exotisch betrachtetes Wesen. An der Filmhochschule lernt sie einen Filmemacher kennen, sie heiraten und gehen mit ihrer gemeinsamen Tochter erst nach Indien, dann nach West-Berlin. Der biografische Dokumentarfilm von 2006 beschreibt die letzte, erträumte Begegnung zweier Liebender, bei der sich das Reich der Toten mit der Schönheit des Lebens vereint und versöhnt.

Zu Gast: Lars Barthel

Eintritt: 8 Euro

 


Allgemeine Einführung in die Bestände der Bibliothek und deren Nutzung

1. März 2018, 17 Uhr

Bibliothek, 5. OG

Führung kostenfrei, ohne Voranmeldung

 


Buchvorstellung
Die Edelschau

1. März 2018, 19.30 Uhr
Wolf Kino, Weserstraße 59, 12045 Berlin

 

Alfred Edel war ein unvergleichlicher Schauspieler. Obendrein Redner, Philosoph, Mensch. Ein Abend mit Alfred Edel, Arnold Hau, Mr. Tremble, zwei Zaren, Milchkännchen und Fischstäbchen.

Hosts: Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen, Herausgeber von „Das Edelbuch“ (2004)

In Kooperation mit dem Verbrecher Verlag

Eintritt: 8 Euro / 7 Euro ermäßigt

 


DIE REISE NACH SUNDEVIT, DDR 1966, Regie Heiner Carow copyright DEFA-Stiftung, Horst Blümel

Filmreihe
Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

1. bis 31. März 2018
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Das deutsche Nachkriegskino hat eine Reihe von Kinderfiguren hervorgebracht, die einen neuen, anderen Blick auf die Welt anbieten. Schon in den ersten, noch in den Ruinen der unmittelbaren Nachkriegszeit gedrehten Filmen wie z.B. DEUTSCHLAND IM JAHRE NULL (I/D 1948, Regie: Roberto Rossellini) sind sie Kronzeugen für gesellschaftliche Defizite oder auch Utopien. Durch Kinderaugen lassen sich die Wirklichkeit mit ihren Missständen und den Nachwirkungen der Geschichte, aber auch der unmittelbare Alltag in ungewohnter Perspektive darstellen – auch in ästhetischer Hinsicht. Kinderblicke, so zeigt die Reihe mit zwölf Spielfilmen, sind von besonderem Reiz für ein Kino, das nach neuen Formen sucht, um der zeitgenössischen Lebensrealität Ausdruck zu verleihen. Dabei stehen bekannte Werke wie z.B. ALICE IN DEN STÄDTEN (BRD 1974, Regie: Wim Wenders) und DIE REISE NACH SUNDEVIT (DDR 1966, Regie: Heiner Carow) neben Wiederentdeckungen wie PEPPERMINT FRIEDEN (BRD 1983, Regie: Marianne S. W. Rosenbaum), BÜBCHEN (BRD 1968, Regie: Roland Klick) oder DIE LETZTEN JAHRE DER KINDHEIT (BRD 1979, Regie: Norbert Kückelmann). Viele der gezeigten Filme stammen aus dem Verleih der Deutschen Kinemathek, so auch DIE KINDER AUS NR. 67 (BRD 1980, Regie: Ursula Barthelmess, Werner Meyer), der erstmals in der digitalen Fassung präsentiert wird.
Die Filmreihe kann ab März 2018 im Filmverleih der Deutschen Kinemathek gebucht werden.

Eine Filmreihe kuratiert von Bettina Henzler, Leiterin des DFG-Projekts „Filmästhetik und Kindheit“ (Universität Bremen) in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek und dem Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums.

Weitere Informationen zu dem Forschungsprojekt auf www.filmundkindheit.de (Bettina Henzler)

 


PEPPERMINT FRIEDEN © Nourfilm

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

Eröffnung der Filmreihe
PEPPERMINT FRIEDEN (BRD 1983, Regie: Marianne S. W. Rosenbaum)

1. März 2018, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Mr. Peppermint Frieden – so nennen die Kinder den amerikanischen Soldaten, der in ihrem bayrischen Dorf mit seinem ‚Amischlitten‘ vorfährt, Kaugummis verteilt und sich zum Stelldichein mit der Nachbarin trifft. Er verkörpert für sie in der Nachkriegszeit Frieden und Freiheit. Nachts aber träumt Maria davon, dass er wie ein Hase gejagt und in einen Ofen gesteckt wird. Und auch der Russe Ivan macht ihr Sorgen – wird er sich mit Mr. Peppermint versöhnen? Maria versucht sich einen Reim auf die schrecklichen Geheimnisse zu machen, von denen die Erwachsenen schweigen. PEPPERMINT FRIEDEN ist wohl der radikalste Versuch im deutschen Kino, die Geschichte aus der Perspektive eines Kindes zu erzählen: Schwarzweiße Szenen wechseln mit knallbunten Pop-Traumsequenzen, reale Ereignisse überlagern sich mit Motiven aus Märchen, Religion und Romantik.

Eintritt: 5 Euro

 


DEUTSCHLAND, BLEICHE MUTTER BRD 1980, Regie Helma Sander-Brahms, Quelle Deutsche Kinemathek

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

DEUTSCHLAND, BLEICHE MUTTER (BRD 1980, Regie: Helma Sanders-Brahms)

2. März 2018, 20.30 Uhr
4. März 2018, 18.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Aus der Perspektive der Tochter wird das Leben ihrer Mutter Lene in NS-Regime, Kriegs- und Nachkriegszeit erzählt. Der Film fragt nach der schuldhaften Verstrickung der gewöhnlichen Deutschen und rückt die alltäglichen Erfahrungen von Frauen ins Zentrum, die sich im Krieg emanzipierten und danach zurück an den Herd gedrängt wurden. In der Figur des Kindes wird die Ungleichzeitigkeit der Geschichte erfahrbar, die Kindheit zu Kriegszeiten als glückliche Beziehung zur Mutter erinnert. DEUTSCHLAND, BLEICHE MUTTER thematisiert, was die Elterngeneration von ihren Erfahrungen und Traumata an die Nachfolgenden weitergibt: „Alles, was ich meiner Tochter an Erziehung geben kann, steckt in diesem Film.“ (Helma Sanders-Brahms)

Einführung am 2. März: Bettina Henzler

Eintritt: 5 Euro

 


DIE KINDER AUS NR. 67 [...] BRD 1980, Regie: Ursula Barthelmess, Werner Meyer, Quelle Deutsche Kinemathek

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

DIE KINDER AUS NR. 67 ODER HEIL HITLER, ICH HÄTT GERN 'N PAAR PFERDEÄPPEL … (BRD 1980, Regie: Ursula Barthelmess, Werner Meyer)

3. März 2018, 19.30 Uhr
18. März 2018, 15 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Paul und Erwin sind beste Freunde und gehören zu einer Bande von Kindern des Berliner Hinterhofs Nr. 67: Die beiden Fußballfans verdienen mit Gelegenheitsarbeiten Geld, um sich einen Fußball zu kaufen, kämpfen gegen die Hitlerjungen und veranstalten solidarische Hoffeste. Doch ihre Spiele werden zunehmend von den sozialen und politischen Entwicklungen überschattet, die auch die Freundschaft der Jungen auf die Probe stellt. Geprägt vom Berliner Dialekt und der unbändige Spielfreude der Kinderdarsteller, versetzt uns DIE KINDER AUS NR. 67 in die Zeit der 1930er-Jahre.

Gäste am 3. März: Renée Gundelach und Gisela Storch-Pestalozza

Eintritt: 5 Euro

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung

Ein Rundgang durch mehr als 100 Jahre Filmgeschichte

4. März 2018, 14 Uhr

Führung kostenfrei, mit Eintrittskarte

 


KINDHEIT DDR 1987, Regie Siegfried Kühn © DEFA–Stifung / Eckhardt Hartkopf, Waltraut Pathenheimer

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

KINDHEIT (DDR 1987, Regie: Siegfried Kühn)

7. März 2018, 20 Uhr
10. März 2018 19 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Der neunjährige Alfons verbringt das letzte Kriegsjahr auf dem Bauernhof seiner Großmutter in Schlesien. Nach dem Tod ihres despotischen Mannes, verliebt sich diese in den Schausteller Nardini, der mit seinen Zirkus im Dorf gastiert und von den NS-Schergen bald verfolgt wird. Alfons vergöttert seine unkonventionelle, fantasiebegabte Großmutter, die die Hofwirtschaft fest im Griff hat, aber auch schon mal im Nachthemd auf den Dächern tanzt. Er wird zum Mitwisser der illegitimen Liebesbeziehung und muss sich zur zunehmenden Feindseligkeit der Dorfbewohner gegenüber den ‚Zigeunern’ verhalten. Die radikal subjektive Perspektive des Kindes motiviert eine märchenhaft-groteske Erzählung, in der die Fantasie sich mit der Realität vermischt und dem Unwesen des NS-Regimes mit Komik und Lebenslust begegnet wird.

Einführung am 10. März: Claus Löser

Zu Gast am 10. März: Siegfried Kühn

Eintritt: 5 Euro

 


BÜBCHEN BRD 1969, Regie Roland Klick © Hans Höhn

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

BÜBCHEN (BRD 1969, Regie: Roland Klick)
Vorfilm: SILVO (BRD 1967, Regie: Helke Sander)

10. März 2018, 21 Uhr
15. März 2018, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Der zehnjährige Achim bringt im Spiel seine Schwester um und entsorgt die Leiche auf einer Mülldeponie. Als die Eltern von ihrer Party und die Babysitterin von der Spritztour mit ihrem Freund zurückkommen, beginnt eine fieberhafte Suche nach dem Kind, in der alle in erster Line versuchen, ihr Gesicht zu wahren. Der Debütfilm von Roland Klick stieß beim Start auf heftigen Widerstand und ist auch heute noch eine Herausforderung an die Zuschauer: Denn er stellt Vorstellungen von kindlicher Unschuld ebenso infrage, wie er auf psychologische Erklärungen verzichtet.

Eintritt: 5 Euro

 


Plakat der Ausstellung Die Ufa – Geschichte einer MarkeÖffentliche Führung durch die Sonderausstellung
„Die Ufa – Geschichte einer Marke“

11. März 2018, 14 Uhr

 

Während des geführten Ausstellungsrundgangs bekommen die Teilnehmer/-innen anhand von Highlight-Exponaten und Hintergrundinformationen vertiefte Einblicke in die Entwicklung der Ufa im Kontext deutscher Zeit- und Filmgeschichte vermittelt.

Führung kostenfrei, mit Eintrittskarte

 


  DEUTSCHLAND IM JAHRE NULL, I/D (West) 1948, Regie Roberto Rossellini, Quelle Deutsche Kinemathek

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

DEUTSCHLAND IM JAHRE NULL (I/D (West) 1948, Regie: Roberto Rossellini)

11. März 2018, 18 Uhr
16. März 2018, 21 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

1948 brachte Roberto Rossellini mit DEUTSCHLAND IM JAHRE NULL den italienischen Neorealismus nach Deutschland und drehte mit einem Kind in der Hauptrolle einen der ersten Nachkriegsfilme, die die Frage nach der Verantwortung und Zukunft der Deutschen aufwerfen. In den Streifzügen des Jungen Edmund durch die Ruinenlandschaft des Nachkriegs-Berlins erschließt sich eine desolate Gesellschaft: Orgelmusik dringt aus zerbombten Kirchen, Menschen zerteilen auf offener Straße ein totes Pferd, Kinder spielen in Ruinen Fussball. Rossellini verzichtet auf die melodramatische Überhöhung des Geschehens. Stattdessen fordert die dokumentarische Kamera die Zuschauer heraus, mit eigenen Augen zu schauen und Stellung zu beziehen.

Eintritt: 5 Euro

 


DIE LETZTEN JAHRE DER KINDHEIT, BRD 1979, Regie Norbert Kückelmann Foto: Gerhard Gundel / Deutsche Kinemathek

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

DIE LETZTEN JAHRE DER KINDHEIT (BRD 1979, Regie: Norbert Kückelmann)

16. März 2018, 18.30 Uhr
Do, 22. März 2018, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Der Film schildert die Odyssee eines straffälligen Kindes durch Institutionen der Verwahrung: Jugendstrafanstalt, Psychiatrie, Gefängnis. Gedreht an Originalschauplätzen und mit Vertretern der Institutionen, die vor der Kamera ihre gegensätzlichen Positionen vertreten, zeichnet Kückelmann, der selbst als Anwalt tätig war, ein differenziertes Bild des Umgangs mit delinquenten Jugendlichen in der BRD der 1970er-Jahre. Die sensible Kameraarbeit von Jürgen Jürges verleiht dem Freiheitsdrang des Kindes und seinen Begrenzungen in Räumen und Landschaften Ausdruck.

Eintritt: 5 Euro

 


  PEPPERMINT FRIEDEN BRD 1983, Regie: Marianne Rosenbaum © Nourfilm  BÜBCHEN BRD 1969, Regie: Roland Klick © Hans Höhn  IRGENDWO IN BERLIN D, (Ost) 1946, Regie Gerhard Lamprecht © DEFA-Stiftung / Kurt Wunsch

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

IRGENDWO IN BERLIN (D (Ost) 1946, Regie: Gerhard Lamprecht)

17. März 2018, 19 Uhr
24. März 2018, 19 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

In der Nachkriegszeit spielen Kinder Krieg in den Trümmern Berlins. Sie tauschen dafür Lebensmittel gegen Feuerwerkskörper. Ihr Spiel ist Ausdruck einer von Krieg und Zerstörung traumatisierten Gesellschaft, der die (männlichen) Leitbilder verloren gegangen sind: Willis Vater ist gefallen, Gustavs Vater kehrt depressiv aus dem Krieg zurück, und korrupte Geschäftemacher, wie Dieb Waldemar, treiben ihr Unwesen. Wie weit werden die Kinder in ihren Spielen gehen? Wann werden sie das Spielen aufgeben, um sich der Zukunft zuzuwenden? Wie viele andere Filme aus Nachkriegszeiten verkörpern Kinderfiguren in IRGENDWO IN BERLIN die Traumata der Vergangenheit und das Versprechen auf einen Neubeginn.

Eintritt: 5 Euro

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung

Ein Rundgang durch mehr als 100 Jahre Filmgeschichte

18. März 2018, 14 Uhr

Führung kostenfrei, mit Eintrittskarte

 


DIE REISE NACH SUNDEVIT, DDR 1966, Regie Heiner Carow © DEFA–Stiftung / Horst Blümel

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

DIE REISE NACH SUNDEVIT (DDR 1966, Regie: Heiner Carow)
Vorfilm: WENN ICH ERST ZUR SCHULE GEH' … (DDR 1962, Regie: Winfried Junge)

24. März 2018, 15 Uhr
27. März 2018, 20 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

Zur Blütezeit des amerikanischen Roadmovies drehte Heiner Carow mit DIE REISE NACH SUNDEVIT einen Kinderfilm, in der die Hauptfigur Tim zu Fuß und per Anhalter, mit dem Fahrrad, dem Fuhrwerk, dem Auto und schließlich sogar einem Kettenpanzer entlang der Ostsee reist. Tim, Sohn eines Leuchtturmwärters und in den Ferien allein, beschließt, einer Gruppe von Pionieren in ein Ferienlager nach Sundevit zu folgen. Als er zuvor noch einem Freund im Dorf helfen möchte und an eine Reihe weiterer hilfesuchender Erwachsener gerät, verpasst er die Abreise mit den Pionieren. Kurzentschlossen bricht er alleine auf, um ihnen zum Fähranleger nachzufolgen.

Eintritt: 5 Euro

 


Öffentliche Führung durch die Ständige Ausstellung

Ein Rundgang durch mehr als 100 Jahre Filmgeschichte

25. März 2018, 14 Uhr

Führung kostenfrei, mit Eintrittskarte

 


 

SABINE KLEIST, 7 JAHRE, DDR 1982, Regie: Helmut Dziuba © DEFA-Stiftung / Siegfried Skoluda

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

SABINE KLEIST, 7 JAHRE
(DDR 1982, Regie: Helmut Dziuba)

25. März 2018, 15 Uhr
31. März 2018, 18.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

„Ich will nicht“ – schreit Sabine der geliebten Erzieherin entgegen, als diese zum Abschied im Kinderheim gefeiert wird. Kurze Zeit später reißt sie Bilder von den Wänden, zerschlägt eine Scheibe und reißt aus. Während die anderen Sabine suchen, thront sie schon auf einem Pferd und reitet im Tross eines Zirkus die nächtliche Leipzigerstraße entlang. Eine zweitägige Reise durch die Stadt Berlin hat begonnen. SABINE KLEIST, 7 JAHRE zeigt seine Hauptfigur als eine Rebellin, die um Liebe und einen Platz in der Gesellschaft kämpft. Die Perspektive des Kindes vermittelt ein Kaleidoskop des Alltags im Ostberlin der 1980er-Jahre.

Eintritt: 5 Euro

 


Filmreihe „Aus dem Fernseharchiv“

Die Drehbuchautorin Helga Feddersen

IM FAHRWASSER (BRD 1971, Regie: Georg Tressler)

25. März 2018, 18.30 Uhr

Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Eintritt frei

 


DIE REISE NACH LYON, BRD 1980, Regie Claudia von Alemann, Quelle Deutsche Kinemathek

Filmreihe Filmspotting – Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek
DIE REISE NACH LYON von Claudia von Alemann

26. März 2018, 19 Uhr
Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

 

Elisabeth, eine junge Historikerin, kommt in Lyon an, Mann und Kind hat sie zurückgelassen, um mit offenen Augen und Ohren die Stadt als Schauplatz zu durchstreifen. Ausgangpunkt ist das Tagebuch der Flora Tristan, einer französischen Sozialistin und Feministin des frühen 19. Jahrhunderts, die die Aktivisten und Denker ihrer Zeit wesentlich beeinflusst hat, danach aber in Vergessenheit geriet. Um ihr Leben so sinnlich wie möglich zu rekonstruieren, versucht Elisabeth, es akustisch über aufgenommene Töne und Geräusche erfahrbar zu machen – ein Echo der Geschichte, das zum Spiegel der eigenen Gegenwart wird.
Anlässlich des 75. Geburtstags der Regisseurin wird DIE REISE NACH LYON (BRD 1980) in ihrer Anwesenheit erstmals als digitale Fassung aufgeführt.

Zu Gast: Claudia von Alemann

Eintritt: 8 Euro

 


Filmreihe „Aus dem Fernseharchiv“

Die Drehbuchautorin Helga Feddersen

IM FAHRWASSER (BRD 1971, Regie: Georg Tressler)

28. März 2018, 20 Uhr

Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Eintritt frei

 


Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

ALICE IN DEN STÄDTEN
(BRD 1974, Regie: Wim Wenders)

29. März 2018, 20 Uhr
31. März 2018, 20.30 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

In ALICE IN DEN STÄDTEN wird das Roadmovie von der amerikanischen Weite in das deutsche Ruhrgebiet verlegt. Der Fotograf Philipp Winter kehrt nach einer Reise aus Amerika enttäuscht nach Deutschland zurück. Mit dem Mädchen Alice, die von ihrer Mutter am Flughafen zurückgelassen wurde, beginnt er die unmögliche Suche nach dem Haus ihrer Großmutter, von dem nur ein Name – Wuppertal –, ein Foto und das Bild in der Erinnerung existieren. In dem vielleicht unbeschwertesten Film von Wim Wenders bedingt die Figur des Kindes auch die spielerische Haltung der Regie: Ohne vorab geschriebenes Drehbuch, begibt sich Wenders mit seinen Figuren auf eine Reise, um die Gegend seiner eigenen Kindheit neu zu entdecken.

Eintritt: 5 Euro

 


 

DAS GOLDENE DING, BRD 1972, Regie Alf Brustellin, Nikos Perakis, Edgar Reitz, Ula Stöckl © ERF, Edgar Reitz Fillmproduktion

Filmreihe Kinder-Spiele, Kinder-Blicke
Neue Perspektiven im deutschen Film, 1946-1989

DAS GOLDENE DING (BRD 1972, Regie: Alf Brustellin, Nikos Perakis, Edgar Reitz, Ula Stöckl)

30. März 2018, 19.30 Uhr
31. März 2018, 15 Uhr
Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

In dem Film wird die bayerische Landschaft zu einem Spielfeld, auf dem das Regisseurenteam gemeinsam mit Kindern, ein paar selbstgezimmerten Schiffen und Waffen als Requisiten die Argonautensage gibt: Sie ‚spielen’, wie die griechischen Helden, Jason und die Argonauten, auf der Suche nach dem Goldenen Fließ die Welt erobern. Anstatt einer illusionistischen Reinszenierung der Welteroberung durch griechische Helden in einem „Abenteuerschinken“, versuchten sie, so Edgar Reitz, „das ursprüngliche Erzählpotential“ des Mythos wiederzuerlangen.

Vorfilm am 30. März: BRITTA FASTFRÜHLING (BRD 1966, Regie: Christa Pohland)

Einführung am 30. März: Bettina Henzler

Eintritt: 5 Euro

 

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