Projekte

>> Berlin – Ecke Bundesplatz (Online-Archiv)
>> Bildungsangebote für Menschen mit Fluchthintergrund
>> DFFB-Archiv (Online-Präsentation)
>> Digitalisierung der Filmplakate von Josef Fenneker  (...)
>> EFG1914
>> Europa Film Treasures
>> Europeana 1989
>> Exchange Museum  – kulturelle Teilhabe für taube Menschen
>> Filmmusik als Problem im deutschsprachigen Journalismus (1907–1930)
>> First we take Berlin...
>> Jugend filmt!
>> Kameradatenbank
>> Lost Films – Filmrekonstruktion und Publikation im Internet
>> Midas
>> Oberhausener Manifest 1962–2012
>> Sehen lernen – Bewegte Bilder in Schule und Museum
>> Wenn Bilder laufen lernen
>> Winter adé – Filmische Vorboten der Wende
>> Wir waren so frei ... Momentaufnahmen 1989/1990
>> Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film (Filmreihe)
>> Zur Entstehung von F. W. Murnaus TABU – Die Edition der Outtakes

 


Berlin – Ecke Bundesplatz (Online-Archiv)

2012 fiel für Hans-Georg Ullrichs und Detlef Gumms 1986 begonnene Langzeitdokumentation Berlin Ecke Bundesplatz die letzte Klappe. Zum Ende des Projekts öffnen die Filmemacher ihr Produktionsarchiv der Deutschen Kinemathek. Unter www.berlin-ecke-bundesplatz.de sind ab dem 9.2.2013 frühe Folgen der Reihe aus dem Jahr 1989, Fotografien von Ingeborg Ullrich, eine umfassende Filmografie aller Dokumentarfilme der Filmemacher seit den 1970er-Jahren sowie eine Bibliografie zu ausgewählten Veröffentlichungen online.

 


Bildungsangebote für Menschen mit Fluchthintergrund

Seit 2015 beteiligt die Deutsche Kinemathek sich an der Initiative Berlin Mondiale und kooperiert mit dem GIERSO Boardinghaus in Berlin-Weißensee. Die Initiative bringt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchthintergrund sowie Berliner Kunst- und Kulturinstitutionen zusammen. Durch die Förderung gemeinsamer Projektarbeit sollen Begegnungen ermöglicht werden, die zur Integration der Geflüchteten als gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft beitragen.

Neben regelmäßigen Filmabenden, die in der Unterkunft für alle Bewohner/-innen angeboten werden, können Geflüchtete das Museum für Film und Fernsehen besuchen und an dort stattfindenden Führungen teilnehmen. Eine weitere Säule der Partnerschaft bilden praktische Angebote für Kinder und Jugendliche: Workshops, moderierte Filmsichtungen und Exkursionen. Von der Themenfindung und Entwicklung filmischer Ideen über den Dreh bis hin zum Schnitt unterstützen professionelle Filmemacher/-innen die jungen Bewohner/-innen bei der Produktion eigener Kurzfilme. Die künstlerisch-kreative Arbeit in Rahmen von Workshops gibt den jungen Geflüchteten die Möglichkeit, sich mit ihrer neuen Umgebung auseinanderzusetzen, eigene Potenziale zu entdecken und sich die Welt des bewegten Bildes aus neuer Perspektive zu erschließen.

Die Website von Berlin Mondiale präsentiert vergangene und aktuelle Projektarbeiten.

 

 

        

Das Projekt wurde im Zeitraum 2015/16 von der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB)  und von 25p *cine support GmbH, Berlin unterstützt.

 

Kontakt:
Jurek Sehrt, bildung@deutsche-kinemathek.de

 


Online-Präsentation des DFFB-Archivs

Szenenfoto aus ICH NICHT, BRD 1968, Regie: Wolfgang Petersen, Quelle: Deutsche Kinemathek – DFFB-ArchivÜber Jahrzehnte hinweg verwahrt das Archiv der Deutschen Kinemathek einen kostbaren Schatz: das Film- und Schriftgutarchiv der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), darunter zahllose Filme, Trailer, Set-Fotos und Produktionsunterlagen. Nun wurde dieses Filmschaffen über den engeren Forschungsbezug hinaus öffentlich und unter dffb-archiv.de zugänglich gemacht. Fast 4.000 Werke hat die Deutsche Kinemathek hierfür erfasst. Unter ihnen befinden sich frühe Arbeiten von Thomas Arslan, Wolfgang Becker, Hartmut Bitomsky, Detlev Buck, Harun Farocki, Ebba Jahn, Holger Meins, Grzegorz Muskala, Skip Norman, Wolfgang Petersen, Cristina Perincioli, Christian Petzold, Helke Sander, Philip Sauber und Uli M Schueppel. Die umfangreiche Online-Präsentation enthält neben knapp einhundert Videostreams Narrationsstrecken, die die Geschichte und den Facettenreichtum der Berliner Film- und  Fernsehakademie näher beleuchten. 
Damit wurde eine Lücke in der Beschäftigung mit der deutschen Filmgeschichte geschlossen, und die DFFB wird als Spiegelbild und Seismograf der politischen, kulturellen und ästhetischen Strömungen des Berliner Kulturlebens der vergangenen fünfzig Jahre erkennbar.
Die Erschließung und Online-Präsentation des DFFB-Archivs wurde gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

 

Kontakt:
Jürgen Keiper, E-Mail: jkeiper@deutsche-kinemathek.de, Tel. 030-300 903-645 
Volkmar Ernst, E-Mail: vernst@deutsche-kinemathek.de, Tel. 030-300 903-654

 

         

 

      
 


Digitalisierung der Filmplakate von Josef Fenneker und der originalen Filmplakatentwürfe aus der Sammlung der Deutschen Kinemathek und deren Online-Präsentation in der Deutschen Digitalen Bibliothek

Der Maler, Grafiker, Ausstatter und Bühnenbildner Josef Fenneker (1895–1956) zählt zu den „wichtigsten Repräsentanten des künstlerischen Filmplakates der 1910er- und 1920er-Jahre“ (Wolfgang Jacobsen). Seine Auftraggeber waren vor allem das am Berliner Kurfürstendamm gelegene Uraufführungskino Marmorhaus sowie Berliner Filmproduktionsfirmen. Fenneker verarbeitete in zahlreichen seiner Plakate Einflüsse aus dem Expressionismus, dem Kubismus und dem Futurismus, dem Art déco und dem Jugendstil. Nicht zuletzt dieser Stilreichtum macht die Werke zu eindrucksvollen Dokumenten, die längst auch zur Illustration und atmosphärischen Schilderung der Weimarer Republik herangezogen werden.

Die Sammlungen der Deutschen Kinemathek beherbergen den weltweit einzigen nahezu vollständig überlieferten Bestand der von Josef Fenneker geschaffenen Filmplakate. Die etwa 340 Plakate (Farblithografien) sowie ergänzend etwa 74 originale Plakatentwürfe Fennekers und weiterer Künstler (Aquarell, Zeichnung, Collage) befinden sich zum Teil in fragilem Zustand und können daher der Öffentlichkeit nicht mehr vollständig im Original präsentiert werden.

Durch die Digitalisierung und Onlinepublikation sollen diese beiden Bestände, die für die filmwissenschaftliche und kunsthistorische Forschung (insbesondere zur Reklamegeschichte) ebenso bedeutsam sind wie im Hinblick auf die Berliner Kino- und Stadtgeschichte, der interessierten Öffentlichkeit und der internationalen Fachwelt erstmals vollständig und miteinander verknüpft, bestandsschonend und in zeitgemäßer Form zur Verfügung gestellt werden.

Die Digitalisierung und die Onlinepräsentation werden gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin und unterstützt von der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS) und der Stadt Bocholt (Rechteinhaber).

 

Kontakt
Peter Mänz, E-Mail: pmaenz@deutsche-kinemathek.de, Tel. 030-300 903-54
Matthias Struch, E-Mail: mstruch@deutsche-kinemathek.de

      

Logo Servicestelle Digitalisierung
 


EFG1914

In Fortsetzung des europäischen Großprojekts EFG – The European Film Gateway startete am 15. Februar 2012 EFG1914: Im Rahmen dieses Projekts werden von 20 europäischen Filmarchiven und Kinematheken rund 650 Stunden Filmmaterial durch Digitalisierung gesichert und über das Internet verfügbar gemacht. Der thematische Schwerpunkt des Projekts liegt auf den 1910er Jahren und insbesondere auf der Zeit des Ersten Weltkriegs, 1914 bis 1918. Beteiligt sind unter anderem Archive aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien, Italien, Spanien und den Niederlanden. Mit der Filmabteilung des Imperial War Museum in London ist die größte institutionelle Filmsammlung zum Ersten Weltkrieg Teil des Projekts. EFG1914 ist auf zwei Jahre angelegt und endet Anfang 2014 – in dem Jahr, in dem sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal jährt. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Kommission.
Die Deutsche Kinemathek digitalisiert im Rahmen von EFG1914 40 Stunden Filmmaterial aus ihrer Sammlung, das den Ersten Weltkrieg und seine Folgen zum Thema hat. Filmbegleitende Materialien wie Standfotos, Plakate und Programmhefte werden in eine virtuelle Ausstellung eingebracht, die im Rahmen des Projekts auf dem Portal Europeana entstehen wird.
Bereits während der 1910er Jahre wurde eine beachtliche Menge an Filmmaterial produziert, das sich mit den geschichtlichen Ereignissen rund um den Ersten Weltkrieg beschäftigt. Heute ist der Großteil dieses historischen Materials – Schätzungen zufolge etwa vier Fünftel des gesamten Bestands – verschollen. Das erhaltene Material lagert zum größten Teil auf Filmrollen in verschiedensten Archiven; entsprechend aufwändig und teuer ist seine Nutzung. EFG1914 schafft hier Abhilfe, indem Teile des Materials digitalisiert und bis Anfang 2014 über www.europeanfilmgateway.eu und die europäische digitale Bibliothek Europeana zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig versteht EFG1914 sich als Vernetzungsprojekt, das die unterschiedlichen Erfahrungen der Archive und Institutionen mit der Digitalisierung von Filmmaterial zusammenbringen und zu Kooperationen zwischen den einzelnen Partnern beitragen kann.

 

 

DER LUFTKRIEG DER ZUKUNFT
Originaltitel: THE AIRSHIP DESTROYER
Großbritannien 1909, Regie: Walter R. Booth, Musik: Aidje Tafial (2008)
Filmarchiv Deutsche Kinemathek

 

 


Europa Film Treasures

Gemeinsam mit 29 anderen Kinematheken und Filmarchiven – öffentlichen ebenso wie privaten – aus 19 europäischen Ländern ist die Deutsche Kinemathek auf der Website von Europa Film Treasures (momentan offline) vertreten. Deren Ziel ist es, ausgewählte filmische Schätze aus diesen Archiven einer möglichst großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Online können diese vor dem Verschwinden bewahrten Filme kostenlos angesehen, jedoch nicht heruntergeladen werden. Das in fünf Sprachen präsentierte Programm von Europa Film Treasures umfasst eine Vielfalt von Genres aus sämtlichen Epochen der Filmgeschichte.

Aus dem Archiv der Deutschen Kinemathek stammen unter anderem DER LUFTKRIEG DER ZUKUNFT (D 1909, Regie: Walter R. Booth), Der Einbruch (D 1920, Regie: unbekannt), The Three Must-Get-Theres (Frankreich 1922, Regie: Max Linder), Tartarin, Opfer eines Fünffrankenstückes (Italien 1912, Regie: unbekannt) und Supertramp Portrait 1970 (BRD 1970, Regie: Haro Senft).

 


Europeana 1989

Europeana 1989Europeana 1989 ist ein Crowdsourcing-Projekt zu den politischen und sozialen Veränderungen in Mittel- und Osteuropa um 1989. Anlässlich des 25. Jubiläums im Jahr 2014 ruft es dazu auf, persönliche Geschichten, Fotos und Erinnerungsstücke aus der Zeit der Öffnung des Eisernen Vorhangs in einem Online-Archiv zu sammeln.
Beiträge können direkt über die Projektwebsite www.europeana1989.eu eingereicht werden oder während Aktionstagen, bei denen Mitarbeiter bei der Digitalisierung helfen.
Als deutscher Projektpartner veranstaltet die Deutsche Kinemathek am 16./17. Mai 2014 Aktionstage in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig. Im September 2014 finden zwei weitere Aktionstage in Berlin statt. Im Rahmen von Europeana 1989 macht die Deutsche Kinemathek auch mehr als 4.700 private Bilder und Erinnerungsalben aus dem Online-Archiv „Wir waren so frei  ... Momentaufnahmen 1989/1990" (www.wir-waren-so-frei.de), das gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung betrieben wird, über Europeana und die Projektwebsite zugänglich.

Bisher wurden bei zwölf Aktionstagen in Polen, Litauen, Lettland, Estland und der Tschechischen Republik mehr als 6.000 Objekte digitalisiert und auf www.europeana1989.eu veröffentlicht. Mit weiteren Aktionstagen in Deutschland und Ungarn entsteht so bis Ende 2014 ein einzigartiges europaweites Archiv zu den Ereignissen von 1989.
Europeana 1989 ist Teil des Projekts Europeana Awareness, einem Best-Practice-Netzwerk von 48 Projektpartnern aus 31 Ländern, und läuft von Januar 2012 bis Dezember 2014. Projektpartner in Deutschland sind neben der Deutschen Kinemathek die Deutsche Nationalbibliothek und Facts & Files.

 

Kontakt:
Christiane Grün, cgruen@deutsche-kinemathek.de, Tel.: 030-300 903-621

 


Exchange Museum – kulturelle Teilhabe für taube Menschen

Das zwischen 2014 und 2017 durchgeführte inklusive Projekt „Exchange Museum“ beschäftigte sich mit der kulturellen Teilhabe von gehörlosen Menschen; ein besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf die Kulturinstitution Museum gelegt. Ziel war die Begegnung und der Austausch von Gehörlosen mit Kulturschaffenden sowie die gegenseitige Sensibilisierung für die Möglichkeiten und Bedürfnisse des jeweils anderen. Zugleich diente das Projekt als Pilotveranstaltung für eine langfristige inklusive Zusammenarbeit der Deutschen Kinemathek und der Berliner Gehörlosen-Community.

In sämtlichen Phasen des Projekts arbeiteten Partner aus der Gehörlosen-Community und aus dem Kulturbereich gleichberechtigt zusammen; dies galt insbesondere für die Konzeption und Umsetzung des gemeinsam erarbeiteten Fachtages für Gehörlose und mit ihnen. Gehörlose Teilnehmer/-innen, Ausstellungsmacher/-innen und weitere Fachleute aus den Bereichen museale Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Selbstorganisation von Gehörlosen tauschten sich zu Erfordernissen und Potenzialen von Barrierefreiheit an der Kulturinstitution Museum aus und diskutierten Ansätze zur Überwindung bestehender Barrieren.

Das folgende Video dokumentiert den Fachtag am 24. November 2016:

 

 

Kooperationspartner von „Exchange Museum“ waren die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Jubel³ mit Gebärdensprache e.V., der Museumsdienst der Kulturprojekte Berlin GmbH sowie NeNa e.V. Das Projekt wurde durch die Aktion Mensch gefördert.
 

Kontakt: Jurek Sehrt, bildung@deutsche-kinemathek.de

 


Filmmusik als Problem im deutschsprachigen Journalismus (1907–1930)

Die Frage nach der Musik begleitet den Film seit seinen Anfängen. Welchen Status hat die Filmmusik? Welchen Gesetzmäßigkeiten unterliegt sie? Welche Funktion besitzt sie? Und welche Probleme wirft die Verwendung von Musik im Film auf? – Bereits in der Stummfilm-Ära haben sich bedeutende Komponisten, Musikwissenschaftler, Filmtheoretiker und Philosophen an einer ausgedehnten Diskussion über die ungewisse Stellung der Filmmusik beteiligt. In hunderten Artikeln, Essays und Filmrezensionen, die in deutschsprachigen Filmperiodika sowie in musikwissenschaftlichen Zeitschriften erschienen, widmeten sie sich ästhetischen, theoretischen sowie auch kompositorischen Problemen der Filmmusik – und zwar mit unterschiedlichsten Akzentuierungen und Sichtweisen. Für diesen journalistischen Filmmusik-Diskurs interessiert sich das hier vorgestellte Forschungsprojekt.

Projektinhalt ist zunächst die Auswertung ausgewählter deutschsprachiger Periodika, die von 1907 bis zum Beginn der 1930er-Jahre erschienen sind. Das Ergebnis der Dokumentation ist ein umfassendes Korpus publizistischer Textquellen, welches in einer Datenbank erfasst werden soll. Die Quellensammlung bildet den ersten Schritt zu einer parallel dazu geführten Untersuchung ästhetischer Sichtweisen der Stummfilmzeit. Diese auf historischen Quellen basierende Ästhetik der Stummfilmmusik zielt im Wesentlichen darauf: a) die Entwicklung der Debatte über Filmmusik von der Kompilationspraxis bis zur Herstellung des Tonfilms nachzuzeichnen; b) die Zirkulation der oftmals aus anderen Bereichen stammenden Ideen und Kategorien sowie die Umstände ihres Einsatzes im Bereich der Filmmusik aufzuzeigen; c) den Einfluss von musikalischen bzw. musikästhetischen Kategorien auf die Filmästhetik zu beleuchten. Die Untersuchung des Problems der Filmmusik soll in einer Monografie ausgearbeitet werden. Die Online-Datenbank wird den Dokumentationsteil dieser ästhetischen Abhandlung bilden und soll Fachkolleg/-innen wie auch einer breiten interessierten Öffentlichkeit als frei zugängliches Nachschlagewerk dienen.

Das Projekt wird vom FWF (Der Wissenschaftsfonds) gefördert und ist am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien angesiedelt. Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin, ist offizieller Projektpartner.

Projektleitung: Dr. Francesco Finocchiaro, francesco.finocchiaro@univie.ac.at
Projekt-Website: filmmusicjournalism.com

 


Online-Archiv „First we take Berlin…“

Am 5. September 2008 zeichneten 80 Kamerateams das Leben und den Alltag in der Stadt Berlin auf. Aus dem Projekt, einer Gemeinschaftsproduktion von Zero One Film GmbH, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und Arte mit zahlreichen weiteren Partnern, entstand im Folgejahr 24h Berlin, eine spektakuläre 24-stündige, in Echtzeit erzählte Dokumentation, die am 5. September 2009 ab 6 Uhr morgens auf Sendung ging.
Parallel zu den Dreharbeiten begann die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen damals, das gesamte Rohmaterial dieser Produktion zu sichten und zu verschlagworten. Inzwischen ist es zusammen mit den bereits ausgestrahlten Fernsehbildern einer breiten Öffentlichkeit in bislang einzigartiger Weise zugänglich gemacht worden: Unter dem Titel „First we take Berlin…“ können die Filmmaterialien, aktuell 400 Stunden bzw. rund 10.000 Video-Clips, online erkundet werden. Mehr noch: In Kooperation mit der Deutschen Kinemathek, Zero One Film GmbH und dem rbb lassen sich diese Bilder und Töne nun weiter bearbeiten und neu nutzen, sofern nicht rechtliche oder ethische Beschränkungen vorliegen. Das Projekt wurde gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und technisch begleitet vom Zuse-Institut Berlin.

 



>> www.first-we-take-berlin.de

 


Jugend filmt! – „Le cinéma, cent ans de jeunesse“

Das internationale Filmbildungsprojekt „Le cinéma, cent ans de jeunesse“ verbindet junge Filminteressierte aus ganz Europa. Die bereits zum 100. Geburtstag des Kinos im Jahr 1995 ins Leben gerufene Initiative der Cinémathèque française (Paris) versammelt Schüler und Lehrer, Filmschaffende sowie kulturelle und universitäre Einrichtungen in einer gemeinsamen Reflexion über grundlegende Fragen des Films. In der Schule, an außerschulischen Lernorten wie Museen, Archiven und Kinos, in Blogs und bei länderübergreifenden Treffen setzen sich die jungen Teilnehmer aus der ganzen Welt, aus Brasilien, Frankreich, Guadeloupe, Großbritannien, Italien, Portugal, Spanien und nun auch Deutschland mit dem Medium Film und seiner Geschichte auseinander. Alljährlich wenden die Jugendlichen nach der theoretischen Beschäftigung mit einem ausgewählten Thema ihr so erworbenes Wissen filmpraktisch an und produzieren einen Kurzfilm.Erstmalig nahmen 2011/12 auch Schüler und Lehrer aus Deutschland an diesem Filmbildungsprojekt teil: Eine Schulklasse des Berliner Albrecht-Dürer-Gymnasiums (Kooperationspartner der Deutschen Kinemathek) beschäftigte sich mit dem Thema „Das Reale im Spielfilm“. Ein Blog präsentiert die Projektarbeit.

 

Zu einer feierlichen Abschlussveranstaltung trafen Delegationen sämtlicher Schulklassen in Paris zusammen, um ihre Filme zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.

 

Jugend filmt! fand statt in Kooperation mit der Universität Bremen, dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst und dem Albrecht-Dürer-Gymnasium Berlin. Das Projekt wurde unterstützt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und dem Bezirksamt Neukölln.

 

Projektträger und Veranstalter in Deutschland war die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Berlin.

 

Kontakt:

Anke Hahn, ahahn@deutsche-kinemathek.de

Jurek Sehrt, jsehrt@deutsche-kinemathek.de

 


Kameradatenbank

>> Projektseite Kameradatenbank

 

 

Diese Onlinedatenbank verzeichnet rund 850 historische Filmkameras, die in den größten öffentlichen Museen und Sammlungen in Deutschland vorhanden sind.

Sie vereint Bestände von:


  • Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen Berlin

  • Deutsches Filminstitut – DIF/Filmmuseum Frankfurt

  • Deutsches Technikmuseum Berlin

  • Filmmuseum Düsseldorf

  • Filmmuseum Potsdam

Die Zusammenstellung verfolgt das Ziel, einerseits unbekannte Archivschätze einem breiteren Interessentenkreis bekannt zu machen und andererseits auf eine erkannte Forschungslücke der Filmwissenschaft mit Basisinformationen zu reagieren. Denn die Filmtechnik gehört zu den wenig erschlossenen Kapiteln der Mediengeschichte. Die Datenbank ist als erster Schritt einer umfassenden Dokumentation zu filmtechnischen Museumssammlungen in Deutschland anzusehen. Perspektivisch sollen in dem Gemeinschaftsprojekt alle Arten von Gerätschaften (z. B. zur Filmprojektion und Filmbearbeitung) online aufbereitet werden.

 

Ansprechpartner:
Ralf Forster
forster@filmmuseum-potsdam.de

 

Projektpartner:

>> Deutsches Filminstitut – DIF/Filmmuseum Frankfurt

>> Deutsches Technikmuseum Berlin

>> Filmmuseum Düsseldorf

>> Filmmuseum Potsdam

 


Lost Films – Filmrekonstruktion und Publikation im Internet

>> https://www.lost-films.eu

 

„Lost Films” ist ein neues Internetportal, auf dem Informationen und Dokumente zu Filmen zusammengestellt werden, die als verschollen gelten. Die Datenbank enthält zurzeit mehr als 3.500 Titel. Den Schwerpunkt bildet eine Auswahl von deutschsprachigen Filmen mit zahlreichen Fotos, Plakaten, Filmkritiken und historischen Dokumenten aus den Archiven der Projektpartner und der Deutschen Kinemathek. Einen weiteren Schwerpunkt bilden über 50 unbekannte Filme. Diese drohen endgültig verloren zu gehen, wenn sie nicht identifiziert werden können.

Das Ziel von „Lost Films” besteht nicht darin, eine abgeschlossene Liste verschollener Filme zusammenzustellen, sondern eine neue Plattform für die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet anzubieten. Die Mitglieder dieser Plattform, die sich als Community verstehen, sollen Informationen austauschen, ergänzen und verändern können. Dadurch kann Filmgeschichte und das unsichtbare filmische Erbe wieder sichtbar und erfahrbar gemacht werden.

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes


 

Wissenschaftliche Leitung:
Jürgen Keiper
jkeiper@deutsche-kinemathek.de

Beteiligte Archive:
>> Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin

>> Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden

>> Centre national de la cinématographie CNC, Paris

>> Filmarchiv Austria Wien

>> Národní Filmový Prag (National Film Archive Prague)
>> Filmoteka Narodowa (National Film Archive Warsaw)
>> Magyar Nemzeti Filmarchivum (Hungarian National Film Archive)
>> Österreichisches Filmmuseum

 

>> Projektbeschreibung englisch (pdf)

 



Oberhausener Manifest
1962–2012

Das Oberhausener Manifest – fraglos das wichtigste Gruppendokument des deutschen Films –, dessen Veröffentlichung sich am 28. Februar 2012 zum fünfzigsten Mal jährte, steht für eine der berühmtesten und zugleich am wenigsten bekannten Perioden der deutschen Filmgeschichte. Eine systematische Sicherung und Sammlung der filmischen Arbeiten, die die 26 Unterzeichner in ihrer aktivsten Zeit (1958-1967) hergestellt haben, ist bisher nie unternommen worden.
Dieser misslichen Situation ein Ende zu setzen, also eine handfeste Basis für die Auseinandersetzung mit diesem Manifest und den damit verbundenen filmischen, kulturellen und politischen Erneuerungsbewegungen der 1960er Jahre in Deutschland zu schaffen, ist das Ziel des Projekts „Provokation der Wirklichkeit – 50 Jahre Oberhausener Manifest".
Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen setzen sich mit dem Thema im Jubiläumsjahr 2012 auf verschiedenen Plattformen und in Zusammenarbeit mit mehreren nationalen und internationalen Partnern auseinander.
Durch eine Kooperation der Kurzfilmtage mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen wurden knapp 40 Filme der Unterzeichner des Oberhausener Manifests in enger Zusammenarbeit restauriert und konservatorisch gesichert.
Bei den 58. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (26. April bis 1. Mai 2012) zeigt das Festival unter dem Titel „Provokation der Wirklichkeit: Mavericks, Mouvements, Manifestos" eine umfangreiche Werkschau mit diesen Filmen und stellt weitere Bewegungen aus der Zeit des Oberhausener Manifests vor. 
Ab Frühjahr 2012 stehen die Filme als neue 35mm-Kopien zur Verfügung und können über den Filmverleih der Deutschen Kinemathek oder des Bundesarchivs bezogen werden.
Weitere Retrospektiven in Berlin, Wien, Pesaro, New York und weiteren Städten folgen.
>> www.oberhausener-manifest.com


 


MIDAS

>> Projektseite MIDAS

>> filmarchives online

 

MIDAS (Moving Image Database for Access and Re-use of European Film Collections) wurde 2006 als Pilotprojekt im Rahmen des MEDIA Plus Programms der Europäischen Union initiiert und wird von 18 Institutionen und Archiven unter der Leitung des Deutschen Filminstituts – DIF e.V. getragen.

MIDAS erfasst die nichtfiktionalen Bestände der teilnehmenden Institutionen und veröffentlicht diese auf dem mehrsprachigen Internetportal „filmarchives online". Der Fokus liegt auf dem nichtfiktionalen Archivbestand, Dokumentar- und Unterrichtsfilme, Wochenschauen, Werbe-, Industrie-, Reise- und Sportfilme sowie Animationsfilme, da dieser in der Vergangenheit vernachlässigt und international nicht erfasst wurde.

Filme können nach Inhalt, filmografischen Angaben und physischen Eigenschaften gesucht werden. Die Suchergebnisse informieren über die Verwahrungsorte der jeweiligen Kopie und bieten Kontaktinformationen der Archive, um den Zugang zu erleichtern.

MIDAS ist nicht nur ein Forum für die wissenschaftliche Forschung, sondern ist auch in kommerzieller Hinsicht interessant, da erstmals bisher unbeachtete Sammlungen der europäischen Archive veröffentlicht werden und für eine Nachnutzung zur Verfügung stehen.

Die Deutsche Kinemathek beteiligte sich 2007 mit einer Auswahl von 517 Filmtiteln, die sukzessive erweitert wird.

 

Gefördert aus Mitteln des MEDIA-Plus-Programms der Europäischen Union


>> MEDIA-Programm der EU

 

Ansprechpartner:
Holger Theuerkauf

htheuerkauf@deutsche-kinemathek.de

 

Projektpartner:
>> Deutsches Filminstitut - DIF Frankfurt am Main

 


Sehen lernen – Bewegte Bilder in Schule und Museum

Bewegte Bilder aus Film und Fernsehen bestimmen einen großen Teil des Alltags von Jugendlichen und werden aus diesem Grund zunehmend in den Schulcurricula berücksichtigt. Der Umgang mit diesen Medien in der Schule stellt oftmals eine große Herausforderung dar.
Altersunabhängig fehlt vielen Nutzern – sowohl Schülern als auch Lehrern  – das Handwerkszeug, um diese Bilder richtig verstehen und interpretieren zu können. Zur Entwicklung einer kritischen Analyse- und Lesekompetenz und um Filme als Kunstwerke schätzen zu lernen, sind fundierte Kenntnisse filmtechnischer und -ästhetischer Mittel sowie der Film- und Fernsehgeschichte notwendig.
Das Projekt „Sehen lernen“ aus den Jahren 2008/09 wurde dem Schulungsbedarf in diesem Bereich gerecht: Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen und die Berliner Albrecht-Dürer-Oberschule (ADO) unterstützten Lehrer und Schüler dabei, Fachwissen im Rahmen des regulären Unterrichts und durch Besuche in den Ausstellungen, Archiven und der wissenschaftlichen Bibliothek zu erwerben. An der ADO entwickelten sich mit Hilfe dieses vielfältigen Angebots Filmlese- und Medienkompetenz zu Bestandteilen des schulischen Lebens. Die von Schülern und Lehrern erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden in Form von Leitfäden und anderen Arbeitsmaterialien allen Interessierten als Hilfestellung bei der Arbeit mit bewegten Bildern zur Verfügung gestellt.

 



Gefördert durch den

 

Ansprechpartner:
Jurek Sehrt
jsehrt@deutsche-kinemathek.de

 

Projektpartner:
Albrecht-Dürer-Oberschule (ADO), Berlin
http://albrecht-dürer-schule.de

 


Wenn Bilder laufen lernen

Im Rahmen des außerschulischen Projekts „Wenn Bilder laufen lernen", das gemeinsam mit den Partnern Neuköllner Talente (Bürgerstiftung Neukölln) und Young Arts NK (Kulturnetzwerk Neukölln e.V.) 2013/14 durchgeführt wurde, erforschten Kinder aus dem Berliner Bezirk Neukölln das Museum für Film und Fernsehen sowie dessen Sammlungen und entwickelten altersgemäße Zugänge zu dieser Kulturinstitution und ihren Ressourcen. Durch die Projektteilnahme gelangten sie in intensiven Kontakt mit dem Museum und seinen Fachleuten. Zugleich setzten sich die Kinder allgemein mit der Produktion und Rezeption von audiovisuellen Medien auseinander. Sie wurden kreativ tätig, erlernten filmpraktische Techniken und lernten ergänzend ausgewählte Museums- sowie Filmberufe kennen. Unter fachkompetenter Anleitung wurden die Teilnehmer selbst zu Museums- und Filmexperten, die Gleichaltrigen kenntnisreich „ihr“ Museum präsentieren konnten.

„Wenn Bilder laufen lernen“ wurde gefördert durch das Programm „Von uns – für uns! Die Museen unserer Stadt entdeckt“ des Deutschen Museumsbunds im Rahmen von „Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

 

 

Ansprechpartner:
Jurek Sehrt
jsehrt@deutsche-kinemathek.de

 

Projektpartner:

Neuköllner Talente        

Von uns für uns      Kultur macht stark

 


Winter adé – Filmische Vorboten der Wende

Filmreihe im Verleih der Deutschen Kinemathek

>> Projektseite Winter adé

 

Im Herbst 2009 jährten sich die friedliche Revolution und der Fall der Berliner Mauer zum zwanzigsten Mal. Aus diesem Anlass initiierte die Kulturstiftung des Bundes gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek die Filmreihe „Winter adé – Filmische Vorboten der Wende“. Sie wurde auf den 59. Internationalen Filmfestspielen Berlin im Februar 2009 erstmals vorgestellt.

„Winter adé“ präsentiert in fünfzehn abendfüllenden Programmen deutsche und osteuropäische Filme, die im letzten Jahrzehnt des Kalten Krieges entstanden sind – und in denen sich die Ahnung des bevorstehenden, tief greifenden Wandels bereits abzeichnet. Die von Claus Löser kuratierte Auswahl an Spiel-, Dokumentar-, Animations-, Kurz- und Experimentalfilmen bezieht große Namen der Filmgeschichte – Krzysztof Kieślowski oder Jan Švankmajer – ebenso ein wie Arbeiten weniger bekannter Filmemacher und Filmemacherinnen. In ihren Werken formuliert sich die Hoffnung auf politische oder wirtschaftliche, vor allem aber auf künstlerische Öffnung. Jeder der Filme hat auf formale oder inhaltliche Weise Grenzen erweitert und durch seine mutige Artikulation Veränderungsbedarf eingeklagt.

Für die Filmreihe wurden neue Kopien in untertitelten Fassungen hergestellt. Bis Ende 2010 stehen die Kopien den Kommunalen Kinos und anderen Abspielstätten kostenlos zur Verfügung. Vision Kino bezog vier Titel des Programms in ihre SchulKinoWochen 2009 ein. Durch die Aufnahme der Filme in den Verleih der Deutschen Kinemathek soll diese Auswahl an außergewöhnlichen, visionären Filmwerken für die Öffentlichkeit bewahrt werden.

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes


>> Kulturstiftung des Bundes

 

Ansprechpartner
Projektleiter:

Martin Koerber

Disposition Kopien:

Anke Hahn

ahahn@deutsche-kinemathek.de

 

Projektpartner

>> VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz

 


Wir waren so frei ... Momentaufnahmen 1989/1990

1989 stürzte das Volk in der DDR die Regierung. In einem Tempo, das noch im Rückblick atemberaubend erscheint, führten die Ereignisse innerhalb eines Jahres zur deutschen Einheit.

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen hat fast 7.000 private Filme, Videos und Fotos zu diesem wichtigsten Abschnitt der deutschen Nachkriegsgeschichte gesammelt. Diese persönlichen Eindrücke und Stimmungen sind dauerhaft im Internet-Archiv www.wir-waren-so-frei.de zu sehen, das vielfältige Recherchemöglichkeiten und Zugänge zu dem umfangreichen Material bietet. Durch die vorwiegende Lizenzierung unter Creative Commons BY-NC-ND ist eine nicht kommerzielle Nutzung vieler Bilder möglich.
 Eine kuratierte Auswahl der Privataufnahmen wurde im Rahmen der Ausstellung „Wir waren so frei" vom 1. Mai bis zum 9. November 2009 im Museum für Film und Fernsehen gezeigt.

Seit Ende 2011 ist die begleitende Unterrichtsplattform www.unterricht.wir-waren-so-frei.de online. Sie bietet Unterrichtsmaterialien zu ausgewählten Filmen, Fotos und Erinnerungstexten aus dem Internet-Archiv. Die daraus entwickelten sieben Themenkomplexe (u. a. Grenze und Mauer, Protest, Jugend) und drei Sonderthemen (u. a. eine Stadtrallye vom Checkpoint Charlie über den Potsdamer Platz zum Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße) richten sich an Schüler der Elementarstufe sowie der Sekundarstufe I und II. Nutzer der Plattform haben die Möglichkeit, online zu arbeiten. Aufgabenblätter und begleitende Lehrerleitfäden können aber auch als pdf heruntergeladen werden. Auf der Unterseite „Beiträge“ können Arbeitsergebnisse gepostet werden.

Das Internet-Archiv ist eine Kooperation zwischen der Deutschen Kinemathek und der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

 

 

Ansprechpartner:

Jürgen Keiper, jkeiper@deutsche-kinemathek.de
Christiane Grün, cgruen@deutsche-kinemathek.de

 


„Zerstörte Vielfalt. 1933: die Transformation des Weimarer Kinos in den nationalsozialistischen Film“ (Filmreihe)

Ein Blick auf die Kinopremieren des Jahres 1933 veranschaulicht sinnfällig die radikale Umgestaltung der deutschen Filmproduktion und des gesamten filmkulturellen Lebens im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung. Erstaunlicherweise erfolgte diese Neuorganisation nicht in Form eines vollständigen Bruchs mit dem Kino und den Produktionsbedingungen der Weimarer Republik, sondern als Prozess der Transformation: als Umbau einer Industrie bei laufendem Betrieb, an dessen Beginn noch ein Kino steht, das „Weimar“ heißt und das Qualitäten aufweist, die fortan nichts gelten sollen, ja als feindlich deklariert sind – und als dessen Ziel ein ganz anderes Filmwesen definiert wird, eine andere Kultur des bewegten Bildes.
In fünfzehn Filmen aus dem Kinojahr 1933 bildet die Filmreihe die Widersprüche und Gleichzeitigkeiten dieser Transformation ab, an deren Ende die Zerstörung einer international beachteten, innovativen und vielfältigen Filmkultur, wie sie das Weimarer Kino darstellte, stand.

Eine Kooperation der Deutschen Kinemathek mit der Kulturbehörde Hamburg, dem Kino Metropolis Hamburg sowie Cinegraph Hamburg

>> Programm (pdf)

 

Kurator: Dr. Rainer Rother

Kontakt: Anke Hahn, E-Mail: filmverleih@deutsche-kinemathek.de

 


Zur Entstehung von F. W. Murnaus TABU – Edition der Outtakes

Friedrich Wilhelm Murnaus letzter Spielfilm TABU (USA 1931) ist aufgrund seiner einzigartigen Überlieferungslage ein besonders aufschlussreiches Fallbeispiel für die Sicherung audiovisuellen Kulturguts. Neben den unterschiedlichen Fassungen des Films existiert ein Bestand von rund 17.500 Metern Filmmaterial: alternative bzw. nicht verwendete Einstellungen des Films, sogenannte Outtakes.
Das KUR-Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder – ermöglichte der Deutschen Kinemathek, in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Österreichischen Filmmuseum die langfristig vom Zerfall bedrohten Nitrofilm-Materialien durch Umkopierung zu sichern und in digitaler Form zu publizieren. Zusätzlich wurden für diese Online-Edition das Drehbuch zu TABU sowie die ebenfalls erhaltenen Tagesberichte von den Dreharbeiten erschlossen.
Die Arbeitsergebnisse der Edition der Outtakes bieten neue Einblicke in den Entstehungsprozess des Films. Dabei eröffnet die kombinierte Darstellung von Bewegtbild, Text- und Bildquellen den Internetnutzern einen individuell gestaltbaren Zugang zu den Materialien und zeigt damit neue Wege der Sicherung, Präsentation und Nutzbarmachung audiovisuellen Kulturguts auf. Parallel veröffentlicht die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung TABU auf DVD.

 

Gefördert im KUR-Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut



 

 

>> Kulturstiftung des Bundes

>> Kulturstiftung der Länder

 

Projektpartner:
>> Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
>> Österreichisches Filmmuseum Wien

 

Ansprechpartner:
Martin Koerber
mkoerber@deutsche-kinemathek.de

Nach oben