Veranstaltungen

Samstag, 17.2.2018, 10:30 Uhr
Retrospektive
A Work in Movement: The Restoration Works of the Wim Wenders Foundation

Wim Wenders präsentiert die Restaurierungsarbeit der 2012 gegründeten Wim Wenders Stiftung anhand von Beispielen aus Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (BRD/A 1972), Alice in den Städten (BRD 1974) und Der Himmel über Berlin (BRD/F 1987), dessen neue digitale Fassung im Rahmen der diesjährigen Berlinale Classics ihre Premiere feiert. Beleuchtet werden die jeweils unterschiedlichen Herausforderungen dieser Restaurierungen, bei denen nicht nur die Herstellungsgeschichte der einzelnen Filme, sondern auch ihre Sicherung sowie Rechtefragen zu bedenken waren. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an Der Himmel über Berlin. Die Kombination von Schwarzweiß- und Farbaufnahmen hatte bei diesem Film seinerzeit mehrere zusätzliche Kopierschritte erforderlich gemacht, bevor als Ausgangsmaterial für Kinokopien ein Farbnegativ entstehen konnte. Wim Wenders erläutert und veranschaulicht die während der digitalen Restaurierung 2017 getroffenen Entscheidungen.

Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2
In englischer Sprache, Eintritt frei

 

Sonntag, 18.2.2018, 18 Uhr
Retrospektive
Die Vielfalt des Weimarer Kinos

Die diesjährige Retrospektive stellt die Vielfalt des Weimarer Kinos ins Zentrum. Vor rund hundert Jahren begann eine der produktivsten und einflussreichsten Phasen des deutschen Filmschaffens, die dessen internationale Wahrnehmung bis heute prägt. Anlässlich der Retrospektive erscheint im Bertz + Fischer Verlag die deutschsprachige Publikation Weimarer Kino – neu gesehen, in der sich renommierte Filmwissenschaftler/-innen und prominente Regisseur/-innen einer Vielzahl bisher wenig beachteter Aspekte des Weimarer Kinos widmen. Vier der Autor/-innen konzentrieren sich in einer Podiumsdiskussion auf die thematischen Schwerpunkte „Alltag“ und „Geschichte“: Prof. Dr. Ioana Crăciun, Annika Schaefer, Jörg Schöning und Dr. Philipp Stiasny stellen einige Filme aus dem Programm der Retrospektive vor und regen zu einer Neubetrachtung des Weimarer Kinos an.
Moderation: Kristina Jaspers

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Montag, 19.2.2018, 11 Uhr
Blicke in die Archive
Weimar – Die erste deutsche Demokratie

Im Rahmen des Projekts „Weimar – Die erste deutsche Demokratie“ digitalisiert das Bundesarchiv eine Auswahl unterschiedlichster Quellen zur Geschichte der Weimarer Republik und macht sie ab Ende März 2018 in einem Internetportal zugänglich. Über einen Zeitraum von vier Jahren sollen etwa vier Millionen Digitalisate von Dokumenten, Fotos, Plakaten, Tonaufnahmen und vor allem von frühen Dokumentarfilmen entstehen. Durch die Fülle und Vielfalt des Materials wird eine neue Auseinandersetzung mit einer bedeutenden Epoche deutscher Geschichte ermöglicht. Dr. Michael Hollmann, Präsident des Bundesarchivs, und Mitarbeiter/-innen der Projektgruppe stellen das Quellenportal vor und präsentieren ausgewählte Film- und Tondokumente. Sie widmen sich insbesondere Fragen und Überlegungen zur Strategie und zur technischen Umsetzung des Digitalisierungsvorhabens, zur Filmauswahl und zum Inhalt der Filme.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Montag 19.2.2018, 18 Uhr
Retrospektive
Weimarer Kino – Restaurierungen der deutschen Filmarchive

Die Retrospektive „Weimarer Kino – neu gesehen“ zeigt mehrere aktuelle Restaurierungen aus deutschen Filmarchiven. Die Restauratorinnen und Restauratoren dieser digital restaurierten Fassungen präsentieren Ausschnitte aus ihrer Arbeit und diskutieren sie in einem Podiumsgespräch. Anke Mebold (Deutsches Filminstitut) bearbeitete den Bergfilm KAMPF UMS MATTERHORN (D 1928, Regie: Mario Bonnard, Nunzio Malasomma), Anke Wilkening (Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung) den lange Zeit nicht aufführbaren zweiteiligen Film Urban Gads CHRISTIAN WAHNSCHAFFE (D 1921). Stefan Drößler, Leiter des Filmmuseums München, erstellte die eingefärbten Fassungen von OPIUM (D 1919, Regie: Robert Reiner) in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf und ABWEGE (D 1928, Regie: Georg Wilhelm Pabst) in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria. Daniel Meiller, Filmrestaurator und Technischer Leiter Film in der Deutschen Kinemathek, spricht über die Herausforderungen bei der Bearbeitung von DIE UNEHELICHEN (D 1926, Regie: Gerhard Lamprecht) und DAS ALTE GESETZ (D 1923, Regie: E.A. Dupont).
Moderation: Martin Koerber

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Mittwoch, 21.2.2018, 17 Uhr
Hommage
A Journey Through Time with Willem Dafoe

Berlinale-Ehrengast Willem Dafoe war hier bereits mit Filmen, 2007 auch als Mitglied der Internationalen Jury zu Gast. 2018 verleiht ihm das Festival den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk. Im Laufe seiner Karriere hat er in mehr als 100 Produktionen mitgewirkt. Die Liste der Regisseur/-innen, mit denen er zusammenarbeitete, vereint Namen wie Kathryn Bigelow, Oliver Stone, Alan Parker, Martin Scorsese, Wim Wenders, Paul Schrader und Wes Anderson. Für seine herausragenden Darstellungen erhielt Willem Dafoe drei Oscar-Nominierungen sowie zahlreiche Preise und weitere Nominierungen, u.a. bei den Golden Globes und den BAFTA Awards. Seit langem ist er auch auf der Theaterbühne aktiv. Im Dialog mit Peter Cowie wird er die Etappen seiner Laufbahn nachzeichnen, auf Herausforderungen und Erfahrungen zurückblicken, aber auch aktuelle Projekte vorstellen. Die Veranstaltung wird in Kooperation zwischen der Deutschen Kinemathek und den Berlinale Talents im HAU Hebbel am Ufer durchgeführt.

HAU Hebbel am Ufer (HAU1), Stresemannstr. 29
In englischer Sprache, Einlass mit Ticket

 

Donnerstag, 22.2.2018, 18 Uhr
Blicke in die Archive
Hans Traub und sein „Wörterbuch des Films“

Der Film war zu Beginn der 1940er-Jahre noch zu jung, um bereits über ein größeres Schrifttum zu seiner Geschichte und den vielfältigen gesellschaftlichen, technischen oder ökonomischen Ausprägungen zu verfügen. An ein „Wörterbuch des Films“ machte sich während des Zweiten Weltkriegs indes der Zeitungs- und Filmwissenschaftler Hans Traub. Seit 1936 leitete er die Ufa-Lehrschau in Babelsberg, im Folgejahr wurde ihm die universitäre Lehrbefugnis entzogen, er galt den Nationalsozialisten als „Mischling zweiten Grades“. Mit seinem „Wörterbuch“ verfolgte Traub ein ehrgeiziges Projekt, doch Bombenkrieg und sein früher Tod 1943 verhinderten die Veröffentlichung. Als Fragment ist das Werk in den Sammlungen der Deutschen Kinemathek überliefert und erlaubt es, den Stand der damaligen deutschen Filmwissenschaft, aber auch ihre Beeinflussung durch nationalsozialistische Ideologie genauer einzuschätzen. Rainer Rother und Rolf Aurich stellen die jüngst erschienene Edition vor.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

 

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