Veranstaltungen

Samstag, 11.2.2017, 18 Uhr
Retrospektive
Future Imperfect. Science · Fiction · Film

Die Retrospektive der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin widmete sich dem Science-Fiction-Film und damit einem der bildgewaltigsten und spektakulärsten Genres der Filmgeschichte. Sie zeigte imaginierte Welten einer unvollendeten Zukunft, wie sie der Science-Fiction-Film seit seinen Anfängen inszeniert. Im Zentrum der Schau standen zwei Themen: die Gesellschaft der Zukunft und das Fremde. Die Autoren der bei Bertz + Fischer erschienenen, englischsprachigen Begleitpublikation – Aidan Power vom University College in Cork und Matthias Schwartz vom Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin – gaben gemeinsam mit dem Ausstellungskurator der Deutschen Kinemathek Nils Warnecke einen Überblick über das diesjährige Thema der Retrospektive. Sie diskutierten über die gesetzten inhaltlichen Schwerpunkte und die ausgewählten Filme des Programms. Moderiert von Connie Betz.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In englischer Sprache, Eintritt frei

 

Sonntag, 12.2.2017, 18 Uhr
Retrospektive
Alex McDowell – Building the World of MINORITY REPORT

Für Steven Spielbergs Minority Report (USA 2002) entwarf Production Designer Alex McDowell das Set für eine futuristische Welt, in der Verbrechen Dank einer Polizei-Eliteeinheit namens „Precrime“ nicht mehr vorkommen. Noch bevor das Drehbuch zu dem Film geschrieben wurde, entwickelte McDowell eine in sich schlüssige Zukunftswelt, welche die Einflüsse einer solchen präventiven Verbrechensabwehr auf Bereiche wie Architektur, Stadtplanung und soziales Zusammenleben berücksichtigte. Dieser interdisziplinäre Weltenentwurf bildete mehr als den bloßen visuellen Hintergrund für die Geschichte um den Chef der Precrime-Einheit John Anderton: Er beeinflusste das Drehbuch des Films maßgeblich mit. Für Alex McDowell markiert der Film einen Umbruch in seiner Arbeit als Production Designer und die Geburtsstunde des „World Building“-Konzepts, welches er am Beispiel von Minority Report erläuterte.
Zu Alex McDowells beeindruckender Filmografie gehören Produktionen wie Der Rasenmähermann (USA 1992), The Crow – Die Krähe (USA 1994), Fear and Loathing in Las Vegas (USA 1998), Fight Club (USA 1999) und Charlie und die Schokoladenfabrik (AU/GB/USA 2005). Zurzeit nimmt er sich eine Auszeit von seiner Lehrtätigkeit an der USC School of Cinematic Arts, Los Angeles, um die Welt von Star Wars: Episode IX zu entwerfen.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In englischer Sprache, Eintritt frei

 

Montag, 13.2.2017, 18 Uhr
Mediathek Fernsehen
Deutschland in Serie – 45 Jahre nach Acht Stunden sind kein Tag

Im Rahmen der Sektion Berlinale Special wurde die restaurierte Fassung von Rainer Werner Fassbinders Fernsehserie Acht Stunden sind kein Tag gezeigt. Vom Westdeutschen Rundfunk produziert, wurde sie 1972/73 erstmals ausgestrahlt. Die formalen und inhaltlichen Besonderheiten der fünfteiligen Fernsehserie erörterten in einer ersten Gesprächsrunde Juliane Lorenz, Rainer-Werner-Fassbinder-Foundation, Martin Wiebel, ehemaliger Dramaturg und Redakteur des WDR, und Saskia Walker, Mitherausgeberin der Filmzeitschrift REVOLVER. Im direkten Anschluss sprachen die Macher aktueller Serien über die jüngsten Entwicklungen des Formats in Deutschland. Mit Philipp Leinemann, Regisseur der ZDFneo-Serie Tempel, Hans-Christian Schmid, Regisseur von Das Verschwinden, und Jörg Winger, Produzent von Deutschland 83. Moderiert von Klaudia Wick, Leiterin Audiovisuelles Erbe Fernsehen der Deutschen Kinemathek.
Acht Stunden sind kein Tag ist ebenfalls in der „Mediathek Fernsehen“ der Deutschen Kinemathek zu sehen.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Mittwoch, 15.2.2017, 18 Uhr
Retrospektive
Weltall – Erde – Mensch. Die DEFA und ihre Science-Fiction-Filme

Obwohl das Genre des Science-Fiction-Films zuallererst Assoziationen zum angloamerikanischen Kulturraum hervorruft, verstärkt sich ausgehend vom „Space Race“ zwischen der USA und der UdSSR ab den 1960er-Jahren auch in Osteuropa die filmische Auseinandersetzung mit den unendlichen Weiten des Weltalls: Ostdeutsche Produktionen wie Signale – Ein Weltraumabenteuer (1970) und Im Staub der Sterne (1976) von Gottfried Kolditz oder der Eröffnungsfilm der Retrospektive, Eolomea (1972) von Herrmann Zschoche, zeigen ihre eigene Version einer Welt von morgen. Über die Besonderheiten des Science-Fiction-Films bei der DEFA sowie die dort gegebenen Möglichkeiten und Grenzen des Genres sprach Ralf Schenk (DEFA-Stiftung) mit dem Regisseur Herrmann Zschoche, dem Kameramann Peter Badel sowie dem Drehbuchautor Stefan Kolditz.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4. Etage
In deutscher Sprache, Eintritt frei

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