Veranstaltungen

Freitag, 10.2.2012, 18 Uhr

Erobert den Film!
Ein deutsch-russisches Filmexperiment 1921–1936

Als deutsch-russische Aktiengesellschaft schuf die „rote Traumfabrik“ mit neuer Filmsprache, technischer Innovation und kühnen Geschäftsmodellen etwas Neues, jenseits von Hollywood, Ufa und sowjetischer Staatsproduktion. Im Gespräch mit Rainer Rother stellen die Kuratoren Günter Agde und Alexander Schwarz das Filmprogramm der diesjährigen Retrospektive und die zugehörige Publikation vor. Die „rote Traumfabrik“ hat nichts von ihrer Faszination verloren.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4.OG
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Samstag 11.2.2012, 18 Uhr
Die hohe Kunst, die Welt zu gestalten
Die Szenenbildnerinnen Silke Buhr (u.a. POLL, DAS LEBEN DER ANDEREN) und Susanne Hopf (u. a. SOMMER VORM BALKON, HALT AUF FREIER STRECKE) im Gespräch mit Horst Peter Koll über ihre Arbeit, Drehs in Berlin und den Babelsberger Filmstudios sowie ihre Erfahrungen als Frauen in einem von Männern geprägten Metier.
In Kooperation mit Film-Dienst

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4.OG
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Sonntag 12.2.2012, 18 Uhr
DIE ROTE TRAUMFABRIK
Russischer Film zwischen Krise und Neubeginn
Gemeinsam mit der verantwortlichen ARTE/ZDF-Redakteurin Nina Goslar stellt Kurator Alexander Schwarz seine Filmdokumentation DIE ROTE TRAUMFABRIK (2012) vor. Viele erstmalig gezeigte Filmausschnitte und Fotos erschließen die wechselvolle Geschichte des einzigartigen deutsch-russischen Studios der Internationalen Arbeiterhilfe und die Vision seiner Gründer Willi Münzenberg und Moisej Alejnikow. Die Dokumentation schlägt mit Aussagen renommierter Filmhistoriker, prominenter Autorenfilmer und zeitgenössischer Filmunternehmer aus Russland einen Bogen von der Filmgeschichte der 1920er und '30er Jahre zur heutigen russischen Filmproduktion.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4.OG
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Montag 13.2.2012, 18 Uhr
100 Jahre Babelsberg. Der Filmpionier Guido Seeber
Präsentation des Nachlasses und Vorstellung restaurierter früher Filmdokumente in der Deutschen Kinemathek. Das Studiogelände in Babelsberg wird 2012 einhundert Jahre alt – es geht auf Guido Seeber zurück, den damaligen technischen Leiter der Deutschen Bioscop. Die Deutsche Kinemathek verwahrt den Nachlass des bedeutenden Filmpioniers, Kameramanns und Filmtechnikers. Der umfangreiche Bestand an Filmdokumenten aus der Frühzeit der Kinematografie, Manuskripte, Fotos und technische Literatur wurden erneut sorgfältig bearbeitet: Mit Unterstützung von TeleFactory wurden Nitrofilmfragmente in Digital Cinema Qualität restauriert, Dokumente wurden geordnet und katalogisiert. Seebers Werk Der kinematographische
Aufnahmeapparat 
wird derzeit aus dem Nachlass ediert. Das „Seeber Projekt“ hat viele Facetten, die mit Vorträgen über Seeber und über die Restaurierungsarbeit vorgestellt werden. Mit Beiträgen von Martin Koerber, Werner Sudendorf, Volkmar Ernst, Ralf Forster, Jens-Theo Müller. Eine Veranstaltung in Kooperation mit TeleFactory

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen,
Veranstaltungsraum, 4.OG
In deutscher Sprache, Eintritt frei

 

Dienstag 14.2.2012, 16 Uhr
„Verschiedenes über dasselbe”
Zu den Varianten von Dsiga Wertows TRI PESNI O LENINE
Manchmal ist ein Film nicht genug – insgesamt fünf Fassungen wurden im Lauf der Jahre von TRI PESNI O LENINE hergestellt, Wertows einziger Arbeit für die „rote Traumfabrik“. Auf die Tonfassung (1934) folgte eine stumme Fassung (1935), Umarbeitungen (1938) und eine „Rekonstruktion“ in den 1970er Jahren: Manifestationen von Medientransformation und politischer Einflussnahme. In einem Vortrag mit Videobeispielen von Adelheid Heftberger, Slawistin und Kuratorin der Wertow-Sammlung im Österreichischen Filmmuseum, soll ein Einblick in die wechselvolle Geschichte des Films gegeben werden.

Zeughauskino, Unter den Linden 2
In deutscher Sprache

 

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